Erfahrungen mit 4.6 in Sardinien

  • Ich möchte hier nur einmal kurz meine Erfahrungen mit der Software 4.6 und dem Kartenmaterial in Sardinien abgeben.


    Die erste Überraschung ereilte uns gleich 1 km nach dem Verlassen der Mietwagenstation. Das Navi führte uns um zwei Ecken zur Schnellstraße. Ging ja schnell, nur das wir dann nicht weiter kamen. Die Zufahrt zur Schnellstraße war gar nicht möglich, wir standen vor den Leitplanken der Schnellstraße X(


    Das er die Baustelle, die die Zufahrt zu unserem Hotel in Orosei blockierte nicht kannte, kann man natürlich dem Kartenmaterial nicht ankreiden. allerdings mussten wir ziemlich weit ausholen, um in den engen verwinkelten Gassen (teilweise nicht breiter als unser Panda) das Hotel zu finden. Unser Navi wollte uns partou immer wieder zur alten Route zurückführen.


    Gerade in den Städten sind wir dann doch relativ langsam gefahren. Die Hinweise zum Abbiegen kamen mal sehr spät und aber auch dann wieder sehr früh, das war gewöhnungsbedürftig.


    Bei Rotenberechnung hat unser Navi konsequent den kürzesten Weg gewählt, egal welche Einstellung. Das hatte natürlich teilweise fatale Folgen, da wir nur einen Panda und keinen HC 4 WD Auto hatten. einmal endete die Route in einem Wanderweg, der allerdings die kürzeste Verbindung zur nächsten SS war.


    Es ist schon erstaunlich, welche kleinen Straßen in den Karten vorhanden sind. In Belvi wollte er uns die Serpentinen ersparen und die ein extrem enge und steile Gasse nach unten schicken. Ein Einheimischer kam gleich auf uns zu und sage nur Satellit? Er riet uns doch die normale Straße zu nehmen. Für Leute mit Hang zum Abenteuer wäre die Gasse wahrscheinlich eine Herausforderung gewesen.


    Fazit: Bis darauf, dass das Kartenmaterial nicht ganz so frisch zu sein scheint (einige neue autobahnähnliche Schnellstraßen waren noch nicht bekannt) hat das Gerät ganz gut Dienste geleistet. Es hat uns immer wieder, wenn auch teilweise durch abenteuerliche Gässchen in den Städten zum Ziel geführt. Man muss sich nur an die teilweise andere Reaktioszeit gewöhnen. Auch als Fußgängernavigator in den Städten war es prima zu gebrauchen.

    Einmal editiert, zuletzt von Diddi99 ()

    • Offizieller Beitrag

    danke für deinen bericht.
    dem gerät fehlt eindeutig der punkt: "unbefestigte strassen vermeiden". damit wären ausflüge in waldwege vermeidbar.
    das die leitplanke an der hauptstrasse evtl erst neuen datums ist fiel mir noch zum thema ein.
    ansonsten sehr interessant.



    mfg rohoel.

  • Zitat

    Original von Diddi99
    Das er die Baustelle, die die Zufahrt zu unserem Hotel in Orosei blockierte nicht kannte, ................ Unser Navi wollte uns partou immer wieder zur alten Route zurückführen.


    Für solche Fälle gibt es eine Funktion in der Software, die sich "Route sperren" nennt.
    --> Manual Seite 49, Zitat:
    "Route sperren
    Unter Umständen kann es auf der geplanten Route zu Verkehrsbehinderung kommen, die zum
    Zeitpunkt der Routenplanung (noch) nicht bekannt waren und daher nicht in die Berechnung einfließen
    konnten. In diesem Fall können Sie während der Routenführung manuell einen auf Ihre aktuelle
    Position folgenden Streckenabschnitt sperren, um eine Alternativroute für die gewählte Distanz
    zu berechnen und die Verkehrsbehinderung auf diese Weise navigationsgeführt zu umgehen.
    Gehen Sie wie folgt vor, um einen Routenabschnitt zu sperren:
    1. Tippen Sie auf die Schaltfläche Route sperren: Daraufhin wird der Bildschirm Route sperren
    geöffnet.
    2. Wählen Sie die gewünschte Distanz aus der Liste aus: Wenn die gewünschte Distanz im aktuellen
    Listenausschnitt nicht zur Auswahl steht, können Sie die Liste über die Schaltflächen
    und durchsuchen. Folgende Optionen stehen zur Auswahl: 100/500 m, 1/2/5/10/15/25
    km.
    Nach Auswahl der Distanz berechnet Ihr Navigationssystem eine Ausweichroute und wechselt automatisch
    in die Kartenansicht: Die Zielführung wird aktualisiert und umgeleitet. Das Symbol in
    der Kartenansicht markiert die Position, ab der die Route gesperrt wurde (bzw. die Distanz für die
    Funktion Route sperren ausgewählt wurde). Am Ende der Ausweichroute wechselt Ihr Navigationssystem
    wieder auf die ursprünglich geplante Route und setzt die Zielführung fort. Um die Sperrung
    von Streckenabschnitten wieder aufzuheben, gehen Sie wie folgt vor:
    1. Tippen Sie auf die Schaltfläche Route sperren: Daraufhin wird der Bildschirm Route sperren
    geöffnet.
    2. Tippen Sie auf die Schaltfläche : Die aktuelle(n) Sperrung(en) werden aufgehoben.
    Wenn Sie die Routensperrung verlassen möchten, kehren Sie mit der Schaltfläche zum Auswahlmenü
    für die Routeninformationen zurück."



    Gruß
    bonnie

  • Danke Bonni für Deinen Hinweis. Bei uns war das schöne, dass wir unser Hotel sahen, aber nicht hinfahren konnten, da die Straße erneuert wurde.

  • Hallo,


    ich war waren schon öfters auf Sardinien (mit verschiedenen GoPal-Versionen) und kann Deine Einwände verstehen und auch nachvollziehen, aber man muss bedenken, dass erstens die Straßenbautätigkeit auf der Insel recht groß ist (Kreisverkehre sind sehr beliebt ...), aber auch manche Orte nur via Sandstraße zu erreichen sind.
    Man muss dort dann doch noch etwas mehr mitdenken und sich lieber genau überlegen, ob man die schöne ausgebaute Straße wirklich verlassen will, um eine "Abkürzung" über einen Feldweg zu nehmen.
    Auf der anderen Seite muss ich sagen, dass das Navi uns eigentlich an jeden -noch so abgelegenen- Strand gelotst hat, der wirklich nur über eine kilometerlange Holperpiste erreichbar ist.


    Ich denke, dass viele Probleme einfach am Kartenmaterial liegen.


    Da fällt mir ein, dass wir auch mal durch eine Furt (eine Durchquerung eines Baches) hätten fahren sollen, obwohl ein paar Meter weiter eine Brücke war...


    Gruß,
    Stefan

  • Vielleicht ist mein Beitrag etwas zu negativ rüber gekommen. Aber genau so, wie Du das jetzt hier beschreibst, haben wir das auch empfunden. Wichtig ist hier eigentlich, das man neben der Ansage auch noch die Karte im Blick hat. Das war bei mir nicht so möglich, da ich keine vernünftige Halterung mitgnommen habe, welches ein Fehler war.


    Leider kann man aus den Karten nicht den Straßenzustand erkennen. Wir hatten mehrere Straßen, die ganz harmlos und auch noch relativ breit begannen, dann immer enger und zum Schluss dann in eine Schotter- bzw. Sandpiste überging. In einem Fall sogar wurde es praktisch zu einem Wanderweg.


    Nicht, dass ich solche Pisten nicht schon gefahren wäre. In den USA fahre ich ganz bewusst Gravelroads. Nur da hatte ich dann auch das entsprechende Auto, mit 4WD und, was noch wichtiger ist, mit HC (high clearance). Mit denen wäre ich allerdings auf Sardinien wohl an der Breite derRoads gescheitert :D