Raclette schmeisst FI-Schalter raus


  • ;D
    Der Strom wird ja nicht gedreht :gap , sondern der sog. Nullleiter und Phase von der Steckdose kommend am Geräteeingang umgetauscht.


    An der Steckdose habe ich zwei Kontakte (Nullleiter/ Phase) und zusätzlich den Schutzkontakt(e)


  • Salve cora,


    ja, es sind immer 230V,


    das Kabel hat normal drei Adern:
    Phase = +
    Null = -
    Schutzleiter = Ableitung zum Fi-Schalter


    Über die Phase wird der Strom zum Gerät geleitet, über Null vom Gerät abgeleitet.
    Dreht man den Stecker in der Steckdose so dreht man die Fließrichtung des Stromes im Gerät. daraus kann man u.U. einen möglichen Fehlerort im Gerät eingrenzen.


    LG - Pinguin


    edit: Friedrich war schneller, aber weniger ausführlich

    Einmal editiert, zuletzt von Lucky-Felix ()

  • Zitat

    Original von Lucky-Felix
    ..
    Dreht man den Stecker in der Steckdose so dreht man die Fließrichtung des Stromes im Gerät. daraus kann man u.U. einen möglichen Fehlerort im Gerät eingrenzen...


    Danke für diese Erklärung, darauf wollte ich ja hinaus. ;)


    Andererseits ist unser Strom natürlich ein Wechselstrom, da ändert sich die Fließrichtung periodisch. Aber trotzdem kann es zur Fehlereingrenzung ein Unterschied sein, an welchem Anschlusse Phase und Nullleiter in Bezug auf das Gehäuse/ Schutzleiter liegen.

    2 Mal editiert, zuletzt von fwsurfer ()

  • steckdosenstrom ist doch wechselstrom
    sprich man kann ihn nicht verkehrt rum einstecken


    sorry, mir fehlen dazu die fachausdrücke
    aber bei einer normalen steckdose ist es wurscht wie käse wie rum ich ein gerät einstecke, es läuft immer gleich

  • Zitat

    Original von cora93
    steckdosenstrom ist doch wechselstrom
    sprich man kann ihn nicht verkehrt rum einstecken
    ..


    Richtig erkannt, siehe meinen vorigen Beitrag, da hatte ich das nämlich noch ergänzt. ;)

  • Zitat

    Original von cora93
    steckdosenstrom ist doch wechselstrom
    sprich man kann ihn nicht verkehrt rum einstecken


    sorry, mir fehlen dazu die fachausdrücke
    aber bei einer normalen steckdose ist es wurscht wie käse wie rum ich ein gerät einstecke, es läuft immer gleich


    ... ja, man kann ihn nicht verkehrt herum reinstecken ...


    ... da es Wechselstrom ist, läutf das Gerät immer ...


    ... aber, stell Dir einen Kreisverkehr vor, da kannst Du linksherum (sollte man nicht), oder rechtsherum durchfahren, Du kommst an der selben Ausfahrt auf der anderen Seite an, aber sollte es rechtsherum ein Schlagloch geben, dann merkst Du das nur wenn Du rechtsherum fährst, linksherum merkst Du nichts.


    Ok, es hinkt ein wenig, beschreibt aber den Effekt.

  • ich lasse das jetzt einfach mal dahin gestellt und werde morgen einen fachmann fragen.


    für mich ists nach wie vor unlogisch, vielleicht find ich beim experten eine für mich zufriedenstellende antwort


    ps: sorry für OT (naja, nicht so ganz OT, aber trotzdem)

  • Zitat

    Original von cora93
    ich lasse das jetzt einfach mal dahin gestellt und werde morgen einen fachmann fragen.


    für mich ists nach wie vor unlogisch, vielleicht find ich beim experten eine für mich zufriedenstellende antwort


    ps: sorry für OT (naja, nicht so ganz OT, aber trotzdem)


    Ok, dann das Selbe nocheinmal etwas technischer.


    Es wird im Raclette ein Kriechstrom an der Heizwendel vermutet, der den FI auslöst, wenn das Gerät aufhört zu heizen.
    Solange der Strom ungehindert über den Nullleiter abfließt, ist der zusätzliche Widerstand des Kriechstromes zu gering, um den FI anzusprechen.
    Wenn der Kontakt durch die Schaltung des Bimetalls unterbrochen wird sollte kein Strom mehr fließen.
    Je nach dem, wie herum der Stecker in der Steckdose steckt ist der Bimetallschalter vor, oder hinter der Heizwendel.
    Ist er vor der Heizwendel, kann kein Strom mehr an der Heizwendel auftreten, FI fliegt nicht raus.
    Ist er hinter der Heizwendel, gibt es einen Kriechstrom, der über den Schutzleiter abgeführt wird, solange der Nulleiter seinen Querschnitt zur Stromableitung zur Verfügung stellt ist diese unerwünschte Kontaktbrücke irrelevant, aber sobald diese Verbindung unterbrochen ist, muss sich die anliegende Spannung einen anderen Weg suchen --> über den Schutzleiter, was den FI auslöst.


  • Super Erklärung. Danke.


    : drink

  • Zitat

    Original von cohabit
    Hi frank,


    wirf das Teil in den Müll, für 25,99 bekommst Du bei LIDL ein neues Gerät von Tefal (mit Garantie), warum also basteln...


    +1

  • Zitat

    Original von cora93
    steckdosenstrom ist doch wechselstrom
    sprich man kann ihn nicht verkehrt rum einstecken


    sorry, mir fehlen dazu die fachausdrücke
    aber bei einer normalen steckdose ist es wurscht wie käse wie rum ich ein gerät einstecke, es läuft immer gleich


    Jaein.


    Es gibt wie gesagt eine "Phase" und einen "Nullleiter". Der Nullleiter ist geerdet, d.h. den kann man beruhigt anfassen - bitte nicht probieren!!! denn man weiß leider nicht, in welchem "Loch" der Steckdose er angeschlossen ist


    Die Phase führt 230 V gegen Erde. Und ja, bei Wechselstrom kehrt die Stromrichtiug 50 mal in der Sekunde um.


    Phase hat das Potential 230 V gegen Erde und gegen den Nulleiter,
    Nulleiter hat das Potential 0 gegen Erde.
    Schutzleiter hat normal das Potential 0 gegen Erde (und damit auch gegen Nulleiter), kann aber im Fehlerfall eines angeschlossenen Verbrauchers ein Potential annehmen (Höhe je nach Fehler). Bei einer heutigen "Normalinstallation" sínd Fehlerstromschutzschalter eingebaut (Zählertafel i.d.R.). Ein Potentialaufbau auf dem Schutzleiter führt zu einem Strom auf demselben. Übersteigt dieser den Auslösestrom des FI-Schutzschalters löst dieser aus und trennt den nachgeschalteten Stromkreis allpolig - also Phase und Nullleiter.


    Kritisch sind Heizelemente wie z.B. die Heizstäbe in Waschmaschinen, aber offenbar auch solche in Racletts :gap , vorwiegend wenn sie älter sind. Hierfür werden oft FI-Schutzschalter mit dem höheren Auslösestrom eingesetzt.


    Und ja, hat das Haus einen zentralen FI dann wird es dunkel wenn der anspricht. Im ganzen Haus.


    Übrigens: Stecker rumdrehen geht in D. In anderen Ländern nicht unbedingt, da es im Ausland ab und zu Stecker gibt die nicht wie unsere symetrisch aufgebaut sind, dort sitzt der Schutzkontakt asymetrisch, d.h. man kann den Stecker ausschließlich in einer Position stecken.

  • Klasse Eule,


    wollen wir noch einen draufsetzen ... ;)
    ... und die weiteren möglichen Fehlerursachen benennen, die durch das Drehen des Steckers nicht definierbar sind, aber das Selbe Fehlerbild zeigen ?( 8) :D


    ... und wie ich ihn kennengelernt habe, wird Frank:


    1) ein neues Raclette kaufen
    2) solange an dem alten rumschrauben, bis er entweder den Fehler gefunden hat, oder dat Ding völlig zerfleddert ist ;D


    ... gell Frank ...


    Ich wünsche einen frohen Jahresbeginn 2009 - Pinguin : drink


  • Na, dann wollen wir doch hoffen, dass er nicht mit 50 Hz durchgeschüttelt wird..... :gap


    - nicht im Wasser stehen dabei,


    - Gummischuhe,


    - keine Schweißfüße...


    :]

    Einmal editiert, zuletzt von karomue ()

  • Zitat

    Original von cora93
    ...
    für mich ists nach wie vor unlogisch, ...


    Hallo Cora


    Keine Angst, Frauen denken nicht immer Unlogisch
    Wenn das "unterschiedliche Einstecken" in der Praxis einen Unterschied ergeben wuerde, dann waere die gesamte Systematik des FI-Schutzschalters hier nicht mehr logisch. Vorraussetzung ist natuerlich, dass vom Systemaufbau her vernuenftige Geraete "eingesteckt" werden. Das sollte man aber zuerst einmal unterstellen.