Nüvi-Tipps, die nicht im Handbuch stehen

  • Problem: Kratzer sind des Bildschirms Feind - vor allem bei einem Hochpreisgerät wie dem Nüvi. Und es ist schneller passiert als man denkt - deshalb so früh wie möglich eine Schutzfolie drauf!


    Tipp: Als langjähriger Navi-Benutzer kann ich guten Gewissens sagen: BRANDO und nix anderes! Die Billigfolien bei eBay verbieten sich fast von selbst (warum wohl werden die meist im Dutzend verkauft?). Neu auf dem Markt ist die Vikuiti von 3M, die ich mir zuerst für den Nüvi gekauft hatte, die mich aber nicht überzeugen konnte. Dabei kostet sie genauso viel wie die Brando-Folie, für die man 9 Euro (pro Stück!) investieren muss.
    Teuer? Nun ja, die Brando auf meinem ersten Navi ist 4 Jahre alt und sieht aus wie neu. So gerechnet nicht zu teuer.


    Was sind die Vorteile einer Schutzfolie? Erst mal verhindert sie, dass sich Kratzer - vom Drauftippen und Sauberwischen genauso wie von harten Gegenständen - ins Display fressen; die Folie ist dabei so weich, dass sie Kratzer bis zu einer gewissen Tiefe "schluckt": Es ist nichts zu sehen. Zweitens handelt es sich um eine Adhäsionsfolie, d.h. sie klebt nicht am Display, sondern ihre Moleküle schmiegen sich so an, dass sie einfach haften bleibt, aber leicht und rückstandslos wieder abzuziehen ist. Und drittens mindern reflexionsarme Folien Spiegelungen im Display (beim Kauf darauf achten, Brando hat auch klare Folien!).


    Für den Nüvi 3xx gibt es (noch) keine spezielle Brando, aber die für TomTom Go300/500/700/One (3,5") passen exakt. Für die Aufbringung sollte man sich in einem möglichst staubarmen Raum befinden (z.B. im Bad bei laufender Dusche), Tesafilm und eine Scheckkarte o.ä. griffbereit haben. Die Brando vorsichtig von der Trägerfolie lösen, an einer Breitseite aufsetzen und mit einem Finger auf das Display streichen. Mit der Scheckkarte eventuelle Luftbläschen zu den Seiten rausdrücken (nicht zu fest!). Sollte sich Staub unter der Folie finden, mit einem Tesastreifen den nächstgelegenen Rand hochziehen und mit einem zweiten Streifen darunter tupfen, sodass der Staub daran kleben bleibt.
    Hört sich schwierig an, ist aber halb so schlimm. Und sollte das Aufbringen völlig daneben gehen, kann man die Brando wieder ganz abziehen, unter warmem Wasser säubern, die Feuchtigkeit wegpusten und es noch einmal versuchen.

  • Die Programmierer haben Test- und Diagnose-Menüs in der Firmware versteckt.


    1. Wartungsmodus


    Hält man beim Booten die linke untere Ecke des Displays gedrückt (beim 6xx rechts unten!), erscheint die Meldung: "Wirklich im Wartungs-Modus starten?" Bestätigt man mit "Ja", werden folgende Menüs eingeblendet:


    - Systeminfo (wie unter System / System / Systeminfo aufrufbar)
    - Diagnose anzeigen (wie unter 3. beschrieben)
    - Benutzerdaten löschen
    - Wegpunkte löschen


    Die beiden letzten Punkte sind natürlich mit Vorsicht zu genießen; es kommt beim Anwählen aber noch eine Sicherheitsabfrage! Um den Modus zu verlassen, auf "Restart" klicken. (Danke an klana für diesen Hinweis!)


    2. Testmenü


    Man ruft es auf, indem man im Startmenü 6 Sek. lang auf die Uhrzeit oben rechts drückt. Es erscheinen 7 Seiten mit Infos und Einstellungen*, die temporär und ohne Auswirkungen auf den Betrieb verändert werden können. Verlassen kann man es nur mit dem Ausschalter. Achtung: Beim Nüvi 6xx kann es zu einer Fehlfunktion kommen, nach der sich das Gerät nicht mehr ausschalten lässt! Beim 7xx drückt man auf das Batterie-Symbol.


    * Die einzelnen Seiten tragen folgende Headlines (aktuelle Firmware):


    - SW Ver 3.90 nuvi 1x2GB_2CS
    - Version Information
    - Data Card Test Page
    - NAND Test Page
    - Battery Test Page (Praktische Anwendung: BattCap zeigt die Ladung in % an!)
    - GTM10 Test Page
    - Audio Test Page Steffi 1.30
    + weitere 13 Farbtafeln


    Achtung: Beim Aufrufen des Testmenüs wird die Nüvi-Zeit auf Kansas, USA justiert. Man bringt ihn wieder "nach Hause", indem man im Freien die Antenne ausklappt.


    3. Diagnosemenü


    Tippt man in der Fahrtansicht unten links auf "Geschw." und dann 6 Sekunden auf dem "Tacho", öffnet sich ein Diagnosemenü*, das man mit "Next" weiter blättern kann. Ein Klick auf die einzelnen Zeilen unter "Shutdowns" rufen eine Menge Daten ab. Auch hierzu gibt es noch keine Dokumentation. Verlassen kann man das Menü mit "Quit".


    * Die einzelnen Seiten tragen folgende Headlines:


    - Shutdowns
    - Stacks
    - TSK Mem. Statistics
    - Nonvol Info
    - Message Banners
    - GTM Status
    - FM Table


    (Danke an Zen für diesen Hinweis!)


    Nachtrag: TA04 hat bei jedem möglichem Menü auf "Löschen" gedrückt. Es wurden lediglich die aktuelle Einstellung wie z.B. Zeitzone, Sprache etc. auf die Werkseinstellung zurückgesetzen. Die POIs blieben unangetastet. (Dank an den risikofreudigen Tester!)

  • Problem: Seit Firmware 3.3 gibt es unter System / System den "Garmin Lock"? Was ist das? Wenn ich es aufrufen will, kommt die Meldung: "GPS-Modus muss "Normal" sein, damit diese Funktion aktiviert werden kann."


    Tipp: Da hat mal wieder der Übersetzungs-Killer zugeschlagen. Es müsste heißen: "Um diese Funktion zu nutzen, muss GPS-Empfang bestehen." Soll heißen: Bevor man Garmin Lock aktivieren kann, muss die Antenne ausgeklappt sein und (wichtig!) auch Sat-Empfang haben.


    Und so funktioniert's: Garmin Lock ist eine Diebstahl-Sicherung, bei der man den Nüvi mit einem vierstelligen Code versehen kann, ohne den nichts funktioniert. Der Clou: Der Nüvi merkt sich die aktuellen Koordinaten und verbindet sie mit dem Code.


    Wenn man am selben Standort den Nüvi einschaltet, startet er normal. Wenn die Antenne eingeklappt ist, verlangt er die Codenummer. Und auch wenn man sich mehr als 50 m von der Position entfernt hat (wie es ein Dieb zu tun pflegt), ist ohne Nummer nichts gebacken. Natürlich kann man die Sicherung, wenn man sie erst überwunden hat, auch wieder abschalten.


    Achtung! Gibt man eine falsche Nummer ein, fordert der Nüvi auf, sich zu den Freischalt-Koordinaten zu begeben! Schlecht, wenn man inzwischen das Flugzeug nach Timbuktu genommen hat... Doch keine Panik: Nach 16 Sekunden kommt erneut die Code-Abfrage. (Gilt ab Firmware V3.6/V2.7!)


    Generell ist es aber sinnvoll, den Garmin Lock dort zu aktivieren, wo man den Wagen abstellt, und nicht mit weit entfernten Koordinaten. Dann fragt er beim Wiederlosfahren auch gar nicht erst nach, sondern gibt die Bedienung sofort frei (dazu den Nüvi einschalten und Sat-Fix abwarten, dann erst losfahren!).


    Die Bedienung von Garmin Lock ist einfach und selbsterklärend, sodass hier nicht weiter darauf eingegangen werden muss.

  • Problem: Das "Dong-Dong" als Warnton bei POIs (Points of Interest) nervt! Warum nicht eigene Töne abspielen lassen?
    Außerdem hatte die Version 2.3.1.0 des POI-Loaders einen Bug: Bei Annäherung an jeden POI kam die akustische und optische Warnung ab 400 m vor dem Point. Aber wer will schon vor jeder Frittenbude gewarnt werden? In den neueren Versionen ab 2.3.2 ist dieser Bug bereinigt! Also sollte man unbedingt auf diese updaten!


    Tipp: Mit dem POI-Loader kann man jeder POI-Gruppe (z.B. Apotheken oder Tankstellen aus den pocketnavigation-Overlays) auf MP3-fähigen Nüvis einen eigenen Ton zuordnen und die Entfernung einstellen. Leider muss das Procedere jedes Mal ausgeführt werden, wenn man eine neue POI-Datei erstellt, weil sie das alte POI-File überspielt:


    1. Man besorge sich Soundfiles für die POIs; entweder mit dem Windows Audiorecorder (Mikrofon nötig) selbst erstellen oder z.B. von der hiesigen Sounds-Datenbank downloaden.


    2. Ggf. müssen WAV-Files ins Format MP3 konvertiert werden, denn nur diese werden vom Loader erkannt. Ein Freeware-Programm dafür ist z.B. CDex.


    3. Die Soundfiles werden auf dem PC in das Verzeichnis gelegt, in dem sich auch die .csv-Dateien und Icons befinden und auf das der POI-Loader zugreift.


    4. Nun den Nüvi per USB mit dem PC verbinden, den Loader starten und die einzelnen POI-Gruppen manuell (!) bearbeiten. Dabei den Annäherungsalarm auf eine moderate Entfernung stellen (z.B. 50 m). Erst wenn diese Entfernung erreicht ist, wird das POI-Icon auf der Karte angezeigt! Will man es schon in 100 m Entfernung sehen, stellt man auch den Alarm auf 100 m ein.


    5a. Soll keine akustische, sondern nur die optische Warnung ausgegeben werden, legt man ein "lautloses" Soundfile in den Ordner und nennt es wie die Gruppe (also z.B. "D Tankstellen Esso.mp3", weil die Gruppe "D Tankstellen Esso.csv" heißt). Ansonsten ertönt besagtes "Dong-Dong". Kein Lautlos-Soundfile vorhanden? Kein Problem, ich hänge eins an diesen Tipp an! Hat nur 9 KB und dauert eine halbe Sekunde. (Die ZIP-Datei muss natürlich entpackt werden!)
    Die optische Warnung kann man leider nicht überlisten, schon deshalb sollte man die Entfernung nicht zu groß wählen.


    5b. Auch für Blitzer-Ansagen kann man genau zugeschnittene akustische Warntöne einbinden. Ich habe mal welche in TTS generiert; siehe Anhang. Man muss sie nur mit den Namen der jeweiligen .csv-Dateien versehen, damit sie erkannt werden. (Das Lautlos-File ist mit drin.)


    6. Sind alle POIs bearbeitet, erstellt der Loader ein File, in dem alle Infos enthalten sind, und legt es auf dem Nüvi in den Ordner Garmin / POI.


    Achtung: Die MP3-Einbindung funktioniert bei den Streetpilots nur mit dem C550!


    Alles zum POI-Loader findet ihr übrigens in diesem Thread!

  • Problem: Die Saugnapf-Halterung in der Sommerhitze - entweder backt sie fest oder fällt runter.


    Leider hat sich bei der Produktion der Saugnäpfe bei Garmin eine fehlerhafte Mischung eingeschlichen; diese Charge scheint bei zu großer Hitze und langer Bestrahlung eine spröde Verbindung mit der Scheibe einzugehen. Dieser Fehler wurde erkannt und inzwischen behoben. Betroffene Halterungen werden umgetauscht.
    Das andere Extrem - sich lösende Saugnäpfe - betrifft nicht nur den Nüvi; das ist ein altbekanntes Phänomen.


    Tipp: Bei beiden Problemen hat sich Silikonspray bewährt, ein dünnflüssiges Öl, das den Gummi geschmeidig hält und einer Austrocknung vorbeugt. Das Öl verhindert, dass Luft ins Vakuum unter dem Gummi gezogen wird. Spucke ist eine preiswerte Alternative, hält aber nicht so lange vor. ;D


    Zum Entfernen festgebackener Gummireste von der Windschutzscheibe empfiehlt sich ein Schott-Metallschieber zum Reinigen von Ceran-Kochfeldern. Damit es erst gar nicht so weit kommt, kann man aber auch den Saugnapf jeden Abend abnehmen, bis die gröbste Hitze vorbei ist.

  • Problem: Der integrierte MP3-Player ist zugegebenermaßen kein Meisterstück. Er spielt Musik, okay - aber schon die Möglichkeit, Titel selbst zu sortieren, fehlt.


    Tipp: Immerhin kann der Nüvi zwischen Album, Genre und Interpret unterscheiden. Dies ermöglicht eine Sortierung, indem man eigene Bezeichnungen in diese so genannten TAGs einträgt. Natürlich nicht am Nüvi selbst - aber am PC mit Windows-Bordmitteln:
    Einfach auf eine MP3-Datei rechtsklicken, dann Eigenschaften / Dateiinfo / Erweitert wählen und die TAGs editieren. Gut dabei ist, dass bei Mehrfachselektion die TAGs aller ausgewählten MP3s geändert werden. (Danke an most für den Win-Tipp!)
    Achtung: Das funktioniert nicht bei einzelnen Stücken, in denen keine TAGs eingetragen sind! In diesem Fall mehrere zugleich anwählen und gemeinsam editieren, dann klappt's später auch mit der einzelnen Änderung!


    Zusatztipp: Für das Überspielen größerer Datenmengen auf die SD-Card empfiehlt es sich, selbige in einen Card-Reader mit USB 2.0 anstatt in den Nüvi einzulegen, der nur über USB 1.0 verfügt. Der Zeitgewinn ist enorm.


    Info: Seit Firmware 4.1 ist es möglich, eine Titelliste für den Player zu importieren: Erst platziert man die M3U Playlist im selben Ordner wie die Musikfiles, dann im Player Durchsuchen / Import Playlist anklicken. Nun die gewünschte Liste auswählen, und die Lieder werden in der vorgegebenen Reihenfolge abgespielt. Siehe dazu auch Tipp 71.

  • Problem: Bis zu Firmware 3.3 kam es noch vor, dass bei einer sehr weiten Strecke (z.B. von Köln nach Trapani auf Sizilien) unter der Einstellung "Kürzere Strecke" die Routenberechnung kurz vor Vollendung abgebrochen wurde (bei "Kürzere Zeit" tritt der Fehler nicht auf).


    Tipp: Updaten auf die aktuelle Firmware; der Fehler wurde inzwischen behoben! Zwar schafft der Nüvi die Gesamtstrecke noch immer nicht "auf einen Rutsch" (was an den max. 300 Abzweigungen pro Route liegen mag), aber er plant nun zu Ende und blendet unten stehende Meldung ein: "Route ist zu lang. Die Führung bis zum Ende der Route wird aktualisiert, wenn Sie dem Ziel näher kommen." (Danke an Zen für Hinweis und Screenshot!).


    Auf der Karte wird die Strecke bis zum Ziel wiedergegeben, auch die Entfernung (fast 2400 km) wird berechnet und die Fahrt kann gestartet werden. Im Simulationsmodus wird bei der o.g. Strecke nach 85 km die endgültige Berechnung durchgeführt und von da an auch die Ankunftszeit eingeblendet.


    EDIT: In neuen Firmwares und bei weiteren Nüvi-Modellen ist der Bug wieder da! Glückwunsch, Garmin! :evil:

  • Problem: Man ist auf einer berechneten Route unterwegs und entscheidet sich spontan für ein Zwischenziel. Welche Möglichkeiten hat man da?


    Tipp: Auf alle Fälle sollte man rechts ran oder auf einen Parkplatz fahren, da die Eingabe während der Fahrt zu riskant ist - aber das ist ja bekannt. ;)


    Für die Eingabe eines Zwischenziels bei laufendem Routing gibt es bislang folgende acht Möglichkeiten:


    1. Menü / Zieleingabe / Adresse (wenn man zu einer bestimmten Anschrift will)


    2. Menü / Zieleingabe / Meine Favoriten / Meine Favoriten (wenn man das Zwischenziel schon vorher definiert hat, etwa einen Bekannten besuchen will; die der aktuellen Position nächstgelegenen Ziele werden ganz oben angezeigt)


    3. Menü / Zieleingabe / Städte/Orte (die Ortschaften im Umkreis bis ca. 15 km werden entfernungsmäßig angezeigt; ist die gewünschte nicht dabei, geht's weiter mit: ) / Eingabe / (Stadt eintippen) / Weiter (routet in die Stadtmitte)


    4. Menü / Zieleingabe / Nahe / Bei einer anderen Stadt / (Stadt eingeben) / Essen, Unterkunft, Kraftstoff etc. (wenn man eine bestimmte Location in der Stadt sucht)


    5. Menü / Zieleingabe / Nahe / Entlang der aktuellen Route / Essen, Unterkunft, Kraftstoff etc. (wenn man eine bestimmte Location entlang der berechneten Route sucht)


    6. Menü / Zieleingabe / Koordinaten (wenn man die Koordinaten des Zwischenziels kennt, z.B. einen Geocaching-Punkt anfahren will)


    7. Menü / Zieleingabe / Auf Karte suchen (blendet die aktuelle Position ein; man kann die Karte jetzt ziehen und den Zielpunkt anklicken)


    8. Letztere Wahl hat man auch im Fahrtfenster: Einfach aufs Display tippen, die Karte ggf. zurückzoomen, ziehen und das Zwischenziel anklicken.


    Bei allen Möglichkeiten letztlich auf "Los" tippen und das Zwischenziel mit "Ja" bestätigen.

  • Problem: Was passiert beim Reset? Verliere ich Daten?


    Tipp: Selbstversuch macht kluch - auch wenn mir dabei die Muffe ging. Um das Ganze noch komplexer zu machen, habe ich während einer simulierten Fahrt resettet (der Knopf befindet sich unter der hochgeklappten Antenne und ist auch dann erreichbar, wenn der Nüvi in der Halterung steckt). Die Ergebnisse:


    - alle Favoriten bleiben erhalten
    - alle POIs sind noch da
    - die Systemeinstellungen sind unangetastet
    - installierte Programme wie Sprach- oder Reiseführer müssen nicht neu aufgespielt oder personalisiert werden
    - die abgebrochene Route wird automatisch neu berechnet und fortgesetzt


    Fazit: Keine Panik beim Reset! Alle Einstellungen und Daten bleiben erhalten.


    Zusatztipp: Hält man nach dem Einschalten die obere rechte Bildschirmecke gedrückt, können (nach Abfrage) zumindest alle Einstellungen gelöscht werden; Daten wie Favoriten und POIs aber nicht.


    Universeller Tipp: Eine regelmäßige Sicherheitskopie ist bei allen Geräten zu empfehlen, bei denen Datenverlust vorkommen kann - da macht der Nüvi keine Ausnahme!

  • Problem: Wer nicht vom aktuellen Standort aus eine Route planen will, muss den Startpunkt erst definieren.


    Tipp 1: Erst mal die Stadt lokalisieren


    Man klicke auf...


    - "Zieleingabe"
    - "Nahe..."
    - "Bei einer anderen Stadt" / "OK"
    - Name der Stadt eintippen / "Weiter"
    - Aus der Liste die Stadt auswählen
    - Pfeil (Dreieck) nach unten 2 x drücken
    - "Auf Karte suchen"


    ... und schon wird die Stadtmitte angezeigt. Am unteren Rand steht "Position"; wenn man darauf anklickt, wird das virtuelle Auto auf den Punkt gesetzt, wo sich der Positionspfeil gerade befindet. Klappt man außerdem die GPS-Antenne kurz aus, kann man die Position auch gleich in den Favoriten ablegen. Wem die Genauigkeit nicht ausreicht:


    Tipp 2: Nun die Start-Straße bestimmen


    - "Zieleingabe"
    - "Adresse"
    - Land, Stadt/PLZ, Straße und Nummer eingeben
    - "Los!"
    - Route nicht simulieren!
    - auf das Fahrtfenster klicken; die Karte wechselt in die 2D-Darstellung
    - Karte bis zum Ende der violetten Strecke ziehen, dort befindet sich die gesuchte Adresse
    - Pfeil darauf setzen
    - "Position" anklicken, bzw. in die Favoriten speichern


    Nun kann von dort aus die Route geplant werden. (Danke an Archie und PoPo für den Hinweis!)


    Achtung: Wenn man im Freien die Antenne ausklappt, ist die neu definierte Position natürlich futsch! Aber die ganze Sache ist eh nur für die Indoor-Planung geeignet, denn man routet ja für gewöhnlich von dem Ort aus, an dem man losfährt.

  • Vorweg: Dieser "Tipp" ist nur eine kleine Spielerei und hat nicht viel sittlichen Nährwert. Er zeigt aber auch, dass in dem Scrolling des Nüvi mehr steckt, als momentan sichtbar wird.


    Problem: Eine wichtige Kaufentscheidung für Navi-Ästheten, die die Optik über den praktischen Nutzen stellen, ist das Scrolling des Fahrt-Displays, das zugegebenermaßen beim Nüvi ruckelt, da es nur einmal pro Sekunde refreshed wird.


    Tipp: Ab Firmware 3.6 ist es möglich, den einfachen Navigations-Pfeil durch 3D-Pfeile und Mini-Autos zu ersetzen (auch eine kleine Spielerei). Dazu muss man auf System / Karte / Fahrzeugtyp gehen. Tut man das während einer Fahrt oder Simulation, staunt man nicht schlecht: Auf zwei Dritteln des Screens zieht die gerade befahrene Strecke vorbei (im linken Drittel steht die Auswahl) - und das mit einer deutlich höheren Refresh-Rate als im normalen Fahrt-Fenster! Vermutlich wurde von den Programmierern vergessen, den Refresh auf 1 Sek. zu stellen.


    Leider bietet diese Ansicht lediglich die beiden Zoom-Tasten und die Nordrichtung und verzichtet auf die restlichen Buttons und Anzeigen. Die Ansagen sind aber zu hören, und auch die POIs werden sichtbar. Wenn man auf ein Drittel der Darstellung verzichten kann, ist jetzt schon ein Vorgeschmack auf spätere Firmware-Updates möglich, in denen das dann hoffentlich auch im Fahrt-Fenster möglich wird.


    Frage: "Ist es nicht möglich, dass dieses bessere Scrolling einfach daraus resultiert, dass weniger auf dem Bildschirm zu sehen und der Prozessor somit entlastet ist?"
    Antwort: In den Einstellungen System / Karte / Kartendetail und System / Karte / Kartenansicht gibt es diese geteilten Screens ebenfalls, und dort sind sogar nur 50% der Fahrt-Ansicht zu sehen. Trotzdem werden diese Menüs nur sekündlich refresht.

  • Problem (Anfrage von ghn1940): Unter "Optimierte Routenplanung" schreibst du: "'Speichern' bestätigen und den Namen für das Zwischenziel eingeben, praktischerweise 01 'Name', 02 'Name'..., bis die ganze Route geplant ist."
    Sollten diese nummerierten Zwischenziele in den Favoriten aufsteigend sortiert sein? Ich habe zu 26 schon vorhandenen Favoriten ein paar nummerierte dazu gespeichert - die wurden irgendwo dazwischen gesetzt.


    Tipp: Die Favoriten werden nach Entfernung (Luftlinie) vom aktuellen Standort aus angezeigt. Bei einer Routenplanung kann es vorkommen - wenn die Strecke z.B. im Kreis führt -, dass spätere Nummern nach oben rücken. Oder dass eben bestehende Favoriten dazwischen liegen.
    Die Liste wird während der Fahrt "in Bewegung" sein, denn der aktuelle Standort ändert sich ja ständig. So rückt auch der nächste Routenpunkt immer näher. Eine numerische Bezeichnung samt Namen (z.B. 05 Breslau Biergarten) sollte darüber hinaus die Übersicht gewährleisten.


    Wenn man eine "bereinigte" Liste ohne andere Favoriten haben will, ruft man vor der Fahrt einfach alle Routenpunkte nacheinander ab, dann stehen sie ganz allein unter "Zuletzt gefunden". Dessen Inhalt natürlich zuvor löschen.

  • Problem: Zur besseren Übersicht und Information kann es hilfreich sein, sich die ganze geplante Strecke auf einen Blick anzeigen zu lassen.


    Tipp: Nachdem die Route errechnet wurde (Simulation verneinen), wird das Fahrt-Fenster angezeigt. Hier auf den Fahrthinweis (grüner Balken ganz oben) klicken und im nächsten Fenster "Karte" wählen: Start- und Zielpunkt werden gemeinsam in einem Bildausschnitt dargestellt. Leider kann man in dieser Ansicht kein Zwischenziel einfügen oder die Position neu setzen.

  • Problem: Bei der normalen Fahrt mit geplanter Route schaltet der Autozoom leider (beim 300/350er ab Firmware 3.3) auf die 120-m-Darstellung zurück; POI-Icons - auch die schon vorinstallierten - sind aber nur bei 30 und 50 m zu sehen. Zwar kann man eigene Points of Interest via POI-Loader mit einem Annäherungsalarm versehen (siehe Tipp 18 ), sieht dann aber nur jene im Alarmbereich.


    EDIT: Seit FW 4.1 wird der Autozoom durch Drücken von "+" und "-" abgeschaltet! Nun kann man wieder bis auf POI-Niveau (50 m) runterzoomen, ohne dass der Nüvi auf 120 m zurückspringt! Bei den 6xx-Nüvis besteht das Problem nach wie vor.


    Tipp: Beim Fahren ohne geplante Route (im Hauptmenü nur auf "Karte" klicken, ohne ein Ziel einzugeben) wird die Position des Wagens auf der Karte dargestellt und folgt zentriert der aktuell gefahrenen Straße. Nur in diesem Modus kann man die Zoomstufe selbst bestimmen, also auch auf 50 oder 30 m herunter gehen.* Dabei werden alle POIs angezeigt. Hier kann es sich empfehlen, der besseren Übersicht wegen auf die 2D-Darstellung zu wechseln.
    Nett auch, dass nun im Fahrt-Fenster unten links statt der Ankunftszeit - die ohne Ziel eh nicht berechnet werden kann - das Tempo angezeigt wird, was einen Vergleich mit dem Fahrzeugtacho ermöglicht.


    Zusatztipp: Das ist besonders reizvoll mit Topo-Karten, weil deren Darstellung noch detaillierter ist. Routenplanung ist seit Firmware 4.2 auch mit der Topo in Kombination mit der NT-Karte möglich. Besonders zum Geocachen im Fußgängermodus ist dieser Tipp zu empfehlen, da der Routenpfeil sonst zu viel verdeckt. Den per Koordinaten eingegebenen Cache mit einem neuen Symbol versehen, um ihn besser kenntlich zu machen.


    * In der 3D-Darstellung wird der Zoom-Faktor nicht angezeigt. Einfach so lange auf "+" klicken, bis es nicht weiter geht. Die Stufe davor sind 30 m, die nächst höhere 50 m.

  • Problem: In manchen Ansichten, z.B. beim Aufrufen von "Karte" im Hauptmenü und Tippen auf die Fahrtansicht, wird der Pfeil, bzw. das kleine Auto/Motorrad mit einem mal weiteren, mal engeren Kreis dargestellt.


    Tipp: Dieser Kreis bezeichnet die Genauigkeit des GPS-Empfangs. Je enger, desto genauer. Besonders gut zu sehen bei o.a. Aktion kurz nach Ausklappen der Antenne: Man kann zusehen, wie der erst weite Kreis immer kleiner wird. Eine Genauigkeit von 4 m im Stand sollte beim SIRF-III-Empfänger des Nüvi normal sein.