Aktuelle Info zum Galileo-System...

  • Zitat

    Original von okosret


    ...wird also ein Teueres Spass...


    ... was aber - hoffentlich - nur die zahloende Kundschaft zu spüren bekommt. Uns interessiert ja nur das kostenlose Basis-Signal :)



    Wastl

    Das schöne an Bienchen ist, man hat immer was worauf man sich freuen kann :love2

  • Zitat

    In dem Rahmenvertrag verpflichtet sich Galileo Industries, bis Ende 2008 vier Galileo-Satelliten im All zu positionieren, mit anschließender sechsmonatiger Testphase. (pmz/c't)


    D.h., dass die Testphase planmässig 06/2009 abgeschlossen sein wird. Dann verbleiben den Betreibern noch 1,5 Jahre um 28 Satelliten (das Gesamtsystem soll ja wohl 32 umfassen) zu bauen und ins All zu schicken. Das bedeutet wiederrum, dass aller 2 Monate 3 Satelliten ins All befördert werden müssen. Kann man überhaupt so schnell Raketen bauen?
    Ich rechne nicht damit, dass Galileo 2010 komlpett einsatzbereit sein wird.


    Gruss Magic21

  • und 2010 erinnert sich keiner mehr an die vollmundigen Ankündigungen, dieser Thread ist nicht mehr zu finden *g.


    Bei EGNOS geht das Spiel seit dem Ende des letzten Jahrtausend, ursprünglich sollte das schon im letzten Quartal 2003 (!) fertig sein.


    Es wird noch viel Wasser den Rhein runter - sorry, viele Euronen direkter oder indirekter Fördergelder aus unseren Steuergeldern - den Bach runter gehen

  • Zitat

    Original von rene41
    Bei EGNOS geht das Spiel seit dem Ende des letzten Jahrtausend, ursprünglich sollte das schon im letzten Quartal 2003 (!) fertig sein.


    Ich denke, da liegt die Sache ertwas anders. EGNOS wurde zu einer Zeit in Angriff genommen, als das GPS-System noch mit der künstlichen Verschlechterung (SA) leben mußte, man bekam als Zivilist also nur Genauigkeiten zwischen 50 und 100m ... da SA aber schon seit Jahren deaktiviert ist und wohl auch nie wieder eingeschaltet werden wird, dümpelt EGNOS mangels Notwendigkeit so vor sich hin und keiner traut sich, ihm den Todesstoß zu versetzen.



    Wastl

    Das schöne an Bienchen ist, man hat immer was worauf man sich freuen kann :love2

  • Zitat

    Ich denke, da liegt die Sache ertwas anders. EGNOS wurde zu einer Zeit in Angriff genommen, als das GPS-System noch mit der künstlichen Verschlechterung (SA) leben mußte, man bekam als Zivilist also nur Genauigkeiten zwischen 50 und 100m ... da SA aber schon seit Jahren deaktiviert ist und wohl auch nie wieder eingeschaltet werden wird, dümpelt EGNOS mangels Notwendigkeit so vor sich hin und keiner traut sich, ihm den Todesstoß zu versetzen.


    Das stimmt so nicht. EGNOS ist als Ersatz für das terrestrisches DGPS gedacht und unter dem Namen WAAS läuft es für die USA schon seit Jahren permanent.
    Die Entwicklung von WAAS/EGNOS begann erst so richtig, als die SA schon lange abgeschaltet war, also nach dem Mai 2000. Bis zu diesem Zeitpunkt und darüber hinaus diente DGPS zur Kompensation der SA und anderer Störeinflüsse
    Gruss Magic21

  • um die heimische garage zu finden, braucht es sbas (waas, egnos etc.) natürlich nicht, die (auch wirtschaftliche) bedeutung liegt neben der differentiel-gps-funktion bei sicherheitskritischen Anwendungen z.b. in der luftfahrt, seefahrt oder für zeitmessungen in der höheren integrität.


    seit der inbetriebnahme von waas in den usa sind z.b. dort dürch die höhere integrität und genauigkeit präzisionslandeanflüge nach instrumenten in der luftfahrt möglich, wofür man sonst bodengestütze sender an jedem flugplatz brauchte.


    gps alleine sichert das abschalten eines defekten satelliten nach "spätestens" 90 minuten (!!!) zu. WAAS signalisiert nach spätestens 6 sekunden (!) den fehlerhaften sat.

  • Zitat

    Original von Magic21
    Das stimmt so nicht. EGNOS ist als Ersatz für das terrestrisches DGPS gedacht...


    DAS stimmt allerdings nicht:
    die in der Vermessung mit DGPS-Diensten wie APOS erreichbaren Genauigkeiten im cm-Bereich sind mit EGNOS prinzipiell niemals erreichbar.


    APOS siehe:
    http://www.austrianmap.at/bevportal/product.asp?id=66
    (in Deutschland gibt's auch ähnliches - imho SOPOS?)


    lg,
    Martin

  • Sonntag, 14. Mai 2006
    Erhebliche Mehrkosten
    Teurer Start von Galileo


    Das europäische Satellitennavigationssystem Galileo wird deutlich teurer als geplant. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln rechnet nach Angaben von DLR-Chef Sigmar Wittig allein für die laufende Startphase mit vier Satelliten mit einem Volumen von 1,4 Milliarden Euro. Ursprünglich waren 1,1 Milliarden Euro eingeplant. "Die Abstimmungsprozesse zwischen den beteiligten Ländern sind komplexer als erwartet", begründete Wittig im Gespräch mit der Tageszeitung "Die Welt" die Mehrkosten von 300 Millionen Euro.

    So müssten beispielsweise die Galileo-Funkfrequenzen zwischen den Ländern erst noch so abgesichert werden, dass das Satellitensystem später fehlerfrei arbeiten kann. Wittig kritisierte unter anderem unzureichende politische Absprachen zwischen den Ländern und sprach von "organisatorischen Defiziten". Mit Galileo wollen die Europäer eine Alternative zum militärisch dominierten GPS-System der Amerikaner aufbauen. Es ist mit einem Gesamtvolumen von 3,8 Milliarden Euro eines der größten Infrastrukturprojekte der EU.

    Wittig forderte eine Reform der Entscheidungsstrukturen in der Europäischen Weltraumorganisation ESA. Dort sei Deutschland im Vergleich zu Ländern wie Italien "deutlich unterrepräsentiert", obwohl die Deutschen mit 23 Prozent einen wesentlich höheren Anteil des ESA-Gesamthaushaltes stellten.


    Adresse:
    http://www.n-tv.de/667439.html

  • Hä,Hä,
    wann wird es denn mal nicht deutlich teurer als die öffentliche Hand plant :gap . Ist ja auch nicht deren Geld was die ausgeben : drink . Wir habens ja :wand . Wenn die ein Unternehmen führen müssten, auweia :burn1 .
    Es grüßt
    Holger

  • Galileo wird GPS binnen zehn Jahren den Rang ablaufen
    Empfänger sind kleiner, energieeffizienter und mit mehr Funktionen versehen


    Ihre Meinung zum Thema...


    Das geplante europäische Satellitensystem Galileo wird dem heutigen US-amerikanischen Global Positioning System (GPS) in den nächsten zehn Jahren den Rang ablaufen. Zu dieser Einschätzung gelangt der heute in Frankfurt am Main vorgestellte Jahresbericht der Beratungsgesellschaft Eurospace. Die Hersteller von Navigationssystemen sind nach Erkenntnissen der Analysten bereits intensiv mit der Entwicklung von Galileo-Geräten befasst.


    Zunächst sind zwar für eine Übergangszeit Systeme geplant, die sowohl GPS als auch Galileo unterstützen sollen. Allerdings werden sich nach Ansicht von Eurospace binnen kurzer Zeit reine Galileo-Geräte zügig am Markt durchsetzen, weil diese präziser navigieren, kleiner sind, weniger Strom verbrauchen und mit einer Reihe von Zusatzdiensten aufwarten können.


    Wichtig für Verbraucher, die sich heute oder in den nächsten Jahren ein Navigationssystem zulegen wollen: Die heutigen GPS-Geräte werden auch in ferner Zukunft noch einwandfrei funktionieren, so die Marktforscher. Allerdings werden künftige Handys und Taschencomputer mit Navigationsfunktion neben der Satellitentechnik vor allem die Funksignale der Mobilfunknetze zur eigenen Positionsbestimmung auswerten. (ck)


    [ Mittwoch, 04.10.2006, 13:16 ]

    Einmal editiert, zuletzt von karomue ()

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    Einmal editiert, zuletzt von karomue ()

  • Hallo,


    das ist in meinen Augen Marketing-Bla bzw WUnschdenken. Was in dieser Aussage völlig ignoriert wird, ist der Umstand, daß sich GPS ja auch weiterentwickelt. Bin ma gespannt, wie es mit Genauigkeit etc aussieht, wenn Galileo (für uns) endlich verfügbar ist ...



    Wastl

    Das schöne an Bienchen ist, man hat immer was worauf man sich freuen kann :love2



  • Hm.


    Wie immer, abwarten.


    Und dann entscheiden.


    Bislang war/ist Galileo ja nicht so schnell...

  • Zitat

    Original von karomue
    Bislang war/ist Galileo ja nicht so schnell...


    Ja, leider. Immer wieder Verschiebungen :(



    Wastl

    Das schöne an Bienchen ist, man hat immer was worauf man sich freuen kann :love2