Wer seinen MN4 auch auf der Speicherkarte installiert hat und sich insbesondere über lange Startzeiten oder auch zerschossene INIs ärgert, für den habe ich hier vielleicht DEN Tipp:
Wenn ihr meint, so langsam eure optimalen Einstellungen (Geschwindigkeitsprofile, Skins, GPS-Maus, TMC etc.) gefunden zu haben, dann setzt selektiv einen Schreibschutz auf den Dateien spgps.ini, prefs.ini und NavLib.ini.
Wie ich schon verschiedentlich an anderer Stelle schrieb, habe ich mit meiner Toshiba SD 512 MB Karte offenbar ein Exemplar mit sehr guter Lese- aber mieser Schreib-Performance erworben. Besonders die merkwürdige Eigenart des MN4, die kleinen INI-Dateien vielfach zu beschreiben, wirkt sich deshalb bei solchenn Karten fatal aus. Während der Startphase wird offenbar aus (mir nicht nachvollziehbaren Gründen) die spgps.ini mit einer Vielzahl von Schreibzugriffen malträtiert. Nachdem ich auf der spgps.ini das Schreibschutz-Attribut gesetzt hatte, verringerte sich die Startzeit bei mir von fatalen 63 auf nunmehr akzeptable 26 Sekunden (gemessen ohne angeschlossene GPS-Maus).
Wie ich auch schon an anderer Stelle schrieb, macht bei mir der MN4 beim Beenden noch 8 Schreibzugriffe auf die prefs.ini und 6 Schreibzugriffe auf die NavLib.ini. Dies sorgt dafür, dass das Programm nach Antippen von "Beenden" und Schließen des Fensters noch gut 10-15 Sekunden beschäftigt ist, bis wirklich alles geschrieben ist. Wer hier ungeduldig ist und zu früh ausschaltet, hat dann wohl später ein Problem mit seinen INIs. Ist auch auf diesen beiden Dateien das Schreibschutz-Attribut gesetzt, endet das Programm ohne nennenswerte Verzögerung und die INIs bleiben in jedem Falle unversehrt. (@Suppengrün: Dein Mini4Inis bleibt trotzdem nützlich
)
Im Gegensatz zu einem global für die ganze Speicherkarte gesetzten Schreibschutz hat dieses Vorgehen entscheidende Vorteile:
Es können trotzdem weiterhin neue Ziele und Routen gespeichert werden, die Liste der letzten Ziele wird weitergepflegt etc., da diese Daten in anderen Dateien gespeichert werden (recent.txt, favorites.txt etc.). Auch andere Daten und Anwendungen auf der Speicherkarte bleiben änderbar.
Nebenwirkungen:
Im Root-Verzeichnis des PPC-eigenen Speichers bleiben ein paar kleine temporäre Dateien stehen, die man gelegentlich wegräumen kann. Dafür wird das Flash-RAM der Speicherkarte, das ja nur eine begrenzte (wenn auch relativ hohe) Anzahl von Schreibzyklen überlebt, geschont. :gap
Bleibt noch die Frage, wie denn nun so ein selektiver Schreibschutz gesetzt werden kann. Da der PPC/Windows Mobile eigene Datei Explorer leider keinen Zugriff auf die Datei-Attribute erlaubt, behelfe ich mir momentan, indem ich die Karte am PC in einen Kartenleser schiebe und von dort über den Windows Datei Explorer die Attribute setze. Vielleicht kennen hier andere Forumsteilnehmer ja noch alternative Tools für den PPC (vielleicht kann Total Commander das?).
Wenn zu diesem Tipp genügend Feedback kommt, schenkt ja vielleicht auch Cityhunter und der Rest von Navigon dem Problem genügen Priorität und spendiert mit SR1 endlich die ersehnte optimierte INI-Schreib-Strategie oder packt die Dateien gleich in ein separates Verzeichnis im Hauptspeicher - unabhängig vom Installationsort der restlichen Software. :love1
So nun zum Tagesabschluss noch ein
und ab ins Bett.