Na, das ist aber ein arg umständliches und fehleranfälliges Vorgehen. Ich nutze meinen Holux M-241 für zwei Dinge: Tracks aufzeichnen für OpenStreetMap-Kartografie und GeoTagging von Fotos. Für dich ist nur der 2. Fall relevant. Das Vorgehen ist hier üblicherweise so, dass man kontinuierlich den Track aufzeichnet, hier reicht eine geringere zeitliche Auflösung von 5 oder 15 Sekunden aus. (einstellbar: 1, 5, 15, 30, mehr...) Nachher am PC fügt man mit einem speziellen Programm ("GeoTagging-Software", gibt es mehrere) zu jedem Foto die Position hinzu, die dem Track zum Zeitpunkt des Fotos entspricht.
Der Vorteil dabei ist, dass man vor Beginn der Reise den Logger einschaltet und die Aufzeichnung startet, dann steckt man das Gerät in den Rucksack und los geht's. Die Fotos macht man ohne auf irgendwas diesbzgl. aufzupassen. Kein Stift, kein Tastendruck, kein separates Gerät zu handhaben. Dabei ist nur wichtig, dass man gut aufgeladene Akkus verwendet (Eine Varta 2700 mAh AA reicht für mind. 12, hochgerechnet max. 18 Stunden), da man nicht ständig aufs Display schaut, um den Zustand zu prüfen, und dass man die Kamera einmal genau (möglichst sekundengenau) nach des angezeigten GPS-Zeit einstellt, damit die spätere Synchronisierung klappt.
Man kann zwar auch einzelne Trackpunkte per Tastendruck speichern, aber ihnen keine Bezeichnung zuweisen, was sie nahezu nutzlos macht, und das Auslesen klappt AFAIK auch nur mit dem Holux-Programm, das ehrlich gesagt beschissen ist. (Sieht aus wie Windows 3, ist umständlich und langsam.) Ich verwende zum Auslesen gpsbabel, das lässt sich per Batch-Datei automatisieren, sodass ein Tastendruck genügt, um das komplette Log in eine GPX-Datei zu speichern und den Speicher im Gerät zu löschen.
Ob man die Anzeige der Koordinaten ändern kann, müsste ich nachschauen, so spannend finde ich diese Angabe im freien Feld nicht. Zur Navigation taugt sie nicht und Faltkarten sind oft zu ungenau zum Ablesen von Längen-/Breitengrad. Höhe, Geschwindigkeit, Richtung und Wegstrecke sind zur Navigation viel interessanter, wenn man eine Karte hat.
Edit: Ach ja, ich habe den Logger seinerzeit mit einer Neopren-Schutzhülle gekauft, die weniger gegen Wasser als gegen Stöße schützt. Darin kann ich den Logger einfach so in meinen Rucksack oder sonstwohin werfen und der Empfang ist immer noch einwandfrei. In der Hülle im Rucksack im fahrenden Reisebus auf einem Gangplatz gab es über Stunden keine sichtbaren Messfehler. Also der Empfang ist super. Zur Kartografie von Innenstädten muss man mehr aufpassen, aber für diesen Zweck ist es vollkommen okay. Freilicht muss man die Position inmitten von Häuserschluchten später mglw. von Hand korrigieren, aber mit GeoSetter (s.o.) ist das recht komfortabel möglich.