Höhe korrigieren

  • Na ja,
    das mit der barometrische Höhenmessung ist auch nur ne Krücke ! Bei stabilen Wetterlagen ist das OK, aber bei durchziehenden Fronten hast Du auch ein Problem. Da mußt Du Dir das QFE (Luftdruck auf Flugplatzhöhe) dann auch ständig besorgen, sonst rammst Du in den Boden beim Landen oder Bergüberflug bei schlechter Sicht. An und Abflughöhen auf größeren Flugplätzen werden sowieso mit Radar ermittelt.


    Da ist die GPS-Messung doch statischer, da hat halt jede Karte ihr eigenes NN und den Korrekturwert,die Geoidhöhe, hast Du ja berechnet.


    Gruß Jörch

  • Hallo,


    ... auf einer neuen topographischen Karte 1:25000 des österr. BEV (Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen) mit GPS Punkten steht folgender Hinweis:


    "Die Höhenangaben beziehen sich auf das Adriatische Meer (Pegel Triest). Mit GPS-Empfängern ermittelte Höhen sind um 45m größer."


    Offensichtlich für diesen Bereich der Karte eine "amtliche" Aussage :D

  • Zitat

    Original von cludy
    Zum Beispiel sind in Österreich alle amtlichen topographischen Karten noch auf Triester Pegel ausgelegt. OK, das sind "nur" ca. 30cm Differenz ....


    Ich hab gerade noch mal nachgelesen es sind im Durchschnitt 0.27m unter NN.
    Interessant ist auch, dass die TK25 von Österreich nur eine Vergrößerung der TK50 ist.
    In Deutschland ist die TK50 eine Folgekarte der TK25 und die wird fortgeführt über die DGK5.


    Jörch

  • Hallo Jörch,


    Zitat

    ..., dass die TK25 von Österreich nur eine Vergrößerung der TK50 ist.


    ... stimmt, wenn einem das zu ungenau erscheint muß man auf ÖAV Karten ausweichen, da gibt es einige "echte" 25000er ;)

  • Als Anstifter dieser Diskussion sehe ich es als Pflicht die Schlussfolgerung zusammen zu fassen.


    1. Die hoehenangabe per GPS ist genau aber, sollte mit einem Wert - der fuer meine Gegend 48m ist - korrigiert werden.


    2. Das Modell fuer die Korrektion ist ziemlich unmatematisch, Gezeuge das komische Hirnmodell im Thread. Als eine Berechnung waera ausgeschlossen.


    3. In Ozi kann mann den fuer seine Postion geltende Korrektionswert nicht programmieren.


    Meine Herren und Damen (?) Vielen dank fuer ihre Beitraege.


    Stan

  • Zitat

    Original von Schimanski
    1. Die hoehenangabe per GPS ist genau aber, sollte mit einem Wert - der fuer meine Gegend 48m ist - korrigiert werden.
    2. Das Modell fuer die Korrektion ist ziemlich unmatematisch, Gezeuge das komische Hirnmodell im Thread. Als eine Berechnung waera ausgeschlossen.
    Stan


    Moin moin Stan,
    die Genauigkeit der Koordinaten, also auch die Höhenangabe, die Dir Dein GPS-Gerät liefert, kannst Du mit <= +- 15m annehmen.
    Die GPS-Koordinaten beziehen sich dabei auf ein bestimmtes Datum, einem Rotationsellipsoid mit festgelegten Parametern (WGS84). Die Höhe ist dabei eine Ellipsoidische Höhe im Gegensatz zur Kartenhöhe, die eine orthometrische Höhe ist. Orthometrische Höhen sind Höhen, die sich auf ein bestimmtes Niveau (Geoid), einer Potentialfläche gleicher Schwere beziehen.
    Das Geoid ist gerade wegen der in der Erdkruste unregelmäßig gelagerten Massen eine schwach gewellte Fläche also ein schwierig zu fassender mathematischer Körper.
    In Deutschland sind die Höhen bezogen auf den Amsterdamer Pegel (Normal Null) und in Österreich beziehen sich die Höhenangaben auf eine Marke am Molo Sartorio in Triest.
    Um die GPS-Höhe mit der Kartenhöhe vergleichen zu können benötigst Du einen Korrekturwert, die Geoidhöhe. Deren Angabe findest Du tlw. auf den TOP Karten bzw. kannst Du in Anhängigkeit von Breite, Länge und Datum berechnen lassen (Interpolationen zw. bekannten Punkten) oder versuchst sie Dir auf bekannten Höhen-Punkten selbst zu bestimmen.
    Beim Einsatz des PPC+GPS+MovingMap-Programm kommt zur Höhenkoordinatenungenauigkeit (Z) auch noch die aus der Lageungenauigkeit (XY) und der Kartenkalibrierungsungenauigkeit resultierende Höhenungenauigkeit. Die sind Gefälleabhängig und werden von mir bei 20% Gefälle mit +- 5m abgeschätzt.


    Ich glaub jetzt werde ich langsam Höhenkrank ;D


    Gruß


    Jörch

  • Sag ich ja, ziemlich knifflich die Sache. Aber es schneit, noch 7 Stunden bis zum einsaufen der Weihnachtsferien.... was solls. Zum gassi gehen reichts allemale und das vermessen überlasse ich den Spezialisten. : drink


    Stan


  • Hallo Jörch,


    ich weiß nicht, ob ich das jetzt richtig verstanden habe.


    Jedenfalls ist es so, dass GPS Handgeräte die Geoid-Höhe - und das sind in D, zumindest Grenzgebiet von A undf F -48m - einrechnen. Die meisten Mäuse die zu Nav-Zwecken eingesetzt werden haben diese Korrektur nicht, geben die Geoid-Höhe im NMEA-Protokoll nicht mit. Siehe GGA Zeile, Wert nach der Höhe, meist frei z.B.
    $GGA, ...... ,322.4,M,,M, .... Zwischen den beiden "M" ist der Platzhalter für die Geoid-Höhe.


    Irgendwie redet ihr wohl aneinander vorbei - teilweise wenigstens, wie ich meine.

  • Hallo Stan,
    wie recht Du hast ! Hier in Göttingen schneits auch. Werde mich Dir anschließen ! : drink


    Hallo Charly,
    auch Du hast recht ! Ich hatte am Anfang Stan falsch verstanden und dementsprechend falsch geantwortet :wand


    Aber zu Deinem Beitrag nochmal die Frage :


    1. Würde OziExplorerCE die GeoidHöhe auswerten ?
    2. Besteht die Möglichkeit mit einem Programm in das Protokoll einzugreifen befor es OziExplorerCE auswertet ?


    Dann könnte man mit diesem Programm entweder die Geoidhöhe einsetzen oder die Höhenangabe um die Geoidhöhe reduzieren.


    Gruß Jörch

  • Hallo Jörch,


    da bin ich jetzt überfragt, würde aber mal annehmen wollen, dass das primär von der Maus abhängt. Also z.B. mit Garmin, würde ich annehmen, dass die Höhe - GPS-Ungenauigkeiten vernachlässigt - stimt.


    Ozi habe ich nicht. Aber hier könnte vielleicht unser Ozi-Pabst fermoll helfen.

  • Da bitte ich jetzt mal das Forum um Erleuchtung eines Unwissenden ?


    Wie läuft das denn nun ab :


    Der GPS-Empfänger übergibt seine Meß- und Rechenwerte (ggf. auch die Geoidhöhe) anhand eines Protokolls der Schnittstelle.
    Das Auswerteprogramm (z.B. Ozi..) nimmt die Daten von der Schnittstelle und verarbeitet sie. Die Höhe wird im Auswerteprogramm ggf. um die Geoidhöhe reduziert.


    oder


    Der GPS-Empfänger übergibt seine Meß- und Rechenwerte (ggf. auch die um die Geoidhöhe reduzierte Höhe) anhand eines Protokolls der Schnittstelle.
    Das Auswerteprogramm (z.B. Ozi..) nimmt die Daten von der Schnittstelle und verarbeitet sie.


    Gruß Jörch

  • hallo,
    also Ozi bietet keine Funktion, um die Geoidhöhe abzuziehen.
    Generell geht das aber schon, wie man bei GPSTrack von www.nsonic.de sieht (das ist aber ein ganz anderes Programm, ausserdem für PC ).


    Bis jetzt ist es so, dass diese Korrektur von der Software erfolgen muss, da man den GPS-Empfänger nicht zum senden des Geoid-Wertes "zwingen" kann.

  • Hallo,


    fast eine Bestätigung von Peters Einwand.


    Habe eben mit Fugawi getestet:


    EMTAC ohne Geoid-Übergabe: 273 m
    Garmin mit " " : 226 m


    Die Differenz stimmt damit so gut wie genau mit der Geoid-Höhe von 48 m überein: -47 m. (bei EMTAC)

  • Ich denke auch, dass 48 Meter nicht schlecht sind, da ja soweit ich es auswendig weiß, auch Glopus damit arbeitet.


    Jochen

  • Hallo,


    nur mal so zu Nivellierung: Bei einer etwas weitergehenden Untersuchung die peterpu angestellt, und bei der ich mich beteiligt hatte, wurde festgestellt, dass die Geoid-Korrektur in D, westlichem A (zumindest) und östlichem/südlichem (zumindest, Elsass und Provence) -47/-48 m beträgt. Ermittelt mit Garmin -Handgeräten.


    Das was Glopus und GPSTrack verwenden beruht auf dieser Erkentnnis, ist also nicht "Glopus-spezifisch", sondern geodätische Grundlage!