Historische Karten und GLOPUS

  • Geschafft !
    Hallo Frank,
    wie so oft sitzt das Problem vorm Rechner und nicht darin !
    Den richtigen Editor (Notepad++) hatte ich, aber: ich hatte doch eine alte MOBAC-Version ! ;( 
    Dein Tip zu dieser Kartenquelle und den Import in MOBAC ist echt Gold wert !! Vielen Dank nochmal, auch für die Unterstützung ! :thumbsup: 
    Gruß
    Wunibald

  • Ach was mir noch auffällt: das XML-Encoding ist UTF-8. Dein Editor muss das natürlich auch können. Ob der Windoof-Notepad das kann wage ich zu bezweifeln.



    Man wird es kaum glauben aber er kann!


    Einzig man muß es ihm sagen!

  • Man wird es kaum glauben aber er kann!
    Einzig man muß es ihm sagen!

    Stimmt. Kaum zu glauben. Der "primitivste Editor aller Zeiten" kann UTF, sogar unter XP/SP3.
    Ich benutze ausschließlich Notepad++, auch zum Programmieren.


    Übrigens: man beachte, die jp2-Gesamtkarte ist deutlich unschärfer
    als das GoogleEarth-Overlay hier:
    http://rumsey.s3.amazonaws.com/Germany1893.kmz


    Manche Beschriftungen kann man im jp2 kaum noch lesen.


    Leider hatte ich es noch nicht geschafft das Overlay herunterzuladen. Dazu müssen die Links in den KMLs rekursiv verfolgt werden. Im Ergebnis hätte man sofort scharfe Glopus-taugliche Kacheln, wenn die Kalibrierdaten im KML in KALs umgeschrieben werden. Insgesamt ist alles nicht schwierig. Man müsste nur Zeit zum Programmieren haben.


  • Übrigens: man beachte, die jp2-Gesamtkarte ist deutlich unschärfer
    als das GoogleEarth-Overlay hier:
    http://rumsey.s3.amazonaws.com/Germany1893.kmz


    Manche Beschriftungen kann man im jp2 kaum noch lesen.


    Danke auch für diesen Link.
    Die Darstellung auf dem PC war vorher zwar genau so scharf.
    Interessant ist aber die Darstellung der alten Map mit den überlagerten neuen Straßen aus GE.
    Gibt es eine Möglichkeit die Farbe des GE-Strassennetzes (gelb) zwecks besserer Erkennbarkeit zu ändern?

  • Danke auch für diesen Link.
    Die Darstellung auf dem PC war vorher zwar genau so scharf.
    Interessant ist aber die Darstellung der alten Map mit den überlagerten neuen Straßen aus GE.
    Gibt es eine Möglichkeit die Farbe des GE-Strassennetzes (gelb) zwecks besserer Erkennbarkeit zu ändern?

    Doch, das Google-Overlay und die jp2-Karte sind verschieden scharf. Vielleicht nicht in der Pixelauflösung, aber im Informationsverlust durch die Jpeg2000-Kompression. Mag sein, dass auf dem Land der Unterschied nicht so groß ausfällt. Aber im Gebirge mit dichter Beschriftung und Schraffuren der Steilhänge ist die jp2-Karte schon grenzwertig in der Lesbarkeit mancher Beschriftungen. Naja, dafür ist die Datenmenge des Overlays vermutlich auch sehr viel höher. Mich interessiert es vor allem, um die Gesamtkarte auf Glopus aufbereiten zu können. Mit dem Geotiff-Export ist man auf regionale Ausschnitte begrenzt.


    Das mit den schlecht erkennbaren Straßenoverlay in GE stört mich auch. Aber eine Einstellung dazu konnte ich nicht finden. Aber man hat doch Glopus! Für Glopus-PC hatte ich mir eine 2. Kartenansicht mit der Reichskarte angelegt. Dort wird dann die IMG-Openstreetmapkarte überlagert (Lininen ohne Flächen). Das ist recht optimal gezeichnet. In vielen Gebieten ist OSM auch detaillierter als die Google-Straßenkarte.

  • http://www.lagis-hessen.de/de/subjects/browse/id/3/sn/hkw


    Karte
    vom Herzogthum Nassau : von den im Jahr 1819 geschehenen Aufnahmen
    längs der Preussischen und Hessischen Gränzen etc. ; orientirt nach
    Parallelen vom Meridian und Perpendikel von Paris


    auch bekannt als HKN20 (Karte vom Herzogtum Nassau 1:20.000), eine der topografischen Uraufnahmen Hessens



    Die Blattübersicht in einem modernen Blattschnitt zeigt, dass die Kalibrierung wohl nicht so trivial wird wie bei den späteren preußischen Karten...



    Ich kenne die Karte schon seit langem als Papierausgabe, sie wirkt sehr fix gezeichnet, fast schludrig, war aber für ihre Zeit topografisch sehr genau, nicht minder genau als die TMK 25 mit ihren liebevollen Details. Nur wenige grobe "Schnitzer" (wie Hasselbach statt Hasselborn bei Grävenwiesbach). Die Besiedlung (Dörfer) ist nur schematisch aufgenommen, wo militärisch nicht von Bedeutung, andererseits sind festungsartige Bebauungen (wie Anf. des 19. Jh. noch in Schloßborn im Taunus) deutlich gekennzeichnet; die Böschungen sind in der TMK25 feiner gezeichnet. Wie ähnlich sich die Karten sind, zeigt ein Ausschnitt bei Brechen (mit dem nach oben rechts abgehenden Anfang der heute hier nicht mehr vorhandenen Alten Wasserstraße auf Wolfenhausen/Winden); wer hier von wem abgekupfert hat, sei mal dahingestellt...


     
    KHN20


     
    TMK25

  • Wieder was neues (noch in Arbeit), die "Mutter aller Topographischen Karten 1:50.000", sogar dem heutigen Blattschnitt sehr ähnlich.
    http://www.lagis-hessen.de/de/subjects/browse/id/1/sn/hkw 
    Erstellung und Ausarbeitung waren ziemlich präzise und hochwertig, nach bayrischen und preußischen Vorbildern.
    Das ortsverbindende Wegenetz ist vollständig wiedergegeben, die alten Straßen sind in diesen jedoch nicht immer leicht zu identifizieren (bedingt durch den schon begonnenen Chausseebau war deren Bedeutung schon stark herabgesunken).
    Es ist zu hoffen dass auch die anderen Hessischen "Ur-50.000er" Serien (Großherzogtum) nachfolgen.


    Der Workflow für Glopus ist verhältnismäßig einfach:


    1.) Die jeweiligen Blätter in GIMP beschneiden (Ränder entfernen) und perspektivisch korrigieren (die Originale sind bedingt durch die Polyederprojektion, auch durch Ungenauigkeiten bei der Reproduktion, nicht rechteckig)


    2.) An zwei Punkten (OL/UR) kalibrieren. Die Blätter sind 12' breit (LAT) und 20' lang (LON), nach dem Ferro-Meridian (-17.6667°) und dem Bezugssystem Potsdam-Rauenberg angegeben (bei Koordinateneingabe einstellen). Somit ergeben sich für das Blatt "Korbach" die Eckwerte OL 8.6667,51.4 und UR 9.0,51.2. Einstellung für Projektion lasse ich bei Geodätisch.