Rasterfahndung auf Holländisch

  • Hi,


    das verusachergerechte System der "Besteuerung nach Aufwand" finde ich eigentlich ganz in Ordnung.


    Ich teile aber deine Ansicht, dass hierdurch möglicherweise ein gläserner Holländer entsteht. Und wenn das System auf Deutschland abfärbt, machen wir das sicher noch perfekter - inklusive Fahrererkennung und Farbe der Oberbekleidung.


    Das ist eine Orwell'sche Vision, die mir ein bisschen Angst macht.


    Gruß
    Harald

  • das verusachergerechte System der "Besteuerung nach Aufwand" finde ich eigentlich ganz in Ordnung.


    +1


    "Gläserner Holländer"? Es regt sich doch auch keiner über die LKW-Maut in D und deren Erfassung auf, das ist doch nichts anderes.


    Achim


  • "Gläserner Holländer"? Es regt sich doch auch keiner über die LKW-Maut in D und deren Erfassung auf, das ist doch nichts anderes.


    Es macht doch wohl einen Unterschied, ob Bewegungsprofile von gewerblich genutzten LKWs möglich werden oder von Personen, die als typische Benutzer ihres eigenen Autos und innerhalb ihrer Privatsphäre unterwegs sind. Die LKWs fahren ihre ohnehin weitgehend dokumentierten Routen mit dem weitgehend bekannten Zweck, ihre Fracht ans Ziel zu bringen.
    Zeit, Ausgangspunkte, Ziele und Häufigkeit von Privatfahrten gehen so erstmal ganz strickt niemanden etwas an. Womöglich käme man sonst sogar noch auf die Idee, aus den vorhandenen Daten einen Zweck der Fahrten zu mutmaßen. Wo kämen wir da hin? Und wenn's dann erstmal als Infrastruktur da ist und dann mit unveräußerlichen Grundprinzipien dagegen argumentiert wird, kommen schnell Argumente wie 'Notwendigkeit zur Gefahrenabwehr', 'Terrorbedrohung' und 'wer nichts zu verbergen hat, ...
    Wehret den Anfängen.

  • Ich finde es eine Sauerei, dass Leute, die morgens zur Arbeit fahren, um ihre Brötchen zu verdienen und abends zurück zu ihrer Familie fahren, mehr bezahlen sollen als andere. :cursing: Und womöglich zu Mist wie Bus und Bahn genötigt werden. :thumbdown:


    Holland wird mir immer unsympathischer.

  • Werden dann auch gleich die Bewegungsprofile aufgezeichnet? Steckt TT dahinter? 8| :D


    kann gut sein...wie so oft scheint auch hier die Industrie der Politik zu erklären, was für die Bevölkerung gut ist. Sobald eine Technologie verfügbar ist sucht man auf Basis der bestehenden Geschäftsmodelle nach weiteren Anwendungen. Es ist nur eine Frage der Argumentation, so wie hier auch ... CO2 (Klimakatastrophe), Steuergerechtigkeit (wer viel fährt, soll auch viel zahlen) bla, bla, bla ... Aber das kennen wir hier ja auch - elektronische Gesundheitskarte, elektronischer Personalausweis .......
    Das kommende System in den NL könnte doch auch sehr gut für die Erkennung von Verkehrsrechtsverletzungen genutzt werden - Geschwindigkeitsüberschreitungen, Überholverbote, Abstandsverletzungen, Parkverbote ..... die brauchen nur noch einen elektronischen Personalausweis einführen, der bei jeder Fahrt in die BlackBox eingesetzt werden muss. Das erhöht die Gerechtigkeit (jeder wird erwischt), wer sündigt soll auch zahlen, usw.
    In Deutschland könnte man dann auch direkt eine Verbindung zur "Flensburger Kartei" und zur Abbuchung der Geldstrafen eine Verbindung zum Bankkonto herstellen. Dann kann jeder am Abend über Internet sich auf sein Account einloggen und sehen was ihn der Tag so gekostet hat. Und wenn dann noch die GPS-Betreiber sehen, welche "Mehrwerte" andere mit ihren Systemen generieren, wollen die auch was vom Kuchen haben, was wiederum der zur Nutzung verpflichtete "User" zu Schultern hat. ....never ending story




    Es macht doch wohl einen Unterschied, ob Bewegungsprofile von gewerblich genutzten LKWs möglich werden oder von Personen, die als typische Benutzer ihres eigenen Autos und innerhalb ihrer Privatsphäre unterwegs sind. Die LKWs fahren ihre ohnehin weitgehend dokumentierten Routen mit dem weitgehend bekannten Zweck, ihre Fracht ans Ziel zu bringen.
    Zeit, Ausgangspunkte, Ziele und Häufigkeit von Privatfahrten gehen so erstmal ganz strickt niemanden etwas an. Womöglich käme man sonst sogar noch auf die Idee, aus den vorhandenen Daten einen Zweck der Fahrten zu mutmaßen. Wo kämen wir da hin? Und wenn's dann erstmal als Infrastruktur da ist und dann mit unveräußerlichen Grundprinzipien dagegen argumentiert wird, kommen schnell Argumente wie 'Notwendigkeit zur Gefahrenabwehr', 'Terrorbedrohung' und 'wer nichts zu verbergen hat, ...
    Wehret den Anfängen.


    Hierzu passt auch folgender Link. Das System müsste nur um die neue Möglichkeit erweitert werden. ;(


    Übrigens für FF-Benutzer, mal bei google maps auf den markierten Button klicken (siehe Bild) und staunen - wie machen die das?

  • Übrigens für FF-Benutzer, mal bei google maps auf den markierten Button klicken (siehe Bild) und staunen - wie machen die das?


    Bei mir wir der Wohnort ca. 25 Meter falsch angezeigt.

  • Bei mir wir der Wohnort ca. 25 Meter falsch angezeigt.


    Das ist bei mir aber deutlich mehr Ungenauigkeit - mehrere Kilometer. Mein Tipp wäre darauf, dass sie ein grobes Erfahrungsraster haben, das Rückschlüsse auf die Lage des Anschlusses (mindestens Ortsvorwahl-Nummernbereich?) durch die erkennbare IP und den ISP zulässt. Wie sieht das denn bei anderen als Telefonleitungszugängen aus?


    Stutzig macht mich aber, dass das bei mir, zunächstmal vom FF automatisch geblockt, erst noch meine Zustimmung erfordert. Das deutet ja vielleicht doch auch auf Ziehen von irgendwelchen Daten beim Anwender hin. Hmm?

  • Ja, bei mir auch - erst nach Freigabe wurde der Ort angezeigt.


    Allerdings kenne ich das auch vom iPhone, da gibt es auch einige Apps. die die Location nutzen wollen/müssen.


    cu Peter

  • Naja, bei Mobiltelefonen gibt es ja auch die Lokalisierungsinfo über die Funkzelle, in der man gerade eingebucht ist.

  • Trotzdem kommt ne Abfrage ob der Ort verwendet werden darf oder nicht.