Newbie fragt: Wieviele Sats erforderlich?

  • Liebe Navi-Gemeinde,


    bitte seht einem noch Unerfahrenen die wahrscheinlich schon zu Tode diskutierte Frage nach, aber mit Suchfunktion und den Einführungen bin ich nicht fündig geworden:


    Wieviele Satelliten muss/sollte ich empfangen, um verlässlich navigieren zu können?


    Hintergrund der Frage: hab gestern meine Rikaline 6012 unter das vordere Bodypanel meines smart bauen lassen. Ziemlicher Aufwand. Ergebnis: Operation gelungen, Patient tot :-D)
    Desti-Support hat mir sanft aber sicher beigebracht, dass diese GPS-Maus wohl nicht mehr erwachen wird, wohl Kabelbruch irgendwo passiert...
    Nach einigem : drink hab ich ein bisschen mit meiner Reservemaus rumgebastelt und festgestellt, dass man mit der Rikaline 6012 auch an ziemlich erstaunlichen Einbauplätzen Empfang hat, bis hin zum Beifahrerfussraum!


    Daher meine Frage: reichen mir die 5 bis 8 Satelliten (auch in schlecht aussehenden Empfangslagen!) aus oder lässt das schon auf einen eher ungeeigneten Einbauort schließen? ?(


    Auf weitere Experimente in Sachen Einbau hab ich nämlich trotz grundsätzlich vorhandener Experimentierfreude erst mal wenig Lust. Auf eine GPS-Maus im Blickfeld allerdings auch (, wenn sie nicht rund und blau ist).


    Für Eure Meinungen dankbar!: tom

    Einmal editiert, zuletzt von Arvin S. ()

  • Hallo tom:


    Tipp: setzt deine Maus draußen auf`s Autodach und ermittle den gerade max möglichen GPS Empfang .


    Dann ab mit der Maus ins Wageninnere oder unter Kotflügel, was auch immer.


    Wichtig ist hierbei auch, der erste fixig nach wiedererkennen oder nach erneuter Stromzufuhr.


    Wenn A 10 Sat`s hat und B nur 6, o.K ....könnte man sagen.


    Wenn aber A = 6 Sat`s hat, und B hier auch vier weiniger, dann ......


    vlG bab


    Man will das Max, macht eeh immer Kompromisse. :gap


    Aber doch nicht, wenn`s einfach zu umgehen ist. :gap

    ;) bab

  • Hi Tom,


    rein technisch reichen 5-8 Sats dicke aus.
    Die Frage ist aber: wie sind die Reserven?
    Wenn Du bei schlechten Verhältnissen ständig unter 4 Sats fällst, solltest Du schon den besten Standort für die Maus verwenden.
    Wie immer heißt es: Versuch macht klug!
    Wie gesagt, wenn Du dauerhaft 5-8 Satelliten einfängst, bist Du auf der sicheren Seite.


    Gruß Tiny

  • Zitat

    Original von tom ohne tomtom



    Wieviele Satelliten muss/sollte ich empfangen, um verlässlich navigieren zu können?


    Rein mathematisch hast Du ein Gleichungssystem mit vier Unbekannten (die drei Raumkoordinaten und die exakte Uhrzeit).


    Also brauchst Du (oder besser: Deine Maus) die Daten von vier Satelliten, um dieses zu lösen.


    In der Praxis reichen nach dem ersten Fix drei Satelliten aus, nur ist dann die Position relativ ungenau. Sobald Du im Mittel zwischen 5 und 8 Satelliten siehst, stehst Du ganz gut da... ;)

  • Zitat

    Original von tom ohne tomtom
    reichen mir die 5 bis 8 Satelliten (auch in schlecht aussehenden Empfangslagen!) aus oder lässt das schon auf einen eher ungeeigneten Einbauort schließen? ?(


    Wenn es denn in wirklich schlechten Empfangslagen wirklich noch 5 bis 8 Satelliten sind, OK, das wären z.B. schmale Häuserschluchten oder die dichte Laubdecke einer Allee.


    Ich würd es nicht riskieren wollen, nur wegen ein wenig Ästhetik die Positionsbestimmung zu verlieren. Bei mir steckt der GPS-Empfänger eingeklemmt zwischen Frontscheibe und Armaturenbrett, und ich empfinde es als nicht störend (übrigens haben diejenigen, die im Oktober mein Autoradio geklaut hatten, den GPS-Empfänger liegen lassen...). Einmal hat mir MN denn auch "GPS 11" angezeigt.


    Sicherlich dämpfen Kunststoffteile den Empfang relativ wenig, aber wenn ein relativ flach einfallendes Signal durch das Bleck der Türen und sonstigen Karosserieteile abgeschwächt wird, fehlt einem eben doch was.


    Wenn man den Empfänger wirklich unsichtbar einbauen möchte, dann sollte man aber auch einen Empfänger nehmen, an den man eine externe Antenne anschließen kann und dann die Antenne für's Radio gegen eine Kombiantenne für Radio, GPS und womöglich noch GSM900/1800 austauschen. Sowas habe ich mal bei Antenne-Bad Blankenburg gesehen, deren eigene Website allerdings nicht mehr existiert.


    MfG
    L. Willms

    Einmal editiert, zuletzt von L.Willms ()

  • Ich stimme L.Willms 100 % zu.


    Pocketnavigation lebt bis jetzt) ausschliesslich vom GPS-Signal. Wenn das abreisst, spricht der kleine halt nicht mehr mit uns.


    Es geht eigentlich immer nur um den Abriss. Wenn ich nur 6-7 Sats in View habe und bei Regen im Wald oder Häuserschluchten fahre, hab ich manchmal kurzzeitig nur noch 4, worst case 3 Sats in Use.


    Das würde im Handschuhfach oder im Fussraum eine Abriss geben, sprich keine Navigation.

  • Besten Dank an alle, jetzt sehe ich schon klarer. Wie übrigens auch meine GPS-Maus: habe sie jetzt in einem kleinen, ansonsten ziemlich zweckfreien kleinen Fach unterhalb des Armaturenbretts liegen. Da sollte sie eigentlich nur zur Aufbewahrung hin, aber auf Anhieb 10 sats heute Morgen, da wollte ich mal nicht meckern :D


    tom

  • Zitat

    Original von L.Willms
    Wenn es denn in wirklich schlechten Empfangslagen wirklich noch 5 bis 8 Satelliten sind, OK, das wären z.B. schmale Häuserschluchten oder die dichte Laubdecke einer Allee. (...)


    Gut, (BTW Hallo erstmal! ;)) Einbau unter dem Kotflügel (!) Häuserschluchten, Allee, Tunnel etc. ... das das den Empfang verschlechtert, kann ich ja noch verstehen.


    Aber wie sieht das mit den Wolken aus? Wenn Tom oTT. schon 6 Sats bekommt unterm (!) Armarturenbrett, dann bin ich geneigt, mein gestern erstandenes Tosh. e400 + Destinator 3.0 + Rikaline Maus bei Saturn wieder abzugeben.


    Fahrtzeit 50 Minuten Autobahn: Bei stark bewölktem Himmel 8/8 habe ich kein Signal bekommen, bei leichtem Aufriss für ca. 3 Minuten 4 Sats. Nach Dachmontage und deutlicher Auflockerung (6/8 Bewölkung) habe ich für 1 Minute 7 Sats bekommen. Dann fuhr ich wieder unter Wolken und ... Signal wech-o-matic.


    Gut dachte ich mir, Wolken satt = Mistempfang ... aber wenn ich das von Tom lese, grübel ich nun doch.


    Was mag bei mir anders sein?


    mit elektrischen Grüßen


    Buck

    Einmal editiert, zuletzt von Buckaroo ()

  • @all,


    grundsätzlich: wie Peter schon sagte, GPS oder Navigation lebt von der Sichtbarkeit der Sat. Ich wiederhole mich zum x-ten Mal:


    für genau solche Halbwahrheiten habe ich mal - versucht - die wichtigsten Dinge/Fehler etc. in FirstStep auf meiner Homepage zusammenzuschreiben. Pflichtlektüre - steht dort auch - ist www.kowoma.de.


    Und eine Beurteilung der Empfangslage ist nicht nur damit erledigt, dass eine gewisse Anzahl an Sat "empfangen" wird. Ja was denn nun??? In use oder in view???


    Hier sollte man schon ein wenig exakter sein. Für eine 2D-Navi werden nun mal mindestens 3 Sat in use gebraucht. Wenn die in einem Moment unter "dem Kotflügel" da sind, können sie in der nächsten Sek. verschwunden sein - mindestens einer - da durch was auch immer eine Abschattung eintrat.


    Also bitte, eine einigermaßen vernünftige Beurteilung erreicht man nur durch Vergleich Dach im freien Feld (mindestens Sicht bis 30° über Horizont) zu geplantem Einbauort - wenns sein muss und wem es Spaß macht, meinetwegen auch unter dem Kotflügel.


    Und vielleicht spricht sich auch einmal herum, dass eine Anzeige der Sat-Verteilung am Himmel, wie man sie u.a. mit VisualGPSce wunderbar erhält, ebenfall eine wichtige Komponente zu Beurteilung der Empfangsverhältnisse ist. Geht auch durch eine Aufnahme eines log und Abbildund in GPSTrack von nSonic.


    Und bezgl. der Dämpfung bei stark bedecktem Himmel: hier sollte man schon etwas präziser untersuchen. Nicht dass ich das jetzt grundsätzlich anzweifeln möchte, aber auf Grund der doch etwas durchblickenden mangelhaften Kenntnis, möchte ich leise Zweifel anmelden. Es ist bis jetzt bekannt, dass Regen im Laubwald zu einer Verschlechterung des Empfangs führt, bewölkter Himmel ist bislang von mir in der Literatur nicht gefunden worden. Nun sind halt auch nasse Blätter eine dickere Wasserschicht und vor allem wesentlich näher am Empfänger. Damit sollte die Dämpfung nasser Laubwald wesentlich größer als "Bewölkung" sein.

  • Zitat

    grundsätzlich: wie Peter schon sagte, GPS oder Navigation lebt von der Sichtbarkeit der Sat.


    Die Betonung liegt auf _SICHTBARKEIT_, aber vernünftige Konstellation zum Messpunkt ist auch wichtig. (grob: nicht zu nahe nebeneinander)
    Wolf
    ... und die bevorzugte Sichtrichtung; siehe Lücke im Norden.

  • Besten Dank bis dato für die Infos WolfL und karomue.
    Zumindest sehe ich nun etwas Land. Aber ...


    Zitat

    Original von karomue
    (...)
    Und bezgl. der Dämpfung bei stark bedecktem Himmel: hier sollte man schon etwas präziser untersuchen. Nicht dass ich das jetzt grundsätzlich anzweifeln möchte, aber auf Grund der doch etwas durchblickenden mangelhaften Kenntnis, möchte ich leise Zweifel anmelden.


    Zweifel sind hier unnötig. Ich will ja niemanden überzeugen. Was ich beschrieben habe ist erlebte Wirklichkeit. Ganz unbeleckt bin ich nicht, als Hobbypilot benutze ich seit Jahren ein Garmin als Handheld Lösung.


    Aber mir fehlen Erfahrungen im Segment PDA + GPS Maus. Grob gesagt will ich ein funktionierendes System, sollte das aus systemimmanenten Gründen nicht möglich sein, bekommt Saturn das Gerät zurück und ich mein Geld. Aber für diese Entscheidung will ich nicht unbedingt tiefgehende Kenntnisse sammeln ... das kommt dann später.


    Zitat

    Original von karomue
    Es ist bis jetzt bekannt, dass Regen im Laubwald zu einer Verschlechterung des Empfangs führt, bewölkter Himmel ist bislang von mir in der Literatur nicht gefunden worden.
    Nun sind halt auch nasse Blätter eine dickere Wasserschicht und vor allem wesentlich näher am Empfänger. Damit sollte die Dämpfung nasser Laubwald wesentlich größer als "Bewölkung"


    sein.


    Heute früh habe ich innert 50 Min Autobahn kein Signal bekommen, bei 8/8 tiefer Stratocumulus Bewölkung. Danach habe ich den Wagen mit eingeschaltetem PDA von 08:00 bis 13:00 stehen lassen. Aber Destinator hat immer noch die Koordinaten vom letzten Kontakt gestern nachmittag. Also gab es auch in der Zwischenzeit keinen Empfang. Bewölkung war 8/8,


    aber so dünn, das ab und an blauer Himmel durchschimmerte. Folge ich Karomue darf das ja
    eigentlich nicht sein. Also, ist "was" nicht richtig. Ergo lässt sich das evtl. lösen.


    Gestern hatte ich für insges. 4 Minuten ein Signal - max. 7 Satelliten - als die Bewölkung kurz aufriss. Daraus folgere ich, das PDA (Toshiba e400 + SD Karte 256 MB), Software (Destinator 3.04), GPS Maus (Rikaline 9012) und Verkabelung generell funktionsfähig zu sein scheinen!


    - ist die Maus defekt? An einer Seite zeigt sie Spuren von Heißkleber am Spalt
    - Hat das was mit dem Kaltstart zu tun?
    - Habe ich vielleicht in falscher Reihenfolge eingeschaltet?
    - Steckverbindung?
    - Oder ist das generell so? Und dahin zielte meine Frage (warum also Zweifel? :) s.o.)


    Die Hoffnung stirbt zuletzt
    Buck

    2 Mal editiert, zuletzt von Buckaroo ()


  • ... und hoffentlich nie.
    Zum Thema Rikaline: es gibt Starts, da kann man danach auf eine Positionsbestimmung warten, bis man schwarz wird. Da hilft dann nur eine uralte Weisheit:


    [schild]Stecker raus - Stecker rein[/schild]
    Nach dem Ab- und wieder anstöpseln (ich mache das sicherheitshalber nur bei ausgeschaltetem ppc) sollte die Maus wieder Verwertbares liefern. Kommt bei mir auch so ein Mal im Monat vor.


    tom ohne tomtom

  • Zitat


    Heute früh habe ich innert 50 Min Autobahn kein Signal bekommen, bei 8/8 tiefer Stratocumulus Bewölkung. Danach habe ich den Wagen mit eingeschaltetem PDA von 08:00 bis 13:00 stehen lassen. Aber Destinator hat immer noch die Koordinaten vom letzten Kontakt gestern nachmittag. Also gab es auch in der Zwischenzeit keinen Empfang. Bewölkung war 8/8,
    aber so dünn, das ab und an blauer Himmel durchschimmerte. Folge ich Karomue darf das ja
    eigentlich nicht sein. Also, ist "was" nicht richtig. Ergo lässt sich das evtl. lösen.


    Ja Buck,
    teste, bitte, Charlies Vorschlag:
    - statt Desti nimm VisualGPSce zur Anzeige der Sats.
    - damit schliesst Du ev. "Dreckeffekte" von Desti aus, und
    - kannst "deutlich" den Unterschied zw theoretisch sichtbaren und tatsächlich empfangenen Sats sehen.
    Die (zivile) Frequenz der Vögel liegt bei rund 1,5GHz; und ist nicht sonderlich empfindlich gegen Wolken.
    Extrema ausgenommen: Nasser Schnee, der in Kübeln ausfällt, z.B.
    Wolf
    ... und wenn VisulGPSce auch nichts zeigt; dann hast Du ein Maus-/Stecker-Problem.

  • Prima prima ... das hilft schon weiter.


    a.) Stecker raus und rein (mit Zeit dazwischen) mehrfach versucht.


    b.) 1,5 GHz ist ein gutes Argument... (und kowoma.de gelesen)


    c.) ... denn grade hats bei uns blauen Himmel und wieder nickes!



    Ein Indiz: die LED der Maus blinkt und wenn ich das Datenblatt bei rikaline.de richtig in Erinnerung habe, dann bedeutet das doch "such such such such ..." oder nicht?


    Happy Navigating
    Buck


    (... der morgen wieder Saturn heimsuchen wird *grummel"

  • Zitat

    Original von Buckaroo
    Ein Indiz: die LED der Maus blinkt und wenn ich das Datenblatt bei rikaline.de richtig in Erinnerung habe, dann bedeutet das doch "such such such such ..." oder nicht?


    Darauf würde ich mich bei Rikaline nicht verlassen. Bei meiner 6012 konnte ich bislang ein stimmiges System nicht erkennen.


    tom ohne tomtom