Frage zur Navigation ohne GPS Signal

  • Hallo,


    meine Frage hat nichts mit dem Kontaktproblem zu tun, sonder bezieht sich auf ein funktionierendes Gerät.


    Wenn Ihr auf einer geplanten Route navigiert und dann das GPS Signal z.B. wegen Tunneln verliert, was macht dann euer TomTom (910).


    Mein nicht TomTom fährt dann einfach in der zuletzt gefahrenen Richtung und eben nicht auf der geplanten Route weiter. Mit der Folge, das ich die Strasse verlasse und in den Berg fahre. Das soll angeblich beim TomTom anders sein - könnt Ihr das bestätigen ?


    Testen könnte man das, in dem man beim navigieren in der Stadt mit rechts links Kurven mal den GPS Empfänger abdeckt.


    Es sollte dann so sein, das er mit der zuletzt ermittleten Durchschnittsgeschwindigkeit der letzten x 100 Meter auf der berechneten Strecke weiterfährt und auch Fahranweisungen gibt.


    Aber ist das wirklich so?


    Ich weiß, das das für einige überhaupt kein Grund ist darüber genauer nachzudenken, für mich ist es aber genau das "Fehlverhalten", was mich veranlasst mein Navi zu wechseln.


    Deswegen würde ich mich über eine Info von Euch zu diesem Thema sehr freuen.


    Gruss


    Oskar

  • Also mein TT 910 führt mich auf der vorgerechneten Route weiter.



    Das einzige was bei mir passiert, die Ankunftszeit wird nicht mehr korrekt angezeigt.

  • Servus,


    TT5 machts so, also wirds der GO auch machen.
    TT routet bei Einfahrten in Tunnel einfach weiter für ne gewisse Zeit lang. Das ist dann daran zu erkennen, dass der Bildschirm grau hinterlegt wird.
    Bei TT5 routet er ungefähr ne Minute (kann auch a bisserl weniger sein) weiter und gibt auch Anweisungen. Vielleicht ists beim neuen GO auch länger.


    Welches Navi verwendest Du denn - nur so aus Neugier ;)


    cu Peter

  • Wie schon berichtet folgt das 710 der Route. Aber nur für einige Zeit (unter eine Minute) und springt dann zum Ort des letzten GPS-Signals (Also Tunneleingang) zurück.


    Im Tunnel navigieren können nur NAVI, die entwerde vom Fahrzeug daten über di Geschwindigkeit und Richtungsänderung bekommen, als Festeinbauten der Autohersteller, das klappt dann sogar sehr gut.


    Ein Navi im Test, bei ich glaube der Chip, hatte auch einen Bewegungssensor und hat es als einziges geschafft im Tunnel zu navigieren.


    Wenn es wirklich wichtig ist, kann isch mal nachsehen ob die Chip noch da ist un welches Gerät das war. Hatte aber keinen SIRF III Chip.


    Gruß Jürgen

  • Hallo,


    Danke für die schnellen Antworten.


    Ich setze zur Zeit Navigon in der aktuellen 5.x Version auf einem IPAQ 3950 mit MGPS inkl. TMC aber ohne BT ein.


    Das beschriebene Problem ist bei Fahrten mit Überdachungen wie beim Brenner oder auch um Monaco sehr ärgerlich. Das liegt daran, das er nicht nur das Signal verliert und in den Berb weiterführt, sondern dass er dann meistens ja auch auf eine Bergstarsse in seinem Kartenmaterial stösst und dann anfängt eine neue Route zu berechnen. Wenn dann wieder GPS da ist, geht das ganze wieder von vorne los.


    Das ist super schei... und als Wohnmobilfahrer der häufig in solchen Regionen unterwegs ist nicht zu gebrauchen.


    Welche Chip ist es denn, dann kann ich auch mal hier suchen !!


    Gruss


    Oskar

  • Das kann Dir bei (sehr) schlechtem GPS-Empfang (besonders im Wohnmobil oder mit Wärmeschutzverglasung) aber überall passieren, auch unter freiem Himmel. Serpentinen und parallele Straßen fördern dies noch.

    Gruß gs.arch

  • Zitat

    Original von oskar



    Das ist super schei... und als Wohnmobilfahrer der häufig in solchen Regionen unterwegs ist nicht zu gebrauchen.


    Wenn Du das Problem lösen willst, dann brauchst Du entweder einen Festeinbau oder ein Gerät, wo man vorab Routen planen kann und die automatische Neuberechnung abzuschalten ist.


  • Für Dich ist eine ordentliche SirfIII-maus die Lösung :)


    Wie Du vielleicht gelesen hast, war ich mit WoMo mit großem Alkoven unterwegs. Die maus lag unten in der Ablage, und die Antennenverlängerung auf dem Armaturenbrett. Während des gesamten Urlaubs nicht einen einzigen Satabbruch und beste Empfangswerte (habe alle Protokolle aufgezeichnet und ausgewertet)


    Und Tunnel, die kein geschlossenes Dach haben (sondern nur so Betonstreben) reichen auch nicht, um den Empfang zu stoppen.


    Bei bergpässen allerdings hatte ich auch mit der RGM2000 (SirfII) nie Abbrüche.

    Navigation mit Google Maps über Android Auto und AAWireless im Nissan Qashqai Akari Automatik. Zusätzlich ist POIbase NAVI ein treuer Beegleiter meiner Fahrten  ;)

  • Nur als Egänzung: Es bedarf nicht unbedingt eines Sat-Abrisses, um ein Rerouting auszulösen. Bei ungenauer Positionsangabe infolge schlechten Empfangs springt TomTom (5) gerne mal auf benachbarte Straßen (ausgeprägtes Map-Catching).

    Gruß gs.arch

    Einmal editiert, zuletzt von gs.arch ()

  • Hallo,


    da würde ich jein sagen. Es verbessert evt. den Empfang, wo aber keiner ist kann auch keiner kommen.


    Wen Du an der Cote d Azur unterwegs bist hast Du häufig über Dir keinen Himmel mehr und dann auch keinen Empfang. Wenn Du dann eine Kurve fährst (in echt mit dem Auto) fährt Dein Navi aber weiter gerade aus. Kommt es dann auf eine Strasse (wie gesagt nur im Kartenmaterial!!) berechet es auf Grund der neuen Position auch einen neue Route. (SIRFIII hin oder her!)


    Nach erfolgtem neuen gültigen GPS Signal berechnet er dann natürlich wieder. Nur du siehst dann teilweise Fahranweisungen die eigentlich nichts mit Deiner Route zu tun haben.


    In Deutschland hatte ich noch nie solche Probleme ( weil es hier nicht solche Wege gibt), in Schweden oder so wird das sicherlich auch kein Problem sein, aber das Navi sollte halt auch unter etwas ungünstigen Umständen arbeiten.


    Ich schwanke deswegen ja auch zur Zeit sehr zwischen 2 komplett unterschiedlichen Systemen.
    1. Becker Cascade Pro (7941)
    2. TomTom 910


    Beide Systeme sind zwar grundverschieden, haben aber doch Gemeinsamkeiten, wie. z.B. Routenplanung und Zielbestimmung vom Sofa aus. Bei Becker über die Webpage und bei TomTom halt mit TomTom home.


    Auf meinen Pro und Cons schwankt das zur Zeit immer hin und her.


    Es fällt mir einfach schwer eine Entscheidung zu treffen. Preislich liegen beide Systeme eigentlich gleich.
    Becker 999 EUR
    TomTom 910 + neues Radio (weil MP3 gewünscht) auch ca. 950 +


    und da ist meine Unendschlossenheit wieder a oder b !!!



    Gruss


    Oskar

  • Schau Dir doch mal die "großen" Garmingeräte an.
    Routenplanung am PC und wie gesagt, Lösung Deines Problems durch die Möglichkeit die automatische Neuberechnung auszuschalten.


    BTW: Beim 910 gibt es starke Schwankungen in der Qualität des Empfangsteils.

  • Zitat

    Original von oskar
    Hallo,


    da würde ich jein sagen. Es verbessert evt. den Empfang, wo aber keiner ist kann auch keiner kommen.


    Das dürfte Dir mit SirfIII schwer fallen, so ein Gebiet zu finden :D Diese Maus hat sogar in manchen geschlossenen Räumen (bei mir Wohnzimmer mit 3 Meter bis zum überdachten Balkon) Empfang.


    Aber war ja auch nur ein Tipp von mir, den niemand annehmen muss, der nicht will.

    Navigation mit Google Maps über Android Auto und AAWireless im Nissan Qashqai Akari Automatik. Zusätzlich ist POIbase NAVI ein treuer Beegleiter meiner Fahrten  ;)


  • Wieso neues Radio? Beim 910-er kannst Du doch mp3 abspielen während der Fahrt oder auch Hörbücher hören, oder täusch ich mich da? Allerdings weiss ich nicht wie gut der Klang der abgespielten Songs dabei ist, wenn Du die mp3-Files über den GO abspielen lässt.


    cu Peter

  • Unser vor vier Monaten gekauftes TomTom ONE hat uns auch durch sehr lange Tunnel in CH und da sogar auch auf Abbiegungen IM Tunnel exakt navigiert!


    Wie schon gesagt, natürlich ohne Emfang und mit geänderter Displayfarbe!


    100m nach der Tunnelausfahrt wechselte die Farbe bzw. der Empfang war wieder da, rein so, als wenn gar nicht fehlte. :D

  • Zitat

    Original von 357iger
    Unser vor vier Monaten gekauftes TomTom ONE hat uns auch durch sehr lange Tunnel in CH und da sogar auch auf Abbiegungen IM Tunnel exakt navigiert!


    Wie schon gesagt, natürlich ohne Emfang und mit geänderter Displayfarbe!


    100m nach der Tunnelausfahrt wechselte die Farbe bzw. der Empfang war wieder da, rein so, als wenn gar nicht fehlte. :D


    Grundsätzlich ist eine Navigation nicht möglich, wenn die Verbindung zu den GPS-Sats unterbrochen ist.


    Nun gibt es div. Möglichkeiten, dies zu überspielen, aber immer mit Annahmen/Ausnamen, die man wissen muss.


    Viele Mäuse haben ein DeadReckoning, d.h., es wird mit der letzten Position und Geschwindigkeit über einige Sek. linear weitergerechnet. Eigentlich ist diese Funktion dafür gedacht, dass dem Chip Geschwindigkeits- und (Lenk-) Winkelsignale zugeführt werden, also wie bei Festeinbauten, und damit weitergerechnet wird.


    Nun haben verschiedene Nav-SWs daraus eine (bezweiflbare) Tugend gemacht, in dem sie offenbar auf der "Straße" weiternavigieren. Dabei wird vermutlich angenommen, dass die Geschwindigkeit nicht verändert wird. Beobachte das einmal am Tunnelausgang, sofern die Geschwindigkeit verändert wurde, da müsste die Reaquisition zu einem Sprung der Koordinaten führen.


    Wer sich also darauf verläßt, dass er eine Abzweigung im Tunnel in jedem Fall richtig und rechtzeitig angezeigt bekommt, der könnte durchaus ein blaues Wunder erleben. Denn zaubern können die Navis halt eben noch nicht...


    Aber Glaube versetzt ja bekanntlich Berge, oder in diesem Fall vieleicht eher Tunnel... :gap



    Nimm mal ein log auf in einem Tunnel und schau Dir die Koordinaten an. Dann weißt Du, was Deine Navi-Soft an Daten bekommt. Und wenn Du dann glaubst, was Dein Navi damit macht, na dann, Prost Mahlzeit.

    Einmal editiert, zuletzt von karomue ()