Wann an "Autonetz"??

  • In der Bedienungsanleitung steht, dass ich meinen Yakumo im Auto erst an das Stromnetz anschliessen soll, wenn der Wagen gestartet ist, da ansonsten Schäden durch Spannungsspitzen auftreten können.


    Wie haltet Ihr es?


    Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht?


    Gruß Michael

    3 Mal editiert, zuletzt von m111ms ()

  • Hallo,


    also ganz ehrlich, ich steck den PDA beim Einsteigen an und starte dann den Motor.
    Der Hinweis, dass da Spannungsspitzen induziert werden können ist schon richtig. Hängt aber auch immer vom FAhrzeug ab.
    Wenn Du auf Nummer sicher gehen willst: Motor starten, PDA anstecken.


    Gruß


    Anderl

    **** ob Desti SP, TTN5 oder MN4.....angekommen bin ich fast immer ****
    !!!! Karte, Kompaß & Höhenmesser haben mich I M M E R ans Ziel gebracht !!!!


    www.eNavTools.de.vu
    Geodätische Koordinatentransformationen am Pocket PC
    Helmertparameter u. m.

  • Nach dem sich mir einmal beim Motoranlassen mein PPC aufgehängt hatte ( Softreset-Zustand), stöpsel ich ihn erst bei laufendem Motor ein. Bleibende Schäden gabs allerdings keine.

  • EDIT: Folgende Ausage ist falsch, siehe nächsten Eintrag!!!


    Für bzw. gegen Spannungsspitzen gibts im Notfall doch auch noch die Sicherung im Ziggianzünderstecker?!?!?

    Einmal editiert, zuletzt von pitt-99 ()

  • @Pitt,


    Eine Sicherung reagiert lediglich auf Strom, nicht auf Überspannung.


    Gruß


    Anderl

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  • Die gefährliche Spannungsspitze tritt in dem Moment auf, in dem man den Anlaßvorgang beendet, d.h. den Zündschlüssel losläßt - die Spannungsspitze entsteht durch Selbstinduktion im Anlasser. Inweitweit sich diese im Bordnetz ausbreitet, hängt stark von der Verkabelung ab. In einigen Autotypen werden deshalb beim Anlaßvorgang solche Verbraucher wie Radio, Steckdose, Freisprecheinrichtung usw. vom Bordnetz getrennt und erst kurz danach wieder zugeschaltet.
    Ob das zutrifft, kann man einfach feststellen: Lampe, KFZ-Staubsauger oder sonstwas an die Innensteckdose anschließen, Motor anlassen und schauen, ob Lampe / Staubsauger oder so dabei anbleibt oder ausgeht.
    Wenn's nicht ausgeht erfolgt keine Abschaltung und es ist in jedem Falle sicherer - wie Anderl schon geschrieben hat - den PDA erst nach dem Anlaßvorgang in den Halter zu stecken.


    Gruß
    Zimmi

  • Zitat

    Original von zimmi


    Die gefährliche Spannungsspitze tritt in dem Moment auf, in dem man den Anlaßvorgang beendet, d.h. den Zündschlüssel losläßt - die Spannungsspitze entsteht durch Selbstinduktion im Anlasser.


    Hmm, das dürfte eher ein gan normaler Abriß-Funke sein. Denn die von dir gemeinte Selbstinduktion tritt ja durch Unterbrechung der Stromzuführung - da hat der Magnetschalter aber schon getrennt. Allerdings dürfte der Anlasser beim laufen schon so einige Störungen erzeugen...


    Gruß:Kartenleser

  • Zitat

    Original von Kartenleser


    Hmm, das dürfte eher ein gan normaler Abriß-Funke sein. Denn die von dir gemeinte Selbstinduktion tritt ja durch Unterbrechung der Stromzuführung - da hat der Magnetschalter aber schon getrennt. Allerdings dürfte der Anlasser beim laufen schon so einige Störungen erzeugen...


    Der Abrißfunke entsteht eben genau durch die Selbstinduktion. In dem Moment, wo der Magnetschalter die Stromzufuhr zum Anlasser trennt, baut dieser durch Selbstinduktion ein Gegenfeld auf und dieses verursacht dann den Abrißfunken. Ist wirklich so.
    Natürlich gibt's auch Störungen beim Laufen des Anlassers.


    Gruß
    Zimmi

  • Zitat

    Original von zimmi


    Der Abrißfunke entsteht eben genau durch die Selbstinduktion. In dem Moment, wo der Magnetschalter die Stromzufuhr zum Anlasser trennt, baut dieser durch Selbstinduktion ein Gegenfeld auf und dieses verursacht dann den Abrißfunken. Ist wirklich so.
    Natürlich gibt's auch Störungen beim Laufen des Anlassers.


    Ja, das stimmt natürlich. Aber ein Großteil der Selbsinduktion wirkt nicht, weil der Magnetschalter sehr gut trennt (mehrere cm Weg). Der Abrißfunke entsteht also nur am Beginn. Die Störungen während des Laufens dürften größer sein - wobei man das natürlich ggf. mit geeigneter Technik nachmessen müßte. Die habe ich aber natürlich nicht zu Hause rumstehen. ;)


    Gruß:Kartenleser

  • Zitat

    Original von Kartenleser
    Ja, das stimmt natürlich. Aber ein Großteil der Selbsinduktion wirkt nicht, weil der Magnetschalter sehr gut trennt (mehrere cm Weg). Der Abrißfunke entsteht also nur am Beginn. Die Störungen während des Laufens dürften größer sein - wobei man das natürlich ggf. mit geeigneter Technik nachmessen müßte. Die habe ich aber natürlich nicht zu Hause rumstehen. ;)


    Tut mir leid, wenn ich nochmal widersprechen muß:
    Die Selbstinduktion wirkt IMMER - das ist einfach ein physikalisches Gesetz.
    Jede Spule, die von Strom durchflossen wird, baut ein Magnetfeld auf und speichert damit Energie. In dem Moment, wo die Spannung abgeschaltet wird, versucht die Spule diese Energie wieder abzugeben, indem eben durch Selbstinduktion ein Gegenfeld aufgebaut wird. Und diese Energieabgabe erfolgt durch den Abreißfunken - egal wie gut der Schalter trennt oder nicht, die Energie geht vollständig in den Funken - wo sollte sie sonst hin ? (Energieerhaltung) . Der große Abstand zwischen den Kontakten des Magnetschalters soll lediglich verhindern, dass der Abreißfunke zum Lichtbogen wird und damit der Stromkreis gar nicht unterbrochen würde.
    Verringern läßt sich der Abreißfunke (und auch die Störungen beim Lauf) durch Entstörkondensatoren oder Varistoren, die parallel zur Spule (bzw. zum Anlasser) liegen - dann nehmen nämlich diese die Energie der Spule zum großen Teil auf.


    Sorry für die Physikvorlesung - soll nicht oberlehrerhaft gemeint sein :gap


    Gruß
    Zimmi

  • Zitat

    Original von zimmi


    Tut mir leid, wenn ich nochmal widersprechen muß:
    Die Selbstinduktion wirkt IMMER - das ist einfach ein physikalisches Gesetz.
    Jede Spule, die von Strom durchflossen wird, baut ein Magnetfeld auf und speichert damit Energie. In dem Moment, wo die Spannung abgeschaltet wird, versucht die Spule diese Energie wieder abzugeben, indem eben durch Selbstinduktion ein Gegenfeld aufgebaut wird. Und diese Energieabgabe erfolgt durch den Abreißfunken - egal wie gut der Schalter trennt oder nicht, die Energie geht vollständig in den Funken - wo sollte sie sonst hin ? (Energieerhaltung) .


    Ich sehe da keinen Widerspruch, wenn man mal davon absieht, daß du davon ausgehst, daß die gesamte Energie über den Funken verbraten wird. Und genau das passiert nicht. Sobald der Kontaktabstand groß genug ist, reißt der Funken ab, und der Rest wird nur noch durch die Spule verheizt (Sie wirkt dann vereinfacht gesagt wie ein Widerstand (Ja, ich weiß, daß eine Spule nicht wie ein normaler Widerstand wirkt)).


    Gruß:Kartenleser

    Einmal editiert, zuletzt von Kartenleser ()

  • Hallo,


    Es ist ja schön, wie ihr euch den Kopf über den Anlasser zerbrecht. Aber habt ihr euch schon mal Gedanken gemacht was dahinter kommt? Die guten Alten Elektrotechnik-Zeiten sind vorbei.
    Abgesehen davon, gibts in modernen Fahrzeugen noch viel viel empfindlichere Elektronikbauteile als unseren PDA (auf Überspannung / Überstrom empfindlich).
    Normalerweise sind die Kreise getrennt und werden über Steuergeräte überwacht. Das ist allein schon z.B. wegen eines evtl. vorhandenen ABV notwendig. Was glaubt ihr mit welchen Toleranzen die Magnetventile (über-)leben können.


    Jetzt mal ganz kurz und bündig gesagt. Zwischen Anlasser und Zigarettenanzünder sind mit höchster Sicherheit etliche Transistoren als Schalter verbaut. HM, wenn ich ehrlich bin, dann hab ich noch nie bei nem Transistor (als Schalter) einen Funken gesehen.
    Ihr??


    Gruß


    Anderl

    **** ob Desti SP, TTN5 oder MN4.....angekommen bin ich fast immer ****
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