Wann an "Autonetz"??

  • Zitat

    Original von Anderl
    Hallo,


    Es ist ja schön, wie ihr euch den Kopf über den Anlasser zerbrecht. Aber habt ihr euch schon mal Gedanken gemacht was dahinter kommt? Die guten Alten Elektrotechnik-Zeiten sind vorbei.
    Abgesehen davon, gibts in modernen Fahrzeugen noch viel viel empfindlichere Elektronikbauteile als unseren PDA (auf Überspannung / Überstrom empfindlich).
    Normalerweise sind die Kreise getrennt und werden über Steuergeräte überwacht. Das ist allein schon z.B. wegen eines evtl. vorhandenen ABV notwendig. Was glaubt ihr mit welchen Toleranzen die Magnetventile (über-)leben können.


    Das hängt alles sehr vom konkreten Fahrzeugtyp ab. Es gibt mit Sicherheit preiswerte Autos, bei denen nix getrennt und nix überwacht ist - und das ist dann für den PDA schon gefährlich.
    Und je teurer das heilige Blechle ist, um so mehr Elektronik steckt schon von Herstellerseite drin und um so besser sind dann auch die Vorkehrungen gegen Überspannungen.
    Magnetventile (ich nehme an mit ABV meinst Du ABS?) sind gegenüber Halbleiterbauelementen übrigens extrem unempfindlich gegen Überspannungen.


    Zitat

    Jetzt mal ganz kurz und bündig gesagt. Zwischen Anlasser und Zigarettenanzünder sind mit höchster Sicherheit etliche Transistoren als Schalter verbaut. HM, wenn ich ehrlich bin, dann hab ich noch nie bei nem Transistor (als Schalter) einen Funken gesehen.
    Ihr??


    Beim Transistor sieht man natürlich keinen Funken, weil's eben kein mechanischer Schalter ist - aber jeder Transistor würde sofort abrauchen, wenn man eine Spule damit ungeschützt schaltet - die Gegenspannung beim Abschalten hat die umgekehrte Polarität mit sehr hoher Spannungsspitze und zerstört die pn-Übergänge im Transistor. Deshalb kommt ja über jedes Relais eine Freilaufdiode, die das abfängt.


    Aber ich glaube, das geht jetzt schon ein bißchen sehr über das Thema hinaus.


    Gruß
    Zimmi

  • Jetzt gehts langsam wirklich drüber hinaus :gap :gap


    Ja ist mir schon klar, daß Du Schutzschaltungen bei jedem Transistor verwenden musst. Ich glaub aber kaum, daß jemand das unberücksichtig lässt.


    Mit ABV hab ich schon ABV und nicht ABS gemeint. ABS ist ja eine Bezeichnung von einem renomierten Hersteller. Der Überbegriff, also Herstellerunabhängig ist ABV.
    Die Magnetventile können das schon ab. Hab mich wohl etwas unklar ausgedrückt. Aber du kommst bei schwankenden Spannungen/Strömen in Probleme mit dem Hystereverhalten der Ventile. Du erhälts dadurch starke Toleranzen von den Schaltzeiten, dies wiederum beeinflusst den REgelvorgang und letztendlich könntest du dein ABV vergessen weil es unbrauchbarer Verhalten an den Tag legen würde.


    Gruß


    Anderl

    **** ob Desti SP, TTN5 oder MN4.....angekommen bin ich fast immer ****
    !!!! Karte, Kompaß & Höhenmesser haben mich I M M E R ans Ziel gebracht !!!!


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  • wollte doch einfach nur wissen, wie es in der Praxis aussieht......wenn gewisse Grundsätzlichkeiten nicht bekannt wären, hätte ich vielleicht garnicht gefragt.


    Wie wird es denn nun von Euch gehandhabt, Anschluß vor oder nach dem Starten?? und hat schon jemand seinen PDA dadurch zum Schweigen gebracht?


    Vielen dank...hab trotzdem noch einiges gelernt, und es stand so ausführlich auch nicht in der Bedienungsanleitung ;)

  • Stimmt - konkrete Fragen erfordern konkrete Antworten. :D
    ALso bei mir ist es eher zufällig, mal steckt der PDA beim Anlassen schon drin, mal kommt er hinterher rein. Passiert ist noch nichts, aber bei mir werden die "Nebenverbraucher" beim Anlaßvorgang offensichtlich abgeschaltet.
    Wie schon eingangs erwähnt, steck doch mal was an die Ziggi-Anzündersteckdose uns schau, ob's beim Anlaßvorgang ausgeht oder an bleibt.


    Gruß
    Zimmi

  • Hab deinen vorschlag aufgegriffen und beim starten den finger in die steckdose des Zigarettenanzünders gesteckt; konnte nix spüren...


    heist das nun, dass bei meinem auto auch alle "verbraucher" während des startes abgeschaltet werden?


    irgendwie bin ich ja auch ein "verbraucher", wenn auch eher in wirtschaftlicher als in technischer hinsicht, oder darf man die beiden dinge in diesem fall nicht verwechseln?



    kleiner spaß am rande....werd´s einfach versuchen, handy steckt auch manchmal am netz wenn ich starte; da passiert jedenfalls nix


    gruß michael

  • Zitat

    Original von m111ms
    kleiner spaß am rande....werd´s einfach versuchen, handy steckt auch manchmal am netz wenn ich starte; da passiert jedenfalls nix


    Normalerweise sind ja in den Stromversorgungsanschlüssen für Handyfreisprecheinrichtung und PDA auch Spannungswandler / -stabilisatoren drin und die sollten ja auch einen Schutz vor Überspannung bieten - aber oft wird da eben an ein oder zwei Bauelementen gespart, um das Ganze 20 Cent billiger herstellen zu können - und das ist dann immer das Restrisiko.
    Und wenn Dein PDA-Hersteller schon warnt, dann ist Vorsicht geboten ...


    Gruß
    Zimmi

  • @zimmi,


    war ne lustige Exkursion was wir da betrieben haben,oder?



    Zur grundsätzlichen Frage:


    Ich steck den PDA eigentlich grundsätzlich vorm obligatorischen "Gentlemen, start your engines" an.
    Passiert ist dabei noch nix!!!! Gott sei Dank.


    Aber wenn Du auf Nummer sicher gehen willst, befolg den Hinweis von deinem PDA-Hersteller. Erspart unter Umständen ne Menge Ärger.


    Gruß


    Anderl

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  • Zitat

    Original von Anderl
    @zimmi,
    war ne lustige Exkursion was wir da betrieben haben,oder?


    Jau, war's :D
    Aber ich verkneif' mir jetzt lieber die Bemerkung, dass man ABS / ABV beim Starten des Motors gewöhnlich noch nicht braucht :gap :gap :gap


    Nochmal Gruß
    zimmi

  • Zitat

    Jau, war's
    Aber ich verkneif' mir jetzt lieber die Bemerkung, dass man ABS / ABV beim Starten des Motors gewöhnlich noch nicht braucht


    Brauchst Dir nicht zu verkneifen. Aber ich empfehle Dir mal mit nem Canalyzer den Datenstrom von so ner Karre mal anzusehen. Da wirds dir im wahrsten Sinne des Wortes schlecht.


    Gruß


    Anderl

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  • Zitat

    Original von Anderl
    [Brauchst Dir nicht zu verkneifen. Aber ich empfehle Dir mal mit nem Canalyzer den Datenstrom von so ner Karre mal anzusehen. Da wirds dir im wahrsten Sinne des Wortes schlecht.


    Hab' ich zwar noch nicht gemacht, kann ich mir aber gut vorstellen.
    Und die interne Elektronik im Auto wird schon so geschützt sein, dass sie nicht kaputt geht, von wegen Garantie oder so. Aber wenn man den PDA an der Ziggianzündersteckdose verschrottet, wird wohl kein Autohersteller dafür aufkommen ...


    Gruß
    Zimmi

  • Bei uns in Deutschland mit Sicherheit nicht. Da bleibst Du schön selbst auf deinem Schaden sitzen.


    Aber in den USA könnte ich mir so einen Fall schon eher vorstellen.


    Den Fall mit dem Tempomat kennst Du ja, oder?


    Jemand war mit seinem Wohnmobil unterwegs, hat den Tempomat auf dem Highway aktiviert und sich dann nach hinten begeben um Kaffee zu kochen. Logischerweise ging das direkt in den Graben. Der gute Mann klagte und bekam recht. Begründung war, das in der Bedienungsanleitung nicht explizit ein Hinweis aufgeführt war, daß man den Fahrerplatz nicht verlassen darf (auch mit Tempomat nicht).
    Wahnsinn sag ich da bloß.


    Gruß

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  • Hallo,


    Beim Durchlesen konnte ich mir das Schmunzeln nicht verkneifen.


    Ich weis daher auch nicht recht wo ich anfangen soll.


    Abrißfunken Zündung.
    Das gab es einmal als es mechanische Zündungen gab.
    Heute wirklich nicht mehr. Wird immer von einem Transistor gesteuert, der darf sich doch nicht selbst hinrichen, oder?
    Dort sind entsprechende Schutzfunktionen eingebaut.
    Kritisch sind Motoren und, oder Relais, die OHNE Elektronik geschaltet werden.
    Ein gutes Auto hat das aber nicht, weil beim Zünden über Lastabwurf alle "dicken" Verbraucher abgeschaltet werden.
    Ganz am Anfang hat jemand fast das Richtige getroffen.
    Das Problem entsteht in dem Augenblick wenn der Schlüssel losgelassen wird. Aber auch wieder aus einem andern Grund.
    Durch den hohen Anlaßstrom bricht die Batt Spannung recht weit zusammen. In ungünstigen Fällen auch auf weniger als 5V. Das geschieht aber nicht schnell, sondern langsam.
    Angeschlossene Geräte mit Spannungsregler können das in vielen Fällen alles oder doch mindestens teilweise ausgleichen.
    Kritisch wird es wenn die Spannung wieder ansteigt, weil das sehr schnell geschieht. Einfache Netzteile schaffen das nicht und ziehen die Spannung dann hoch.
    Besonders wenn das Netzteil wenig ausgelastet ist.
    Netzteile sind aber im Allgemeinen überdimensioniert.
    Je kleiner der aktuelle Strom, desto größer ist der pos Spannungssprung.
    Das ist aber wieder auch kein Problem, weil ALLE Elektroniken im Fahrzeug für mindesten 24V und das für mehere Minuten augelegt sind.
    Kurzzeitig (ca 2 bis 10ms) bis 80V und im µsec Bereich bis 350V.
    Fahrzeugelektroniken MÜSSEN dafür ausgelegt (und damit auch geprüft) sein, sonst bekommen sie keine Zulassung.
    Ich vergaß zu erwähnen, daß die Spannungen für den neg Bereich ähnlich sind.


    In wieweit das Steckernetzteil die Forderungen erfüllt wage ich nicht sagen. Ich hab da mal kurz reingesehen. Viel Vertrauen habe ich nicht.
    Obwohl ich das das alles weiß lasse ich mein Netzteil auch im Anlaßvorgang am Netz allerdings mit einer kleinen Schutzschaltung.
    Habe ich in meinen 1h Nachlauf eingebaut und das Ganze hinter dem Radio versteckt.
    Tür auf oder Zündung an bekommt der PDA Spannung und dann läuft er nach dem Ausschalten der Zündung noch eine Stunde nach.


    Gruß


    Gerco

  • Zitat

    Original von Gerco


    Abrißfunken Zündung.
    Das gab es einmal als es mechanische Zündungen gab.


    Es ging aber um den Anlasser! :) Und der hat auch heute noch den guten alten Magnetschalter.


    Selbst die gute alte Unterbrecherzündanlage beinhaltet einen Widerstand und einen Kondensator. Sonst wäre im Umkreis kein Radio mehr zu hören, und man wäre nur noch mit den Wechseln des Unterbrecherkontakts beschäftigt.


    Gruß:Kartenleser

  • Zitat

    Original von Gerco
    Beim Durchlesen konnte ich mir das Schmunzeln nicht verkneifen.
    Ich weis daher auch nicht recht wo ich anfangen soll.


    Abrißfunken Zündung.
    Das gab es einmal als es mechanische Zündungen gab.


    Den Abrißfunken der Zündung hat wohl keiner gemeint - es ging um den Abrißfunken, der beim "Abschalten" des Anlassers entsteht, wenn dieser mit einem elektromagnetischem Kontakt betätigt wird - und solche Autos gibt es noch.


    Zitat

    Ein gutes Auto hat das aber nicht, weil beim Zünden über Lastabwurf alle "dicken" Verbraucher abgeschaltet werden.


    Aber eben nur gute Autos - habe ich auch schon geschrieben.



    Das kommt freilich noch erschwerend hinzu - aber trotzdem entstehen - zumindest bei älteren und billigeren Autos beim Abschalten des Anlassers die erwähnten Spannungsspitzen.


    Zitat

    Das ist aber wieder auch kein Problem, weil ALLE Elektroniken im Fahrzeug für mindesten 24V und das für mehere Minuten augelegt sind.
    Kurzzeitig (ca 2 bis 10ms) bis 80V und im µsec Bereich bis 350V.
    Fahrzeugelektroniken MÜSSEN dafür ausgelegt (und damit auch geprüft) sein, sonst bekommen sie keine Zulassung.
    Ich vergaß zu erwähnen, daß die Spannungen für den neg Bereich ähnlich sind.


    Aber eben nur die Fahrzeugelektroniken, wie ich auch schon geschrieben habe - anderes Zubehör muß das nicht zwingen haben.


    Gruß
    Zimmi

  • Da steht aber ganz klar "Abrißfunken"
    Ich habe auch nirgendwo behauptet, daß es bei den "alten " keine Störungen gibt.
    Der Abrißfunken vom Anlasser wird von der Batterie gepuffert.
    Hat nichts mit der Strippe "Zündung" zu tun.
    Der Magnetschalter hängt ebenfall direkt an der Batteire und wird über ein Hilfsrelais geschaltet.
    Dieses Hilfsrelais könnte...


    Es ging hier doch um, entsprechend der Überschrift,
    wann Anstecken.
    Hier ist die Erklärung dazu.


    Gruß


    Gerco