Welches Navi für Cabrio-Tourer?

  • Hallo liebe Forum-Mitglieder,
    aktuell besitze ich ein Outdoor Navi von Garmin (GPSMap 62 ST), das ich zum Mountainbike verwende. Weiter ein TomTom one fürs Auto. Nun werden wir uns demnächst ein Cabrio zulegen und hier ist es wie beim Motorrad oder auch Mountainbike: "Der Weg ist das Ziel". Da das TomTom von Natur aus geprägt ist einen durch die Eingabe einer Zieladresse möglichst zügig ans Ziel zu lotsen ist diese Art eines Navigationsgerätes für den Einsatz als Tourenführer durch Laden und Führen von vorher erstellten Routen bzw. Tracks nicht geeignet.


    Welches (mobile) Navigationsgerät kann gpx- oder kml-Files laden und "nebenbei" noch klassisch (durch Eingabe einer Zieladresse) navigieren? Habt ihr hier Empfehlungen? :)


    Danke für eure Modellempfehlungen vorab. //BRAX

  • Hallo Brax,
    Ich habe jahrelang für mein Cabriotourplanungen Navigon verwendet, und zwar die Modelle mit Glasdisplay 8410 und 92Premium.
    Zur Tourenplanung eignete sich hervorragend der RouteConverter mit dem die Routen in das Navigonformat konvertiert und dann in das Navigon kopiert wurden.
    Jetzt im kommenden Jahr 2015 werde ich auf das 6 Zoll Navi Garmin 2699 umsteigen. Navigons gibt es nicht mehr und die Auswahl ist derzeit fast auf die Marke Garmin beschränkt.
    Hier erfolgt die Routenplanung mit BaseCamp, einem Programm, was bei Garmin zum Download angeboten wird. Es hat gegenüber dem RouteConverter noch den Vorteil mit auf dem PC oder Laptop gespeicherter Karte zu arbeiten und damit auch offline genutzt werden kann. Mit dem Kauf des Navis kann man die Europakarte von Garmin beim Kartendownload/Update auf den Rechner laden.
    Auch das 2699 hat ein Glasdisplay, was im hellen Cabrio das kontrastreichere Bild bietet. Man muss das Navi nur so "drehen" dass man sich nicht selbst im Display spiegelt. Den Mattdisplays ist das Glasdisplay überlegen, weil in der Sonne, in heller Umgebung auf den Mattdisplays nur noch ein grau-matschiges Bild ist. Ein Navigon mit einem Mattdisplay hatte ich seinerzeit dann nur noch im Dienstwagen eingesetzt.
    Das 2699 hat auch die neueste Software und erlaubt das einfache Löschen von Zwischenzielen. Es hat nicht mehr das dicke Empfangsteil der anderen Garmins und eine DAB+ Empfänger eingebaut.


    GPX Dateien sind übrigens nur bedingt Autonavi tauglich, da die Autonavis, die Streckenplanung erlauben, auch die Garmins, nur mit Routenpunkte arbeiten, wo man zwingend hin will, und dann die Strecke von Punkt zu Punkt selbst berechnet. Sie können auch nur so um die 50 Punkte maximal pro Route "verarbeiteten". Bei GPX Wegpunkten sind es oft viel zu viele und die müssen mühsam reduziert werden.


    Das mal vorab in Kürze, schicke mal ein private Mail, wenn Du mehr wissen willst.

    psr (Peter)


    2005 start mit Navigon. Ab 2014 Garmin Navis. Seit 2023 nur noch Routenplanung mit PC / iPad mit MyRouteApp und der App MRANext zum Routen per iPhone/CarPlay. Zum A-B Routen auch mal Google oder Apple. Datenverbrauch ist mit Offlinekarten und Wegfall Roamingkosten bei den heutigen Tarifen kein Argument gegen die Navigation mit Smartphone und passender „App“. Auch die Aufschläge außerhalb der EU sind moderat.

    Das Garmin DS 76 ist nun, im Dez. 24, auch Geschichte und verkauft.

    Einmal editiert, zuletzt von PSR ()

  • Hallo PSR (Peter),
    vielen Dank für deine schnelle Antwort. Ich habe mir gerade diverse Tests im Netz durchgelesen und kann deine Begeisterung verstehen.
    Weiter habe ich zur Preisinformation einmal bei Amazon geschaut. Du meinst doch das Garmin nüvi 2699LMT-D EU Navigationsgerät (6 Zoll (15,4 cm), oder?


    Weiter habe ich Touren als gpx-Formate (Routen bzw. Tracks), die ich abfahren möchte. Nach deinen Informationen entnehme ich, dass eine Übertragung via Basecamp (kenne ich vom meinem vorhandenen Garmin zur Trackplanung vom Mountainbiking) zum Garmin nüvi 2699 möglich ist. Wenn dies so stimmt werde ich wohl deiner Empfehlung folgen. ;)


    //BRAX

  • Hallo Brax,


    ja richtig, es ist das Garmin nüvi 2699LMT-D EU Navigationsgerät (6 Zoll (15,4 cm).


    Und richtig, mit BaseCamp erstellt man Routen auch für die Nüvis. Aber wie schon erwähnt, GPX Tracks sind ursprünglich für Off-Road-Navis geschaffen worden, wo aus vielen Wegpunkten gleich die GPX-Trackkoordinaten von Punkt zu Punkt auf den Off-Road-Navis eine "Route" eine Strecke dargestellt wird. Dies funktioniert dann z.B. auch auf gescannten Bitmapkarten, die geokoordiniert wurden.
    Alle Straßennavis, bzw. die Software und Karten dazu, denn die CityNavigator Karten von Garmin funktionieren auch auf einigen Outdoor-Modellen, arbeiten mit Vektorkarten und berechnen die Route anhand von Zielpunkten selbst. Da zunächst für die Software der Unterschied von Weg-und Zielpunkten nicht erkennbar ist und zur Wegberechnung die Anzahl der Zielpunkte begrenzt ist, die erwähnten maximal 50 Punkte pro Route, ist ggf. Handarbeit erforderlich, um die Anzahl der Track- bzw. Wegpunkte zu reduzieren. Es gibt aber auch in BaseCamp die Funktion nur Zielpunkte verwenden, und die Wegpunkte werden ausgeblendet.
    Das ist zum B. erforderlich, wenn man sich aus dem Netz landschaftlich schöne Motorradrouten zieht, die oft auch Cabriorouten sind. Diese werde meist als GPX Tracks ins Netz gestellt.


    Wie dem auch sei, Routenplanung funktioniert mit dem 2699 und Basecamp gut. Das 2699 hat auch unter dem linken Tab mit den drei Strichen Sonderfunktionen zur Auswahl und eine davon ist nun endlich integriert, die da heißt "nächste Zwischenziel überspringen".
    Die Funktion gab es bei Navigon schon immer und ist z. B. sinnvoll, wenn ein Zwischenziel wegen einer Umleitung nicht erreicht werden kann, oder Zwischenziele als "fahren über" verwendet werden, ohne das Ziel zwingend zu erreichen.


    Wenn Du mehr wissen willst, schau mal unter meinem Avatar PSR, da habe ich so einiges zu Routenplanung und dessen Besonderheiten geschrieben (früher zu Navigons, gilt aber ebenso bei Garmin), was ich nun nicht zum x-ten mal wiederholen möchte. Oder schreib mal 'ne private Mail und wir tauschen uns aus.


    Übrigens, was Begeisterung angeht, die neuen Nüvis der xx99 Serie und hier das 2699 erreicht fast das Niveau der Navigons, so dass ich den Wechsel etwas gelassener nehme, aber eine Idee besser sind m. E. die Navigons immer noch.


    Von dem High-End Gerät 3598 würde ich abraten, die Software ist nicht auf dem Stand des 2699, es fehlt die Funktion "nächste Zwischenziel überspringen", der DAB+ Empfänger ist nicht im Gerät und bei 5 Zoll ist die Splitscreen-Anzeige zu klein.
    Das Gerät hatte ich im Frühjahr aus der Navithek zum erproben, mein Urteil, aber auch das der anderen Tester, war eher zwiespältig bis sehr schlecht, vor allem zu dem Preis.

    psr (Peter)


    2005 start mit Navigon. Ab 2014 Garmin Navis. Seit 2023 nur noch Routenplanung mit PC / iPad mit MyRouteApp und der App MRANext zum Routen per iPhone/CarPlay. Zum A-B Routen auch mal Google oder Apple. Datenverbrauch ist mit Offlinekarten und Wegfall Roamingkosten bei den heutigen Tarifen kein Argument gegen die Navigation mit Smartphone und passender „App“. Auch die Aufschläge außerhalb der EU sind moderat.

    Das Garmin DS 76 ist nun, im Dez. 24, auch Geschichte und verkauft.

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