Allen Moderatoren vielen Dank für die hier geleistete Arbeit! Ihr macht einen prima "Job", wenn ich mir in letzter Zeit auch hin- und wieder die Unbefangenheit früherer Forumstage zurückwünsche. Aber das ist wohl bei der Userzahl und dem Bekanntheitsgrad des Forums, nicht mehr so einfach möglich ohne rechtlich Konsequenzen befürchten zu müssen.
Ich möcht mich auch mit einer kleinen Geschichte bedanken und hoffe sie wurd nicht bereits gepostet.
Natürlich auch für Nicht-Moderatoren ![]()
Es war wieder einmal Weihnachten auf der Erde.
Der Weihnachtsmann lud alle Geschenke für die
Menschenkinder auf seinen großen Schlitten. Der
Schlitten sah sehr prächtig aus und er wurde von 7
Rentieren gezogen. Neben den Geschenkpaketen saßen 7
Engel, die dem Weihnachtsmann helfen sollten, die
Geschenke zu verteilen. Im Himmel gab es ja ganze
Scharen von Engeln, aber nur 7 Engel wurden für diese
Heilige Nacht ausgewählt.
In diesem Jahr war nun also die Wahl auch auf
das Engelskind Anna gefallen. Schon tagelang vorher
war sie aufgeregt und sie träumte jede Nacht von der
Fahrt mit dem herrlichen Rentierschlitten. Dann am
Heiligen Abend war es endlich soweit. Die Rentiere
hatten vor lauter Aufregung rote Nasen, und die Engel
hatten ihre goldenen Flügel solange geputzt, daß sie
jetzt im Sternenlicht wunderbar funkelten und
blinkten.
Hey, was machte das für einen großen Spaß mit dem
Geschenkeschlitten durch den Himmel zu fliegen! Der
Weihnachtsmann drehte sich zu seinen Engeln um,
lächelte Anna freundlich an und blinzelte dabei mit
den Augen, als ob er ihr etwas sagen wollte. Im
nächsten Moment ging ein Ruck durch den Schlitten:
eines der Rentiere hatte einen Schluckauf bekommen.
Ein Rentier mit Schluckauf? Der Weihnachtsmann fing
laut zu lachen an, und auch die Engel stimmten in das
Lachen ein; das klang dann so, als würden Glocken
klingen.
Da aber passierte es: eines der Pakete geriet
in's Rutschen und als Anna danach greifen wollte, fiel
auch sie vom Schlitten herunter.
Schnell bewegte sie ihre Flügel, und sie schaffte es
auch noch, das Paket aufzufangen. Als sie sich dann
umschaute war der Schlitten schon weit davongefahren.
Unter sich sah Anna aber schon die Häuser der
Menschen. Und so landete sie erst einmal ganz sanft
und leise auf der Erde.
Sie stand ganz verloren zwischen den Menschen. Das
Paket in ihren Händen drückte sie fest an sich, so als
könnte sie sich daran festhalten.
Aber warum blieben die Menschen stehen? Manche
schauten sie verwundert an, als könnten sie nicht
glauben, was sie dort sahen. Wieder andere
lachten Anna einfach nur aus! Warum nur? Anna sah doch
genauso aus wie ein Menschenkind. Bis auf die goldenen
Flügel; so etwas hatten die Menschen noch nie gesehen!
Anna schaute verlegen auf den Boden und
wünschte sich ganz fest, daß ihre Flügel unsichtbar
wären. Und mit einem mal gingen die Menschen achtlos
an ihr vorbei, denn ihr Wunsch war in Erfüllung
gegangen.
Der Schlitten mit dem Weihnachtsmann würde erst in
einem Jahr wieder zur Erde kommen. Solange mußte Anna
erst einmal bei den Menschen leben. Es fiel ihr nicht
leicht, aber es gab sehr nette Menschen, die ihr
halfen.
Sie lernte aber auch, daß es Kriege zwischen den
Menschen gab; und auch Haß, Neid, Hunger und Kälte.
Ganz schlimm war es, wenn Anna traurige Menschen sah.
Dann wurde auch sie traurig.
Zuhause bei den anderen Engeln gab es so etwas nicht.
Alle Engel waren immer freundlich und nett, und es gab
niemals Streit. Engel kennen deshalb auch keine
Tränen, aber weil Anna bei den Menschen lebte,
und sie manchmal sehr traurig war, geschah es eines
Tages : Anna weinte!
Ein junger Mann sah ihre Tränen und er nahm Anna in
seine Arme.
Er gab ihr soviel Wärme und Geborgenheit, daß die
Tränen bald trockneten, und nach einer kleinen Weile
schenkte Anna ihm ein himmlisches Lächeln als Dank.
Da wurde auch der junge Mann glücklich und froh. Sie
wurden Mann und Frau, und lebten glücklich
miteinander.
Es war aber fast ein Jahr vergangen und die
Weihnachtszeit kam wieder heran. Der Weihnachtsmann
würde mit seinem Schlitten zur Erde kommen und
Anna würde wieder zu den anderen Engeln in den Himmel
zurückkehren. Sie hatte aber ihren Mann sehr lieb
gewonnen und wollte ihn nicht verlassen.
So schrieb sie eines Tages wie die anderen
Menschenkinder einen Brief an den Weihnachtsmann.
" Lieber Weihnachtsmann!
Das Leben hier auf der Erde ist nicht immer so schön
wie bei deinen Engeln im Himmel.
Aber ich habe einen lieben Mann und Freunde, die alle
traurig wären, wenn ich von hier fort müßte.
Es gibt auch noch so viele traurige Augen,
in die ich ein Lächeln zaubern möchte,
so viele traurige Herzen, die ich fröhlich machen
möchte...
Ich kann hier einfach nicht weggehen, kannst Du das
verstehen?
Dein Engelskind Anna"
Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten:
" Mein lieber Engel Anna!
Seit langer, langer Zeit schon komme ich mit meinem
Schlitten zur Weihnachtszeit zu den Menschen auf die
Erde.
Und jedesmal ist ein kleiner Engel vom Schlitten
gefallen... Die Menschen brauchen diese Engel.
Ohne sie wäre das Leben auf der Welt noch ein bißchen
kälter, noch ein bißchen trauriger.
Bleib' bei den Menschen, Anna, sie brauchen Dich!
Wie lange Du noch bleiben kannst, kann auch ich Dir
nicht sagen. Irgendwann wirst auch Du gehen müssen,
wie alle anderen Menschen auch.
Aber ich verspreche Dir, daß ich dann einen anderen
Engel zur Erde schicken werde, damit Dein Mann und
Deine Freunde nicht allzu traurig werden.
Und denke immer daran: vielleicht ist ein Mensch, der
Dir begegnet, auch ein Engel.
Ein Engel mit unsichtbaren Flügeln.
Dein Weihnachtsmann "