"Offtopic" scheint mir die einzige Rubrik, in die ich mein posting stellen könnte.
Ich dachte nur, dass ich anderen gern ärgerliche Verluste ersparen würde.
Es geht um
Firma: widget.de
Angebot: alles, was mit mobile computing zu tun hat (PDAs, PNAs, Naviprogramme etc)
Anschrift: Maria Montessori Str 20; PLZ: 50259 Ort: Pulheim
Die Firma hatte, solange ich das PPC Magazin lese, jeden Monat eine seriös wirkende,farbige Anzeige im vorderen Teil dieser Zeitschrift - bis einschließlich Heft 1/2007 - in den letzten zwei Heften aber nicht mehr. Letzteres und die folgende Erfahrung veranlassen ich zu diesem posting:
Ich hatte im Mai 2006 bei widget eine Software( Navi-Programm Destinator 6 USA ) bestellt. Als im Juni der Auslieferungstermin immer noch unbestimmt war, stornierte ich den Auftrag ( um mir die Software direkt aus den USA zu besorgen) und bat um Bestätigung des Stornos, welche ich denn auch prompt erhielt. Soweit also alles o.k. Der Vorgang war für mich erledigt.
So staunte ich nicht schlecht, als am 22.Dezember (!!) ein ups-Bote meine "bei widget im Mai bestellte Ware" anlieferte. Ich ließ die Sendung ungeöffnet gleich wieder vom Boten zurücknehmen mit dem Vermerk aus der ups-Liste "Ware bereits abbestellt". Natürlich hatte widget den Betrag von 155 Euro bereits von meinem Konto abgebucht. Per e-mail schickte ich der Firma daraufhin je eine Kopie meines Stornos und dessen Bestätigung durch widget zu und bat um Rückerstattung des Geldes.
Als Antwort erhielt ich den lapidaren Satz, dass der Firma ein Storno von meiner Seite nicht vorliege und das, obwohl ich denen die Kopie ihrer eigenen Storno-Bestätigung gemailt hatte. Man werde bei Eingang der Rücksendung den Betrag zurückzahlen.
Rücksendung am 22.Dez da sollte die Ware wohl bis Ende Dezember bei widget wieder angekommen sein. Als nun Mitte Februar dieses Jahres das Geld noch immer nicht auf meinem Konto eingegangen war, schrieb ich eine weitere Mail, nochmals mit Kopie des bisherigen Schriftverkehrs.
Dieses Schreiben wurde von der Firma ganz einfach ignoriert. Auf mein Geld wartete ich weiterhin vergebens.
Ich schrieb daher in dem ppcwelt-Forum einen Artikel etwa des obigen Inhalts und schickte eine Kopie davon an widget, dieses Mal über den customer service link ihrer website, verbunden mit der Aufforderung, das Geld umgehend zurückzuzahlen. Ich erhielt auch prompt eine automatisierte Bestätigungsmail mit einem "ticket", mit dem ich jederzeit den Stand meiner Anfrage online abfragen könne. Dieser Stand ist nun seit einer Woche: "Ihre Anfrage ist in Bearbeitung. Sie erhalten von uns eine e-mail, sobald dieser Stand sich geändert hat". Mit anderen Worten : Man ignoriert auch diese mail.
Ginge es um einen Betrag von 7 Euro, würde ich es als ärgerlichen Verlust ansehen, der aber den Zeitaufwand für weitere Mahnungen nicht lohnt. Doch bei 155 Euro ....???
Dei einzige Erkärung, die ich dafür hätte, ist, dass zwar die website automatisch weiterläuft, aber die Firma insolvent ist oder kurz davor steht und sich daher um Rückzahlungs-Aufforderungen nicht mehr kümmert, sondern allenfalls noch weitere Bestellungen annimmt und von Kunden Geld kassiert. ![]()
Bevor ihr bei widget bestellt, überlegt euch also, worauf ihr euch einlasst. Wenn überhaupt, dann nur per Nachnahme. Selbst wenn ihr theoretisch einen abgebuchten Betrag zurückbuchen lassen könnt - was nützt es, wenn es dort vielleicht nichts mehr zurüchzubuchen gibt?
In meinem Fall entfällt leider ohnehin diese Möglichkeit, da die Frist von 6 Wochen, die für Beanstandungen der Monatsabrechnung bei Kreditkartenzahlung gilt, bereits vorüber ist.
Weiß jemand vielleicht etwas über widget?
Und wie ist es, wenn ich mir einen Anwalt nehme und sich dann herausstellt, dass die Firma insolvent ist? Müsste ich dann nicht - zusätzlich zu dem Verlust der 155 Euro - auch noch die Anwaltskosten bezahlen?
gruß hadila