Schlechter TMC-Empfang mit gestecktem Autoladekabel!

  • Hallo Sokobana,


    ich habe das Teil von einem USB-Kabel abgenommen.
    Läßt sich eigentlich ganz leicht abnehmen, da das Kabel nur einmal darum gewickelt wird.


    Ein USB-Kabel mit Ferritkern findet sich doch mitlerweile in einem jeden guten Haushalt. (PDA,PNA, Digicam,MP3-Player etc), so dass immer ein solches Kabel über ist.


    Mit schönen Grüßen
    kapema

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  • Zitat

    Original von sokobana
    Danke für die verständliche Erklärung, peter2a!Kannst Du, oder jemand anderes noch erklären, wie das genau gehandhabt wird mit den Ferritkernen. Sieht das hinterher sauber aus, oder wie eine "Katrastophe"? Vielleicht mit Bild?


    Kapema hat da sehr gute Bilder eingefügt. Wenn der Ferritkern Ring- oder hülsenförmig ist, dann wickelt man den Kabel wie abgebildet ringsum. Man kann auch, um die Sperrwirkung zu verstärken, den Kabel mehrmals durch den Ring/die Hülse wickeln. Wicklungen immer nebeneinander (ev. ringsum, bis sich der Kreis schliesst) aufwickeln. Kabel nicht übereinander wickeln.


    Vielfach sind die Kerne "aufklappbar" wie auf dem Bild. Dann geht es noch einfacher. Drucker- und Scannerkabel haben teilweise Kerne, bei denen der Kabel nur 1x hindurch geht. Auch dort wird der Kern draufgeklappt. Er wird aber dann teilweise zusammengeklebt.


    Gruss: Peter

    Einmal editiert, zuletzt von peter2a ()

  • Moin Ferritler,
    in meinem Anstoß-Beitrag zu diesem Thema hab`ich mich mit dem Begriff "Klemm-Abschirm-Magneten" wohl etwas mistverständlich ausgedrückt, das tut mir leid :( - hat aber anscheinend nicht wirklich verunsichert. ;)
    Gleichwohl handelt es sich hier um einen Magnetwerkstoff auf Ferritbasis - man unterscheidet in weichmagnetische und hartmagnetische Ferrite. Das Teil, das hier nach meinem Vorschlag eingesetzt werden soll/kann/könnte ist eine so genannte Enstördrossel - wirkungsweise etc. hat perter2a schon richtig beschrieben.


    Gruß Gerhard

  • Hallo,


    ich habe das mal mit meinem PNA 470 probiert und dabei festgestellt, daß ich ohne Ladekabel deutlich besseren TMC-Empfang habe.

  • Moin zusammen!


    Auch von meiner Seite aus die Bestätigung: der Ferrit-Kern wirkt schon fast Wunder!


    Habe mehrfach den Empfang verglichen (zuhause, stationär)
    -Navi ohne Antenne
    -Navi mit Antenne
    -Navi mit Antenne und Strom ohne Ferritdrossel
    -Navi mit Antenne und Strom mit Ferritdrossel


    Die Ferritdrossel (mit zwei Windungen, nah am Gerät) bringt den Empfang fast auf das Niveau ohne eingestecktes Stromkabel.


    Vor allem wird unter diesen Umständen der einzige TMCpro Sender vor Ort im automatischen Suchlauf gefunden.
    Ich freue mich schon sehr auf die nächste Autofahrt mit hoffentlich stark verbessertem Empfang!


    Beim Testen ist auch klargeworden, dass es hier nicht um den Stromfluss, bzw Spannungsschwankungen geht. Wenn der USB-Stecker den Anschluss berührt bricht die Signalstärke schon zusammen - es fließt noch kein Strom, das Gerät wird nicht geladen. Die Störung entsteht also dadurch, dass über den Massekontakt auch das USB-Kabel als Antenne wirkt und damit die optimale Dipol-Länge verlorgen geht.


    Nochmal danke für den Tipp, der mir möglicherweise den Anschluss an die Außenantenne erspart!


    Gruß, Urs

  • Servus Urs,


    danke für Deinen Testbericht.


    Mein Navi habe ich über eine ARAT-Halterung in Höhe der Mittelkonsole befestigt, das Ladekabel führe ich im Augenblick hinter dem Gerät direkt am Antennenstecker der Wurfantenne vorbei in eine Nut der Konsole, wo es dann verschwindet.


    Wenn ich nun diese Verlegung so ändere, daß das USB-Kabel sofort rechts vom Navi weggeführt wird (erstmal ohne ein Befestigen eines Ferritkerns), sollten sich doch eigentlich aufgrund der gemachten Erfahrungen bereits bessere TMC-Empfangsbedingungen einstellen, oder?


    Nur blöd, das das Kabel dann ziemlich offen zur nächsten Öffnung verläuft. Na, ich werd's bei Gelegenheit mal testen (muß ich wieder alles ausbauen, so'n Mist).


    Das mit dem Ferritkern probier ich dann auch noch aus und mal sehen, ob ich mir dadurch - wie Du - meine geplante Investition in einen Adapter ersparen kann. ;)

  • "Die Störung entsteht also dadurch, dass über den Massekontakt auch das USB-Kabel als Antenne wirkt und damit die optimale Dipol-Länge verlorgen geht."schreibt Urs.


    Wenn es ja nur um die Resonanz der symmetrischen Antenne geht,braucht man ja nur das Antennenkabel in der Länge anzupassen um zwei elektrisch gleiche Dipolschenkel zu erhalten.


    Ich werde gelegentlich mal etwas experimentieren,wenngleich im Moment kein Bedarf besteht.Selbst wenn ich das recht steife Antennenkabel einfach in den Innenraum runterhängen lasse,habe ich einen sehr guten TMc-Empfang,den ich vorher mit dem GNS-Teil nicht hatte.


    Japie

  • Ich bin beim Thema Funk, Strom, Welle, also in der gesammten Physik wohl etwas ungebildet - sorry. Aber kann der Stromanschluss auch auf den GPS-Empfang Auswirkungen haben? TMC hat mein Gerät ja gar nicht...

  • Zitat

    Original von Japie
    "Die Störung entsteht also dadurch, dass über den Massekontakt auch das USB-Kabel als Antenne wirkt und damit die optimale Dipol-Länge verlorgen geht."schreibt Urs.


    Nebenbei bemerkt:
    Die "optimale" Drahtlänge für UKW ist 70-80cm, nicht 1,5m.
    Wenn man die Wurfantenne auf dieses Maß kürzt, bringt es nochmal was an Empfang.
    Mein Medion hatte danach 13 statt 10 TMC-Sender gefunden...

  • Wenn Du die Länge verdoppelst, wird eher ein Schuh drauß, oder was sagen die Funker-Spezies dazu?


    gruss sokobana


  • Vielen Dank! Ich habe so ein Ferritkern Ersatzteil bei meiner Videokamera gefunden und gleich bei meinem PNA470 Ladekabel angebracht. :)

  • Zitat

    Original von sokobanaWenn Du die Länge verdoppelst, wird eher ein Schuh drauß, oder was sagen die Funker-Spezies dazu?gruss sokobana


    Richtig...! Im Gegenteil, eine längere Antenne müsste, sofern sie "in Resonanz ist", sogar einen besseren Empfang haben.


    Resonanz = Antennen-Länge auf die (mittlere) Empfangsfrequenz abgestimmt. Das darf dann aber 1/4, 1/2 oder 1/1 oder ein vielfaches davon sein.


    (Alle Angaben sind allerdings etwas vereinfacht. Da spielt theoretisch das Material und der Durchmesser der Antenne nocht eine Rolle)


    Gruss: Peter

  • Zitat

    Original von Japie..Wenn es ja nur um die Resonanz der symmetrischen Antenne geht,braucht man ja nur das Antennenkabel in der Länge anzupassen um zwei elektrisch gleiche Dipolschenkel zu erhalten.


    Bedenke, dass die Antenne bei eingesteckter Spannungsversorgung dann eine andere Länge als bei ausgesteckter Spannungsversorgung haben müsste. Ausserdem ist es ja nicht nur die Kabellänge-Masse die zählt. Deine ganze Karosserie bildet dann die Masse auf der Seite des Anschlusskabels!


    Ich vermute, mit einem Ferritkern auf dem Speisekabel "begrenzt" man elektrisch die "Antennenlänge" auf dieser Seite mit dem Anschlusskabel. Der Ferritkern sperrt ja die Hochfrequenz. Das würde auch bedeuten, dass der Ort wo er sitzt (nahe beim PNA oder nahe beim 12V-DC-Stecker) schon eine grosse Rolle spielt.


    Gruss: Peter

  • Zitat

    Original von peter2a


    Richtig...! Im Gegenteil, eine längere Antenne müsste, sofern sie "in Resonanz ist", sogar einen besseren Empfang haben.


    Als Funk-Spezies sage ich, das ein Viertel der benutzten Wellenlänge die ideale Länge eines Antennendrahtes für den Empfang einer Frequenz oder eines nicht allzu großen Bereiches bleibt ;)
    Den Luxus einer richtigen Ankopplung eines längeren Drahtes macht man sich wohl kaum in einem PNA....

  • Hallo zusammen,
    habe jetzt eine gute Woche bei längeren Fahrten den TMC-Empfang mit Ferritkern getestet.
    Fazit: Der Anschluss der Kurzstabantenne (aus kosmetischen Gründen) brachte nicht den versprochenen besseren Empfang.
    Erst der Ferritkern änderte die Empfangsqualität erheblich.
    Der TMC-Empfang ist eindeutig besser und stabil geworden.
    Zur Demonstration meines Systems beiliegend noch ein kleines Bild.


    Grüße aus Westfalen sendet
    kapem