Kennt jemand die neue RoyalTek RBT 2001?

  • Hallo Gerronimo,
    ich hab auch die besagte Maus und am Anfang ein paar Probleme. Ich schiebe es inzwischen auf das beiligende GPS-Demo Programm (zumindestens auf dem PC).
    Versuch es mal z.B. auf dem PC ersteinmal mit sirfdemo bzw. GPSMaustool auf dem PDA.
    Wenn da die Verbindung hinhaut, kannst du es ja nocheinmal mit MN versuchen.


    So bin ich nämlich dann zu meinem Ziel gekommen...
    Gruß
    Jens

  • sirfdemo und GPSMaus sind Tools, die vorwiegend zur Programmierung von Mäusen entwickelt wurden. sirfdemo ist m.W. nicht unbedingt Anfänger zu empfehlen.


    Ein ausgezeichnetes Tool um den GPS-Empfang zu beurteilen ist VisualGPSce. Alles Weitere unter dem Link log-Analyse in meiner Signatur.

  • Sooo..., jetzt bin ich der verzweifung nah!!!


    - Laut GPSMaus und GPSDemo habe ich viele verschiedene Sat. die ich empfange (also am Empfang liegt es nicht!)


    - Den richtigen ComPort habe ich gefunden und im Navigator eingestellt


    - Die Bluetooth verbindung steht auch immer und ist gekoppelt.


    - Die Gps Maus ist als Serial Port erkannt und gespeichert



    Und nun, im Navigator zeigt es mir immer GPS! an (kein GPS Signal)


    Kann es sein, dass das Programm für den XDA III nicht taugt?!
    oder mit der RBT nicht funktioniert?


    Hat mir jemand noch ein paar tipps??


    Schöne Grüße gerronimo


  • Wenn Du einem Rat - dem von gestern - nicht folgen kannst, ja, dann verzweifle ruhig.


    PS:poste ein log, braucht mal nicht länger als 1-2 min sein. Aber mit VisualGPSce!!!

    Einmal editiert, zuletzt von karomue ()

  • @fridward


    Das mit dem dichten Laubwald sollten wir einmal näher untersuchen. Meine RBT3000 verliert erstaunlicherweise ihren Fix auch unter dem Blätterdach (allerdings keine Wolken) nicht bzw. meist nur sehr kurz, hatte sie zuvor genügend Zeit sich an die Umgebung zu gewöhnen.


    Nein, das mit dem Gewöhnen ist kein Scherz: Schalte ich die Maus im Wald ein, so erhalte ich einfach keinen Fix, egal wie lange ich warte. Gehe ich jedoch zuvor an eine Lichtung und warte den Fix nicht nur ab, sondern lasse der Maus auch wenige Minuten Zeit, so kann ich munter an jenen Stellen mit Fix vorbeigehen, an den ich kurz zuvor trotz bis zu 10-münitigem Warten keinen Fix bekam.


    Da ich dies gleich zweimal an verschiedenen Tagen an der selben Stelle ausprobiert habe, gehe ich davon aus, dass es nicht reiner Zufall war. Zudem habe ich dieses Phänomen auch schon öfters festgestellt, allerdings ohne das Ganze am selben Ort nochmals auszuprobieren.


    Daher mein Vorschlag für einen weiteren Test: Könntest du dich einmal in den dichten Wald begeben und erst dort die Maus einschalten. Ob sie auch dann einen Fix hinbekommt?


    Viele Grüße von LeGro

    2 Mal editiert, zuletzt von LeGro ()

  • Hallo LeGro,


    Deine Aussage kann ich emprisch bestätigen.


    Habe mit meiner Maus (GPSlim 236 - da neu bekommen) Tests "am Fensterbrett" und im Zimmer gemacht. Wenn ich zuvor im Freien war und dann in ein Zimmer gegangen bin, hatte ich mehr Satelliten (natürlich mit recht schlechten Empfangswerten), als wenn ich im Zimmer selbst die Maus erst eingeschaltet habe. Diesen Versuch habe ich mehrmals wiederholt - immer das gleiche Ergebnis.


    Kann das jemand auch von der theorethischen Seite aus erklären?


    Grüße


    Andreas

  • LeGro

    Zitat

    Original von LeGro
    Daher mein Vorschlag für einen weiteren Test: Könntest du dich einmal in den dichten Wald begeben und erst dort die Maus einschalten. Ob sie auch dann einen Fix hinbekommt?


    Guter Vorschlag, sollte man generell bei Tests machen. Denn auch die TTFF-Werte werden meist nur bei guten Bedingungen ermittelt.


    @Andreas:
    Zur Erklärung des geschilderten Phänomens mal gaaanz vorsichtig gemutmaßt: wenn die Maus zunächst bei guten Bedingungen einen Fix hatte, dann "weiß" sie, welche Satelliten z.Z. am Himmel sind und wo diese stehen. Da sich diese Konstellation so rasch nicht ändert, "weiß" die Maus dann auch unter schlechteren Verhältnissen, was als Signal zu erwarten sein sollte und tut sich mit diesen Vorkenntnissen leichter, aus dem stark verrauschten Empfangssignal über Korrelationsrechnungen die Nutzsignale herauszufiltern. Wäre dann ähnlich wie beim Geocaching: wenn man weiß, wo man suchen muss, fällt's leichter ;)


    Viele Grüße,
    WOM


  • Jetzt wollen wir aber nicht wilde Vermutungen anstellen!


    Welche sats sichtbar sind weiß die Maus anhand der beim ersten fix gespeicherten Almanach- und Ephemeridendaten.


    Schön, bringt uns nicht viel weiter, den Effekt kenne ich auch, habe aber ebenfalls keine Erklärung.

  • WOM


    netter Erklärungsversuch, aber leider nicht überzeugend... trotzdem Danke für die Antwort...


    @Charly


    Schön mal wieder direkt mit Dir zu sprechen, lausche ansonsten immer sehr gebannt Deinen hilfreichen Antworten....


    Es ist ja eigentlich unwichtig, weshalb das von mir (uns) beobachtete so ist, aber ich mag es nicht besonders, wenn ich was nicht erklären kann. Deshalb bin ich auch immer so unzufrieden.... ;)


    Aber im Ernst: wenn Du (oder auch jemand anderes) diesbezüglich noch weitere Erkenntnisse beitragen kann - mich würde es schon interessieren.


    Grüße


    Andreas

  • Zitat

    Original von omega
    Aber im Ernst: wenn Du (oder auch jemand anderes) diesbezüglich noch weitere Erkenntnisse beitragen kann - mich würde es schon interessieren.


    Grüße


    Andreas


    Ja, mich auch.


    Ich habe langsam den Eindruck, dass unsere moderneren Mäuse ein "Eigenleben" an den Tag legen, das wir - leider - nicht mehr verstehen und interpretieren können. Der beschriebene Effekt könnte der Grund dafür gewesen sein, dass meine Test-405BT an einem Morgen im Zimmer am Fenster 10 min bis zum ersten Tagesfix brauchte. Am nächsten Tag war das wieder innerhalb 1 min erlledigt. Leider habe ich mir die Satkonstellation nicht gemerkt. Werde künftig mal etwas besser darauf achten.

  • @Charly

    Zitat

    Original von karomue
    Jetzt wollen wir aber nicht wilde Vermutungen anstellen!


    Welche sats sichtbar sind weiß die Maus anhand der beim ersten fix gespeicherten Almanach- und Ephemeridendaten.


    Genau das habe ich geschrieben, nur eben leicht verständlich und ohne diese "Fachbegriffe", die hier nur schmückendes Beiwerk sind.


    Die weitere vorsichtige! Vermutung nun mit anderen Worten: es liegt ein stark verrauschtes Signal vor, aus welchem mittels Korrelationsrechnungen die Nutzsignale herausgefiltert werden müssen. Dazu werden Bewertungskriterien benötigt, um festzustellen, was ist noch als Signal zu interpretieren und was als Rauschen. Diese Algorithmen kennen wir wohl nicht. Wenn aber dabei vorab die Stellen bekannt sind , an denen ein Signal zu erwarten ist, könnte man hier "weichere" Kriterien anwenden, die noch ein Signal als "echt" zulassen, welches sonst vielleicht zurückgewiesen würde. Wie ich selber schon betont habe: Mutmaßung, aber wir haben bisher sonst gar nichts, und von den Special-Members kommt bei solchen Fragen leider meist auch recht wenig.


    Viele Grüße,
    WOM

  • WOM


    Auf den ersten Blick wollte ich deiner Argumentation zustimmen, aber nach einigem Nachdenken beginne ich zu zweifeln. ?(


    Wie karomue schrieb: Die Satelliten sind doch in ihrer jeweiligen Position der Maus ohnehin bekannt, da in den Signalen eines jeden einzelnen Satelliten auch die Informationen über die übrigen enthalten sind. Oder habe ich das falsch in Erinnerung?


    Allerdings bleibt von deiner Idee, dass ggf. die Mäuse von einem korrekten Signal ausgehend mehrere in Folge unvollständige Signalezu einem vollständigen Datensatz zusammenbasteln. Dabei stelle ich mir das so ähnlich vor, wie bei der Übertragung von digitalen Videos, die aus Vollbildern plus Änderungen zusammengesetzt werden.


    Aber wiederum reine Spekulation. X(


    Viele Grüße von
    LeGro

    Einmal editiert, zuletzt von LeGro ()

  • ok, mangels genauerer Kenntnise hab ich grad auch Lust zum spekulieren ;)
    Wir reden über den Effekt, dass eine Maus den Fix unter schlechten Bedingungen zwar halten, aber nicht neu aufbauen kann?
    Ich erkläre mir den Effekt so ähnlich wie das "Dead Reconning"-Verhalten beim Reinfahren in einen Tunnel. Wenn dort die Signale wegbrechen, kann der Empfänger noch mehrere hundert Meter weit die Position weiter extrapolieren. Aber einen neuen Fix schafft er natürlich im Tunnel nicht.


    Im Wald dürfte es ähnlich sein, das mitdurchziehen eines schlechten Signals dürfte für die Maus einfacher sein als der Fix-Neuaufbau.

  • :] @peterpu


    Mir scheint, dass das Spekulieren sich lohnt. :)


    Wenn du Recht hast, müsste sich die Anzahl der verwendeten Satelliten auf bis zu zwei in diesen Phasen verringern (interne Uhr und Erdoberfläche werden als zusätzliche Refernzen verwendet) . Das sollten und könnten wir doch wohl einmal testen.


    Unterstützt wird diese Bewertung durch meine Fensterbank-Versuche: Hat die Maus einmal einen Fix, so wird auch bei drei und sogar bei zwei Satelliten noch ein Fix übermittelt.


    Nachdenken + Spekulieren = Lösung ?( + :]


    Viele Grüße von
    LeGro

  • LeGro:

    Zitat

    Original von LeGro
    Wie karomue schrieb: Die Satelliten sind doch in ihrer jeweiligen Position der Maus ohnehin bekannt, da in den Signalen eines jeden einzelnen Satelliten auch die Informationen über die übrigen enthalten sind. Oder habe ich das falsch in Erinnerung?


    Völlig richtig, aber für diese "Grund-Infos" muss ja zuvor erst mal ein Fix vorhanden sein, und das geht eben am schnellsten unter guten Empfangsbedingungen. Erst dann "weiß" die Maus das, und genau das habe ich geschrieben.


    Wenn der GPS-Empfänger hingegen im Wald nur einige wenige Sats sieht und deren Signale zusätzlich noch durch Laubwerk geschwächt und stark verrauscht sind, dann braucht er m.E. endlos, bis er die von Dir und Charly genannten "Grund-Infos" zuverlässig herausgefiltert hat.


    Nach diesem ersten Schritt kennt der Empfänger zwar die Sat-Konstellation, aber erst damit kann dann der 2. Schritt beginnen, nämlich die Positionsbestimmung aus Laufzeitdifferenzen. Und auf diesen auf Kreuzkorrelationsrechnungen basierenden Teil bezieht sich meine vorsichtige! obige Spekulation.


    Nachdem sich ja jetzt die Zahl der "Spekulanten" weiter erhöht hat, wird sich hoffentlich doch mal eine plausible Lösung finden :)


    Viele Grüße,
    WOM