Nüvi-Tipps, die nicht im Handbuch stehen

  • Problem: Manchmal kommt es vor, dass sich die Sat-Fix-Zeiten (also die Dauer, bis der Nüvi genug Satelliten zum Berechnen gefunden hat), in Dimensionen ab 60 Sekunden bewegen. Weil das definitiv zu lange dauert, könnte (muss nicht!) ein Neusortieren des Satelliten-Almanachs helfen.


    Tipp: Dazu muss der Nüvi kurzfristig auf eine andere Zeitzone umgestellt werden. Das geht am schnellsten mit dem Aufruf des Testmenüs (6 Sek. lang auf die Uhrzeit im Hauptmenü drücken), wobei sich der Nüvi auf Kansas, USA justiert. Abwarten, bis die Uhrzeit wechselt und der Tag- in den Nachtlichtmodus springt (oder umgekehrt, je nachdem, wann man die Umstellung vornimmt), erst dann ist die andere Zeitzone eingeloggt. Dann die Ausschalt-Taste drücken, einige Sekunden warten und den Nüvi wieder einschalten. Für die Dauer der Ortung sollte man ihn für mind. 5 Min. unter freiem Himmel (!) irgendwo platzieren. Die Satellitendaten werden nun neu in den Almanach gespeichert. Das kann man am besten im Sat-Fenster beobachten (auf die Empfangsbalken oben links klicken).


    Zusatztipp: Ein Sat-Fix während der Fahrt dauert immer länger als im Stand. Am besten noch vor dem Losfahren den Fix durchführen (und das unter freiem Himmel, nicht in der Garage!).

  • Problem: Nach dem Einschalten steht "System Software Missing" auf dem Nüvi und es geht nichts mehr. Das kann z.B. durch ein schief gegangenes Software-Update mit dem WebUpdater passieren. Leider kann man nicht einfach das Nüvi-Laufwerk am PC formatieren und ein Backup aufspielen, weil der Nüvi auch nicht mehr als USB Mass Storage Device erkannt wird.


    Tipp: Ein Restore (Wiederherstellen) durchführen! Dazu wird Folgendes benötigt:


    1. Den Garmin WebUpdater von hier downloaden (wegen USB Treiber; siehe weiter unten). Wer den WebUpdater schon drauf hat, kann diesen Schritt überspringen!


    2. Die passenden Restore Files (je nach Hardware) sind inzwischen von den offiziellen Garmin-Seiten verschwunden und jetzt nur noch bei einem privaten Dienst zu finden: für die Nüvis 300/350 und für die Nüvis 310/360.


    Holt euch die Files, solange es sie noch gibt!


    3. Das letztgültige Update-File von Garmin passend zur Hardware von hier laden. *


    Die Prozedur:


    1. Wenn noch nicht geschehen, den WebUpdater von Garmin installieren. Wenn man sich das Installationsverzeichnis nachher anschaut, sieht man, dass es dort ein Verzeichnis "USB_Drivers" gibt. Dieses wird u.U. für den nächsten Schritt benötigt.


    2. Das oben im Punkt 2 herunter geladene Restore-File entpacken. Darin befinden sich zwei Dateien: replacement_software.rgn und Updater.exe.


    3. Jetzt den Nüvi gleichzeitig in der rechten oberen Bildschirmecke und den Einschalttaster drücken - und beides während der folgenden Prozedur gedrückt halten!. Im Display erscheint "Pre-Boot Mode". Dieser Modus bleibt nur ca. eine Minute! Sobald die Anzeige erscheint, den Nüvi über USB mit dem PC verbinden (Drücken & Halten von Taster und Bildschirmecke nicht vergessen!).
    (Der nachfolgende Teil läuft u.U. automatisch ab: Windows meldet, dass es eine neue Hardware gefunden hat. Bei der Frage nach den Treibern auf das oben genannte Verzeichnis "USB_Drivers" verweisen.)
    Der Nüvi wird jetzt eingebunden als Garmin USB Device. Da wahrscheinlich die oben genannte Minute des Pre-Boot Mode abgelaufen ist, schaltet man den Nüvi wieder aus. Dieser Punkt ist erforderlich, um die notwendigen USB-Treiber in Windows zu installieren.


    4. Jetzt die Datei Updater.exe (aus Punkt 2 oben) aufrufen. Man sieht, dass im Updater-Programm ein USB Device zwar ausgewählt werden kann, aber kein Eintrag vorhanden ist. Durch Drücken & Halten der rechten oberen Bildschirmecke und des Einschalttasters wieder in "Pre-Boot Mode" gehen und erneut den Nüvi mit dem PC verbinden. Im Updater-Programm wird nun unter USB der Nüvi angezeigt, man wählt USB aus und bestätigt mit OK. Sobald am Nüvi "Loader" angezeigt wird, kann man beide Tasten loslassen. Nachdem der Updater fertig ist, den Nüvi vom PC trennen.


    5. Als letzter Schritt wird noch ein normales Firmware Upgrade auf die gewünschte Version durchgeführt.


    Der übliche DISCLAIMER: Für etwaige zerstörte Nüvis kann natürlich keine Verantwortung übernommen werden. (Danke an FreeBird für Recherche, Übersetzung und Testlauf des Tipps! Super gemacht!)


    * Zusatztipp: Natürlich kann man das Procedere auch nutzen, um eine ältere Firmware aufzuspielen. Unter diesem Link findet man alle bisherigen Firmwares für die Nüvis der 3xx und 6xx-Serien. (Danke an Perry für's Sammeln und klana für den Hinweis!)


    Achtung: Auf StreetPilots ist dieser Tipp nicht anwendbar!

  • Problem: Seit Firmware 3.6 kann man sich ja kleine Autochen oder ein Motorrad auf den Screen holen. Manche halten das für Spielerei und laden sich stattdessen mit dem WebUpdater den ebenfalls neuen 3D-Pfeil. Der ist aber dank der Perspektive kleiner und daher nicht so gut sichtbar wie der alte 2D-Pfeil in Blau.


    Tipp: Wenn man auf dem Nüvi (per USB an einen PC angeschlossen) den Ordner "Garmin" öffnet und darin den Ordner "Vehicle" leert, wird beim nächsten Start wieder der alte Pfeil angezeigt.
    Nützlich ist der Tipp auch, wenn man Speicherplatz sparen muss; immerhin ist jedes der Vehicle-Files ca. 1 MB groß.


    Achtung: Seit Firmware 4.2 für Nüvi 300/350 schleicht sich ein Bug ein, wenn man mit leerem Vehicle-Ordner ein FW-Update macht! Der Besuch des Menüs System / Karte / Fahrzeugtyp endet mit einem Absturz des Nüvi! Abhilfe kann man schaffen, indem man mit dem WebUpdater mindestens zwei Autos/Pfeile in den Ordner lädt.

  • Problem: Durch oftmaliges Hin- und Herkopieren oder Löschen von Dateien (Stichwort MP3/JPG) auf dem internen Flash-Laufwerk des Nüvi kann es zu Problemen kommen (interner Flashdrive zerschossen).


    Tipp: Rechtzeitig ein komplettes Backup des internen Flash-Laufwerkes durchführen. Dazu den Nüvi ganz normal mit USB an den PC anschließen. Wer Files einzeln kopieren will, sollte im Windows Explorer versteckte und System-Dateien anzeigen lassen (eine Datei im Garmin-Verzeichnis ist versteckt). Sodann zumindest den kompletten Garmin-Ordner lokal auf den PC kopieren, mit allen Unterverzeichnissen. Das kann bei einem Nüvi 350/360 45 bis 60 Min. dauern, je nachdem, welche zusätzlichen Karten man aufgespielt hat (Stichwort USB 1.0).


    Sollte ein Restore (also Wiederherstellen) notwendig sein, den Nüvi über USB mit dem PC verbinden. Dann das interne Flash-Laufwerk mit FAT32 unter Windows formatieren. Und zum Schluss das oben genannte Backup wieder zurück kopieren. Reboot und gut ist.


    Und hier der übliche DISCLAIMER: Für etwaige zerstörte Nüvis kann natürlich keine Verantwortung übernommen werden. (Danke an FreeBird für diesen Tipp!)


    Achtung: Auf StreetPilots der C3xx-Serie ist dieser Tipp nicht anwendbar!

  • Problem: Wenn nach einem Update der installierte Marco-Polo-Reiseführer auf die vorinstallierte Demo zurückgesetzt wurde und beim erneuten Einlegen der SD-Card die Installation nicht startet, läuft das Programm nur noch von der Card (was bedeutet, dass der Slot damit belegt wäre).


    Tipp: Um eine Neuinstallation zu ermöglichen, den Nüvi mit dem USB-Kabel an den PC koppeln, das File "MPFullEurope.gpi" (unter Garmin / POI) löschen, den Nüvi ausschalten, die SD-Card einlegen und wieder einschalten. Nun läuft die Routine korrekt ab und der Reiseführer lässt sich wieder in den internen Speicher installieren. (Danke an klana für den Hinweis!)


    Zusatztipp: Hände weg vom Reiseführer! Wie man in vielen Forumsbeiträgen lesen kann, ist das Ding sein teures Geld nicht wert! Vorsicht auch bei gebraucht gekauften Reiseführern! Es ist wahrscheinlich, dass er sich nicht installieren lässt, weil er bereits für ein anderes Nüvi personalisiert wurde.


    Nachtrag von ghn1940: "Ich hatte auch dieses Problem. Nach dem letzten Update auf 3.62 hat das Löschen und Neuinstallieren von der SD-Card nichts genützt. Erst nachdem ich die Datei "Gupdate.gcd" auf der MP Reiseführer SD-Card durch die neue "Gupdate.gcd" vom nüvi ersetzt habe, konnte ich ihn installieren."

  • Problem: Man kann den Nüvi ja auf Fußgänger-Navigation umstellen. Ist das praktikabel gelöst? Werden die Straßennamen angesagt? Ist auch "freie Navigation" ohne Zielberechnung möglich?


    Tipp: Den Fußgänger-Modus findet man unter System / Route / Fahrzeugtyp. Falls man ein kleines Auto oder Motorrad als Navi-Pfeil gewählt hat, empfiehlt sich zuvor eine Umstellung auf den 3D-Pfeil unter System / Karte / Fahrzeugtyp. Ist der Ordner "Vehicle" auf dem Nüvi leer, wird der 2D-Pfeil angezeigt. Außerdem ist es hilfreich, unter System / Route / Routenpräferenz die "Kürzere Zeit" einzustellen; man verbraucht eh kein Benzin, und nach meiner Erfahrung ist die Routenberechnung dann besser.


    Für die Navigation ohne Ziel (z.B. Stadtbummel oder Geocachen im Gelände, siehe Tipp 13):


    Im Hauptmenu auf "Karte" klicken. Die aktuelle Position wird angezeigt und der Pfeil wandert bei jeder Bewegung mit. Der besseren Übersicht wegen empfiehlt sich die 2D-Karte (System / Karte / Kartenansicht) in den Einstellungen "In Fahrtricht." oder "Norden oben". Mit "+" kann heran- und mit "-" zurückgezoomt werden; die gewählte Stufe wird vom Gerät beibehalten. Achtung: POIs sind nur bei 30 und 50 m sichtbar! Die eigenen Favoriten (also auch definierte Geo-Caches) sind auch bei weiteren Zoomstufen zu sehen.


    Für die Navigation mit Zieleingabe:


    Dafür muss natürlich erst einmal das Ziel festgelegt werden; die Vorgehensweise sollte jedem bekannt sein. Mit "Los!" geht's los. Es gelten die o.a. Details, nur dass man geführt wird. Die Ansage lautet nun "Gehen Sie...". Die Straßennamen werden auf dem Weg nicht automatisch angesagt (wäre auch unpraktisch und verwirrend, wenn man z.B. zurückgeht, um ein Schaufenster anzuschauen oder den Hund einzufangen), aber mit einem Klick unten rechts auf "Abbieg. in" liest Steffi immer den nächsten Wegabschnitt mit Straßennamen vor. Die einzige automatische Ansage ist "Ankunft am Ziel...".
    Weicht man von der berechneten Route ab, ist es notwendig, im Hauptmenü auf "Umleitg." zu klicken, da der Nüvi sonst an der berechneten Route festhält. Auch logisch: Zu Fuß kann man sich ja nicht verfahren, sondern macht höchstens Abstecher, nach denen man trotzdem noch ans Ziel will. Wege, die in der Karte nicht eingezeichnet sind, werden bei "Umleitg." nicht berücksichtigt.


    Achtung: Im Simulationsmodus kann es zu Irritationen kommen; hier bewegt man sich mit über 30 km/h und die Straßen werden automatisch angesagt. Wechselt man mitten im Fußgänger-Routing in ein Fahrzeug, erkennt der Nüvi die höhere Geschwindigkeit und fragt nach, ob man auf Auto/Motorrad umschalten will.


    Zusatztipp: Einen besseren Detailreichtum bieten die Topo-Karten, die seit Firmware 4.2 in Kombination mit der City Navigator NT-Karte auch scheinbar routingfähig sind. Dabei wird zwar nur über die NT-Karte geroutet, aber die Topo liegt fast deckungsgleich darüber (einige Differenzen zwischen den Kartenwerken sind anhand der violetten Streckenführung zu sehen).

  • Problem: Eigentlich keines. Aber der Heimwerker findet ja immer noch was zu schrauben, sägen, kleben oder löten, mit dem er Dinge optimieren kann. So auch beim Nüvi. Hier ist eine kleine Aufstellung deutscher Bastelleidenschaft: ;D


    Tipp 1: Alternative Befestigung


    Die serienmäßige Nüvi-Halterung ist ohne Frage klasse: hält perfekt, zittert nicht, das Gerät ist frei drehbar, kippt nicht und lässt sich mit einem Griff daraus lösen. Das zeitweise Problem mit dem Saugnapf, der bei zu großer Hitze an der Scheibe festbackt, dürfte sich inzwischen auch erledigt haben.


    Was aber, wenn man den Nüvi an anderer Stelle unterbringen will, z.B. vorn am Wagenhimmel über dem Rückspiegel? Der nachfolgende Link führt zu einer ausführlichen Anleitung zum Bau und zur Installation einer Hartplastik- oder Holzkugel, die einfach mit einer Schraube im Armaturenbrett oder der Verschalung festgezurrt wird und für die Halterungs-Pfanne am Gerät eine neue Heimat bietet: Nüvi-Halterung - Minimal-Lösung


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    PS: Die Klage, dass man den Nüvi mit ausgeklappter Antenne nirgends flach unterbringen könne, ist in meinen Augen kaum nachzuvollziehen. Schließlich lässt sich die Antenne (siehe Foto) ganz nach oben klappen, wonach das Gerät plan aufliegt. Der Empfang wird dadurch nicht wesentlich beeinträchtigt.


    Tipp 2: Sonnen-/Blendschutz


    Ein Problem beim Befestigen vorn an der der Windschutzscheibe ist die Spiegelung, die dank der silbernen Lackierung des Nüvi im Glas sichtbar wird. Das kann an ungünstiger Stelle ziemlich stören. Aber auch dafür gibt es eine Lösung: ein aufsteckbarer Blendschutz aus Moosgummi, der darüber hinaus das Gerät vor der direkten Sonne und damit vor Überhitzung schützt. Im folgenden Link wird beschrieben, wie's gemacht wird: Spieglein, Spieglein an der Scheibe. (3 Postings darüber kann man den Prototypen aus Pappe in Augenschein nehmen.)


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    Nach mehreren Monaten Testfahrten kann ich bestätigen: Mit dem Sonnenschutz sind die Spiegelungen kaum zu erkennen, und durch die vorgezogene Front sieht man auch nachts das Display nicht mehr in der Scheibe. Ich fahre nicht mehr ohne!


    Tipp 3: Eingabestift für den Nüvi


    Das Erste, was ich mir für meinen Nüvi "gebastelt" habe, war ein "Stylus", wie ich ihn von meinem PPC her kannte. Bin halt daran gewöhnt und die Eingabe ist viel präziser als mit dem Finger.
    Als Zubehör gibt es den Stift ja nicht, also selbst basteln, bzw. lutschen! :D Denn alles, was man dazu braucht, ist ein Lolli mit einem Plastikstiel (gibt's in verschiedenen Farben). Auspacken, in den Mund einführen und mit lutschenden Bewegungen das Süßzeug vernichten, bis nur noch der Stiel übrig ist. Diesen gut abwaschen und mit einem Teppichmesser o.ä. auf die Breite der Nüvi-Tasche kürzen. Zuletzt noch mit feinem Schleifpapier die Enden rund schmirgeln, damit Kratzer vermieden werden.
    Breite deswegen, weil der Stift auf dem Grund der Tasche liegen soll und nicht seitlich eingesteckt wird! Dann nämlich würde er das Kunstleder ausweiten, und ohne Stift würde das Gerät herausrutschen! So wirft man ihn einfach in die Tasche und schiebt den Nüvi hinterher. Der Stift ruht unverlierbar auf deren Grund.


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    Tipp 4: Externer Lautsprecher


    An der Größe des Nüvi gemessen ist sein eingebauter Lautsprecher erstaunlich kräftig und dabei doch deutlich zu verstehen - aber natürlich nicht so gut wie die Lautsprecher bauchiger Navis wie Streetpilot oder TomTom. Für den normalen Fahrbetrieb mit dem Radio auf moderater Lautstärke kein Problem - bei Tempo 180, offenem Fenster und/oder lautem Radiohören jedoch dringt der Klang nicht mehr bis zum Hörorgan vor.


    Für jene, die letztgenannte Fahrweise favorisieren, habe ich diese Lösung parat: Man kaufe sich via eBay für ca. 10 Euro einen kleinen batteriebetriebenen Aktiv-Lautsprecher (passive sind zu leise), befestige ihn nahe des Kopfes (Foto: am Seitenholm meines Smart, gehalten von einem Klettband, das ich unter dem Panel hergeführt habe), verlege ein Verlängerungskabel zum Nüvi - fertig! Zusätzlich habe ich noch den (ausklappbaren) 3,5"-Klinkenstecker am Gerät entfernt und das Kabel direkt auf die Platine gelötet.


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    Ab einem gewissen Lärmpegel wird nun einfach das Kabel eingesteckt und der Speaker eingeschaltet. Das verlinkte Gerät pusht den Ton derart hoch, dass ich sogar zwei Stufen auf dem Nüvi zurückregeln muss. Bei voller Dröhnung beginnt's zu klirren, aber dann holt man sich schon einen Hörschaden. Zum Musikhören ist das Ding nicht so geeignet, aber die Ansagen kommen klar & deutlich.


    Zusatz-Tipp: Auch möglich sind ein Adapter für den Kassettenschacht des Radios (sofern vorhanden) oder ein FM-Transmitter. So kommt der Ton sogar über die Bordlautsprecher.


    Tipp 5: Nüvi-Allzwecktasche


    Mal ehrlich - die mitgelieferte Einstecktasche des Nüvi ist zwar ein leidlich ausreichender Schutz, aber wer die Taschen z.B. von Krusell kennt, vermisst schmerzlich eine Lösung, die auch eine Bedienung zulässt, ohne das Gerät herausnehmen zu müssen. Leider gibt es im Handel jedoch keine solche Tasche für den Nüvi.


    Moerschsuj hat sich des Problems angenommen und es geradezu genial gelöst: Aus Blache (wird für Planen für LKW verwendet und ist äußerst widerstandsfähig) schuf er durch Schneiden, Nähen, Bügeln und Laminieren eine Nüvi-Tasche, die 1. um den Hals gehängt, 2. auf die Halterung gesteckt und 3. auch zu Fuß benutzt werden kann. Hier zwei von etlichen Fotos (auf S.2 auch in schwarzer Blache), die man sich ab diesem Posting anschauen kann.


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    Ein Nachbau ist schwierig, darum hat sich moerschsuj bereit erklärt, für Interessenten die Tasche für 20 Euro zu schneidern. Wenn ihr eine sichere Aufbewahrung für euer Nüvi wollt, nehmt doch Kontakt mit ihm auf!

  • Problem: Designed in den USA und produziert in Taiwan, dachte man erst spät daran, dass die Leutchen in Deutschland ganz besondere Umlaute wie ä, ö, ü und ß nutzen. Die wurden dem Nüvi erst bei Firmware 3.3 spendiert, darum sind sie im Handbuch nicht verzeichnet.


    Tipp: Bei der Texteingabe sieht man unter der Tastatur den Button "Modus". Klickt man darauf, kommt die Auswahl "A B C...", "À È Ø..." und "+ & @ * % !..." Ersteres sind die normalen Lettern, Zweiteres die Umlaute und andere Sonderbuchstaben, Letzteres weitere Sonderzeichen. Unter dem Button "1 2 3" findet man die Zahlen 0 bis 9 sowie den Trennstrich.


    Dieser Tipp rentiert sich eigentlich nur für Optik-Ästheten bei der Speicherung ihrer Favoriten, weil bei der Adress-Suche ein "o" auch als "ö" interpretiert wird. Man findet "Köln" also auch bei Eingabe von "Koln".

  • Problem: Keine Streife der Autobahnpolizei wird Verständnis zeigen, wenn man mit dem Rad auf der AB aufgelesen wurde und angibt, "man hätte nur auf sein Navi gehört". Beim Routen im Radfahrer-Modus (System / Route / Fahrzeugtyp) und trotz des Ausschlusses von ABs unter System / Route / Ausschlüsse kann aber genau dies beim Nüvi auf Strecken über ca. 60 km passieren! Daher:


    Tipp 1: Die Route im Vorfeld simulieren und auf Autobahnen überprüfen. Dazu Simulation aufrufen, aber nicht starten. Dann im Fahrt-Fenster auf den grünen Balken oben klicken und die Routingliste auf der Suche nach ABs durchscrollen.
    Tipp 2: Bei System / Route / Routenpräferenz die Einstellung "Kürzere Strecke" wählen, die scheint besser berechnet zu werden (gilt auch für den Fahrzeugtyp "Auto").


    Dieser Bug ist im Fahrrad-Modus halb so schlimm: Für eine 60-km-Strecke braucht ein handelsüblicher Radfahrer um die drei Stunden, da wird dann eh eine Rast fällig. Also kann man die Strecke auch gleich in Etappen planen und somit die momentane Höchstgrenze von ca. 60 km bei AB-Umgehungen vermeiden.

  • Problem: Wenn man auf die Empfangsbalken oben links im Hauptmenü klickt, erscheint das Satelliten-Fenster. Doch was bedeuten die einzelnen Anzeigen eigentlich?


    Tipp: Hier die Legende:


    - Im Fenster wird Norden immer oben dargestellt
    - Die eigene Position liegt im Zentrum der Anzeige
    - Grüne Symbole = vom Nüvi geloggte Satelliten
    - Graue Symbole = Sats, die der Nüvi zwar "sehen" kann, aber nicht geloggt hat
    - Grau/Grün blinkende Symbole = Sats, die gerade geloggt werden
    - Die Satelliten werden so gezeigt, wie sie von der momentanen Position aus am Himmel stehen
    - Die Nummern darauf sind vermutlich die so genannten SVN (space vehicle numbers)
    - Das runde Symbol mit dem roten Punkt zeigt die Richtung, in die man schaut oder sich bewegt
    - Das Sonnensymbol markiert die Position der Sonne vom aktuellen Standort aus
    - Das Mondsymbol markiert die Position des Mondes vom aktuellen Standort aus
    - Der grüne Balken ganz oben zeigt die Genauigkeit des Empfangs in Metern an
    - Die Zahl oben links zeigt das Tempo, mit dem man sich bewegt, in km/h
    - Die Zahl oben rechts bedeutet die gegenwärtigen Höhenmeter
    - Die Zahlen unten links zeigen die gegenwärtigen Koordinaten (Längen- und Breitengrade)
    - Die Balken rechts zeigen die Empfangsstärke der eingeloggten Satelliten
    - Die beiden Kreise stellen den Elevationswinkel dar, der äußere wird 0° sein, der innere 45°.
    Je mittiger die Sats liegen, umso höher stehen sie relativ zur eigenen Position

  • Problem: Während des normalen Betriebs ist die City Navigator-Karte plötzlich nicht mehr verfügbar; es wird nur noch über die Basemap geroutet. Im Karteninfo-Fenster ist die bislang 1. Zeile auf die 2. Position "verrutscht" (siehe Bild). Wann und warum dieser (sehr seltene) Fehler auftritt, konnte noch nicht eruiert werden.


    Tipp: Es gibt mehrere Möglichkeiten, von denen nur die erste bislang bestätigt wurde; alle sind auf eigene Gefahr anzuwenden! Bitte meldet euch per PN, wenn ihr Tipp 2 oder 3 ausprobiert habt!


    Tipp 1: Backup aufspielen
    Es wird dringend empfohlen, in regelmäßigen Abständen ein komplettes Backup des Nüvi-Inhalts auf dem PC abzulegen. Bei schwerwiegenden Fehlern wird unter "Arbeitsplatz" am PC der Nüvi formatiert und das Backup wieder aufgespielt (vorgehen wie in Tipp 33 beschrieben!). Alle persönlichen Einstellungen und POIs werden dabei auf den Zeitpunkt des Backups zurückgesetzt.


    Tipp 2: Karten-Datei ersetzen
    Voraussetzung ist wieder ein Backup. Ist die Karten-Datei "gmapprom.img" defekt, sollte es genügen, nur diese zu ersetzen.


    Tipp 3: Info-Datei neu anlegen
    Im Garmin-Ordner liegt die Datei "GarminDevice.xml". Diese löschen - aber erst, nachdem man ein Backup davon erstellt hat! Darin sind so ziemlich alle Infos enthalten (FW, Stimmen, Installierte Maps usw.). Angeblich soll der Nüvi diese Datei, wenn sie fehlt, selbst wieder herstellen. Danach sollte auch die Karte wieder funktionieren.
    Dieser Tipp soll sich auch bei Problemen empfehlen, die durch den WebUpdater verursacht wurden!


    (Danke an ringeisen für die Bestätigung von Tipp 1 und den Screenshot und an Zen für Tipp 3!)


    Achtung: Auf StreetPilots ist dieser Tipp nicht anwendbar!

  • Problem: Innerorts bekommt man mit der Einstellung System / Route / Routenpräferenz = "Kürzere Strecke" und System / Route / Fahrzeugtyp = "Auto/Motorrad" meist optimale Ergebnisse. Außerorts sieht es anders aus. Bei "Kürzere Strecke" wird oft über kleinere Straßen geroutet, bei "Kürzere Zeit" haben die Autobahnen eine starke Gewichtung.


    Tipp: Man ist gut beraten, bei längeren Strecken die Einstellung System / Route / Fahrzeugtyp = "LKW" auszuprobieren; oft kommt man zu überraschenden Ergebnissen, die Kilometer und/oder Zeit sparen. Dabei ist nur die Einstellung "LKW + Kürzere Strecke" sinnvoll; bei "Kürzere Zeit" erhält man keine guten Resultate! Einfach mal im Simulationsmodus ausprobieren! Für "Genussfahrer", die weniger ABs und mehr Landstraßen bevorzugen, hat Replay das in diesem Thread noch näher beleuchtet.


    Zusatz-Info: Laut der Werkseinstellungen in MapSource nutzen Garmin-Geräte folgende Tempo-Profile, um das Routing zu berechnen (ändert sich durch Lernfähigkeit, Tipp 113):
    Autobahn: 108 km/h
    Fernstraße: 93 km/h
    Landstraße: 72 km/h
    Zubringerstraße: 56 km/h
    Straße in Wohngebieten: 40 km/h
    Eine Unterscheidung zwischen PKW und LKW scheint es nicht zu geben, was die Fahrzeiten auf ABs für Letztere verzerren kann.


    (Danke an Replay für den Tipp und an Zen für die Tempo-Liste!)

  • Problem: Bis Firmware 3.3 wollte die Sommerzeit - auf dem Nüvi 300/350 - irgendwie nicht passen. Wählte man "Westeuropa" und "Sommerzeit" an, bekam man eine Stunde aufgeschlagen, die keiner haben wollte.


    Tipp: Ab Firmware Version 3.6 ließ Garmin die Einstellung "Sommerzeit" gleich ganz weg. Jetzt kann man unter System / Lokales / Alles ändern nur noch wählen zwischen "Zentraleuropa" und "Andere". Letzteres wird nach Städten sortiert; hier sucht man sich (in Deutschland) "Berlin" heraus, um den Nüvi noch genauer zu lokalisieren. Für alle Versionen bis 3.6 ist dies sogar notwendig, damit die Sommerzeit korrekt angezeigt wird.


    Zusatztipp: Im gleichen Menü (System / Lokales) kann nach dem Upgrade der Firmware plötzlich ein anderes Land im oberen Balken stehen; bei mir war es "United Kingdom". Einzige Möglichkeit, auf "Deutschland" umzustellen, ist wieder "Alles ändern". Nachdem hier alle Einstellungen vorgenommen wurden (darauf achten, eine TTS-Stimme auszuwählen, will man die Straßennamen hören!), ist man wieder "zu Hause".

  • Problem: "Es gibt eine bessere Route"
    Die Ansage nervt. Warum kommt sie überhaupt? Warum will der Nüvi die schon berechnete Route partout ändern? Und wie kann ich die Ansage vermeiden?


    Mit diesem Tipp habe ich bis heute gewartet. Respektive bis zu einer Firmware-Version, bei der die Funktion endlich richtig funktioniert. Mit V3.8 scheint das jetzt der Fall zu sein. Zuvor kam die Meldung öfters unsinnig, auch wenn keine andere Route möglich war.
    EDIT: Achtung! seit Firmware 3.9 gibt es wieder einen Rückschritt bei der "Besseren Route! Optimal ist das noch nicht gelöst!


    Aber von vorn: Was bedeutet die Ansage und was geschieht im Hintergrund? Wenn der Nüvi eine Route berechnet, geschieht das nur auf dem ersten Teilstück sehr präzise; im späteren Streckenverlauf kann er, offenbar um Berechnungszeit zu sparen, "nachlässiger" werden. Was logisch erscheint, wenn man sich vor Augen führt, dass der Unterschied zwischen kürzerer Strecke und kürzerer Zeit durch Meter, Tempolimits und Straßenbeschaffenheit beeinflusst wird. Ein Navi, das z.B. die Route Köln - Rom in 20 Sek. auswirft, kann unmöglich sämtliche Faktoren auf dieser 1000 km (Luftlinie) langen Strecke berücksichtigt haben. Also "schaut" der Nüvi während der Fahrt nach, ob noch Meter oder Zeit einzusparen sind, rechnet im Hintergrund neu, blendet ein Symbol unten rechts ein und meldet: "Es gibt eine bessere Route".


    Ob man diese nun annimmt, bleibt dem Fahrer überlassen. Wenn nicht, verschwindet das Symbol nach einiger Zeit wieder und die ursprüngliche Strecke bleibt unangetastet. Der "Nervfaktor" besteht darin, dass die Meldung aber bis dahin wiederholt wird. Tippt man auf das Symbol und bestätigt die Frage "Wollen Sie diese bessere Route fahren?", wird neu berechnet und die Meldung verschwindet sofort.


    Um die Funktion zu verdeutlichen, habe ich eine "Teststrecke" gesucht, auf der die Folgen der Berechnung bei einer Simulation sichtbar werden:


    51427 Bergisch Gladbach, Dolmanstrasse 14 nach
    51469 Bergisch Gladbach, Scheidtbachstrasse 1
    Einstellung: Kürzere Strecke, PKW/Motorrad


    Beim Start der Simulation kommt die Ansage: "Fahren Sie 2,6 km, dann rechts abbiegen in den Gronauer Waldweg." Nach kurzer Zeit folgt dann die Meldung, es gäbe eine bessere Route. Bestätigt man sie nicht, führt der Nüvi kurz vor dem Ziel durch den Waldweg, um die Strecke abzukürzen (das kann man auch schneller nachprüfen, indem man auf das Fahrtfenster klickt und die Strecke mit dem Finger zieht). Bestätigt man aber, ändert sich die Strecke; der Nüvi bleibt auf der Hauptverkehrsstraße und biegt direkt in die Richard-Zanders-Straße ein.


    Was ist passiert? Nun, auf der Abkürzung spart man zwar ca. 10 m, es handelt sich aber um eine Tempo-30-Zone, was den Vorsprung zum Nachteil wandelt. Die Nachberechnung des Nüvi nimmt nun die zwar um 10 m längere, aber mit Tempo 50 schneller befahrbare Route.


    Auf dem gleichen Weg zurück sind es von der Scheidtbachstraße nur 750 m bis zur vermeintlichen Abkürzung. Und was geschieht nun? Der Nüvi gibt von Anfang an die bessere Route aus, weil er in dieser Entfernung gleich präziser plant (s.o.). Übrigens: Auch bei der Einstellung "Kürzere Zeit" spart der Nüvi die kleine, aber langsame Straße aus.


    Tipp: Die Funktion lässt sich (noch) nicht abschalten; man muss sie also hinnehmen, und sie macht ja auch Sinn. Wen aber die Ansage stört, für den gibt es eine Möglichkeit, die akustische Warnung zu unterdrücken: Unter System / Route / Ansagen auf "Nur Wegführung" klicken. Dann erscheint zwar noch das Symbol, aber die Ansage bleibt aus. Auf die anderen Ansagen wie Abbiegehinweise oder POIs scheint das keine Auswirkungen zu haben. Die TMC-Ansagen konnte ich wegen fehlender Antenne jedoch nicht überprüfen; hier bitte ich um Infos!


    Nachtrag: Bei einer Nüvi-Urlaubsfahrt von ca. 3000 km über Sylt nach Schweden und zurück nach Köln wurde die "Bessere Route" nur ein einziges Mal vorgeschlagen. Die Erstberechnung ist also doch präziser als gedacht - und die vorberechnete Zeit stimmte auch bei Strecken über 600 km auf wenige Minuten genau!

  • Problem: Wenn man eine Route hat planen lassen, wird die Uhrzeit der Ankunft links unten im Fahrtfenster dargestellt. Aber muss man sich die Fahrzeit anhand der Ankunftszeit nun selbst ausrechnen?


    Tipp: Muss man nicht! Die Anzeige ist nur etwas versteckt. Nachdem die Strecke geplant ist, tippt man im Fahrtfenster auf das Kästchen "Abbieg. in". Dort sind alle Abbiegungen aufgeführt. Wenn man nun rechts unten auf den Abwärts-Pfeil klickt, werden die Kilometer und die Zeit bis zu jedem der Punkte angezeigt. Zum Schluss also auch Gesamtstrecke und -zeit. (Danke an Archie für den Tipp!)


    Zusatztipp: So kann man sich übrigens auch Zeit und Kilometer bis zu einem Zwischenziel anzeigen lassen.