Mir ist aufgefallen, dass beim Aufzeichnen von Tracks manchmal "Geisterwege" aufgezeichnet werden.
Deshalb bin ich heute "um den Block gegangen", d.h. einmal ein Quadrat abgelaufen.
Der aufgezeichnete Track bildet das Quadrat relativ gut ab, an einer Stelle gibt es jedoch einen Ausreißer. Es gibt an dort eine "Spitze", die das Quadrat verläßt und die einen Weg markiert, den ich nicht gegangen bin. Wie kommt soetwas zustande und wie kann man das gegebenenfalls verhindern?
Als Aufzeichnungsintervall habe ich eine Sekunde ausgewählt. Ich habe die GPS-Anzeige die ganze Zeit beobachtet, es bestand die ganze Zeit GPS-Empfang.
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Die Anzahl der Sats an sich ist nicht aussagekräftig, sondern deren Position zueinander. Wie war der HDOP in der Zeit? -> http://www.kowoma.de/gps/Fehlerquellen.htm
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Passiert mir ständig, und zwar wenn ich bei einer Radtour in einen Laden gehe und die Trackaufzeichnung weiterläuft. Dann hab ich nachher heftige Ausschläge mit bis zu 20 Metern Abweichung. Vermutete Ursache: Signalreflexion innerhalb eines Gebäudes. Hast du das Problem vielleicht direkt an Gebäudewänden? Dann könnte es das die Ursache sein. Sonst hab ich keine Idee.
LG
Poco -
Die Frage ist, wie ist die Sicht zu den Satelliten ? Wenn man links und rechts hohe Häuser hat bekommt man ja nur noch ein SAT Signal von vorne und hinten (ggf noch abgeschwächt durch den Gerätebesitzer). Dann kommt es zu Ausreisern. Es gibt im Web irgendwo einen Vergleich von Garmin Geräten. Dort ist jemand mit drei Geräten durch Wald und Tal gelaufen. Dort gibt es bei dem einen oder anderen Gerät auch Ausreisser. Das kann also völlig in Ordnung sein, den unsere Geräte sind keine Profi Geräte mit einer Abweichung von 20 cm.
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Vermutete Ursache: Signalreflexion innerhalb eines Gebäudes. Hast du das Problem vielleicht direkt an Gebäudewänden?
Das nennt man dann Multipath und die Reflektionen können genauso gut 'mittig' in Straßenschluchten auftreten (-> Abb. in meinem Link). Innerhalb von Gebäuden ist das GPS-Signal insgesamt dann doch eher schwächer, Empfangsfehler sind hier zumeist offensichtlich. -
Vielen Dank für die Antworten. Dann scheint die Ausreißer (in meinem Fall ca 150m) ja normal und kein Software- bzw. Gerätefehler zu sein. Ich wohne in der Braunschweiger Innenstadt - wo die Gebäude im Regelfall 3 bis 4 Stockwerke hoch sind. Mag mir gar nicht vorstellen, wie das in Frankfurt geschweige denn New York oder Hongkong aussieht...
Kann man den HDOP-Wert irgendwo ablesen? -
Viel schlimmer sind Häuserschluchten, in denen die Gebäude verglast sind.
Da kommt es dann zu Reflexionen, die manchmal den PNA so verwirren können, dass die komplett verrückt spielen.
Das liegt daran, dass es bei diesen Reflexionen zu Laufzeitverlängerungen kommt und so möglicherweise zusätzlich zu dem Satellitensignal das gleiche Signal mit einer sehr geringen Verzögerung ankommt. Da kann es schon passieren, dass das Mapping auf einer anderen Strasse erfolgt.Da sich die Satelliten am Himmel bewegen und nicht geostationär sind, kann es dazu noch passieren, dass man an einem bestimmten Tag, zu einer bestimmten Uhrzeit, mal eben statt 10 Sats nur noch 4 empfängt. Eine halbe Stunde später können es dann wieder 7 oder 8 sein. Aber das liegt in der Natur der Sache an sich. Wenn man jetzt noch weiss, dass das HDOP bestimmt, wie genau die Position gerade ist, dann kann man sich vorstellen, dass es in engen Häuserschluchten wie in Wien oder Frankfurt schon ziemlich schwierig ist, die genaue Position festzustellen. Die Postionsgenauigkeit ist je nach HDOP zwischen 50 und ca. 15 Metern... also eh nicht so sehr genau für den zivilen Bereich. Zudem fehlen unseren PNA und Handheld-Geräten einfach ein paar zusätzliche Daten, wie z.B. die Geschwindigkeit über Boden und der Lenkwinkel um die in die Berechnung der tatsächlichen Position einzubeziehen.
China ist da noch verrückter durch "elevated roads", also Strassen die in mehreren Etagen über- und untereinander laufen.
Dazu kommt noch die Verzerrung des Kartenmaterials durch die chinesische Regierung, um möglichen Raketenangriffen unzuverlässige Ziele zu bieten.
Manche Gebiete sind so auseinander gezogen, dass zwischen dem tatsächlichen Standort und der Karte 300-600m liegen....also ganz üble Voraussetzungen für die Nutzung eines satgesteuerten Navigationsgerätes.In Japan ist das Quasi-Zenit-Satelliten-System (QZSS) im Aufbau, das durch Satelliten in einer speziellen Umlaufbahn ermöglichen soll, dass immer eine Positionierung erfolgen kann.
So hat Jeder sein Päckchen zu tragen... und wir beschweren uns hier über eine Ungenauigkeit von max. 50m... :002:
Wenn du mehr Interesse an diesem Thema hast... http://www.kowoma.de/gps/sitemap.html ist eine relativ gute Bezugsquelle für Wissen über GPS.
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Mir haben folgende Einstellungen zu besseren Tracks verholfen:
+ Hauptmenü > Einstellungen > Navigation > Positionskorrektur = AUS (wichtig: sonst versucht das Gerät, den gemessenen Punkt zwangsweise auf eine nahe Straße zu legen und genau das führt zu so blöden Ausrutschern!) (dabei dann auch Hauptmenü > Einstellungen > Navigation > Fortbewegungart = Fußgänger)
+ Cleanup-Menu: "Static Navigaton: On" in der Anzeige -- sonst werden kleine Änderungen ignoriert und Sprünge kommen zustande. Die Trackqualität von Fußmärschen ist ohne Static Navigation absolut unbrauchbar und gekennzeichnet von Zacken. (siehe auch hier: Static Navigation)
+ Trackaufzeichnung alle 10 sec ist für mich der beste Kompromiss aus Trackgenauigkeit und Länge der Datei. Mehr braucht mal auch als schneller Wanderer eigentlich nicht.
Mit diesen Einstellungen habe ich schon viele 6-8-Stunden Wanderungen erfolgreich aufgezeichnet und in Google Earth toll visualisieren können. Die Trackgenauigkeit passt gut zu den Wegen auf den Satellitenbilden und ist glatt genug für schönes, brauchbares Aussehen.
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Monika
Hat das Label Hardware GoPal S3857 hinzugefügt. -
Monika
Hat das Thema aus dem Forum Hardware GoPal S3857 nach MEDION Outdoor Navigation verschoben.