Testberichte / Erfahrungsbericht

  • Hallo,


    habe jetzt seit 12 Tagen den Desti PN und bin sehr zufrieden.


    Hier nochmals meine Beurteilung:


    (++) sehr schnelles Routing/Re-Routing
    (+) Installation problemlos
    (+) Anbindung GPS Maus (Blutooth und GNS 9830) hat funktioniert
    (++) 2D-Darstellung sehr flüssig, 3D benutze ich nicht
    (+) Kartendarstellung o.k., MN-5 sieht natürlich besser aus. Aber ich ziehe die Kartendarstellung des Desti PN vor, da ich kein Nachhinken habe
    (+) Ansagen kommen zwar früher als Beispielsweise beim MN-4 aber nicht zu früh. Die normalen Ansagen sind klar verständlich und werden nicht "hektisch" gesprochen. Aber das ist wohl subjektiv
    (+) Menüführung o.k., könnte vielleicht aber intuitiver sein, komme aber damit zurecht


    (--) Route planen - da habe ich zwar durchgeblickt, finde dies aber viel zu umständlich, muss man verbessern
    (-) sobald eigene POIs importiert wurden, geht das komplette System in die Knie. Der Start ist bei mir ebenfalls seeeeehr langsam
    (--) TTS ist unbrauchbar --> warte geduldig auf HQ-TTS



    Das System macht insgesamt einen ausgewogenen und stabilen Eindruck und ist preislich einfach unschlagbar!!


    Gruß


    QSECWICHTEL

  • ich habe Desti PN nun ca. 1 Woche (ca. 900Km) getestet und bin insgesamt enttäuscht.
    Das Programm ist meiner Meinung nach noch nicht fertig. Viele gute Ansätze, allerdings lieblos umgesetzt.


    Positiv:


    + problemlose Installation
    ++ sehr schnelles Routing/Re-Routing
    + 2D-Darstellung ohne störendes Nachhinken
    + Bildschirmaufteilung finde ich nicht schlecht


    Negativ:


    -- 3D-Darstellung unbrauchbar
    --- Grafische Darstellung insgesamt sehr gewöhnungsbedürftig
    Bildschirmfarben zu kontrastarm. Bei Sonneneinstrahlung Route kaum erkennbar
    POIs kaum zu erkennen, geschweige denn zu unterscheiden
    Treppchenbildung wie in alten Zeiten, als der Computer laufen lernte
    --- Einbindung eigener POIs als Favoriten nutzlos
    -- Routenplanung schwach
    -- Anzeige der geplanten Route nicht zoombar. Zum überprüfen nutzlos, da keine Details erkennbar sind
    -- TTS unbrauchbar
    -- Sprachausgabe nervig
    -- Routenanweisungen im Stadtverkehr einfach lächerlich. Bei sehr kurzen
    Streckenabschnitten überholen sich die Anweisungen gegenseitig.
    Hier wünscht man sich eine dynamische, geschwindigkeits- und streckenabhängige Ansagen
    -- Warnhinweis "Sie fahren zu schnell" unbrauchbar, da nicht konfigurierbar
    -- Viele Straßen ohne Hausnummern (bei Falk und TT3 längst vorhanden)


    Fehlende Funktionen, die schon längst zum Standard gehören


    --- Autobahn vermeiden
    --- Fahrzeug- bzw. Geschwindigkeitsprofile
    --- Einbindung eigener POIs



    Das Routing ist manchmal recht interessant. Es erinnert mich an alte Indianerfilme.
    Besonder innerhalb von Ortschaften gilt die Verwirrungstaktik.
    Öfter die Richtung wechseln, Gegner(Ziel) umzingeln und dann von hinten angreifen.


    Spass beiseite.


    Ich habe den Desti natürlich auch auf dem Weg zur Arbeit getestet.
    Die Strecke geht von Völklingen nach Saarwellingen. Der kürzeste und auch der schnellste Weg (ca. 17KM) geht über
    Land durch einige Ortschaften - Püttlingen, Elm, Schwalbach, Hülzweiler. Insgesamt sehr gut und zügig befahrbar.


    Desti routet allerdings grundsätzlich über die Autobahn (A620, Umweg ca. 8Km)
    Selbst wenn ich als Zwischenziel einen Punkt in Püttlingen angebe, sucht Desti eine Autobahn und findet schliesslich die A8.
    Desti routet also zunächst einmal einige Km in die "engegengesetzte" Richtung um dann auf der Autobahn zurückzukehren.
    Einfach genial.
    Nun der Clou. Auf dem Rückweg will Desti natürlich wieder auf die A620. Ich dagegen fahre die bekannt kürzeste Route.
    Obwohl ich mich immer weiter von der Autobahn entferne, will Desti mich bei jedem Rerouting zurück auf die Autobahn lotsen.
    Wohlgemerkt in die entgegengesetzte Richtung. Erst nach ca. 5Km ist Desti auch mit der Landstraße zufrieden.
    Jetzt berücksichtigt er allerdings auch Straßen, die er auf dem Hinweg mit Nachdruck verweigert hat.
    Ich habe das Gleiche mit Falk TMC getestet. Falk routet auf den Meter genau so, wie ich auch normalerweise fahre.
    TT3 vermeidet lediglich eine ca. 250m lange Straße durch eine 30er Zone.


    Ähnliches Verhalten konnte ich in Köln feststellen. Ich habe aus meinem Hotelfenster eine McDonalds-Filiale sehen können (Luftlinie ca. 300m).
    Da es geregnet hat, bin ich mit dem Auto hin. Desti hat es geschaft, die Strecke auf ca. 2,8Km auszudehnen.
    Es muss wohl einen "Taxi-Modus" geben.
    Unabhängig von den örtlichen Gegebenheiten scheint Desti grundsätzlich im Umkreis nach einer Straße mit möglichst hoher Priorität zu suchen und zunächst dorthin zu routen.
    Anders kann ich mir die z.T. goßen Umwege nicht erklären. Von schnellster bzw. kürzester Route kann zumindest innerorts nicht die Rede sein.


    Fazit:


    Ich finde, Destinator sollte sich weniger um Schnickschnack (z.B. TTS) kümmern, sondern versuchen,
    zumindest bei den Grundfunktionen den Standard anderer Programme zu erreichen.

  • PPC: Axim X30
    Installation (RAM/SD/CF): Software im RAM / Karten auf SD
    GPS Empfänger: XAIOX Navone 2.0 Bluetooth
    Freier Speicher nach Installation: 44,4 MB
    Art der Speicherkarte: SD (normale Geschwindigkeit), 512 MB


    Mich hat der Destinator PN nach 5 Tagen Nutzung vollkommen überzeugt.


    Positiv:


    ++ sehr schnelles Routing/Re-Routing
    ++ sehr übersichtliche Kartendarstellung und gute Bildschirmaufteilung
    + nach Eingewöhnung intuitiv benutzbar
    ++ läuft stabil
    ++ rechtzeitige Ansagen (nach meinem Geschmack genau zum richtigen Zeitpunkt)
    ++ 2D-Darstellung sehr flüssig, 3D benutze ich nicht
    ++ Die vorgeschlagenen Strecken sind sehr gut
    ++ Abbiegepfeile, die kurz vor dem Abbiegen eingeblendet werden


    Negativ:


    - Die Ansagen sollten noch einmal überarbeitet werden. Manchmal Pfeifton in der Ansage (besonders auffällig bei "Links abbiegen").



    Insgesamt halte ich den Destinator für ein sehr gutes Navi!! Bisher habe ich meine Ziele problemlos und ohne Umwege damit erreicht. Den oft gescholtenen grünen NaviPfeil empfinde ich als nicht zu groß. Der Schatten stört mich nicht die Bohne. Zu jedem Zeitpunkt hat man beim Blick auf den Bildschirm die gewünschten Informationen. Dabei sind die eingeblendeten Abbiegepfeile besonders hervorzuheben!!


    Note : "SEHR EMPFEHLENSWERT"

  • Man hört so oft, das die 3D Darstellung unbrauchbar ist ABER:
    fast jeder PDA hat doch einen "Joystick" in der Mitte.


    fahrt doch mal mit diesm "Joystick" nach unten, bis die Karte der 3D Darstellung ganz klein ist. (große Übersicht)


    und jetzt gebt ein Ziel ein und fahrt mal los.


    1. bei mir kein nachhinken
    2. POI´s sieht man schon sehr früh
    3. Ist einfach genial


    Zu Punkt 1 könnte einer den Einwand haben, dass man ja nicht genau sieht wo mann ist, weil der Maßstab sehr klein ist, aber ich finde die Spitze von dem Pfeil befindet sich genau an dem Ort wo man sich gerade befindet


    Gruiß Nickel III



    P.S. Irgend jemand hat sowas schon mal in die Richtung geschrieben (.."frei wie ein Vogel") fand den Artikel aber nicht mehr, und wollte es einfach nochmal sagen.

  • So, nun möchte ich auch einmal meine ersten Erfahrungen zum Besten geben:


    Als erstes die gewünschten Daten:


    PPC: Typhoon MyGuide 6500XL
    Installation im RAM
    GPS Empfänger: integriert
    Freier Speicher nach Installation: ca. 40 MB
    Art der Speicherkarte: SD
    Umgestiegen von Falk Navigator TMC Edition


    Ich fange am besten ganz von vorn an, nämlich mit der Bestellung bei comwave. Der Bestellvorgang war einfach, übersichtlich und ich hab alle relevanten Information erhalten, die wichtigsten auch nochmal zusammengefaßt zum Ausdrucken. Ich war jederzeit über die wichtigstens Stände der Bearbeitung informiert, insbesondere über Zahlungseingang und Versand. Hut ab, da hab ich schon ganz andere Sachen auch von viel größeren Versendern erlebt.


    Nachdem ich den Desti erhalten hatte, stellte ich fest, daß man die Sendung über eine angegebene Tracking-Nr. hätte verfolgen können. Sogar nachträglich konnte man sich noch darüber informieren, wo das Päckchen zu welchem Zeitpunkt war. Kleiner Tipp an comwave, wenn die Tracking-Nr. in der Status-Versand-Mail angegeben wird, kann sich der Kunde jederzeit über den Weg des Päckchens informieren, dann wäre es wahrscheinlich perfekt.


    So und nun zum Programm selber:


    1. Installation


    Ich hab die erste CD eingelegt und dann lief alles wie von selber. Also zunächst die Konsole auf dem Desktop installiert, anschließend über ActiveSync den Desti auf dem PPC und zum Schluß die Karten auf der SD-Card. Auch das alles stellte überhaupt kein Problem dar. Da ich im Moment auf der SD-Card etwas unter "Platzmangel" leide mußte ich mir einen Kartenausschnitt selbst erstellen, selbst hierzu brauchte ich keine Anleitung.


    2. Erster Programmstart - erstes Routing


    Und die nächste Überraschung - der Desti startet in Null-Komma-Nichts. Bisher dachte ich Falk wäre schon schnell, aber der Desti ist einfach noch schneller. Eine Zeit hab ich allerdings nicht gestoppt.


    Dann hab ich das erste Ziel über die Handytastatur, was imho super gelöst ist, eingegeben, und hab "Navigieren" angeklickt. Doch was war das? Hat der überhaupt gerechnet? Selbst bei einer Strecke über 500 km kamen Berechnungszeiten von vielleicht 2, 3 oder 4 s heraus. (geschätzt versteht sich). Ich bin begeistert!


    3. Erste Spielchen - Routingoptionen usw.


    Tja, was soll ich sagen, hier kommt die erste Ernüchterung. Es stellt sich heraus, daß der Desti doch nicht so ganz intuitiv zu bedienen ist. Route mit Zwischenzielen, Übernahme des Klickpunktes aus der Karte in die Routenplanung - war alles nicht so ganz einfach, so daß ich dann doch einmal das Handbuch zu Rate ziehen mußte. Doch so richtig hat mir das auch nicht immer weitergeholfen, zum Teil stimmten die abgebildeten Beispielgrafiken überhaupt nicht mit der Oberfläche meines Destis überein, zum Teil wurde ich aus der scheinbaren Babelfish-Übersetzung des englischen Handbuchs überhaupt nicht schlau. Den Unterschied zwischen Navigations- und Planungsmodus hab ich lange Zeitr nicht verstanden. Naja, also hieß probieren, probieren, probieren! Ach ja, das hätte ich fast vergessen, und lesen, das Forum natürlich, hat mir meistens dann auch weitergeholfen, wenn ich selbst nicht mehr weiterkam.


    4. Die ersten Fahrversuche...


    ...mit Desti natürlich! Spannend, genial, fantastisch. Irgendwie schein ich mit Desti nur zwischen den Extremen zu pendeln!?!
    Bei den ersten Versuchen hab ich Desti so richtig gequält, wie wahrscheinlich jeder hier, ich bin durch die kleinsten Gassen gefahren und Desti kannte sie alle, ich hab reihenweise Anweisungen mißachtet, bin abgebogen, wo ich hätte geradeaus fahren müssen, geradeaus gefahren, wo ich hätte abbiegen müssen, doch Desti hat sich weder abshütteln lassen, noch hat er Gedenkpausen eingelegt oder gar gestreikt. Ich glaub jeder Beifahrer aus Fleisch und Blut hätte mich schon erschlagen oder erwürgt oder ähnliches.


    5. TMC


    Die Funktion kannte ich ja grds. schon vom Falk Navigator, da ist sie ja nicht so glücklich gelungen. Mit dem Strom aus der Autosteckdose haben sich auch sämtliche TMC-Meldungen verabschiedet, da meine Steckdose vom Schaltplus gespeist wird, war das auch bei jedem Tankstopu.ä. Situationen der Fall. Gerade bei längeren Touren besonders ärgerlich, da TMC hier besonders nützlich ist. Also auch hier getestet. Motor an, Motor aus, Parkhaus rein, Parkhaus raus, PPC bei laufendem Desti aus und wieder an.
    Ergebnis: Hat ihn nicht mal gejuckt, TMC-Meldungen blieben mir sämtliche erhalten, GPS-Signale hat er unmittelbar nach Ausfahrt aus dem Parkhaus oder dem Wiedereinschalten gefunden. Hätte ich das meiner Frau Falk angetan, wär sie furchtbar zickig geworden, dann hatte ich noch Glück, anderenfalls hat sie den Betrieb komplett eingestellt.


    6. Stabilität/Performance


    Desti läuft bei mir absolut stabil. Ich hab seit der Installation des Destis keinen Softreset mehr gemacht und er läuft immer noch einwandfrei. Bei Frau Falk hab ich sicherheitshalber jedes Mal einen Softreset gemacht, anderenfalls wär sie mind. zickig geworden. (s.o.) Nachhinken: ja/nein/vielleicht. Ein Nachhinken hab ich bewußt noch nicht festgestellt und selbst wenn, dann sind es höchstens ein paar Meter, und wenn ich auch dadurch einen Abbiegevorgang verpassen sollte, was soll´s, er berechnet ja in kürzester Zeit eine neue Route.


    7. Grafik/Layout/Skin


    Oder wie auch immer man das bezeichnen möchte. Ich stell keine besonders hohen Ansprüche, insofern geht das Kapitel für mich absolut in Ordnung! Besser eine einfache, dafür flüssig laufende Grafik, als eine toll anzusehende Highend-Grafik bei der PPC in die Knie geht und die eigentliche Aufgabe, nämlich die Navigation gleich mit. Mit dem "Stealth-Bomber" komm ich zurecht, der Schatten ist ein nettes Detail, welches nicht unbedingt sein muß, mich aber nicht weiter stört. Sollte er wirklich die Performance beeinflussen, dann sollte er auch abschaltbar sein.



    8. Ansagen


    Es gibt, glaube ich kein Thema, worüber so herzlich gestritten wird, wie über die Ansagen. Ich find sie im Großen und Ganzen OK. Insbesondere wenn man bedenkt, mit welchem Wortschatz die Navis zur Verfügung haben. Und selbst der menschliche Beifahrer ist manchmal nicht in der Lage sich eindeutig auszudrücken und das bei einem hundertfach größeren Wortschatz.Witzig find ich die Diskussion hier im Desti-Board bezüglich der 3000-m-Ansage. Diese Ansage kam bei mir nur, wenn es auch 3000 m geradeaus ging, anderenfalls hab ich diese Ansage noch nicht wahrgenommen, zu Überschneidungenkam es bei mir noch nicht. Ansonsten gilt das bisher gesagte, normale Ansagen sind gerade noch laut genug, TTS ist in der Form ohne Zusatzeinrichtungen unbrauchbar.


    9. Fazit


    Im Großen und Ganzen bin ich mit meinem Desti zufrieden. Sicher gibt es immer auch verbesserungswürdige Punkte, dessen muß man sich bewußt sein. Gegenüber Frau Falk ist der Desti in allen Punkten, außer der Bedienung überlegen. Und zu diesem Preis ist der Desti einfach unschlagbar.
    Apropos Bedienung und unschlagbar, ich hatte die Gelegenheit in einem VW das Original-Navi zu testen. Die Eingabe des Zieles erfolgte über ein Stellrad über welches jeder Buchstabe einzeln aus dem Alphabet angewählt und angegklickt werden mußte. Nach einer halben Ewigkeit erschien dann eine Vorschlagsliste und der nächste Buchstabe konnte angwählt werden. Die ganze Prozedur hat locker 3-4 Min. gedauert, da bin ich mit meinem Desti fast schon 3 Min. in der Spur. Außerdem gab es nur ein Monochrom-Display, eine Routen-/Kartenansicht war gar nicht möglich. Insofern mußte man dem Gerät "blind" vertrauen und das Routing war meines Wissens nur deutschlandweit möglich. Dank Sensorik und eingebauten Kreiselkompaß weiß das Teil auch bei Ausfall des GPS-Signals zum Bsp. im Tunnel, noch ´ne ganze Weile, wo es sich befindet. Auf jeden Fall kostet das Teil um die 1800 . Zu dem Preis kann ich mir locker zwei Highend-PPC inkl. Destinator PN leisten und kann relativ einfach westeuropaweit routen.


    Viele Grüße


    J6heda


    PS: Sorry, is nu´doch etwas länger geworden!

  • PPC: Typhoon MyGuide 6500XL
    Installation komplett auf SD
    GPS Empfänger: integriert
    Umgestiegen von Falk Navigator TMC Edition



    Ich beschränke mich auf eine Kurzfassung ;)
    Installation und Verschubsen auf SD (dank dem Forum) problemlos.
    Schnelligkeit und Rerouting tadellos.
    Kein Nachhinken feststellbar - abgesehen von "in 500m die rechte Ausfahrt" kommt kurz vor der 200m Barke auf der BAB. Aber das ist das Einzige.
    TTS ist in der Stadt sinnvoll und auch zu hören. Außerhalb.... :(
    Da dann lieber die eigenen Waves ;)



    Geschwindigkeitswarnungen sind ganz nett, nur auf dem Beschleunigungsstreifen der BAB bei WÜ fahre ich mit >80 sicher nicht zu schnell :D


    Ich bereue den Kauf nicht :]

  • Zitat

    Original von Twini
    Kein Nachhinken feststellbar - abgesehen von "in 500m die rechte Ausfahrt" kommt kurz vor der 200m Barke auf der BAB. Aber das ist das Einzige.


    Hallo !


    Das ist kein Nachhinken... Der Desti orientiert sich nach dem tatsächlichen Abbiegepunkt und nicht nach der Bremsspur, die auf den Schildern angegeben ist... Schau Dir mal das Kartenmaterial an, dort sind nur die echten Abbiegungen verzeichnet und nicht die Bremsspuren (wie bei anderen Navis auch - so weit ich mich erinnere), deshalb wird hier der echte Abbiegepunkt angegeben, was sehr hilfreich ist, wenn mehrere Ausfahrten hintereinander kommen.... Wenn die Anzeige dann gegen 0m geht, bist Du genau an der Abfahrt in die Du rein musst, so wie auch in der Stadt etc... Das halte ich für genauer, als wenn man wie bei anderen Systemen die Bremsspur genannt bekommt und dann schauen muss, in welche Abfahrt man dann fahren muss, wenn mehrere da sind ;) Wenn Du also so eine 500m Meldung bekommst und dann an der 300m Barke vorbei fährtst, dann weißt Du dass nach der 200m Bremsspur dann die Abfahrt die richtige ist ;) Wurde hier aber auch schon mal beschrieben... Wenn Du einen Blick in das Kartenmatierial wirfst, dann siehst Du dass die Bremsspuren AFAIK nicht verzeichnet sind, sondern nur die "Knicke" der Abfahrten und somit passt es dann wieder ;)


    HTH & Gruß !

  • Zitat

    Original von AWSW
    wie bei anderen Navis auch - so weit ich mich erinnere


    Du erinnerst Dich richtig.
    "Jetzt abbiegen" kommt kurz vor Beginn der erneut durchgezogenen Linie.


    Sascha

  • Nachdem ich dieses Wochenende mal ein paar Runden mit dem Desti gefahren bin - auf Strecken, die ich eigentlich sehr gut kenne und oft fahre, hier meine Beurteilung:


    (++) sehr schnelles Routing/Re-Routing
    (+) Installation problemlos: mit der Anleitung hier aus dem Forum komplett auf 1GB Toshiba SD-Karte zusammen mit den Karten Deutschland, Benelux, UK, EURRoads und Griechenland
    (+) Haicom HI-204S problemlos erkannt
    (++) 2D-Darstellung sehr flüssig
    (+) Kartendarstellung o.k.
    (+) Ansagen kommen zwar früher als als beim Medion Navigator 2.0a, den ich vorher hatte. Aber das finde ich okay.
    (+) Die normalen Ansagen sind klar verständlich und werden nicht "hektisch" gesprochen. Der Ton von "Steffi" ist allerdings ein wenig kasernenhofartig. Insbesondere das "Sie fahren zu schnell"
    (+) Menüführung o.k., könnte vielleicht aber intuitiver sein, ich habe aber keine Probleme damit
    (+) Fahr- und Ankunftszeiten waren relativ gut berechnet - meist bin ich exakt zu dieser Zeit auch angekommen


    (--) Die Geschwindigkeitsansagen sind nicht immer richtig: auf Stadtstrasse mit Tempo 70 kommt bereits ab 60 "Sie sind zu schnell"
    (-) Unterschiedliche Routings für Hin- und Rückfahrt
    (--) 3D-Darstellung gefällt mir überhaupt nicht
    (-) relativ kleines Kartenfenster, wenn man die Leisten oben (1x) und unten (2x) mit nächster Abzweigung, Ankunftzeit und restlicher Fahrtdauer und Strasse auf der man sich befindet

  • Zitat

    Original von SaBo
    Du erinnerst Dich richtig.
    "Jetzt abbiegen" kommt kurz vor Beginn der erneut durchgezogenen Linie.


    Hi !


    Ja hier auch noch mal zusätzlich - ca 50m vor dem Abbiegen... ;)


    Gruß !

    Einmal editiert, zuletzt von AWSW ()

  • PPC: MD95K
    Installation (RAM/SD/CF): Standard (RAM)
    GPS Empfänger: eingebaut
    Freier Speicher nach Installation: 21MB
    Art der Speicherkarte: 1GB no name von PowerSpeicher
    Umgestiegen von (welchem Navisystem): MN42


    Hier nun auch mein Testbericht und an dieser Stelle auch von mir vielen Dank an SAXI für sein Wirken.


    Ich habe mir alle Artikel durchgelesen und war doch schon etwas zweifelnd, ob die Ausgabe von 50 sich gelohnt hat. Mittlerweile sage ich klar, dass es eine Fehlinvestition war - leider. Vielleicht nehmen die Comwaves sie ja zurück - ansonsten ab nach azubo mit der Weichware...


    Warum?


    Hier die weniger wichtigen Faktoren:


    Die Installation geht locker vom Hocker. Aber mal ehrlich - das tut sie beim MN42 auch. Gleichstand.


    Die Startzeit von DPN ist wirklich beeindruckend - ich frage mich, was MN42 eigentlich die ganze Zeit macht. Klarer Pluspunkt für DPN.


    Die Darstellung auf dem PPC ist tatsächlich etwas altbacken, aber irgendwie müssen ja auch die Geschwindigkeitsvorteile irgendwo her kommen. Und da finde ich DPN vom Eindruck und ohne detaillierte Messungen tatsächlich zackiger. MN42 schreibt halt die Strassennamen z.B. parallel zur Strasse, die eingeblendeten Symbole sind liebevoller, etc... Da geht eben mehr Rechenzeit drauf. Dafür benötige ich dieses Satfix-Übersichtsbild von DPN wirklich nicht. Was soll das sein? Spielerei - mir reicht ne Zahl. Ist sie kleiner als 3, dann isses mistig, ist sie größer, dann isses OK. Das ganze ist aber wirklich Geschmackssache. Noch mal Gleichstand.


    Die Darstellung auf dem PC finde ich bei DPN angenehmer als bei MN42 - aber auch das ist wieder nur Geschmackssache, also noch ein Gleichstand.


    Die Ansagen sind bei DPN offenbar gelegentlich ähnlich verwirrend wie bei MN42 - so erzählt mir MN42 z.B. hier in Berlin, dass ich von der Autobahn links abfahren soll, obwohl die Autobahn eigentlich nahtlos und vor allem geradeaus in eine große Hauptverkehrsstraße übergeht. Allerdings ist genau an dem Punkt auch noch eine Abfahrt auf die kreuzende Straße - offenbar ist die Ansage ein Kompromiß, mit dem ich persönlich leben kann. Wiederum Gleichstand.


    TTS und HQ TTS brauche ich persönlich nicht. Wenn ich in einer ereignisreichen Situation bin (lasst Euch mal am Wochenende durch die Innenstadt von Berlin leiten - da hopsen überall Touris an Stellen rum, wo man Fußgänger eigentlich weniger erwarten würde, aber wir sind ja in Berlin und da lässt man die Sau raus und zuhause erzählt man dann, was das doch für eine furchtbar chaotische Stadt ist... lassen wir das, ich habe nen Button, auf dem steht "I am no tourist - I live here!", überall sind Baustellen, alle sind genervt vom Oberchaos und wir Berliner neigen gelegentlich zu einem gewissen prolligen Temperament... Ich empfehle Berlin-Touristen: Fahrt U-Bahn, Bus und S-Bahn - Berlin ist zwar in vielerlei Hinsicht eine Katastrophe, aber der ÖPNV hier ist - von ruppigen BVG-Angestellten und relativ abenteuerlichen Preisen mal abgesehen - vorbildlich) ist es mir egal, ob mir ein Straßenname angesagt wird oder in China ein Sack Reis umkippt - i.d.R. bin ich mit anderen Sachen beschäftigt (z.B. Touris über meinen Saugnapf anvisieren und... EIN SCHERZ!!!). Das hake ich mal unter dem Kapitel Spielerei ab, die Resourcen verschwendet. So gesehen Vorteil für MN42, der aber zugegebenermaßen dafür Resourcen an anderer Stelle verschwendet (Was um Gottes willen sollen beim MN42 diese nicht separat abschaltbaren Ärzteangaben, die fast alle vollkommen outdated sind? Wenn da nun wenigstens die medizinische Fachrichtung... ich schweife schon wieder ab!). Es bleibt beim Gleichstand.


    Nun die wirklich wichtigen Faktoren:


    Das ist vor allem das Routing - der zentrale Grund, warum ich ne Navi-Softare habe. Und das Routing ist zwar schnell, aber das war's dann auch wirklich. Abgesehen davon ist es auch nicht mehr so schnell, wenn man über die MRE in ein anderes Land routet. Dann zeigt einem auch DPN die Scheibe - und zwar wirklich so, dass man sich jedes ihrer mannigfaltigen Details einprägen kann.


    Das alles wäre zu verkraften (es ist nunmal auch "nur" ein schwachbrüstiger MD95K und keine HP-Luxusbüchse) und MN42 verlangt mir da ganz anderes ab. Darum hier mal ein Pluspunkt für DPN. Der aber ist sehr bröselige Makulatur, wenns dann an die inhaltlichen Ergebnisse geht.


    Und diese Routing-Ergebnisse sind schlicht und ergreifend vollkommen daneben!


    Hier einige Beispiele, die ich mit MapExport bzw. der Destinator Konsole erzeugt habe und die auf dem PPC auch nicht anders aussehen - das wär ja auch noch besser... :D


    1) Routing in Berlin


    Von mir zuhause zu meiner Arbeitsstelle gibt es tatsächlich zwei mögliche Wege. Über die Autobahn gehts schnell (20min), wobei Berlin aber großräumig umfahren wird (ca. 15km), und durch die Stadt isses kurz (ca. 9km), kostet aber Zeit (min. 45min) und Nerven (nicht meßbar).


    DPN schickt mich in jedem Fall über die Autobahn - sowohl beim schnellen Weg als auch beim kurzen Weg. Das war dann schon mal nix. MN42 kennt durchaus den Unterschied zwischen schnellem und kurzem Weg. Dicker Minuspunkt für DPN.


    2) Routing in Deutschland


    Hier ist das Beispiel der Weg von Berlin zum Fährhafen nach Sassnitz. In diesem Fall sind sowohl DPN als MN42 merkwürdiger Auffassung, denn für beide ist der schnellste auch der kürzeste Weg. Und das kann eigentlich nicht sein, denn DPN schickt mich grundsätzlich über die Autobahn via Rostock nach Sassnitz, wohingegen MN42 grundsätzlich der Überzeugung ist, dass man in beiden Fällen querfeldein durchs Land fahren sollte. Im Zweifelsfalle allerdings ist für mich der kürzere Weg der ökonomischere, obwohl das kein Kriterium sein kann, denn diese Anforderung wird eh von beiden nicht unterstützt, stünde auch rechnerisch und von den dafür benötigten Basisdaten sicherlich in keinem Verhältnis zu den begrenzten Möglichkeiten eines PPC. Allerdings bezweifele ich - zumindest in diesem Fall - stark, dass der Weg über die Autobahn wirklich viel schneller ist, als über die Bundesstrassen. Also noch ein Minuspunkt für DPN - schon deshalb, weil sich so langsam auch das bewahrheitet, was in anderen Beiträgen zu Recht vermutet wird: DPN versucht's halt immer erst mal gnadenlos über die Autobahn - und die entsprechende Vermeidungsoption existiert nicht.


    3) Routing in Europa


    Hier habe ich bewußt einen Weg gewählt, bei dem es eigentlich nur eine Lösung gibt - will man nämlich von Frederikshavn in Dänemark nach Göteborg in Schweden, dann fährt man definitiv mit der Fähre - alles andere ist kompletter Blödsinn - entfernungs-, kosten-, sowie zeitmäßig. Hier das Angebot von DPN - er schickt mich - natürlich, will man schon fast sagen! - in beiden Varianten - schnell bzw. kurz - über die Autobahnen. Und das, obwohl die Fährverbindung Frederikshavn-Göteborg definitiv im Kartenmaterial verzeichnet ist. Abgesehen davon schlägt DPN dann auch noch eine Route vor, die - hier spricht meine Erfahrung aus der Tatsache, dass Nordjytland nun mal meine zweite Heimat ist - zumindest suboptimal ist. Man schickt mich auf den Weg über Ålborg, was zeitmäßig wegen der Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen in DK fast keinen Vorteil bringt. Außerdem muß man in Ålborg durch den Tunnel unter dem Limfjord, wobei die Autobahn de facto durch sicherheitsbedingte Tempobegrenzung auf 60km/h unterbrochen ist. Das ganze ist ein ähnlicher Flaschenhals, wie der Elbtunnel in Hamburg. Allerdings kommt auch MN42 mit dieser ziemlich schwachsinnigen Lösung, wenn man nach der schnellsten Route fragt. Fragt man hingegen nach der kürzesten Route, so schlägt MN42 erfreulicherweise die Fähre vor. Im Endeffekt also noch ein Minuspunkt für DPN. Schon alleine die Fahrt von Malmö nach Göteborg dauert mindestens 2 Stunden - die Fähre braucht 4 Stunden und der Seacat nur 2,5 Stunden - beide sind preislich übrigens relativ moderat und die eigentliche Entfernung sind 95km!!! Wenn man dann noch die Maut für die Brücke am Øresund (Købnhavn-Malmö) mit einberechnet und die ganze Fahrt quer durch DK, und das dann auch noch bei den Spritpreisen in DK und S, dann sollte man den DPN spätestens auf der Øresund-Brücke aus dem Fenster werfen.


    Das andere wichtige Kriterium ist für mich die Benutzerführung. Da fragt man sich aber beim DPN eigentlich nur noch: Was soll denn das bitte sein? Das sieht ja aus wie beim Hobbyprogrammierer!!!


    Die dicken Buttons sind ja eigentlich ne gute Idee. Aber nach welchen Kriterien sind die denn sortiert? Wenn ich die Navigation beenden will, pieke ich auf's Auto (nicht sinnfällig, aber einprägbar), dann aber muß ich zwei Dickebuttonseiten zurück, wobei dieser auf einmal winzige Pfeilbutton für mich nicht mehr piekbar ist. Und da steht dann auch schon "Navigation beenden" - WIE NETT! Nur umarmt mein Omega dann ggf. schon den nächsten Baum - und das, obwohl in Brandenburg überall Schilder mit der Aufschrift "Bitte nicht gegen die Bäume fahren" stehen!!! Beim MN42 muss ich wenigstens nur den (ich geb's zu, auch nicht fingerpiekbaren) Exit-Button pieken und habe dann aber auch gleich ein gut piekbares "Navigation beenden" vor der Nase.


    Und hinter jedem dicken Button verbirgt sich dann ein Dialog, den man eigentlich scheinbar nur mit den unten stehenden OK- bzw. Abbruch-Buttons beenden sollte (Ich hab anfänglich auf das OK rechts oben gepiekt, denn OK bedeutet für mich "OK, meine Eingabe gefällt mir und das will ich auch so" - und das bedeutet beim DPN aber scheinbar "OK, das war schön, aber vergessen wir's..."). Grundsätzlich sind aber diese ganzen Buttons nicht mehr mit dem Finger zu pieken, die Inhalte der Konfigurationsdialoge weitestgehend auch nicht. Also kann man's auch gleich sein lassen.


    Das ganze sieht aus, als ob man ein Framwork benutzt hätte, um schnell ein GUI zusammenzupappen. Auf Überlegungen wie "Was ist das mentale Modell des Benutzers und aus welcher Eingangssituation heraus ist welche Funktionalität wohl die am wahrscheinlichsten gewünschte?" haben die Designer der Anwendung wohl komplett verzichtet. Solche Fragen sind natürlich nicht hundertprozentig und eigentlich nur in Näherung zu beantworten. Aber es gibt durchaus gute und schlechte Ansätze - und die vom DPN sind nicht gelungen.


    Die Eingabe mit der "Handy-Tastatur" finde ich dabei noch das gelungenste, weil ich da beim MN42 wirklich zwangsläufig zur metallenen Piekhilfe greifen muss. Aber andererseits mache ich die Eingabe auch vor Fahrtantritt und pieke nicht beim fahren wild auf meinen MD95K ein. Damit ist unterm Strich die Eingabe beim MN42 besser - weil eben intuitiver zu bewerkstelligen.


    Hier scheint der DPN wirklich äußerst lieblos zusammenprogrammiert. Und die Details, die den MN42 hier wirklich angenehmer bedienbar machen, haben garantiert keine Auswirkungen auf irgendwelche Resourcen. Höchstens auf den Preis - und teuer sind sie unterm Strich beide.


    Das setzt sich leider auch in der jeweiligen PC-Software fort. Hier mal ein Beispiel. Was bitte ist das für eine Benutzerführung? Da wähle ich die Routenplanung aus und habe ein Fähnchen mit einem Pluszeichen dran und denke mir: "Aha, hier füge ich dem ganzen einen Routenpunkt hinzu!" (Klar, denn mit dem Fähnchen mit dem Minuspunkt kann ich ja auch tatsächlich einen Routenpunkt löschen). Weit gefehlt! Ist die Route leer, ist das vermeintliche Routenpunkthinzufügefähnchen disabled. Auch extatisches Geklicke ändert da nix. Ich muss auf "Adresse" klicken. Und ist das Fähnchen dann nach Eingabe des ersten Routenpunktes aktiv, tut es eigentlich auch nix - was sollte es denn tun? Bin ich evtl. doch etwas merkbefreit?


    Und dann versuche man mal als Adresse die Berliner Straße 121 in 10713 Berlin-Wilmersdorf einzugeben - Fehlanzeige. Über die PLZ geht's schon mal gar nicht. Und ansonsten bietet mir die Destinator Console "Berliner, STRASSE" an. Nix Hausnummer. Ich muss die nehmen und dann die Kreuzung mit der Barstraße oder der Blissestraße eingeben. Das wiederum bringt zwar ein angenährtes Ergebnis, aber kleinkrämerisch wie ich nunmal bin sage ich, dass da eigentlich nicht die 121 ist, weil die in der Mitte zwischen diesen Straßen liegt. Hallo??? Und das mit der vorangestellten Hausnummer ist ja im Übrigen schon desöfteren bemängelt worden...


    Und warum gibts eigentlich nicht das Sonderziel "Hafen" in Sassnitz, Frederikshavn oder Göteborg? Hab ich was übersehen? Könnte ja sein, bei dem äusserst übersichtlichen GUI.


    Nein - die ganze Benutzerführung und das GUI bekommen einen Megaminuspunkt! Da hilft auch nicht die peppige Satfix-Anzeige, die auch nicht mehr ausdrückt, als die Zahl der "sichtbaren" Satelliten.


    Wie würde Alfons aus "Extra Dry" sagen?


    Meine Faßieht:


    Ich häng mich mal etwas weiter aus dem Fenster mit ein paar Spekulationen, die auf meiner Erfahrung von 15 Jahren Softwareentwicklung als Programmierknecht bis zum Softwarearchitekten und Projektleiter beruhen, sowie der Tatsache, dass ich auch mal für einen großen blauen Konzern in den USA unterwegs war.


    [POLEMIK]Ich habe mal für eine große deutsche Mobilfunkfirma - nennen wir sie f-minus - an der Abnahmetestspezifikation und dem Abnahmetest deren Abrechnungssoftware mitgewirkt. Das war damals ein US-amerikanisches Produkt. Die Philosophie war zum einen: Es werden erst dann Bugs gefixed, wenn wirklich kein Workaround mehr zu basteln war. Resultat: Patchwork-Software, die zwar schnell zum fliegen gebracht wird, aber deren Bedienung sich dem Nutzer nicht mehr intuitiv erschließt. Weitere Philosophie dieses Produktes: Fehlermeldungen werden erst dann produziert, wenn die Wirkung auftritt. So gab es in dem System Steuertabellen, die nur einen Datensatz enthalten durften. Man konnte aber munter mehrere Datensätze über das GUI anlegen. Gekracht hat es erst dann, wenn die Abrechnungssoftware während des Billings nicht mehr entscheiden konnte, welcher der Datensätze relevant ist. Die Fehlermeldungen übrigens waren nicht situations- sondern lokationsbezogen. Was will das sagen? Die Fehlermeldungen bezogen sich nicht auf die Ursache des Fehlers, sondern auf den Ort, an dem der Fehler im Code auftrat - und zwar - und das ist kein Witz - abschnittsweise bezogen auf die Programmzeile... Dafür war aber das GUI wunderschön gleichförmig. Fast alle Dialoge sahen gleich aus und in jedem Dialog waren die gleichen funktionalen Elemente - ob man sie in der jeweiligen Situation nun brauchte oder nicht. So sieht das eben aus, wenn man ein mangelhaftes Framework und darauf basierende Code-Generatoren benutzt. Schöne billig und schnell zusammengeklopfte Software, die qausi unbedienbar ist. Aber das macht nix, denn der Benutzer ist sowieso schuld![/POLEMIK]


    Und dem DPN ist meiner Meinung nach seine Herkunft (USA) anzusehen. Das obige Beispiel ist sicher nicht der Normalfall und DPN ist auch meilen(!)weit von so einem Desaster entfernt - immerhin hatten in obigem Beispiel auch noch der große blaue Computerladen und eine nicht ganz kleine IT-Beratungsfirma eines süddeutschen Automobilherstellers, der mittlerweile mit einem ebenfalls nicht kleinen US-amerikanischen Automobilhersteller fusioniert hat ihre Finger im Spiel. Aber gewisse Tendenzen sind sichtbar. Das US-amerikanische Adressformat. Die furchtbar logisch sortierten Dickebuttonsammlungen für jeweils einen Konfigurationsdialog. Die Tatsache, dass immer erst nach der Autobahn geguckt wird. Das macht in den USA in den meisten Fällen durchaus Sinn - in Europa aber nicht! Das Ignorieren von Fährverbindungen ist sicher auch vor dem Hintergrund US-amerikanischer Infrastrutkur zu verstehen - Mit Ausnahme der großen Seen und z.B. Gegenden wie vor Seattle machen Fährverbindungen nicht viel Sinn. Wo sollten die Amis denn auch hinfahren? Nach Cuba??? Ich glaube, dass dies eines der ganz großen Mankos des DPN ist - die US-amerikanische Denkweise passt nicht wirklich zur europäischen - auch wenn wir natürlich gerne jeden Scheiss kopieren, den die Amis uns vormachen - aber das ist ein anderes Thema.


    Endgültiges Fazit:


    In den zwei wichtigesten Punkten fällt DPN steil nach unten: Routingergebnisse (am Kartenmaterial liegts sicher nicht und die schnellen Rechenzeiten helfen bei schwachsinnigen Routen auch nicht wirklich) und Benutzerführung. Alles andere ist Makulatur. Schnelle Startzeiten, tolle Satfix-Anzeigen, mannigfaltige Konfigurationsmöglichkeiten (für die man aber kein sinnfälliges mentales Modell haben darf), zügige Darstellung, TTS, HQ TTS, das hilft alles nicht.


    Das europaweite Routing ist natürlich ne feine Sache, aber man erreicht mit dem MN42 ähnliche Ergebnisse, wenn man mit der MRE als Start- und der jeweiligen Landeskarte als Zielkarte arbeitet. Und an der Grenze im Zweifelsfalle die Karte zu wechseln tut nicht wirklich weh. Wer fährt denn auch an einem Tag durch mehrere Länder? Wichtig ist nach wie vor das Ergebnis des Routings und die Benutzerführung kommt gleich hinterher.


    Der von mir zum Vergleich herangezogene MN42 ist sicherlich in einigen Punkten furchtbar langsam und in anderen Punkten zu detailverliebt. Aber ich investiere lieber irgendwann mal die eine oder Eurone in einen leistungsfähigeren PPC und lebe dann auch gerne mit etwas älterem Kartenmaterial, oder warte einfach, bis ALDI nächstes Jahr was besseres auf den Markt wirft. DPN hat meine Sympathie jedenfalls nicht erlangen können - schade ums Geld!


    Ich kann im Grundsatz nur dem zustimmen, der an anderer Stelle in diesem Thread schrieb, dass es sich beim DPN um alles andere als eine "erwachsene" Software handelt.


    Kleine Nachwehen:


    Die Anschaffung des X-Updates hat mich nicht nur 50 gekostet und lässt sich wahrscheinlich auch nicht mehr rückabwickeln - sie hat mich jetzt auch über vier Stunden für die Erstellung dieses Beitrages gekostet.


    Diese Zeit widme ich in voller Gänze diesem Forum und auch SAXI, der nichts dafür kann, dass DPN - zumindest mich - reichlich enttäuscht hat. Die, die meinen, ich wär ne Laberbacke und der Beitrag wäre zu lang und ausschweifend, haben bestimmt auch recht. :D Aber die haben dann ja den Scrollbalken :D


    Anderen hilft der Beitrag evtl. in irgendeiner Form weiter, so wie auch mir viele Beiträge in diesem Forum weiter geholfen haben und es garanatiert auch noch tun werden :D Musste auch mal gesagt werden!


    Und nun programmier ich ein bischen an meiner Spritkostenerfassung weiter, die ich dereinst dann zum freien Download irgendwo hinstellen werde und für die man mich dann in der Luft zerreissen darf! :D

  • Zitat

    Original von fundive
    So, nachdem ich nun etwa 200km mit Desti PN verbracht habe, hier mein erster Testbericht......


    So, möchte meinen Test von der Seite 3 ergänzen.
    Habe inzwischen deutlich über 1.500km mit Desti PN geroutet.


    Positiv gefällt mir: Schnelles Routing und Re-Routing. Deutlicher GEschwindigkeitsvorteil habe ich erzielt, nachdem ich die Deutschland-Karte "halbiert" hatte und auch von den internationalen Zielen (z.B. Frankreich) mir kleinere Karten erstellt habe. Je kleiner die Karten, desto fixer ist Desti!
    Die Ansagen erfolgen alle recht präzise, habe bislang nur einen einzigen Kartenfehler gefunden. Habe mich inzwischen an "rechts halten" etc. gewöhnt, wenn ich auch manchmal keinen Unterschied zwischen abfahren und halten erkennen kann...


    Auch an die Bedienung habe ich mich gewöhnt und finde alles, was ich suche recht schnell.


    Hauptnachteil für mich ist die sehr eingeschränkte Möglichkeit, an den Routen was zu ändern. Ich bin richtig verzweifelt, als ich von Mannheim nach Strasburg über die französische Autobahn routen wollte. Die manuelle Abschnittssperrung routet nur um den gesperrten Abschnitt herum, berechnet aber nicht neu. Die Funktion Route planen ist auch keine vernünftige Alternative, wenn z.B. wegen Staus (TMC-Warnung) von der geplanten Route abgewichen wird. Desti routet dann im Extremfall zwar um den Stau herum, aber wieder Richtung Heimat um dann den geplanten Zwischenstopp einzuhalten.
    Auch finde ich es sehr enttäuschend, dass ein in Desti 3.0 schon vorhandener Bug bei der Adressübernahme (Stichwort Hausnummer vorne) in PN immer noch nicht behoben ist.


    Das grenzüberschreitende Routing ist für mich grundsätzlich OK, wenn ich wie oben genannt Einfluss auf die Route nehmen könnte.
    Unten ein paar Bilder zu diesem Grenzübertritt, man sieht deutlich, dass sich die Grenze als "Niemandsland" nähert und Desti dann ca. 10 Sekunden im "Blindflug" ist. Man bekommt auch vor dem Grenzübertritt keinerlei Angaben, wann die nächste Abfahrt etc. erfolgt. Im Zweifel könnten diese 10 Sekunden also zu lange sein, aber meistens wird nicht unmittelbar nach der Grenze gleich eine Abfahrt kommen...


    Mein Fazit: Desti bleibt mein Navi. Insbesondere nachdem ich mal Freunde mit TT3 und MN|5 an Bord hatte. Auch deren Systeme waren keineswegs fehlerfrei und insgesamt hatte ich den Eindruck, die laufen instabiler, wenn sie auch (insbesondere MN|5) "hübscher" sind.

  • @SAXI


    Könntest Du die Beiträge, die hier nicht reingehören evtl. in einen Parallel-Thread zu diesem hier verschieben, anstatt sie ersatzlos zu löschen? Gelegentlich entwickeln sich ja daraus auch mal interessante Diskussionen.


    Gruß, Axel

  • Eine Gesamt(ab)rechnung mit Plus und Minus mache ich nicht mehr auf, ich erzähle nur ab und an mal kleine, aber unfeine, Begebenheiten. Prosit - es möge nützen!


    Insgesamt hab ich nun wohl an die 3000 km mit PN runter. Ja, es bleibt mein Navi, aber vor allem, weil das Kartenmaterial doch erheblich neuer ist, als das ALDI 3.1 mit Stand 2003, ich mich in Deutschland eigentlich soweit auskenne, dass ich den grösten Routing-Unsinn erkenne und weil ich viel zu knauserig bin, ein Experiment mit MN 5 für viele Euronen zu starten.


    Also, zum Text. Es begab sich heute früh kurz nach 6 in Hamburg. Wettkampfzeit im Hamburger Stadtpark. Ziel eigegeben und los. Oha, nach 7 km eine Baustelle, die ich noch nicht kannte, also einfach mal der Umleitung nach. Nun möchte man ja meinen, eine "Neuberechnung" würde sich am Zielpunkt orientieren. Ich gewinne aber zunehmend den Eindruck, dass die sich am nächsten von PN ermittelten Abbiegepunkt orientiert (oder vielleicht auch nur an dem Punkt an dem man die vorberechnete Strecke verlassen hat???). Erstmal schlägt man mir vor, einmal links ums Carré zu fahren, damit ich an der Baustelle wieder rauskomme. Na, keine gute Idee. Ich ignoriere den Schwachsinn geflissentlich und fahre weiter geradeaus, irgendetwas wird geschehen. Jawolle, Neuberechnung, ja spinn ich, jetzt mit 4 km Umweg zurück zur Baustelle. Auch nicht wirklich diskutabel. Der Witz ist, dass man mit ca. 2km verändertem Routing auf die ursprünglich ermittelte Route zurückkommt, aber das will PN nicht. Also wieder ignorieren. Danach erfolgt eine ein wenig umständliche Routenführung, die mich durch teile Hamburgs führt, die noch nie ein Mensch zuvor gesehen hat. Aber immerhin komme ich dann gut ans Ziel. Die Ausschilderung der Umleitung habe ich in diesem Fall natürlich absichtlich ignoriert, um zu sehen, was PN als Lösung anzubieten hat.


    Das war nur mal wieder ein representativer Ausschnitt aus mehreren "interessanten" Routings. Insgesamt scheint mir der Routing-Algorithmus noch optimierbar. Es kann ja nicht immer nur am viel gescholtenen Kartenmaterial von NAVTEQ liegen. Die Geschwindigkeit der Berechnungen war gewohnt schnell, aber die Qualität lausig.