Geschwindigkeit

  • Hi folks !


    Ich habe zwei Feststellungen zur Geschwindigkeit:


    Einmal die angezeigte Geschwindigkeit im Navi-Modus: Sie ist knapp 10% niedriger, als die, die der Tacho anzeigt.
    Nur wie genau ist sie ? Ich möchte das nicht unbedingt durch ein kostenpflichtiges Foto feststellen.


    Zum anderen die Geschwindigkeit der Routenplanung:
    Ich habe den MyGuide 4500 mit der mitgelieferten CF-Karte.
    Ich habe jetzt mal zum Testen die HighSpeed-SD-Karte aus meiner Kamera mit dem Kartenmaterial bestückt und eine Route berechnen lassen. Das war deutlich schneller ! (Wiesbaden-Göttingen statt 110 Sekunden 23 Sekunden)
    Wem die Software also zu langsam ist, hier könntet Ihr relativ einfach nachbessern !

  • Zitat

    Original von pmaage
    Einmal die angezeigte Geschwindigkeit im Navi-Modus: Sie ist knapp 10% niedriger, als die, die der Tacho anzeigt.
    Nur wie genau ist sie?


    Auf gerader Strecke mit gleichbleibender Geschwindigkeit ist die Genauigkeit der GPS-Geschwindigkeitsanzeige wesentlich genauer als dein Tacho. Du kannst dich also ziemlich genau auf die Anzeige verlassen.

  • meines Wissens darf ein Tacho nie zu wenig anzeigen - also tendiert er eher zum "Mehr".
    Die Navi-Anzeige ist da genauer!

  • Zitat

    Original von cipher


    Auf gerader Strecke mit gleichbleibender Geschwindigkeit ist die Genauigkeit der GPS-Geschwindigkeitsanzeige wesentlich genauer als dein Tacho. Du kannst dich also ziemlich genau auf die Anzeige verlassen.



    Hi Loids,
    das kann ich absolut bestätigen, eine Abweichung von ca. 5% (FN 2004= 85km/h- TACHO=90km/H) ist immer vorhanden. Ich habe dies jetzt über 3000km im LKW beocbachtet, und mein Fahrtenschreiber wurde erst vorige Woche geeicht. Auch Kollegen berichteten mir von diesem Phänomen.
    Gruss
    Hagen

  • Na wenn hier so viele Leute die Erfahrung gemacht haben, kann ich ja zumindest etwas mutiger an den mir bekannten Radarfallen vorbeifahren.
    Mir war schon klar, das ein Tacho vorgehen muss, aber in irgendwelchen Quellen stand da was von 2%, nicht von 9%, wie bei mir.
    Ich glaube, ich versuch dann mal die goldene Mitte...

  • Der tacho darf weit mehr als 2% vorgehen - irgendeiner schrieb hier mal die neueste Aussage dazu; ich kenne noch: 14% der höchsten Geschwindigkeit auf der Tachoscheibe (mein tacho geht bis 260 - also 36,4 (!!!) km/h).


    Nur eines darf der Tacho nicht: nachgehen.

    Navigation mit Google Maps über Android Auto und AAWireless im Nissan Qashqai Akari Automatik. Zusätzlich ist POIbase NAVI ein treuer Beegleiter meiner Fahrten  ;)

  • Das ist auch so eine "alle Monat wieder"-Frage. Also, zum - ach ich weiß nicht wievielten Mal: :D :]


    Nach
    http://www.tippscout.de/Auto-W…t-Ihr-Tacho_tipp_775.html
    Auto: Wie genau ist Ihr Tacho?
    Wenn Sie die gesetzlich erlaubten Höchstgeschwindigkeiten ausnutzen wollen, dann müssen Sie wissen, wie genau Ihr Tacho ist. Die Abweichung zwischen angezeigter und tatsächlicher Geschwindigkeit kann nämlich beträchtlich sein.


    Schuld daran sind Mess- und Fertigungstoleranzen. Da der Gesetzgeber vorschreibt, dass ein Tacho niemals eine zu geringe Geschwindigkeit anzeigen darf, können die Hersteller das Anzeigeinstrument vorauseilen lassen.


    Für Fahrzeuge die vor dem 1.1.91 zugelassen wurden, gilt folgende Regelung: Die Abweichung darf in den oberen beiden Dritteln der Anzeigeskala - mindestens jedoch ab 50 Km/h - bis zu sieben Prozent des Skalen-Endwertes ausmachen. Wenn also der Tacho bis 230 Km/h reicht, darf also bei jeder Geschwindigkeit über 50 Km/h die Voreilung bis zu 16,1 Km/h betragen.


    Für Fahrzeuge die nach dem 1.1.91 zugelassen wurden, ist die Vorschrift ähnlich lax: Hier darf die Abweichung bei jeder Geschwindigkeit zehn Prozent zuzüglich 4 Km/h betragen. Das heißt, dass der Tacho schon bei 50 Km/h bis zu 9 Km/h mehr anzeigen darf. Bei 60 Km/h darf die Abweichung 10 Km/h betragen und bei 130 Km/h satte 17 Km/h.


    Wenn Sie es genau wissen wollen, dann können Sie Ihren Tacho eichen lassen. Informationen dazu gibt es zum Beispiel beim ADAC.


    Beim ADAC erfährt man unter anderem:


    Faktoren, die die Anzeigegenauigkeit beeinflussen
    Die wesentliche Ursache für einen recht großen Spielraum in der Anzeigegenauigkeit ist beim Reifen zu suchen - und der liefert ja, wie erwähnt, durch seine Umdrehung das Ausgangssignal. Produktionstechnisch ist im Reifenbau beim "Abrollumfang" ein Toleranzbereich von + 1,5 % bis - 2,5 % vom sog. Nennmaß zulässig. In derselben Größenordnung liegt dann auch die Geschwindigkeitsabweichung am Instrument - je kleiner der Reifenumfang, desto schneller dessen Drehzahl, desto mehr zeigt auch der Tacho an. Der Abrollumfang verändert sich zwangsläufig auch über den Reifenverschleiß: Eine um 3 mm reduzierte Profiltiefe kann zu 1 % Abweichung führen, auch der Reifenluftdruck sowie der "Schlupf" zwischen Reifen und Fahrbahn können sich messbar auswirken


    Gesetzliche Vorschriften
    Trotz der genannten Ungenauigkeitsfaktoren darf nie weniger als die tatsächlich gefahrene Geschwindigkeit angezeigt werden (wichtig für die Einhaltung von Tempolimits). Der notwendige Toleranzbereich der Anzeige muss also nach "oben" verlagert werden, d.h. angezeigt wird grundsätzlich mehr als die tatsächlich gefahrene Geschwindigkeit.
    Gesetzlich zulässig ist eine Voreilung von 10 % zuzüglich 4 km/h (§57 StVZO). Bei 50 km/h darf die Voreilung also bis zu 9 km/h, bei Tempo 100 bis zu 14 km/h betragen. Diese recht großzügigen Toleranzwerte sind eine Folge der Angleichung europäischer Bauvorschriften (hier: Richtlinie ECE R-39).
    Beim Wegstreckenzähler ist (§ 57 StVZO) die maximal zulässige Abweichung auf 4% beschränkt.


    Ablesbarkeit niedriger Geschwindigkeitsbereiche
    Mit der Einführung von "Tempo 30"-Zonen und verkehrsberuhigter Bereiche (dort gilt "Schrittgeschwindigkeit") hat der Begriff "Anzeigegenauigkeit" eine besondere Bedeutung bekommen. Wie gut sind derart niedrige Werte eigentlich ablesbar?
    Im allgemeinen sind bei aktuellen Automodellen die Skalen im unteren Bereich so stark "gespreizt", dass zumindest die "30" - Markierung deutlich ablesbar ist. Zur "Schrittgeschwindigkeit" können Zeigerinstrumente, mit wenigen Ausnahmen, meist keine deutliche Angabe liefern (nur Digital-Anzeigen sind hier noch auskunftsfähig). Das ist einerseits ein Manko, andererseits müsste ein Autofahrer auch gefühlsmäßig in der Lage sein, die Geschwindigkeit eines Fußgängers einzuschätzen.