Projektion / Datum / Genauigkeit von MrsID

  • Hallo Ihr Lieben,


    leider habe ich es noch nicht geschafft, mein Ziel zu erreichen. Obwohl mich die Infos in diesem Thread schon ein ganzes Stück weitergebracht haben.


    Mein Ziel: Die NASA-Kacheln in TTQV verwenden.


    Ich benutze die aktuelle Demo Version von TTQV und lade gerade fleißig die "Landsat 7 Circa 2000" Kacheln von Europa runter.
    Zur Verfikation benutze ich ein GPS-Log, das ich Montag aufgezeichnet habe: Meine Zugfahrt von Hildesheim nach Braunschweig. Die Bahnstrecke kann man wunderbar auf den Satelitenbildern erkennen.


    Was ich bislang schon geschafft bzw. herausgefunden bzw. verstanden habe: :)


    - Die TAR-Archive enthalten sowohl Bild- als auch Geodaten. Klar. Da TTQV grundsätzlich die Bild- als auch Geodaten verarbeiten kann, müssten die Daten ja theoretisch ohne Umwege importierbar sein. Wenn ich das richtig verstanden habe, hat der ein oder andere das ja auch schon geschafft. :D


    - Über den TIFF-Export des MRSid Viewers (Umweg!) konnte ich meinen Test-Track schon gut auf der Karte mit FUGAWI abbilden (Die relativen Entfernungen deckten sich meiner Meinung nach sehr gut, die Positionierung war befriedigend - ich bin leicht neben der Spur gefahren ;D )


    - Ohne Umweg konnte ich die Bilddaten bislang nicht in TTQV kalibrieren. Als Kalibrierungsmethode hatte ich UTM gewählt (Zone 32 für Kachel N_32_50_2000). Da meckert TTQV, dass die Testpunkte außerhalb der Zone liegen (wurde in einem anderen Beitrag ja bereits angesprochen).
    Im UTM-Kontext habe ich nicht die Möglichkeit entdeckt, den Zentralmeridian einzutragen.


    - Mit Umweg über TIFF konnte die Karte kalibriert werden, aber nicht korrekt. Hildesheim und Braunschweig lagen plötzlich in Polen und all sowas... :D Dieselben Daten wurden von FUGAWI korrekt interpretiert.



    Hat da jemand noch einen Tipp für mich? ?( Ich nehme auch umständliche Varianten in Kauf. Ich möchte nur möglichst die SID-Dateien verwenden, da sie wesentlich kleiner sind als die TIFF-Dateien.

  • PS:

    Zitat

    Original von anotherWeaseL


    Ich bin auch glücklich. Ich habs nämlich GESCHAFFT, die Kartenausschnitte mittels der UTM Koordinaten und der Pixelkoordinaten aus der .tab "zu Fuss" auf den Punkt genau zu kalibrieren!
    Man kann nämlich die Pixelkoordinaten eingeben, statt auf der Karte rumklicken zu müssen!


    Damit werde ich mich nochmal etwas genauer befassen, wenn ich wieder zu Hause vor TTQV sitze... ;o)

    Einmal editiert, zuletzt von Oderik ()

  • Hallo Oderik,

    Zitat

    Original von Oderik
    ...Als Kalibrierungsmethode hatte ich UTM gewählt (Zone 32 für Kachel N_32_50_2000). Da meckert TTQV, dass die Testpunkte außerhalb der Zone liegen (wurde in einem anderen Beitrag ja bereits angesprochen).


    Du hast den üblichen Fehler gemacht :P
    Als Kalibrierungsmethode musst du zuerst Projektion auswählen, und genau den Anweisungen folgen:
    TTQV-Forumsbeitrag


    Viel Erfolg wünscht
    Anton

  • Zitat

    Original von Oderik
    Mein Ziel: Die NASA-Kacheln in TTQV verwenden.


    Hallo Oderik,
    Dein Ziel .... ist nur eine Handbreit von Dir entfernt. Vielleicht kann ich Dir dabei behilflich sein.


    Ich beschreibe Dir die Prozedur in TTQV. Sie wurde im TTQV Forum von mehreren Teilnehmern ( wie macnetz-Anton auch hierorts) mit allen Details erörtert - und von Jockel "amtlich" bestätigt. Ich habe sie in einem Beitrag oben schon erwähnt:


    In TTQV
    1. Das *.sid file öffnen zum Kalibrieren
    2. im Kalibrierungsdialog den Reiter "Projektion" auswählen
    3. in diesem Kalibrierungsmodus als Projektion "Universal Transverse Mercator" auswählen.
    4. den Wert für den Zentralmeridian eintragen in lon_0 (siehe unten) O für East !!!
    5. ein Klick auf "read Worldfile" (*.sdw Datei, TTQV schlägt den richtigen Namen vor),
    6. bestätigen, speichern - -> fertig!


    Wichtig ist auch die richtige Reihenfolge einzuhalten, weil sonst die Werte aus dem Woldfile *.sdw falsch interpretiert werden.


    Zentralmeridian:
    Jede UTM Zone hat einen Zentralmeridian. Aus dem Dateinamen der *.sid
    kann man die Zone ablesen, Beispiel: "N-32-50.sid", UTM-Zone ist "32"


    Auszug aus der Liste der UTM-Zonen und ihren dazugehörigen Zentralmeridianen:


    UTM-Zone-> Zentralmeridian


    30-->3°West
    31-->3°East
    32-->9°East
    33-->15°East
    34-->21°East
    35-->27°East
    36-->33°East
    37-->39°East
    38-->45°East



    Zitat


    - Ohne Umweg konnte ich die Bilddaten bislang nicht in TTQV kalibrieren. Als Kalibrierungsmethode hatte ich UTM gewählt (Zone 32 für Kachel N_32_50_2000). Da meckert TTQV, dass die Testpunkte außerhalb der Zone liegen (wurde in einem anderen Beitrag ja bereits angesprochen).
    Im UTM-Kontext habe ich nicht die Möglichkeit entdeckt, den Zentralmeridian einzutragen.


    Anmerkung:
    Bei den älteren, kleineren Nasa-MrSID-Karten (vor 2000) mit reichte es oft beim Kalibrieren statt Projektion, dann UTM, dann Zentralmerididan sofort UTM auszuwählen und nur als einzigen Parameter die Zone anzugeben.


    Bei den neueren, größeren Nasa-MrSID-Karten (ab etwa 2000) haben die Karten oft stärkere Überlappungen. Die Kalibreirungspunkte in den Ecken liegen dann teilweise, oder ganz außerhalb der vordefinierten UTM-Zonen und TTQV reagiert mit einer Fehlermeldung wie" P1,P2,P3,P4 ausserhalb des Bereichs"


    Deshalb ist es sinnvoll gleich nach obiger Prozedur - mit Eingabe des Zentralmeridians-vorzugehen.


    Bei TTQV kannst Du Dir Umwege via andere MrSID-Viewer ersparen.
    Es macht Spaß, man lernt was dabei, aber Du brauchst es nicht für diese Karten.
    Mit der richtigen Methode dauert das in TTQV na sagen wir eine Minute max.
    Habe mit dieser Prozedur viele Nasa-MrSID-Karten kalibriert.
    Die Genauigkeit ist excellent.


    Zitat


    - Mit Umweg über TIFF konnte die Karte kalibriert werden, aber nicht korrekt. Hildesheim und Braunschweig lagen plötzlich in Polen und all sowas... :D Dieselben Daten wurden von FUGAWI korrekt interpretiert.


    Typischer Fall von falscher Interpretation des *.sdw files.
    Abhilfe: siehe oben


    Hoffe Du hast Erfolg damit


    Hans

    Einmal editiert, zuletzt von Brusi ()

  • @macnetz und Brusi:


    Vielen Dank für Eure Infos!! Ich hab's zwar noch nicht ausprobiert, aber das wird's ja dann wohl gewesen sein. : drink

  • So, hab's ausprobiert und geht!!! Prima!!


    Vielen Dank nochmal!!!


  • Also, wie ich schon in einem anderen threat geschrieben habe will ich im Sommer nach Mittelamerika. mangels digitaler Karten (und GPS muß natürlich mit :] ) Habe ich mich jetzt angefangen mich mit den MrSID Karten zu beschäftigen.


    Soweit die Einleitung. Mein Problem ist, daß ich jetzt mehrere dieser Kacheln brauche und da ich nur den PPC mitnehme auch im Speicherplats beschränkt bin. Leider sind die Karten eben ziemlich groß.


    Gestern habe ich mal mit einer kleinen Kachel rumgespielt. Es ist die N-15-10_2000, sie hat lediglich 32MB


    OK, ich war überrascht wie einfach es war die Karten in OZI zu bringen und das map file zu erstellen. Danke für die Tipps hier. Das 32 MB sid file habe ich dan in ein ozf2 umgewandelt. Es passt einwandfrei! Und doch sehe ich da ein Problem. Die Datei ozf2 hat tatsächlich 150MB! Blöde wenn ich bedenke, daß ich vier Kacheln von bis zu 200MB sid mitnehmen will :-D)


    Also muß ich die Daten reduzieren. Was könnt Ihr mir da empfehlen? Die Qualität der Bilder reduzieren? (Vielleicht nur s/w) Oder mittels TatukGIS oder LizardTech MrSID Viewer kleiner machen und dann neu kalibrieren.


    Allerdings sind mir die .tab und .tfw noch ein rätsel. OK, die .tab Datei sollte recht einfach zu lesen sein. Aber bei mir stimmen die UTM Koordinaten nicht. Wenn ich mir den tab file anschaue und was mir OZI anzeigt stimmt für die ecken nicht überein. Wenn es beim tif export der ganzen Karte nicht passt, wie kriege ich es dann für einen Ausschnitt hin.


    Oder fibt es bei OZI eine Möglichkeit das Tif file mit dem tab automatisch einlesen zu lassen und dann das Map file schreiben zu lassen?


    Na ja ich bin hier ein wenig wirr aber ich hoffe Ihr versteht mich trotzdem. Gibt es noch eine andere Möglichkeit die Datenmenge su reduzieren?


    Markus

  • Zitat

    Original von markuhn
    Also muß ich die Daten reduzieren. Was könnt Ihr mir da empfehlen? Die Qualität der Bilder reduzieren? (Vielleicht nur s/w) Oder mittels TatukGIS oder LizardTech MrSID Viewer kleiner machen und dann neu kalibrieren.


    Du wirst wohl um einen Qualitätsverlust nicht drumrum kommen. Wenn du einen Bereich einer MrSid zB mit dem Tatuk exportierst, entsteht ja ein tif. Dieses kannst du zB mit Irfanview einfach in der Farbanzahl reduzieren. Das sollte schon mal kräftig verkleinern.


    Zitat


    Allerdings sind mir die .tab und .tfw noch ein rätsel. OK, die .tab Datei sollte recht einfach zu lesen sein. Aber bei mir stimmen die UTM Koordinaten nicht. Wenn ich mir den tab file anschaue und was mir OZI anzeigt stimmt für die ecken nicht überein. Wenn es beim tif export der ganzen Karte nicht passt, wie kriege ich es dann für einen Ausschnitt hin.


    Du hast auch die richtige UTM-Zone eingestellt? N-xx..., wobei xx die Zone angeben.


    Zitat


    Oder fibt es bei OZI eine Möglichkeit das Tif file mit dem tab automatisch einlesen zu lassen und dann das Map file schreiben zu lassen?


    Datei -> Importiere Karte -> Einzelne DRG-Karte.



    Wastl

    Das schöne an Bienchen ist, man hat immer was worauf man sich freuen kann :love2

  • Zitat


    Du wirst wohl um einen Qualitätsverlust nicht drumrum kommen. Wenn du einen Bereich einer MrSid zB mit dem Tatuk exportierst, entsteht ja ein tif. Dieses kannst du zB mit Irfanview einfach in der Farbanzahl reduzieren. Das sollte schon mal kräftig verkleinern.


    Ich habe gestern mal versucht das Tiff als 8 Bit mit dem Tatuk abzuspeichern. Leider kam da nur ein schwarzes Bild raus :( Danke für dem Tipp ich werde es mit irfanview nochmal versuchen.


    Zitat


    Du hast auch die richtige UTM-Zone eingestellt? N-xx..., wobei xx die Zone angeben.


    Die Zone stimmt schon. Im Ozi ist auch alles richtig, wie erstellten Wegpunkte stimmen in der Karte und dem Sat Bild überein. Ich kann nur die Zahlen in den beiden Files nicht interpretieren. Na ja muß ich noch mal schauen. Vielleicht habe ich einen Fehler gemacht.


    Zitat


    Datei -> Importiere Karte -> Einzelne DRG-Karte.


    Habe ich ausprobiert und es funktioniert Super danke funktioniert doch einfacher als befürchtet.


    Danke


    Markus

  • Hallo Markus,


    Kleinere geotiff Files lassen sich ohne worlfiles importieren, das sie ja eine Georeferenzierung enthalten.
    Nach einer Farb-Reduktion / Bearbeitung in Irfanview verliert aber jedes .tif seine Georeferenzierung.
    Der schnellste Weg von geotiff --> .tif geht via Irfanview laden und speichern.
    Kannst Du ausprobieren.


    Das ist aber kein Problem, da mit den Sat-karten ja Worldfiles .tab .tfw mitgeliefert werden, mit deren Hilfe jedes unreferenzierte .tif oder .sid manuell/automatisch kalibriert werden kann. Ist wie Du ja schon bemerkt hast keine Hexerei, wenn man den Zentralmeridian beachtet.


    ciao - Hans

  • Hmmm dazu gleich noch eine Frage:


    Ich habe ein Geotiff mit OZI eingelesen und ein MAP file rausgeschrieben. Danach das Geotiff mit irfanview eingelesen, die Farben reduziert und abgespeichert. Das Bild war viel kleiner - wie erwartet. Die georeferenzierung im tif war verloren. Klar.


    Kann ich jetzt aber noch das map file von vorher verwenden? Ich hoffe doch schon. Oder?


    Ein anderes merkwürdiges Phänomen habe ich dann beim umwandeln des neuen Tifs in ozf festgestellt. Als ich nämlich zwei ozfs erzeugt hatte - eins vom original tif und eins mit den reduzierten (256) Farben - habe ich festgestellt, das beide wieder gleich groß sind. Scheinbar reduziert img2ozf die Farben sowieso. D.H. Die ganze Farbenreduziererei ist für die Tonne es bringt nichts. bei einem versuch war das ozf mit den reduzierten Farben sogar größer als das vom original erzeugten.


    Kann das sein?


    Markus

  • Zitat

    Original von markuhn
    Ich habe ein Geotiff mit OZI eingelesen und ein MAP file rausgeschrieben. Danach das Geotiff mit irfanview eingelesen, die Farben reduziert und abgespeichert. Das Bild war viel kleiner - wie erwartet. Die georeferenzierung im tif war verloren. Klar.


    Kann ich jetzt aber noch das map file von vorher verwenden? Ich hoffe doch schon. Oder?


    Du kannst die (eine) Karte so lange mit unveränderter Kalibrierung nutzen, wie sich die Auflösung bzw Größe nicht ändert. Was du sonst damit anstellst, Farben reduzieren, neue Wege reinmalen, ... , ist egal.


    Zitat


    Ein anderes merkwürdiges Phänomen habe ich dann beim umwandeln des neuen Tifs in ozf festgestellt. Als ich nämlich zwei ozfs erzeugt hatte - eins vom original tif und eins mit den reduzierten (256) Farben - habe ich festgestellt, das beide wieder gleich groß sind. Scheinbar reduziert img2ozf die Farben sowieso.
    Kann das sein?


    Das ist insofern zutreffend, als daß img2ozf eine eigene Farbzahlanpassung hat. Links unter 'Initial Resize' findet sich 'Number of Colors' ...



    Wastl

    Das schöne an Bienchen ist, man hat immer was worauf man sich freuen kann :love2

  • Hallo beisammen,


    ich habe da noch eine Frage: Ist es mit dem TatukGIS Viewer möglich, Tiffs zu exportieren die NICHT dem Bildschirmausschnitt entsprechen. Ich möchte quasi ein Tiff haben, das schmal aber sehr hoch ist. Leider habe ich bisher nur entdeckt, daß man den aktuellen Bildauschnitt exportieren kann, aber nicht einen vordefinierten anderen Ausschnitt. (klar, ausschneiden mit einem anderen Tool ist kein Problem, aber ich will ja auch die Georeferenzierung haben)


    Danke schon mal


    Markus

  • Hallo Markus,
    bist du schon weiter gekommen mit den schmalen und hohen Ausschnitten mit den MrSid und Tatukgis?
    Hab jetzt ein ähnliches Problem...


    Gruß
    Matthias

  • Hmm, und wenn du das Fenster des Programms entsprechend verkleinerst (sprich nicht im Vollbildmodus; <Alt><Leertaste><W> ) und dann exportierst? Vielleicht klappt das ja.


    Gruss
    Heiko J.