ZitatOriginal von Thom
Laut Email von Roadnavigation wurde der Geschäftsbetrieb aus
gesundheitlichen Gründen eingestellt. Für Garantie wird nach Taiwan
verwiesen. Dann gibt es noch zwei Emailadressen ...Hat jemand von euch sonst noch Infos?
Thomas
1. Zuerstmal ist es doch sehr seltsam, daß man sich von Admin-Seite zu diesem Thread nichtmal mehr äußert.
Wenn man mal in den damaligen "Foren-Aktionsthreads" nachliest, wo die Napilot II der Firnma Roadnavigation angeboten wurde, hat man immer wieder betont, daß man sich für jeden einzelnen Fall einer eventuellen Beanstandung, persönlich und unbürokratisch einsetzen werde, da man sehr gute Verbindungen besonders zu Firmen pflegt, deren Ware zur "Aktionsware" hier im Forum wird und man darauf voll vertrauen könne.
2. Wenn es stimmen sollte, daß es "nur" krankheitshalber zu "Engpässen" kam (was ich persönlich aber nicht glaube), dann wäre ja noch nicht alles verloren.
Folgende Möglichkeiten stehen Euch als Gläubiger noch offen:
a) Strafanzeige wg. Betrugs
Das kostet Euch keinen Cent und es wird "offiziell" gegen die "Firma" ermittelt, denn kaum einer wird wirklich wissen, was tatsächlich mit der Firma los ist, also ob sie wirklich pleite ist, oder ob der Inhaber vielleicht nur die schnelle Mark machen wollte und dann evtl. absichtlich und ohne wirklichen wirtschaftlichen Grund "dicht gemacht" hat, um sich entweder abzusetzen oder irgendwo anders wieder eine ähnliche Firma zu eröffnen, mit der selben Masche.
Ich will da auch keinem was unterstellen, aber was da Sache ist, das gehört offiziell aufgeklärt und das ist wohl nur wirklich so möglich, indem sich die Geschädigten aktiv wehren.
b) Wie bekommen Gläubiger ihr Geld zurück ? (den auf Ware würde ich nicht mehr hoffen)
Man muß es natürlich gerichtlich einklagen.
Geht natürlich am einfachsten, wenn man in einer Rechtsschutzversicherung ist ("Anwalt´s Liebling") ;-).
Aber auch wenn das nicht der Fall sein sollte, ist es zu überlegen, ob man es nicht auf eigene Faust durchzieht, zwar mit "open End" , aber durchaus bezahlbar und ich würde die paar Euro noch investieren, damit sich mit meinem sauer verdienten Geld zumidnest keiner aus dem Staub macht.
Also: Hin zum nächsten Amtsgericht mit allen noch vorhandenen Unterlagen und dort zu einem Rechtspfleger. Der setzt Euch dann kostenlos einen Mahnbescheid auf, für den "nur" eine gewisse Gebühr fällig wird.
Der Bescheid wird dem Schuldner dann amtlich zugestellt. Er muß sich dazu äußern und daraus könnt ihr dann auch ersehen, ob es Sinn macht, mit dem Mahnbescheid (zuzüglich einer weiteren Gebühr), ins Zwangsvollstreckungsverfahren zu gehen und denen den Gerichtsvollzieher auf die Matte zu schicken.
All dies ist völlig ohne Anwalt möglich und an sich fast ein "Kinderspiel" .
3. Das mit Taiwan anschreiben oder gar telefonieren solltet ihr Euch aus dem Kopf schlagen. Bringt nichts und verursacht nur hohe Kosten.
Nicht der Hersteller in Taiwan, sondern ausschließlich euer Verkäufer (nämlich Roadnavigation) muß für die gesetzliche Gewährleistung von 2 Jahren gerade stehen, ebenso natürlich für die normale Abwicklung: Ware gegen Geld.
Es ist nicht nur eine häufig praktizierte Unsitte und unlauter, sondern kann u.U. auch Wirtschaftsstraftatbestände erfüllen, wenn eine Firma seine Konkurrenten zunächst preislich weit unterbietet und so innerhalb relativ kurzer Zeit zwar riesige Umsätze macht, für diese so verkauften Artikel dann aber Serviceleistungen oder gesetzliche Gewährleistungsansprüchen mangels entsprechender Kalkulation überhaupt nicht erbracht werden können bzw. wollen und anstatt dessen dann die Firma lieber "dicht" gemacht wird, um kurze Zeit später wieder eine neue Firma mit derselben "Masche" neu zu eröffnen.
Solchen Leuten sollte man es so schwer wie nur möglich machen.