Richtig: Bei verdrehter Karte reichen 2 Kalibrierungspunkte nicht, da braucht man 3 für eine exakte Berechnung. Der 4. Punkt kann trapezförmige Verzerrungen (schief fotografiert) korrigieren. Bei Froschaugenverzerrungen (zu nahe mit dem Foto an der Karte) ist Glopus machtlos. Ich bin beim Erklären stillschweigend von unmanipulierten Karten ausgegangen, wie sie normalerweise von Screenshot aus Programmen mit 1:1 Darstellung zu erwarten sind.
Die Anmerkung zu Merkator ist fast richtig: Für lamda0 nimmt Glopus immer default 0. Das entspricht den Google, OSM und viele anderen Karten, mehr wird halt (noch) nicht einstellungsseitig unterstützt. Mit lamda0=0 reichen also auch wieder 2 Punkte. GMM schreibt sogar die ganzen Mercator Parameter mit in die kal Datei. Nie getestet, aber normalerweise werden die auch beim Lesen wieder berücksichtigt und damit für die Berechnung der Darstellung hergenommen (Siehe unten). Toolsseitig habe ich aber noch keine Anzeige- und Einstellungsmöglichkeiten.
Richtig: Das Datum kann man für die Kartendarstellung vergessen. Wichtig ist das Datum dagegen bei der Eingabe der Kalibrierungspunkte.
Zum Kal Format: Eine Karte in den GMM Laden, doppelklicken, "Kartenkalibrierung" auf jede mögliche Projektion stellen, "Speicher Kalib." drücken und schon kann man das Kal Format sehen z.B.:
[Projection]
Hemisphere = N
Zone = 32
Projection = UTM
CoSys = UTM
oder
[Projection]
Scale_Factor = 1.000000
False_Northing = 0.000000
False_Easting = 4500000.000000
Central_Meridian = 0.209440
Origin_Latitude = 0.000000
Projection = Transverse Mercator
CoSys = Gauß-Krüger (D)
CoSys ist das, was in GMM (und so der Plan später auch in Glopus) angezeigt und eingestellt wird. Bewußt wenig Details um Otto-Normalverbraucher wie mich vor 2 Jahren nicht zu überfordern. CoSys reicht im Kal auch aus, damit Glopus richtig rechnet. Die anderen Parameter definieren die Rechnungsparameter und werden nach CoSys gelesen. D.h. CoSys setzt alle Parameter, wie GMM sie als default definiert, aber mit den anderen Werten können diese Defaults überschrieben werden.
Wie ich das in Glopus genau berechne, kann ich beim besten Willen hier nicht wiedergeben, aber definitiv ist es exakt im Rahmen der oben genannten Parameter. Es könnten minimale Darstellungsverzerrungen in Glopus zu sehen sein, falls Glopus Karten mit sehr verschiedenen Maßstäben und Projektionen gleichzeitig auf das Display rendert (kleiner Maßstab als zentrale Kachel, am Rand großer Maßstab mit anderer Projektion). Solange alle aktuell genuzten Kacheln die gleiche Projektion nutzen ist Glopus 100% genau. Praktisch konnte ich den Fall noch nicht nachweisen.
Wie gesagt, gmf kennt noch keine Projektionsparameter. Diese Bitmaps mit kal Datei müssen z.B. in einem Zip Folder abgelegt werden. Der Kartencache den Glopus zum schnellen Lesen benutzt, merkt sich aber schon die ganzen Parameter.
Warum weigerst Du Dich einfach mal zu testen? Ich hänge mal 2 Bilder vom GMM an, in den ich die gleiche Render Engine eingebaut habe. Es werden verschiedene Maßstäbe zusammengerändert. Einmal mit falscher "Projektion der Kartenansicht", da sieht man Augsburg um fast einen halben Bildschirm verschoben und auch die nächste Maßstabsgrenze liegt ca. 5 - 10 Pixel daneben. In dem anderen Bild liegen dagegen z.B. die Autobahnanschlüsse nur 1/2 bis max. 1 Pixel daneben und das muss nicht an Glopus oder dem GMM liegen, aber um ein Pixel will ich mich nicht streiten. In Glopus kann man diese Einstellung nicht vornehmen. Glopus schaltet automatisch auf die Projektion der zentralsten Kachel.
Es ist richtig: Momentan unterstütze ich in GMM/Glopus noch nicht sehr viele Projektionen und in Alaska wäre man mit Glopus nicht gut bedient. Falls es Dir aber z.B. um Google Karten geht, dann sehe ich keine Probleme.