Frage zu Farben beim Ausdruck

  • Ich versuche nun schon seit einer Stunde, ein Foto farbtechnisch so zu drucken, wie es am Bildschirm angezeigt wird. Ein Abzug über eine Online-Firma erzeugte ebenfalls diese "Original"-Farben, doch meine Ausdrucke sind grünstichig.


    Ich habe versucht, mit und ohne Farboptimierung (aus der Software heraus) zu drucken. Und ich habe auch sogenannte farbprofile ein- und ausgeschaltet. Immer das gleiche Resultat.


    Zumindest irgend eine Änderung zwischen den verschiedenen Ausdrucken hätte ich ja erwartet.


    Hat einer eine Idee?


    Könnte das Ausdrucken über eine andere Fotosoftware Unterschiede bringen?


    Ich frage jetzt lieber vorher, bevor ich meine Tinte sinnlos verpulver.

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  • Hallo Michi,


    es ist immer schwierig die Farben so auszudrucken, wie sie man sie vom Monitor her kennt. Handelsübliche Monitore und Drucker sind nicht richtig kalibriert, wie z.B. hochwertige Geräte bei Grafikern oder Fotostudios.


    Stelle z.B. 2 Monitore von verschiedenen Herstellern nebeneinander und du hast unterschiedliche Farben. Ist bei Fernsehern das gleiche. Das gleiche gilt auch für Drucker.


    Gruß Heinz


    PS: Ich drücke dem HSV für morgen beide Daumen

  • Das mit dem Monitor stimmt, es gibt da Geräte um diese zu kalibrieren.


    Aber wenn man nun den Monitor mal außer acht läßt, und sich auf den Drucker fokussiert, dann kommen aus meiner Erfahrung folgende Punkte hinzu:


    - Tinte
    - Papier
    - Druckereinstellungen im Druckertreiber


    Alleine hierbei gibt es die unterschiedlichsten Möglichkeiten.


    Alleine andere Tinte von einem Billigproduzenten kann bessere oder schlechtere Ergebnisse auf dem selben Papier erzeugen.


    Bei gleicher Tinte gibt es unterschiedliche Ergebnisse bei unterschiedlichem Papier/Fotopapier.


    Und je nach Druckermodell kann man dann auch noch die Papiersorte im Druckertreiber auswählen oder die Farbkomposition ändern, so dass bei gleicher Tinte und gleichem Papier wieder die unterschiedlichsten Ergebnisse herauskommen.


    => kein leichtes Thema...


    Was für einen Drucker hast Du denn?
    Was für ein Papier benutzt Du?
    Und, was für Tinte benutzt Du?

    Katzen landen auf ihren Füßen.
    Toast landet auf der Marmeladenseite.
    Eine Katze mit einem Toast auf ihrem Rücken schwebt über dem Boden in einem Zustand von Quantenunentschlossenheit.

  • Danke fürs Feedback. :)


    Ich benutze die wohl zur Zeit billigsten Tintenpatronen (siehe hier ). Dass dadurch eventuell andere Farbmischungen als bei Originalpatronen heraus kommt, mag sein. Habe aber speziell zu dem Thema "Grünstich bei Fotoausdruck" über Google herausgefunden, dass sehr wohl auch Originalpatronen teilweise das Problem verursachen.


    Als Drucker habe ich den Brother MFC 820CW.


    Als Papier habe ich gerade "HP Photo Paper Premium Plus (high-glass)" verwendet; also 10*15 Fotopapier.


    Während ich hier so schreibe, habe ich das Foto noch einmal in der gleichen Größe auf Normalpapier gedruckt mit ganz normalen Druckeinstellungen - die Farben sind natürlich viel blasser, aber der Grünstich ist auch nur noch minimal.


    Der Monitor (Samsung 940 irgendwas) scheint das Bild sehr gut anzuzeigen, denn wie gesagt sieht der Fotoabzug vom Fotoservice farblich genau so aus.


    Und was mich stört: ich habe hier zwei verschiedene ICC-Profile probiert (und auch ganz ohne) und stelle kaum Veränderungen fest.

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    Einmal editiert, zuletzt von HSVMichi ()

  • Darüber gibt es "Bücher" und man kann sich hintersinnen.


    Wenn ich das noch dunkel weiß, benutzt man dazu besser den CMK (?? hieß der so?) als den RGB-Farbraum. Ich hatte mal eine Druckschrift über das Kalibrieren Monitor/Drucker, die ist aber in den Tiefen der so sich stapelnden Schriften verschwunden.

  • Zitat

    Original von karomue
    Darüber gibt es "Bücher" und man kann sich hintersinnen.


    Wenn ich das noch dunkel weiß, benutzt man dazu besser den CMK (?? hieß der so?) als den RGB-Farbraum. Ich hatte mal eine Druckschrift über das Kalibrieren Monitor/Drucker, die ist aber in den Tiefen der so sich stapelnden Schriften verschwunden.


    Interessant. :)


    Und wo und wie benutzt man dieses CMK? ?(

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  • Zitat

    Original von karomue
    Darüber gibt es "Bücher" und man kann sich hintersinnen.


    Wenn ich das noch dunkel weiß, benutzt man dazu besser den CMK (?? hieß der so?) als den RGB-Farbraum. Ich hatte mal eine Druckschrift über das Kalibrieren Monitor/Drucker, die ist aber in den Tiefen der so sich stapelnden Schriften verschwunden.


    Hallo karomue,


    du meinst CMYK. Dies sind die Skalen- oder Prozessfarben im Druck.
    C = Cyan
    M = Magenta
    Y = Yellow
    K = Kontrast (schwarz)


    Bei einigen Druckern gibt es Farbpatronen, die diesen Farben entsprechen.


    @ Michi


    Kannst du bei der Druckausgabe den Farbmodus von RGB (Bildschirmdarstellung) umstellen auf CMYK?

  • Verschmierter Druckkopf? Ich weis, das Grün nur gemischt wird, aber vielleicht hängt in einer der Düsen ein wenig trockene Tinte.

  • Zitat

    Original von heiwe51


    @ Michi


    Kannst du bei der Druckausgabe den Farbmodus von RGB (Bildschirmdarstellung) umstellen auf CMYK?


    Nein.


    ich habe bereits ein CYMK-Profil und jetzt auch noch einmal das von Microsoft installiert - jedoch bekomme ich bei der Auswahl dieser Profile den Warnhinweis, dass mein Drucker nicht mit diesem Profil zusammen arbeitet.


    Sorry, will nicht unhöflich sein, aber ich ziehe mich jetzt aus dem Online-Geschehen zurück. Muss um halb vier aufstehen, und kurz wird der morgige Tag in München auch nicht. :D :D


    Aber ich schau Montag abend wieder rein.


    Erst mal vielen Dank! :)

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  • Zitat

    Original von HSVMichi


    ich habe bereits ein CYMK-Profil und jetzt auch noch einmal das von Microsoft installiert - jedoch bekomme ich bei der Auswahl dieser Profile den Warnhinweis, dass mein Drucker nicht mit diesem Profil zusammen arbeitet.


    Hallo Michi,


    wenn du die Datei auf CMYK umgestellt hast, der Drucker aber nur RGB kann, wirst du immer Farbabweichungen haben. DIe beiden Farbmodi können nicht 100% miteinander. Ist aber auch zu verstehen, da sich bei dem einen System die Farben aus 4 Tönen und bei dem anderen aus 3 Tönen zusammensetzen. Dazu auch noch die unterschiedlichen Farben selbst. Beispiel: Bei CMYK ist die Basis für rot die Farbe Magenta (ist kein rot im herkömmlichen Sinne wie die meisten rot kennen); bei RGB ist es halt ein rot.


    Gruß Heinz

  • Wenn man das richtig machen will, braucht man ein entsprechendes Gerät und dazugehörige Software. Um einen PC vom Monitor über Scanner bis zum Drucker zu kalibrieren wird man ab ca. 1500 EUR investieren müssen, wenns am Ende wirklich was bringen soll. Für privat also uninteressant.


    Das Prinzip ist, dass man den Monitor mit einem Farbspektrometer einmisst und ein Monitor-ICC-Profil erzeugt, das in den Eigenschaften der Anzeige unter Einstellungen > Erweitert > Farbverwaltung zugeordnet wird.
    Ergebnis ist, dass der Monitor bei konstanten Umgebungsbedingungen (Licht usw.) farbverbindlich korrekt abbildet.
    Das Profil gilt dann genau für diesen einen PC in Verbindung mit der verwendeten Grafikkarte und dem Monitor. Mit einem so kalibrierten Monitor kann man wenigstens schonmal am Bldschirm farbverbindlich arbeiten und Aufträge z.B. an Druckereien geben.
    Das einzige Programm, das das in Bezug auf Pixelbilder allerdings 100% unterstützt ist Adobe Photoshop.


    Wenn man zu Hause auch auf dem Tintenpisser möglichst farbtreu ausdrucken will, dann muss auch der Drucker kalibriert werden. Das geschieht in der Regel durch ausdrucken eines Farbsheets aus der Kalibrierungssoftware, das anschließend mit dem zugehörigen Farbspektrometer eingelesen wird. Daraus erzeugt die Software ein ICC-Profil für den Drucker.
    Das Profil muss man in dem jeweiligen Programm für die Druckausgabe verwenden. Besonders wichtig ist, dass man vor dem Erstellen des Profils und auch danach eine eventuelle Farbverwaltung/-kalibrierung durch den Druckertreiber deaktiviert, damit später nur noch das Profil zieht.


    Manche Druckerhersteller liefern ICC-Profile mit, die sind aber grundsätzlich sehr mit Vorsicht zu genießen, da ein Profil immer individuell - auch bei baugleichen Geräten - erstellt sein muss und das sind mitgelieferte Profile im SoHo-Bereich definitiv nicht.


    Und dann kommt bei Tintenpissern natürlich noch hinzu, dass man für jede Tinte (am besten sogar bei jedem Wechsel der Patronen, da diese nie wirklich gleich sind) ein eigenes Profil erstellen muss.


    Scanner kann man auch sehr gut kalibrieren und dann auch aus einem eher schlechten Scanner ein durchaus brauchbares Gerät machen. Die Schärfe kann man über das Farbprofil natürlich nicht beeinflussen aber Farbfehler sind sehr gut auszubügeln.
    Dazu scannt man eine Vorlage (die kosten ab 150 EUR aufwärts) einmal mit dem Scanner, natürlich bei ausgeschaltetem automatischem Weißabgleich und ausgeschalteter Farbkorrektur usw. und scannt anschließend die Vorlage mit dem Farbspektrometer. Daraus wird dann ein Scannerprofil berechnet. Ich habe damit meinen billig Aldi-Scanner vom Schrottwert zum geht-so-Gerät erhoben.


    Was ich damit sagen will. Alles, was es so an Billiglösungen für Kalibrierung gibt, ist eigentlich eher unbrauchbar. Wer ein sehr gutes Auge hat, der kann aber auch durch manuelle Kalibrierung schon einiges verbessern, das ist aber wirklich eine Arbeit für einen Profi.


    Was du aber machen kannst ist mal bei einem Fotostudio nachfragen, ob sie entsprechende Gerätschaften vermieten oder gegen Bezahlung vor Ort kalibrieren. Gerade kleinere Fotostudios bieten das gerne als Dienstleistung an, um die Investition schneller zu amortisieren. Ob einem das das Geld wert ist, ist natürlich eine andere Frage.



    Was die Farbmodi RGB und CMYK angeht sollte man mit dem hin und her Wandeln auch nur dann arbeiten, wenn man genau weiß, was man dabei tut. Wer z.B. mit den Photoshop-Grundeinstellungen arbeitet (Stichwort Arbeitsfarbräume), der macht dann schon den ersten eklatanten Fehler im europäischen Raum.

    Einmal editiert, zuletzt von Candid ()

  • Danke für die weiteren Eingänge. :)


    Was ich vorgestern noch gefunden habe, ist eine Software (auf der CD des Monitors), die das macht, was Candid u.a. beschrieben hat.


    D.h.: ich drucke einen Testdruck und gleiche die acht Farbfelder mit den acht auf dem Monitor angezeigten Feldern ab und speichere das Ganze als ein Profil.


    Dieses Profil kann aber nur von dieser Software gelesen werden. In einer Vorschau kann ich ein beliebiges Foto öffnen und dann mit oder ohne Profil drucken.


    Hier haperts aber beim Drucken: er hat mir auf verschiedenen Papiersorten immer nur exakt den gleichen Ausschnitt des Gesamtbilds (stark gezoomt) gedruckt. Das muss ich mir noch einmal anschauen.


    Jetzt jedoch gehe ich gleich auf die Couch und kuriere meinen heiser geschrieenen Hals aus. :-D)

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  • Hallo Candid,


    gehört zwar hier nicht zu 100% her, aber trotzdem die Frage: Lohnt sich die Investition in SilverFast Ai 6.5 IT-8 für einen Diascanner? Das ist immerhin bei einem Nikon Coolscan ED-V ein Aufpreis von fast 200 Euro. Oder was ist das für ein Programm, mit dem Du den Aldi-Scanner auf Vordermann gebracht hast?


    Gruss, Snoopy

  • Hallo,


    wir haben so ein System: http://www.xrite.com/product_overview.aspx?ID=972


    Das gibt es in X Varianten die entsprechend auch sehr unterschiedlich kosten. Aber für den Heimgebrauch sind wohl alle von X-Rite etwas teuer.


    Grundsätzlich ist es so, dass wenn du mit den Scan-Ergebnissen zufrieden bist, ein solches oder sowas wie Silverfast durchaus eine Enttäuschung sein kann.


    Ich hatte z.B. einen etwas älteren Canon i965 Farbdrucker kalibirert und war überrascht, dass dieser schon ohne Kalibrierung sehr gute Ausdrucke brachte. Mit bloßem Auge war nach dem Kalibrieren kaum eine Veränderung auszumachen.


    Bei DIA-Scannern ist es so, dass es große Qualitätsunterschiede gibt. Viele haben einen ziemlich deutlich sichtbaren Farbstich. Diesbezüglich kenne ich mich aber nur durch angelesenes Wissen und nicht durch eigene Erfahrung aus. Da bin ich also leider nicht der Richtige.


    Ob Silverfast oder z.B. Vuescan die richtige Wahl ist kann ich dir ebenfalls mangels Erfahrung nicht sagen, da ich nur die Systeme von X-Rite kenne.


    Bei Amazon z.B. kann man in den Bewertungen zum Nikon Coolscan einige Bewertungen lesen. Vielleicht hilft dir das weiter. Da wurde übrigens von einem Anwender explizit Silverfast schlechter als Vuescan bewertet.

  • Oh Gott! :-D)


    Habe nun mal mit dem dem Monitor beigelegten Programm den Bildschirm nach Anleitung kalibriert (Farbe für Farbe plus Graustufen) - als ich mir anschließend Fotos angeschaut habe, hat mich der Schlag getroffen. :D


    Ok, Fotos in größeren Mengen bestelle ich eh nur bei 'fotokasten', und für so einen Ausdruck zwischendurch muß ich mich halt damit begnügen, das zu druckende Foto eventuell nach dem ersten Ausdruck im Grafikprogramm farblich den Unzulänglichkeiten anzupassen.

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