Hallo an alle,
Anfang November hatte ich mir einen HP Ipaq Hx 4700 sowie von Navigon den Triceiver mit Navigator 5 gekauft, leider gab es da einige Probleme:
1. Der Triceiver funktionierte überhaupt nicht (kein GPS-Signal). Von meinem Händler erfuhr ich, dass dieses Problem in letzter Zeit sehr häufig bei dem Navigon Triceiver auftrete und Reparaturen bzw. Austausch über Navigon mehrere Wochen dauere, er habe mehrere Kunden, die bislang vergeblich warteten. Zum Glück fand bei mir in der Nähe in Bad Honnef gerade das User-Treffen dieses Boards statt, kurzentschlossen fuhr ich am Samstag Nachmittag dort vorbei, wo ich auch sofort Unterstützung fand (Dank noch einmal dafür!) und ein Kontakt zum Vertreter des Herstellers, der Fa. GNS hergestellt wurde. Dieser nahm den Triceiver auch sofort mit, und eine Woche später erhielt ich problemlos einen funktionierenden GPS-Empfänger zurück (Danke an GNS!).
2. Die Navigation funktionierte jetzt eigentlich, die Software war installiert und bei Navigon registriert, und es lief zunächst. Dann musste ich allerdings feststellen, dass die serielle Schnittstelle des HP nicht ordnungsgemäß funktionierte. Also bei HP angerufen: der Ipaq wurde am Montag per Kurier abgeholt und war bereits gestern am Mittwoch per Kurier wieder zurückgebracht; die Hauptplatine musste ausgewechselt werden (M.E. ein superschneller Service von HP!).
3. Kapitel 3 der Geschichte: die bereits registrierte Navigon-Software lief nicht mehr auf der ausgewechselten Hauptplatine, sie war mit einem Code registriert, der sich aus einer Kennziffer der alten ausgewechselten Hauptplatine errechnete. Also heute morgen bei Navigon angerufen (ab 9 ist eine kostenpflichtige Serviceleitung erreichbar
).
Dort erklärte man mir, ich müsse den Austausch der Hauptplatine nachweisen, dann würde binnen 24 Stunden die Software wieder freigegeben! Leider hatte ich die Reparaturmitteilung von HP zu Hause, also jetzt nicht verfügbar, ein Nachweis wäre also erst morgen am Freitag möglich, mit den 24 Stunden Bearbeitungszeit (sie sich wahrscheinlich nur auf Arbeitstage beziehen) hätte ich dann am Montag vielleicht die Software freigeschaltet erhalten (was ich dann am Montag abend wieder zu Hause erfahren hätte), so dass ich dann ab Dienstag vielleicht das Programm wieder hätte nutzen können.
Auf meine Frage, ich müsse doch z.B. auch das Recht haben, das Programm auf einem beliebigen anderen PDA zu installieren oder auch zu verkaufen, auch wenn es schon einmal registriert worden sei, solange es insgesamt nur auf einem Gerät installiert sei, erklärte mir der (unfeundliche) Mitarbeiter von Navigon, das müsse ich dann eben nachweisen (was natürlich nicht geht!), und im Übrigen wolle er sich keine solchen Lügen anhören. Daraufhin legte er einfach ohne Gruss den Hörer auf!
Einmmal abgesehen davon, dass Kundenbeleidigung offenbar zum Servicestil von Navigon gehört, stellt die Registrierpraxis, wonach die Software lediglich einmal auf einer Hardware installiert werden kann, einen klaren Rechtsverstoß dar: spätestens seit der Entscheidung des Bundesgerichtshofes vom 06.07.2000 (CR 2000, 651) steht rechtlich fest, dass Standardsoftware (und um solche handelt es sich bei dem Programm Navigator nebst den Karten) nicht derart vertrieben werden darf, dass eine Weiterveräußerung ausgeschlossen oder erschwert ist. Die Registrierpraxis von Navigon stellt rechtlich einen schwerwiegenden Mangel des Produktes dar, solange nicht bei jedem einzelnen Verkauf AUSDRÜCKLICH darauf hingewiesen wird, dass diese Software nur EINMAL auf einer EINZIGEN HARDWARE installiert werden kann, wobei ein Hinweis auf der Packung oder in Lieferbedingungen sicherlich nicht ausreichend wäre, da es sich um eine den Käufer benachteiligende überraschende Klausel handeln würde.
Navigon sollte sich fragen, ob die Verprellung von Kunden wirklich das geeignete Mittel ist, Raubkopien zu vermeiden und den Umsatz so zu erhöhen.
Darüberhinaus wird dringend eine Höflichkeitsschulung für das Servicepersonal empfohlen.
Ronald