Hallo,
Yakumo macht Probleme mit der Garantie bei meinem Yakumo Delta 200 Navigator. Davon möchte ich berichten:
Gekauft 9/2003, gehütet und beschützt und gepflegt, bis 1/2005 Streifen im Display auftraten mit leider zunehmender Tendenz. Am Abend das Gerät noch zum AvantGo-Lesen benutzt (alles ok), am Morgen beim Einschalten dann plötzlich schwarze Streifen im Bild. Ärgerlich, aber, so dachte ich, zum Glück ja noch in der Garantiezeit.
02/2005 habe ich das Gerät mit sämtlichem Zubehör und CDs versichert und frankiert anch Rücksprache mit der freundlichen Yakumo-Hotline zur Firma Bestland, dem Yakumo-Reparateur, geschickt und viele Wochen nichts mehr davon gehört, bis ich mich nach 2 Monaten dann telefonisch dahintergeklemmt habe. Der Vorgang wurde mehrfach "auf Esklalation" gesetzt, wie es bei Yakumo so schön zu heißen scheint, bis mich Mitte der Woche endlich ein Lebenszeichen meines beruflich genutzten und daher schmerzlich vermißten PDA erreichte.
"Leider keine Garantiereparatur, da Handhabungs/Lagerungsfehler", so die lapidare Auskunft. Drei verlockende Optionen wurden zur Wahl gestellt:
a) der _unfreie_ Rückversand des unreparierten Gerätes,
b) die kostenlose Entsorgung oder
c) die Reparatur des Displays für 200 Euro.
Erstaunt rief ich die plötzlich eher unfreundliche Yakumo-Hotline an Das Gerät "sei von einem Techniker begutachtet worden, dessen Wort habe Gewicht und dieser habe nun auf einen Handhabungsfehler erkannt", hieß es dort. Ich könne das Gerät "selbstverständlich auf eigene Kosten begutachten lassen nach Rücksendung", man "könne mir aber aus Erfahrung versichern, daß ein entsprechender Nachweis kaum möglich sein dürfte". Ich könne ja Widerspruch einlegen und um nähere Erklärung bitten, was ich auch schriftlich getan habe.
Noch immer erstaunt rief ich bei Bestland an und bekam von der freundlichen Dame am Telefon den überraschenden Tip, eine eidesstattliche Erklärung zu faxen, in welcher ich den stets artgerechten Gebrauch samt Pflege des Gerätes versichere; dies würde die Beweislast wieder umkehren. Gesagt, gefaxt! Auf meine Frage, ob sie diesen Rat schon häufiger habe geben können: "Nun ja, in letzter Zeit..."
Auch ein Anruf bei der Verbraucherberatung brachte mir als bislang offenbar garantietechnischem Naivling erhellende Ernüchterung: ein in den ersten 6 Monaten auftretender Fehler sei nach allgemeiner Übereinkunft als sicher gerätebedingtes Versagen zu sehen und daher in Sachen Garantie unproblematisch. Danach allerdings sei es nach Ansicht vieler Hersteller am Kunden zu beweisen, daß der Fehler _nicht_ durch eine beispielsweise falsche Handhabung zurückzuführen sei. Dies sei allerdings kaum möglich.
Das Vorgehen mit der eidesstattlichen Versicherung sei völlig richtig, jetzt solle noch eine erneute Aufforderung mit Fristsetzung zur Garantiereparatur erfolgen. Insgesamt aber solle man den Erwartungshorizont nicht zu hoch setzen.
Ich schreibe das, um meinen Frust mal zu verbalisieren, aber auch, um das Vorgehen der Firma Yakumo zur allgemeinen Kenntnis zu bringen und evtl. "Leidensgenossen" möglicherweise eine Hilfe zu bieten.
Ich frage aber auch, ob andere Hersteller, die ihre PDA teurer anbieten, in Sachen Garantie (welche >6 Monate ja mehr eine Kulanz zu sein scheint) weniger kleinlich sind und ihre vollmundigen Versprechungen auch einhalten?!
Vielen Dank!
MS