Newskommentare: TomTom will Teleatlas übernehmen!


  • Da hatte ich bisher andere Informationen. Imho kann man zwar den Grad der Zuverlässigkeit der Änderungen wählen kann (von TA geprüft über vertrauenswürdige Personen bis zu mehrfach die gleiche Meldung erfolgt), aber die eigenen Veränderungen werden nicht sofort berücksichtigt.


    Franz, bist Du da sicher ?

    Kaum bist mal kurz weg sieht alles gleich ganz anders aus ??

  • Hallo allerseit´s,


    nachdem ich mir diesen Thread nun durchgelesen hab, stehen mir einige ??????? über der Stirn ! ?( ?( ?(
    Was hat denn das alles nun für mich als Endverbraucher (sprich GO Inhaber) zur Folge ???
    Krieg ich jetzt bessere und günstigere Karten, oder, oder, oder ???? ?(
    Wer möchte, bzw. kann da mal was zu sagen ??? :( :(


    P.S. Sachdienliche Hinweise sind an dieses Forum zu richten, Zur Ergreifung der Antwort ist eine Belohnung (ein Dank) ausgesetzt ;D ;D

    2 Mal editiert, zuletzt von Teddy2004 ()

  • Hallo miteinander,




    Zitat

    und alle schreien Juhu.



    Eben nicht, @harhuettne.


    Die Mitteilung von Tobias hat eine erfreulich sachliche, teilweise ausgesprochen niveauvolle Diskussion angestoßen.


    Die teilnehmenden User werfen ihr Wissen und ihre Erfahrung mit diesen Entwicklungen vorsichtig zusammen und versuchen, gemeinsam einen Ausblick zustande zu bringen. Das geschieht mit aller Vorsicht. Sozusagen mit spitzen Fingern drehen und wenden wir das Ereignis, das uns hier beschäftigt.


    Solche Prognosen müssen naturgemäß nicht zutreffend sein. Aber ohne eine gewisse Nüchternheit kommt man nicht zu einigermaßen tragfähigen Feststellungen.


    Wenn die Entwicklung sich in den nächsten Monaten und Jahren dann real abzeichnet, wird Zeit genug sein für Jubel oder Beschimpfungen.


    Einstweilen versuchen wir, abzuschätzen, was uns erwartet. Und Ich glaube, ein sorgenvoller Unterton schwingt in den meisten Postings mit.


    Gruß
    artur

  • Zitat

    Original von artur
    Einstweilen versuchen wir, abzuschätzen, was uns erwartet. Und Ich glaube, ein sorgenvoller Unterton schwingt in den meisten Postings mit.


    Ich glaube, jeder einzelne kann noch mehr tun: Er könnte sich wirklich bewusst eine Meinung bilden, diese hier und anderswo kommunizieren und entsprechend auch Kaufentscheidungen treffen.


    Meiner Ansicht nach, ist dieser Weg der einzige Weg sich persönlich und auch unsere globale Gesellschaft aus den Fängen des puren Kapitalismus zu entwirren.


    Wie wäre es z. B. mal darüber nachzudenken, ob TomTom wirklich so gut ist wie der Marktanteil in Deutschland vermuten lässt. Damit verbunden die Frage, warum TomTom gerade in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern einen ERHEBLICH höheren Marktanteil hat?


    Im Vergleich zu MioMap finde ich persönlich die Benutzeroberfläche und die TMC Unterstüztung nur grottenschlecht.


    Was ist es, dass jeden einzelnen von uns motiviert hat einen TomTom zu kaufen? Machen wir uns bei unseren Kaufentscheidungen einfach zuwenig Gedanken?


    Sind wir uns bewusst, dass wir mit unserer Kaufentscheidung jeweils auch ein Unternehmen unterstützen, die versuchen die globale Alleinherschaft in dem Marktsegment zu erlangen? Und mit unserem Kauf unterstützen wir diese.


    Dieses ist kein Bykottaufruf gegen TomTom. Bitte versteht es nur als Anregung zum Nachdenken.

  • Hallo miteiander,



    Zitat

    Was hat denn das alles nun für mich als Endverbraucher (sprich GO Inhaber) zur Folge ???


    Krieg ich jetzt bessere und günstigere Karten, oder, oder, oder ?
    Wer möchte, bzw. kann da mal was zu sagen


    Diese Fragen scheinen berechtigt. Aber über die praktischen Auswirkungen auf den Kunden der Marke TomTom oder anderer Navisysteme läßt sich noch schwieriger spekulieren.


    Da gibt es viele Entweder- - oder.


    Entweder TT hat sich mit dieser Aktion übernommen oder sie setzen ihre Wünsche durch. Was geschieht, wenn TT nicht die vorgegebenen 80% der Aktien in Besitz bekommt? Was geschieht, wenn die Finanzierung platzen sollte?


    Dann müsste sich der User von TT auf turbulente Zeiten einstellen. Firma pleite, möglicherweise kein Support usw.


    Nach den inzwischen vorliegenden Urteilen von Experten ist die Übernahme allerdings kein Abenteuer, sondern von kühlen Köpfen klug geplant. Ich sehe deshalb ein Scheitern der Übernahme auch nicht, zumal es ja keine feindliche Übernahme ist. Aber eine Gefahr besteht immer.


    Entweder die Konkurrenz kann sich auf den technischen Vorsprung, der durch diese Fusion entsteht, einstellen, oder sie wird langsam vom Markt gedrängt. Das ist noch nicht entschieden. Ich meine, die Konkurrenz wird Mittel und Wege finden, sich der Situation anzupassen.


    Ein Monopol von TT wäre für den User weniger wünschenswert. Eine verschärfte Konkurrenz dagegen allemal.


    Viel wahrscheinlicher als solche Entweder - oder - Verläufe sind Entwicklungen im breiten Feld wirtschaftlicher Kompromisse. TT hat viele überzeugte User, aber TT kann mit seiner pragmatischen Navigations-Philosophie weitere User nur schwer überzeugen. TT müsste seine Philosophie ändern, um weiter zu wachsen.


    Es wird Platz bleiben für neue Ideen. Das ist die eigentliche Waffe gegen Marktballungen. Es scheint ein Gesetz zu geben, dass Größe sich schlecht mit Genialität verträgt. Darauf werden die anderen setzen müssen, es bleibt ihnen sonst kaum etwas anderes übrig.


    Aber warten wir es ab. Für den User ändert sich in diesem Jahr nichts mehr, jedenfalls nicht durch diese Fusion. Frühestens auf der nächsten CEBIT wird man eine Änderung bemerken können.


    Und dann müssen wir neu diskutieren - und die Frage bleibt: was hat der User davon.


    Gruß
    artur

  • Bislang war ich davon augegangen dass TomTom bei der MapShare Technologie die Übermittlung der gemeldeten Fehler/Korrekturen von TeleAtlas Geld erhalten bzw. vergünstigt an neues Kartenmaterial kommen würde.
    Nun sollte jedem klar sein dass TomTom die Übernahme bereits seit geraumer Zeit geplant hatte.


    Die Idee mit MapShare ist gut. Nun sollte Navteq sich überlegen ob sie nicht auch die Schnittstellen zum Kartenmaterial öffnen so dass die Navihersteller die auf Navteq-Karten setzen ebenfalls eine ähnliche Technologie nutzen könnten.


    Sascha

    Einmal editiert, zuletzt von SaBo ()

  • Also ich gehe auch davon aus, dass TomTom diese Uebernahme nicht wegen kurzfristigen Gewinnüberlegungen tätigt, sondern sich damit eine Marktposition erarbeitet, die ein anderer Hersteller wohl nur durch die Uebernahme von NT erreichen könnte.


    Und das Zusammenkommen von Karten- und Navigationsgerätehersteller eröffnet Möglichkeiten, die einen neuen Monopolisten entstehen lassen könnten.


    Ein Bisschen Spekulation:


    Wir können davon ausgehen, dass die Vernetzung in den nächsten Monaten und Jahren massiv voranschreiten wird. Ständig (auch mobil) mit einer vernünftigen Flatrate online zu sein, ist nur noch eine Frage der Zeit (z.B. hier in der Schweiz bietet die Swisscom eine Flatrate von ca. 10 für 50MB Handy Datentransfer).


    TomTom könnte demnach Geräte bauen, die jede Abweichung von einer geplanten Route aufzeichnen und sofort an einen zentralen Server senden. Wenn also eine neue Strasse eröffnet wird, weiss TomTom das, nachdem das erste Navigerät diese Strasse benutzt hat. Nach 10 oder 100 Meldungen, können sie als gesichert davon ausgehen, dass es da eine neue Strasse gibt. Oder nachdem 10 Fahrzeuge einen Autobahnabschnitt ungeplant meiden, können sie davon ausgehen, dass die Strecke gesperrt ist. Meldungen könnten auch abgesetzt werden, wenn auf einem Autobahnabschnitt die zulässige Geschwindigkeit über eine gewisse Strecke um 50% reduziert ist u.s.w. Damit verfügte TomTom über die aktuellsten und genausten realtime Daten, die für alle TomTom User wieder zur Verfügung stehen könnten. Wenn in die Geräte noch eine Kamera eingebaut würde, könnte TomTom noch weitere Infos über Beschilderungen und Verkehrsübersicht bekommen, die für die Verbesserung des Kartenmaterials und der Beurteilung der aktuellen Verkehrslage genutzt werden könnten.


    Jeder andere Navihersteller kann da nicht mithalten, solange er Kartenmaterial von einem anderen, unabhängigen Kartenhersteller beziehen muss ... Die neuen Möglichkeiten tönen verlockend, würde aber für viele Navigationshersteller das Ende bedeuten ...


  • dieser spekulation halte ich mal diese news entgegen
    http://www.tomtom.com/news/category.php?ID=4&NID=374&Lid=11&TT=7a1281c3%3Ababa37bd%3A00000000%3A00000000%3A00000000%3A00000000%3Ak8fuj6rb0v7tmb15lejl0jru01


    dIdI

  • Hallo miteinander,



    Zitat

    (Man) könnte demnach Geräte bauen, die jede Abweichung von einer geplanten Route aufzeichnen und sofort an einen zentralen Server senden.


    ...höre ich da einen gewissen Schäuble gerade "Juhu!" schreien?



    Gruß
    artur

  • Zitat

    Original von artur


    ...höre ich da einen gewissen Schäuble gerade "Juhu!" schreien?


    Wahrscheinlich würde sich Schäuble tatsächlich über eine solche Möglichkeit freuen - nur muß er dazu Gesetze durchboxen. Eine Firma - wie hier TT - dagegen kann nur auf die freiwillige Mitwirkung der Kunden hoffen. Und da es freiwillig ist, wird man sich daran wohl eher beteiligen ...



    Wastl

  • Zitat

    Original von Trailchaser
    Wahrscheinlich würde sich Schäuble tatsächlich über eine solche Möglichkeit freuen - nur muß er dazu Gesetze durchboxen. Eine Firma - wie hier TT - dagegen kann nur auf die freiwillige Mitwirkung der Kunden hoffen. Und da es freiwillig ist, wird man sich daran wohl eher beteiligen ...


    Wastl


    Die Freiwilligkeit liesse sich relativ gut steuern, 'Realtime Service' ja / nein in den Optionen, und der Kunde ist dabei. Wer Daten liefert, darf auch Daten beziehen ... solche Mechanismen sind hinlänglich bekannt ...


    Zudem wäre jedem Nutzer klar, je mehr am System teilnehmen, umso besser ist die Datenqualität, was wiederum jedem Teilnehmer nützt ...


    Das System würde also funktionieren, selbst wenn sich Einzelne, aus welchen Gründen auch immer, gegen das System wehren würden und die 'Sendefunktion' deaktivieren würden ...

  • Zitat

    Original von hkr
    Die neuen Möglichkeiten tönen verlockend, würde aber für viele Navigationshersteller das Ende bedeuten ...


    Ich habe mir in den letzten Wochen mal die Mühe gemacht acht verschiedene Navigationsprogramme zu testen (für mich privat). Dabei bin ich zu dem Schluss gekommen: Auf die meisten Lösungen kann ich gut und gerne verzichten.


    In kaum einem älteren Marktsegment gibt es noch soviele Anbieter wie bei der Navigation. Vielmehr gibt es ja inzwischen nur noch 1-5 Anbieter bei fast allen Sparten: Nachrichten, Süssigkeiten, Tabakwaren, Fernsehen etc. Davon ausgehend halte ich eine Marktbereinigung im Bereich Navigationssystem für überfällig.


    Welchen Sinn gibt es, dass mehr als 10 unterschiedliche Firmen die gleiche Software entwickeln? Meiner Ansicht nach keinen!


    Je nach Weltanschauung reichen 1-3 Anbieter. Die alte Weltvorstellung besagt, dass es Konkurrenz geben muss - da werden 2-3 Anbieter benötigt, damit keiner übermächtig wird.

  • Zitat

    Original von hkr
    Zudem wäre jedem Nutzer klar, je mehr am System teilnehmen, umso besser ist die Datenqualität, was wiederum jedem Teilnehmer nützt ...


    Das System würde also funktionieren, selbst wenn sich Einzelne, aus welchen Gründen auch immer, gegen das System wehren würden und die 'Sendefunktion' deaktivieren würden ...


    Dieser Denkansatz scheint mir schon fast eine Revolution unserer Weltanschauung zu sein:
    Wenn alle zusammenarbeiten statt gegeneinander wäre allen gedient.


    In diesem Fall bedarf es nur noch einer Firma, die das ganze koordiniert.



    Natürlich rufe ich mit dieser Äußerung gleich wieder alle destruktiven Pessimisten hinter dem Ofen hervor... aber überlegt doch mal wie groß der Nutzen für die gesammte Menschheit wäre, wenn wir begreifen würden: Zusammen haben wir alle - jeder einzelen - massive Vorteile gegenüber heute!

    Einmal editiert, zuletzt von Butterkeks ()