Hallo gautschi,
auf der Nord-Süd-Route von Hamburg nach München muß man sich bereits bei Hannover entscheiden ob man weiter die A7 benutzen will oder über die A2, A14 und A9 fährt.
Wenn so eine Entscheidung durch eine Navigationssystem unterstützt oder getroffen werden soll, dann ist eine vergleichende Berechnung beider Strecken unter Einbeziehung aller bekannten Verkehrsstörungen notwendig.
Beim Routing wird die Strecke jedoch "Etappenweise" ermittelt, ist obige Route z. B. bis Würzburg ermittelt so wird nicht wegen einer TMC-Meldung erneut geprüft, ob es evtl. sinnvoller ist diese Störung ab Hannover zu umfahren, sondern es wird lediglich eine lokale Umleitung gesucht.
Während der Navigation reagiert die in MN|4 implementierte Lösung immer nur auf genau eine Störungsmeldung und das auch nur wenn diese Meldung das erste Mal empfangen wird. Deshalb können auch hier nur einzelne Verkehrsstörungen jeweils lokal umfahren werden. Daher ist es völliger Blödsinn, auf eingehende Verkehrstörungen sofort zu reagieren, auch wenn die Störung mehrere 100 km von der jeweiligen Position entfernt ist.
Die primitive Lösung für das Ereignis "Störung wird Empfangen"
liegt die Störung auf der Strecke?
- ja
- .. soll automatisch eine neue Route ermitteln werden?
- .... ja
- ...... "Ansage: Neue Route wird ermittelt"
- ...... "Route ermitteln"
- .... nein
- ...... "Störung anzeigen"
- ...... "Ansage: Bitte beachten Sie den Hinweis"
- ...... soll die Störung beachten werden?
- ........ ja
- .......... "Route ermitteln"
- ........ nein
- .......... "Störung unbeachtet lassen"
ist nun wirklich nicht besonders überzeugend.
Das System müßte jeweils im Hintergrund prüfen, ab wann eine andere Route sinnvoll ist und dann rechtzeitig darauf aufmerksam machen oder automatisch die neue Route errechnen.
Viele Grüße
Bernhard