Hallo artur,
fein, dass Du mitmachst. Das Beispiel vom Ijsselmeer trifft sehr schön die derzeitige Receiver-Situation.
ZitatOriginal von artur
Gebraucht wird ein Gerät, das auf Knopfdruck jederzeit den eigenen Standort ausgibt beschränkt auf einen Fußabdruck in Größe 43. Und absolut zuverlässig.
Wenn es das geben könnte, habt Ihr mal darüber nachgedacht, wie viel Faszination das Geocaching damit verlieren würde? Dann könnte das doch jeder Depp im Sitzen.
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Mich stört ein wenig dieses Knopfdruckverständnis bei einer so schwierigen Materie. Warum erwartet man letztlich, dass einem die Trauben in den Mund wachsen?
Ich denke nicht, dass das jemand ernstlich erwartet. Ich weiß nicht, ob Du selber Geocaching betreibst, aber das hier skizzierte Szenario scheint mir doch recht überspitzt und wird jedenfalls meinen Wünschen an einen Receiver nicht gerecht. Denn solch ein punktgenaues Auffinden wird es zum derzeitigen Stand allein schon wegen der begrenzten GPS-Genauigkeit nicht geben, und auch SBAS wird im Wald wegen der tiefstehenden südlichen Position der betreffenden Satelliten vermutlich wenig bringen. Das ist auch gar nicht die Forderung. Die Koordinatenfehler beim Legen des Caches summieren sich ohnehin schon hinreichend mit denjenigen beim Suchen, sodass man häufig ein ziemlich großes Terrain mit vielen Versteckmöglichkeiten abarbeiten muss, und dies vielleicht noch in unwegsamem Gelände. Wenn ich um den Punkt herum, zu dem mich mein Empfänger hingeführt hat, ohnehin schon einen Geländeradius von 20 m absuchen muss, dann soll mich zumindest die Maus nicht noch zusätzlich an der Nase herumführen, indem sie plötzlich 30 m weiter das Ziel vermutet. Ich nehme zwar durchaus eine längere Suche an einer Station in Kauf (auch mal 1 Std.), aber da ich Geocaching primär wegen der damit verbundenen schönene Wanderungen betreibe, möchte ich ja auch irgendwann weiterkommen.
ZitatOriginal von artur
Ich wende mich seit Jahren dagegen, dass unser Messinstrument uns die Messwerte mundgerecht interpretiert. Das fällt zumindest auf See in unsere Verantwortung. Wir brauchen die Werte so wie sie kommen. Interpretieren müssen wir sie dann nach unserer Erfahrung selbst.
Genau das ist mein Punkt. Das von mir seit langem als "Koordinatenkosmetik" bemängelte Verhalten etlicher aktueller Sirf-III-Receiver ist auf Bewegungsmessungen optimiert und ist beim Geocaching kontraproduktiv. Die Maus soll nur einfach die unverfälschten Rohwerte ausgeben, deren Schwächen ja bekannt sind. Dann kann ich zumindest die weiteren Fehler selber machen und bin nicht hilflos einer Verschönerungs-Automatik ausgeliefert.
Viele Grüße,
WOM