Also grundsätzlich halten wir mal folgende Dinge fest:
1.) Die Lichtgeschwindigkeit im Vakuum beträgt ~300.000 km/s
2.) Geostationäre Satelitten sind etwa 36.000 km entfernt.
3.) Digitale Signale werden im MPEG2 Format ausgestrahlt.
4.) Bei MPEG2 werden alle paar und was weiß ich Frames erst wieder ein Vollbild gesendet.
5.) Ein MPEG2 Signal zu berechnen dauert seine Zeit
6.) MPEG2 auf Videobild zurückrechnen dauert seine Zeit
So nun nehmen wir mal den analogen Empfang im Kabel. Eigentlich müsste man annehmen, dass nun alle Programme ohne nennenswerte Verzögerung empfangen werden könnten. Aber wir haben im Kabel nun nicht nur die drei oder vier lokalen Sender wie über terrestrische Antenne, sondern noch jede Menge mehr Programme.
Wie kommen diese ins Kabel?
Schaut man sich eine Kopfstation an, so sieht man dort jede Menge terrestrische Antennen und jede Menge Sat-Schüsseln.
Nehmen wir nun mal an, die ARD wird via analogem SAT empfangen und ins Kabel eingespeist, dann muss man mindestens 2* 36.000 km Abstand betrachten unter Berücksichtigung der Lichtgeschwindigkeit...(rechnet selber!) Allerdings kann dieses Signal durchaus ein paar mal hoch und runter geschickt, bevor die normalen Satschüsseln das Programm empfangen.
Nun nehmen wir N3. Nehmen wir an, N3 wird wie früher üblich analog terrestrisch empfangen, dann wäre dort die Tagesschau eigentlich schneller da als bei der ARD, die in unserem Beispiel via Sat ins Kabel eingespeist wird.
Allerdings wird ja das komplette analoge terrestrische Netz abgeschaltet und durch DBV-T ersetzt. Nun nehmen wir mal an, dass dies auch bei N3 so ist. Dann wird zunächst dieses Signal in ein Digitales verwandelt, via terrestrischer Antenne von der Kabelkopfstation empfangen, in ein analoges Signal umgewandelt und ins Kabel eingespeist.
Unter der Berücksichtigung der Punkte 1.) bis 6.) in einer beliebig möglichen Kombination haben wir dann den Grund für die 4 Sekunden.