Ein Klavier, ein Klavier - aber welches

  • Hi,


    ich brauche mal wieder gute Ratschläge.


    Unser holder Nachwuchs bekommt seit geraumer Zeit Klavierunterricht und wir wollen jetzt ein gebrauchtes Klavier kaufen. Wir waren heute bei einem Fachhändler, der neue und gebrauchte Klaviere von 1.000 bis weit über 20.000 anzubieten hatte. Außerdem werden bei uns im örtlichen Anzeigenblatt und bei Ebay Klaviere aller Farben und Sorten zu Preisen ab ganz wenig angeboten.


    Jetzt steh ich vor dem Problem, dass ich zwar prüfen kann ob jedes Drücken einer Taste dem Instrument auch einen Ton entlockt, ich kann feststellen ob mir ein Klavier als Möbelstück gefällt und ich kann ungefähr sagen ob ein Klavier für mich angenehm klingt oder nicht aber wirklich beurteilen kann ich die Angebote nicht. Auch der Fachmann im Klaviergeschäft konnte nicht so recht sagen warum die Preisunterschiede so gewaltig sind und hat Preisnachlässe angeboten, die mich fast vom (Klavier)hocker gehauen haben. Die Preise dort sind aber immer noch wesentlich höher als die Angebote von Privat.


    Worauf muss ich denn beim Kauf eines gebrauchten Klavieres achten? Mir persönlich gefällt ein älteres Gerät, dass ruhig benutzt aussehen darf, besser als ein poliertes neues Instrument aber kann man ruhigen Gewissens auch ein altes Klavier kaufen? Vielleicht kann mir ja jemand die Erleuchtung bringen, worauf man beim Klavierkauf achten muss und wie man ein Schnäppchen vom Reinfall vor dem Kauf unterscheidet.


    Schon jetzt vielen Dank für eure Unterstützung.


    Gruß
    Frank

  • Hallo


    Leider kann ich keinen direkten Rat geben, zumindest aber den Impuls, alternativ auch über die Anschaffung eines Digital Pianos nachzudenken. Dazu sollte man ebenfalls in ein entsprechendes Fachgeschäft gehen und sich beraten lassen.


    Vorteile eines Digital Pianos:


    - Kein Stimmen notwendig (auch nach Jahren nicht)
    - Einstellbare Lautstärke :D
    - Kopfhöreranschluss ;)
    - einfach zu transportieren, weniger Platzbedarf
    - natürlicher Klang
    - Anschlagsdynamik und Feeling fast wie beim "echten" Klavier
    usw.


    Empfehlen kann ich Produkte der Fa. Yamaha, z.B. aus der CLP Serie.

  • Hallo Frank,


    hhmm, bei einem "echten" Klavier solltest Du auch immer bedenken, dass es in "Stimmung" gehalten werden muss, also in regelmässigen Abständen durch einen Fachmann gestimmt werden muss.


    Ich weiss nicht, welche Ambitionen Dein Nachwuchs hat, aber ich würde mich auch mal mit dem Thema elektronisches Klavier beschäftigen. Da gibt es zwischenzeitlich Instrumente, welche sich zumindest klanglich und auch bezüglich des Anschlags nicht hinter "echten" Klavieren verstecken müssen. Der Anschlag ist (fast) identisch, wenn man ggf. ein paar kleine Eigenheiten beachtet, eventuell mal mit dem Klavierlehrer klären, wie er da sieht. Ausserdem machen sich die elektronischen aus meiner Sicht vor allem in einem moderneren Ambiente wirklich nicht schlecht. Und die Möglichkeit des leisen bis lautlosen (mit Kopfhörer) Übens ist vielleicht auch nicht zu unterschätzen.


    Bei "nomalen" Klavieren solltest Du IMHO vor allen bei gebrauchten schon einen Fachmann hinzuziehen um den aktuellen Zustand zu klären. Der Verkäufer ist das sicherlich nicht unbedingt der beste Berater.


    Und um einen aktuellen Überblick über die Möglichkeiten in "neu" zu bekommen ist sicherlich Thomann ein Hilfe, wenn Du mal nach Franken kommen solltest, lohnt sich sicher auch ein Besuch dort. Aber auch viele örtliche Verkäufer haben oft sehr interessante Angebote.


    Gruss, Snoopy


    Edit: Friedrich war schneller, übrigens habe ich seit Jahren ein Instrument von Korg, was den Yamahas zumindest seinerzeit klanglich überlegen war. Aber das Anhören und Ausprobieren vor Ort schadet auch bei elektronischen Klavieren (oder Digital Pianos) nicht.
    Edit 2: Noch was: Du hast ja gerade das Thema neuer Rechner gehabt. Die Verbindung von Digital Piano (mit Midi-Schnittstelle o.ä.) und PC mit passernder SW eröffnet viele sehr interessante Möglichkeiten (da sollte ich auch mal wieder ran...) Die Schnittstellen sollte man aber mal klären, ich habe noch eine Soundkarte mit Midi-Schnittstelle, die sich mit meinem Korg versteht (und auch weiterer Peripherie), Alternative waren die Gameports mit entsprechenden Adaptern. Aktuell bin ich da nicht ganz im Bilde, aber da kann der verlinkt Shop oder der Händler vor Ort sicher auch weiterhelfen.

    4 Mal editiert, zuletzt von Snoopy63 ()

  • Und was sagt der Nachwuchs dazu? ?( :D


    Ich wurde auch seit meinem 4.Lebensjahr zum Klavierspielen "genötigt" (später folgte auch noch Geige, weil man mir musikalische Begabung nachsagte). Irgendwann stieg ich um aufs "Orgeln" :D und hatte sogar einen Auftritt als 17-jähriger in München mit einem Klassikorchester.


    Da ich hier von elekronischen Pianos lese: früher gab es die mit dem klavierähnlichen Anschlag nicht, und durch das Orgelspielen habe ich das typische Klavierspielen verlernt.


    Und dann kam der Barras (4 Jahre), und dann wars ganz aus mit Musizieren.


    Mit anderen Worten: die ganze geopferte Freizeit in meiner Kindheit war dahin. :-D)


    Daher nochmals die Frage: was sagt der Nachwuchs dazu? :P

    Navigation mit Google Maps über Android Auto und AAWireless im Nissan Qashqai Akari Automatik. Zusätzlich ist POIbase NAVI ein treuer Beegleiter meiner Fahrten  ;)

    Einmal editiert, zuletzt von HSVMichi ()

  • Hallo Frank,


    auch ich wuerde zu einem elektronischem Klavier raten. Platz und Kosten sind ein gewichtiges Argument.


    Sprich auf jeden Fall mal mit der Klavierlehrerin/Lehrer welches sie empfehlen. Auf was grundsaetzlich zu achten ist, haben Friedrich und Snoopy ja schon geschrieben. Ich weiss nicht mehr welches ich fuer meine Enkelin bestellt habe... hab so ca. 500.- Euro letztes Jahr ausgegeben.


    @michi: was die Lust der Kinder betrifft, kommt heutzutage der Wunsch von den Kindern selbst !! Die Frage heute lautet: was sagen die Eltern dazu und was wollen/koennen sie ausgeben. ;D

  • Prima, das ist ja wieder ein ganzer Sack voller Antworten. Danke!!!


    Unsere Tochter spielt seit drei Jahren freiwillig und immer noch mit Begeisterung Keyboard und wollte unbedingt zusätzlich auch Klavier spielen. Wir haben daher schon ein Yamaha Keyboard (3000) aber sowohl die Klavierlehrerin als auch meine Tochter tendieren eindeutig zu einem "richtigen" Klavier. Unser Nachwuchs spielt jetzt auf dem Keyboard "Klavier" aber das hat keine gewichteten Tasten und der gesampelte Sound ist gut aber ein Klavier aus Holz klingt doch noch anders.


    Die Klavierlehrerin hat uns sogar angeboten, dass sie uns mal begleitet wenn wir uns ein Klavier anschauen wollen aber es werden so viele angeboten, dass wir, bzw. ich schon mal eine Vorauswahl treffen wollten, da ich der netten Damen kaum zumuten kann mit uns zusammen fünf, sechs oder sieben Klaviere bei verschiedenen Adrerssen anzuschauen.


    Wenn wir im Fachgeschäft kaufen und dort die Klavierlehrerin mitnehmen, können wir sicher ein vernünftiges Instrument zu einem annehmbaren Preis bekommen. Lieber wäre mir natürlich ein tolles Klavier zu einem Superpreis. :] Privat werden Klaviere zumindest hier im Großraum Bonn regelrecht verschleudert.


    Gruß
    Frank

  • Hallo Frank,


    Entscheidend bei einem "analogen" Klavier sind für mich eigentlich folgende Dinge:
    Der Klang
    Der Zustand der Mechanik
    Die (Ver)Stimmung
    und schließlich die Maße, Farbe etc., schließlich kann man ein Klavier im Gegensatz zu einem Keyboard nicht mal eben einfach so wegpacken, wenn Besuch kommt)


    Bei der Auswahl würde ich Deine Tochter anspielen lassen, da hört man schon einiges über den Klang, das ist rein subjektiv, ob es einem gefällt oder nicht. Beachten: im großen Verkaufsraum klingt es ganz anders als im kleinen Kämmerlein zu Hause.


    Dann würde ich auf die Mechanik bei den Pedalen schauen und mir auch die Hämmer anschauen. Sind sie schon recht verschlissen, hat man nicht mehr lange Spaß damit.


    Nichts ist schlimmer als ein verstimmtes Klavier. Ein Klavier vom Händler wird vermutlich überholt sein und dementsprechend gestimmt, beim Privatverkauf ist da das Risiko natürlich höher. Selber stimmen kannst Du vergessen. Je nach Tonlage sind für einen Ton ein bis drei Saiten zu stimmen, die sich natürlich gegenseitig beeinflussen usw. Auch musst Du damit rechnen, dass das Klavier nach dem "Einzug" nicht mehr stimmt. Umwelteinflüsse (Temperatur, Luftfeuchtigkeit... das Holz arbeitet ja nach und muss sich dementsprechend akklimatisieren) oder auch Transportfehler haben da einen Einfluss. Frage den Händler also nach Serviceleistungen. Da das ganze eine größere Investition ist und die wohl länger halten und benutzt werden soll, würde ich da eher zum Händler tendieren. Privat würde ich ein Klavier höchstens als Schmuckstück kaufen (So eins haben wir auch rumstehen, sieht gut und alt aus, aber komm bloß nicht auf die Idee, drauf zu spielen).


    Schließlich muss das Ding in die Wohnung passen, mit den übrigen Möbeln harmonieren und nicht im Weg rumstehen.


    Da das ganze eine größere Investition ist und die wohl länger halten und benutzt werden soll, würde ich da eher zum Händler tendieren. Privat würde ich ein Klavier höchstens als Schmuckstück kaufen (So eins haben wir auch rumstehen, sieht gut und alt aus, aber komm bloß nicht auf die Idee, drauf zu spielen).


    Das wären mal meine spontanen Gedanken dazu.


    Gruß
    Hendrik

  • Hallo,ich habe ton studio und empfele nur ein klavier keine electronic.Ien klavier kauft man nur mit musik lehrer.Musik zu lernen bedeutet shr viele jahre fordern.Ien steinway model Z oder F gebrauchte aus gute quele wäre gut.Man kan es verkaufen falls sohn nicht spielen wil.mehrunter tel 0711 5509119,sygmund