ZitatOriginal von Samy007
ich habe den MedionNavigator5.1 mir einer 1GB großen SD-Karte. Ich kann grenzübergreifend von Türn zu Tür navigieren. Also von Köln nach Madrid oder nach Rom brauch nur die Zieladresse eingeben und während der fahrt keine Karte wechseln.
Die digitalen Karten werden von den Firmen Teleatlas bzw. Navteq den Herstellern von Navigationssystemen in hoher Auflösung und zumindest für Westeuropa in 100%-Abdeckung zur Verfügung gestellt. Die Karten sind wohl heute soweit digitalisiert, dass bereits kleine Feldwege usw. enthalten sind.
Verschiedenen Testberichten unterschiedlicher Navi-Systeme für PDAs habe ich entnommen, dass etliche Hersteller nachträglich dabei gehen, und die Karten komprimieren. Damit gehen viele untergeordnete Wege und kleine Straßen verloren.
Das wird gemacht, um die Karten noch auf diverse Speichermedien zu bekommen. Wenn Du also eine Europa-Karte hast, die ganz Westeuropa und in geringerer Abdeckung auch einige Osteuropäische Länder enthält und dann auf einer 1 GB-Speicherkarte Platz findet, dann wurden die Originalkarten mehr oder weniger stark komprimiert.
Die von Route 66 in der Europa-Version Navigate 7 zur Verfügung gestellten Karten haben insgesamt einen Speicherbedarf von 1,9 GB. Ein Navi-Hersteller könnte also eine Gesamtkarte in dieser Auflösung nicht mehr mit einer 1 GB-Speicherkarte verkaufen. Um das Programm mit Karte aber auf einer 2 GB-Karte anzubieten, ist er im Moment nicht konkurenzfähig.
Von daher muss also jeder für sich selbst entscheiden, was er gerne haben möchte:
1. Einzelne Europakarten in hoher Detailgenauigkeit was untergeordnete Straßen und Wege angeht, oder
2. unter Verzicht darauf eine zusammenhängende Karte, die dafür aber auf eine 1 GB-Speicherkarte passt.
Ich habe mich auf der Cebit 2006 bei verschiedenen Navi-Herstellern umgehört. Der Trend geht eindeutig zu den Karten mit hoher Detailwiedergabe, die aber zunehmend mehr Speicherbedarf benötigen. Ob es dann für Otto-Normalbenutzer sinnvoll ist, Europakarten am Stück zu haben, die irgendwann mal 2-4 GB groß sind, wage ich doch stark zu bezweifeln. Dieser Speicherbedarf ist aber gar nicht so abwegig, wenn man nur daran denkt, dass auch für die osteuropäischen Länder genaue Karten irgenwann mal zur Verfügung stehen werden.
Was ich für sehr sinnvoll halte, sogenante "Grenzregionen" Karten anzubieten. Also ähnlich einer DACH-Karte auch eine Karte DFBenelux zum Beispiel. Das wäre dann etwas für die Leute, die häufig in Deutschland, Frankreich und den Benelux-Ländern unterwegs sind.
Wenn ich aber nach Skandinavien fahre oder nach England, dann reicht die EuropaMR für den Transit bis ins jeweilige Zielland aus. Im Land selber wird mit der Landeskarte navigiert.
Beste Grüße
genius