Beiträge von WOM

    Hallo flippy,
    willkommen im Forum, und wie Du aus den vorstehenden Postings siehst, wird Dir hier durchweg schnell und kompetent geholfen :)


    Zu den von mir beschriebenen Bugs: es gibt inzwischen einen Patch für die 231er, damit der Fehler mit dem Abschalten nicht mehr vorkommt. Das sollte aber bei einem neuen Empfänger der Händler besorgen (Garantie).
    Den Effekt bei Stillstand wird Sie aber weiterhin haben. Letzteres ist nämlich nach inzwischen gesammelten neueren Erkenntnissen eine spezifische Eigenart von Xtrack2 und somit kein Fehler der Holux. Siehe hierzu z.B.: http://www.pocketnavigation.net/board/tid46714-sid.htm


    Viele Grüße,
    WOM.

    Hallo Charly,


    Zitat

    Original von Charly:
    Möchte ich nicht ganz zustimmen, es gibt hier auch Ausreißer ...


    ? z0ny will doch wissen, woran man Xtrack2 erkennt. Und dabei geht es als einfaches Unterscheidungskriterium doch nicht primär um Ausreißer (klar, dass es die geben kann), sondern um Phasen, in denen sich über einen gewissen Zeitraum in den Koordinaten überhaupt nichts ändert. Das ist in z0nys Log gemäß obiger Abbildung sehr deutlich zu sehen. In diesen bis auf die letzte Nachkommastelle identischen Koordinaten-Werten liegt m.E. der deutlichste Unterschied zu einem "Normal"-Empfänger, quasi als Möglichkeit zur "Schnellcharakterisierung" eines Empfängers.


    Viele Grüße,
    WOM.

    Hallo z0ny,


    Zitat

    Original von z0ny
    ...
    Wie kann ich herausfinden, welches XTrack ich habe? ...


    Ist ganz einfach: wie aus obigen Abbildungen ersichtlich, kommte es mit Xtrack2 bei ruhendem Empfänger immer wieder zu "Hängern". Man braucht sich nur im Log, welches bei VisualGPS ja eine reine Textdatei ist, z.B. die GGA-Zeilen anzusehen. Wenn man dazu etwa Ultaedit verwendet, kann man sogar diese GGA-Zeilen herausfiltern, muss aber nicht sein. Wenn dann in etlichen aufeinanderfolgenden Zeilen die Koordinaten völlig identisch sind, anstatt zumindest ein wenig zu streuen, hat man nach derzeitigem Kenntnisstand einen Xtrack2-Empfänger.


    Viele Grüße,
    WOM.

    Hallo z0ny,
    da dieser Thread hauptsächlich Eigentümlichkeiten von Xtrack2 aufklären soll, habe ich mir aus Deinem Posting nur das Log-File "GPS-XT2.txt" angesehen.


    Du hast das etwa 6 min lang aufgenommen (also rund 360 Koordinatenpaare), und es ist durchgängig die Geschwindigkeit "0" zu sehen (also ruhende Maus). Wie aus mehreren Beispielen bekannt ist, ergibt sich bei einer Non-Xtrack-Maus eine Punktewolke, in der die einzelnen Koordinaten streuen.


    Im hier angehängten Bild ist der mit Excel ausgewertete zeitliche Verlauf der von Dir aufgezeichneten Koordinaten zu sehen, und zwar getrennt für Länge (oben) und Breite (unten). Um die zeitlichen Veränderungen deutlicher sichtbar zu machen, wurden nur die letzten Nachkommastellen der Koordinatenwerte aufgetragen. Der von Xtrack2 bekannte Effekt ist deutlich zu erkennen: anstatt unregelmäßig zu streuen, bleiben die Werte jeweils über einen gewissen Zeitraum konstant, um dann ein Stück zu springen und dort wieder zu "klemmen". Das ist ähnlich wie auch in Charlys Schauinsland-Log und wie von mir früher für die Holux GR-231 berichtet. Wie lange diese in Ruhe zu beobachtende Hänger dauern, ist noch unklar, könnte auch System-spezifisch sein.


    Viele Grüße,
    WOM

    Hallo allerseits,
    auch ich wünsche allen ein frohes Weihnachtsfest und möglichst keine GPS-Probleme, sondern ein System welches läuft, und läuft, und läuft... Letzteres ist wohl Wunschdenken, aber zu Weihnachten darf man es ja mal hoffen ;)
    Vielen Dank auch an die Administratoren und Moderatoren, die es hier ja auch nicht immer einfach haben, für dieses hervorragende Forum!
    Viele Grüße,
    WOM.

    Hallo allerseits,
    um bei unserem derzeitigen Kenntnisstand zu systematischen Erkenntnissen zu gelangen, werden vor allem komplette Logs verschiedener Xtrack2-Empfänger benötigt. Meine Ergebnisse zur Holux GR-231 (Xtrack2), die Anlass für diesen Thread waren, habe ich zwar schon im eingangs zitierten Posting geschildert, allerdings hatte ich da nur einige charakteristische Screenshots angehängt. Zur "quasiamtlichen Auswertung" ;) durch das Forum habe ich hier jetzt zwei Original-Logs als ZIP-Archiv angehängt, und zwar sowohl für die im Testbericht beschriebene Autofahrt als auch für ein über etwa 10 min aufgenommenes Ruhe-Log mit den beschriebenen "Hängern".


    @ Charly:
    Deinem GPSLog merkt man die "Modellpflege" an, funktioniert bei mir sehr gut. So wird das Log direkt schön übersichtlich dargestellt.


    Viele Grüße,
    WOM

    Hallo Charly,
    vielen Dank für das neue GPSLog! Ich denke, wenn alle ein vernünftiges Tool dieser Art zum Auswerten haben, werden auch Logs vielleicht mehr Anklang finden.

    Zitat

    Original von Charly
    Von Punktewolke in Excel halte ich nicht so viel. 1. habe ich mit eingebundener Grafik bislang nur Probleme gehabt, dann gibt es hier ein Hauptproblem: die Grafik hat als Ordinaten - wie auch alle anderen Progs, VisualGPS, ucenter, Grad-Angaben.


    Ja das ist leider so, stört mich persönlich aber nicht so sehr, da ich die Punktewolke eigentlich nur zur Vislualisierung benutze: streut es überhaupt oder "klemmt" es. Ansonsten ziehe ich die von VisualGPSce oder Excel gelieferten Werte für Mittelwert und Standardabweichnung als vertrautes Maß vor. Das mag aber wohl manchem zu abstrakt sein.


    Zitat

    Original von Charly
    Als generelles Ausweteprogramm würde ich ucenter von ublox empfehlen. Als ich dank Wolf es zu Anfang des 303S-Test runtergeladen habe, war es kostenlos.


    Ob es das wohl noch irgendwo in den Tiefen des Internets gibt?


    Zitat

    Original von Charly
    Also nochmal, Xtrac2 benötigt eine Mindestgeschwindigkeit. Das sollte aber jetzt mit anderen Xtrack2-Mäusen geprüft und gegenkontrolliert werden, bevor wir dies als allgem Pauschalaussage erheben.


    Zumindest die Holux GR-231 zeigt diesen Effekt und war ja mit Anlaß für diesen Thread (s.o.). So haben wir schon alleine hier 3 Beispiele, dazu noch die Aussagen aus dem o.a. englischsprachigen Forum. Und Sidney hat ja auch von Hängern berichtet. Ich stimme Dir aber voll zu: Logs müssen her, und nicht nur im Falle Xtrack, sondern generell bei solchen GPS-Problemen. Aber was sage ich: das hast Du ja hier im Forum wieder und wieder angemahnt ;)


    Viele Grüße,
    WOM.

    @ Martin:

    Zitat

    Original von Martin
    Das "Hängenbleiben" kann ich auch bestätigen:
    dieses Mini-log habe ich zwar für andere Zwecke aufgenommen (GK-Umrechnungstest), aber auch hier drinnen sind auch nur 2 verschiedene Koordinaten (eine 90x, die andere 45x wiederholt)


    Schön, dass Du das Log bereitgestellt hast. Mit jeder Meldung dieser Art verdichtet sich der anfängliche Verdacht immer mehr zur Gewissheit, dass Xtrack2 zum ordnungsgemäßen Funktionieren eine Mindestgeschwindigkeit benötigt.


    @ Charly:

    Zitat

    Original von Charly
    Leider erlaubt GPSTuner keine log-Aufzeichnung zur Gegenkontrolle.
    ...
    Edit: eben nachgeschaut: log geht doch.


    Log mit GPSTuner? Auch wenn's geht und unmittelbar die "Wolke" zeigt: da ist mir VisualGPSce lieber, weil es sich für diese Zwecke bereits als eine Art Quasistandard durchgesetzt und bewährt hat. Das Log enthält dann wirklich alle Daten, und im Gegensatz zu GPSTuner ist das Programm Freeware. Es lässt sich ja problemlos sowohl bei Touren wie auch zum Erfassen des Ruheverhaltens eines GPS-Empfängers einsetzen. Da hat ein gewisser "karomue" in vielen Postings sowie in seinen "FirstSteps" immer wieder mit Engelsgeduld auf VisualGPS hingewiesen, und nun kommst Du mit GPSTuner? ;)


    Viele Grüße,
    WOM.

    Hallo Charly,

    Zitat

    Original von Charly
    Damit wir mal vom Gleichen sprechen: welche Stelle Schauinsland-Wandertrack meinst Du genau? Am Besten Zeit angeben, dann kann ich das nachvollziehen.


    Oh, Charly, könnte es sein, dass einer von uns beiden das in meinem Posting übersehen hat? ;) Auf Seite 2 des Threads habe ich doch die Auswertung für Deinen Track gepostet (unteres Bildbeispiel) und dazu geschrieben: "die Zeitspanne von 131243.935 - 131715.918". Diese Zeiten sind aus den GGA-Zeilen Deines Logs herauskopiert, damit man sie direkt per Suchfunktion darin finden kann (ich habe diese Textdatei zunächst in Ultraedit betrachtet). Also ohne Zeitzonenumrechnung von 13:12:43 Uhr - 13:17:15 Uhr.


    Ist aber eigentlich egal: dort, wo ich mir stichprobenweise Pausen angesehen habe (im Log Geschwindigkeit "0"), ist meist nur durchgängig ein und dasselbe Koordinatenpaar zu sehen, also ohne jegliche der sonst üblichen Streuungen. Dieses Verhalten habe ich analog zu der von mir getesteten Holux GR-231 als "Hängenbleiben" interpretiert. Und nachdem Du nun für die Aufzeichnung der Punktewolken wohl dieselbe Maus benutzt hast, passt das jetzt aber gar nicht zusammen. Das ist mir ein Rätsel. ?(


    Viele Grüße,
    WOM.

    @ Charly:
    nur um eventuellen Missverständnissen vorzubeugen: Dein Schauinsland-Track ist m.E. von der Lage auf der Karte einwandfrei in Ordnung und bedarf gar keiner Diskussion. Aber in den Gehpausen hat die Haicom offensichtlich festgehangen oder ist nur gelegentlich zu einer neuen Anzeige gesprungen: im Log bei gutem Fix immer nur dieselbe Positionsanzeige und nur ab und zu eine Änderung. Ein (typischer?) Xtrack2-Effekt war also dabei wohl vorhanden, nur hat dieser nicht gestört. Für diese Wanderung hat die Haicom voll ihren Zweck erfüllt. Wenn aber eine langsamere Annäherung wie z.B. beim Geocaching notwendig gewesen wäre, wie hätte sie dann reagiert? Wegen der Hänger in den Pausen fürchte ich, dass dann die hier schon geposteten Sprünge oder Ungereimtheiten aufgetreten wären, etwa in der Art, wie ich sie mit der Holux-231 erlebt habe. Denn auch Sidney hat ja hier im Thread geschrieben:"Meine Clip-On mit Xtrack2 hat zwar im Wald mehr Sats aber die Positionsbestimmung ist fürs Geocaching nicht zu gebrauchen."


    In diesem Zusammenhang noch eine Frage zu den Punktewolken mittels GPSTuner: welche Maus war das? Sollte das die Haicom-Xtrack2 gewesen sein, wäre dieses Ergebnis zwar OK, dann verstünde ich aber nicht, weshalb sie in den Gehpausen bei der Schauinsland-Wanderung "hängen" geblieben ist. Da hätte sie doch auch eine ähnliche Punktewolke liefern sollen? ?(


    Zitat

    Original von Charly
    Überhaupt sollten wir als Erstes einmal versuchen, standardisierte Testbedingungen festzulegen.


    Das halte auch ich für unbedingt erforderlich, da sonst die Vergleichbarkeit von Tests nur erschwert wird.


    @ SupervisionCam:
    Prima, wenn Glopus da zukünftig etwas geeignetes bietet!

    Zitat

    Original von SupervisionCam
    Ich wußte nicht, dass GPSTuner auch schon so eine Anzeige hat.


    Kleine Anmerkung dazu: es geht bei GPSTuner nicht so sehr um die Visualisierung der Punktewolke, sondern um die genauere Positionsbestimmung durch Mittelwertbildung über eine gewissen Zeitraum bei ruhender Maus. Übrigens erlaubt auch VisualGPSce dieses Averaging inclusive Angabe von Mittelwert und Standardabweichung, allerdings ohne grafische Darstellung der "Wolke". Wäre toll, wenn Glopus das irgendwann auch könnte, dann könnte man die Zahl der mitzuführenden Programme weiter reduzieren.


    Viele Grüße,
    WOM

    Hallo PeDeAe,

    Zitat

    ... das Bild von der RBT3000 sieht ja auf den ersten Blick "katrastophal" aus :)
    aus der Praxis kann ich aber erwähnen,.. daß man damit super genau Geocache Positionen anlaufen kann..


    Kann ich bestätigen, nachdem ich die RBT-3000 mal beim Geocaching benutzen konnte und mit "LeGro" gemeinsam eine Route gelaufen bin. Das Driften im Bild hängt ja auch von der Vergrößerung ab und sieht schlimmer aus als es war. Die RBT-3000 ist für meine Zwecke momentan als Allround-Maus mein Favorit.


    Zitat

    -> wie sieht das den "live" bei einer X-Track-2 (mit Bewegung aus, beim wandern 4km/h kann da doch nicht nur alle 20m ein Positionspunkt raus kommen oder


    Da dürfte noch unklar sein, wo diese angenommene Mindestgeschwindigkeit liegt. Charly ist das bei seiner Schauinsland-Wanderung gar nicht aufgefallen. Beim Wandern sieht man ja auch nur gelegentlich auf das Display, und ich nehme an, dass man schon recht langsam sein muss, um in den "Genuss" des beschriebenen Effektes zu kommen.


    Wenn aber jemand z.B. für ein Treffen die Koordinaten der Gaststätte ermitteln will oder jemand, der einen neuen Cache legt, dessen Position wissen muss, dann sollte der Xtrack2-Effekt wohl auftreten. Denn da haben wir ja praktisch die "ruhende-Maus"-Situation. Mag zusätzlich aber auch noch Maus-spezifisch sein?


    Viele Grüße,
    WOM.

    @ Peter:

    Zitat

    wom, interessanter Thread, den du da gestartet hast, ich werd versuchen, auch was beizusteuern. Muss mal meine bisherigen Stellungnahmen zu Xtrack zusammenkramen ...


    Fein, dass Du mitmachst, dann habe ich mit Charly und Dir keine Sorge, dass wir das nicht in den Griff bekommen : drink


    @ Charly:

    Zitat

    Wenn es derzeit nicht so kalt wäre und Weihnachten nicht vor der Tür - bißchen Zeitmangel - würde ich wirklich mal ein wenig Geocacher spielen. Der logs wegen.


    Indianer kennen keinen Schmerz ;) Vielleicht schaffts Du es ja und misst zusätzlich auch mal bei ruhender Maus (siehe unten)?



    Inzwischen habe ich ein wenig weiter gemacht. Aus dem o.a. Thread des englischsprachigen Forums folgt ja mit großer Wahrscheinlichkeit, dass Xtrack2 nur oberhalb einer gewissen Mindestgeschwindigkeit ordentlich funktioniert. Dazu passen die von mir geposteten Ergebnisse zur Holux GR-231 (s.o.), wo sich bei ruhendem Empfänger sowie bei langsamer Bewegung (Geocaching) "Hänger" ergaben.


    Daraus würde folgen, dass die üblicherweise beim Testen von GPS-Empfängern bewährten Methoden alleine hier nicht unbedingt greifen, da sie durchweg dem "Niedergeschwindigkeitsbereich" keine besondere Aufmerksamkeit widmen. Hier muss man daher angepasst vorgehen, z.B. kann man als eine Art "Eingangstest" bei ruhender Maus ein Log unter freiem Himmel über etwa 5-10 min aufnehmen. Dann sind unkontrollierbare sonstige Einflüsse wie sie etwa bei einer Autofahrt infolge ständig wechselnder Empfangsverhältnisse auftreten, zunächst einmal eliminiert. Bei Aufnahme eines Logs mit einem üblichen GPS-Empfänger (Non-Xtrack) streuen dann die im Sekundentakt anfallenden Koordinatenwerte irgendwie um die tatsächliche Position herum.


    Wie das aussieht, habe ich im Posting zur Holux GR-231 bereits beschrieben. Als Beispiel ist das im angehängten Bild nochmal in der oberen Reihe für eine Royaltek RBT-3000 zu sehen (Log-Auswertung der GGA-Zeilen mittels Excel). Für die Koordinatenpaare ergibt sich eine Punktewolke (links), und wenn man nur die Koordinaten separat über der Zeit aufträgt, sieht man deren "Gezappel" (rechts).


    Parallel zur Royaltek lief damals unter identischen Bedingungen die Holux GR-231 (Xtrack2), und das Ergebnis ist in der mittleren Reihe aufgetragen: da dem Empfänger die zum Funktionieren von Xtrack2 offensichtlich erforderliche Bewegung fehlte, "klemmt" die Position und springt nur ab und zu ein Stück weiter, um dort wieder festzuhängen.


    Betrachten wir nun Charlys dankenswerterweise zur Haicom 303S gepostetes Log einer Schauinsland-Wanderung, so scheint aufgrund der üblichen Log-Auswertungen alles in Ordnung zu sein und kein Xtrack2-Effekt aufzutreten (siehe dazu auch Charlys ausführlichen Test-Bericht!). Ein solcher Einfluss ist aber sehr wohl feststellbar, wenn man nämlich einmal die Pausen bei dieser Wanderung näher betrachtet.


    Nehmen wir als typisches Beispiel einmal die Zeitspanne von 131243.935 - 131715.918 heraus (Nomenklatur wie im Original-Log). Das sind etwa 5 min, in denen die Geschwindigkeit den Wert "0" hatte, also Wanderpause. Das sind dann praktisch dieselben Verhältnisse wie oben bei dem "ruhende-Maus-Test". Die Auswertung der von der Haicom in dieser Zeit gelieferten Positionswerte ist in der unteren Reihe der Abbildungen zu sehen. Das sieht ganz ähnlich aus wie bei der Holux: es wurden in der fraglichen Zeit insgesamt nur 3 unterschiedliche Positionwerte geliefert, und der Empfänger "hing" ansonsten. Also ein typisches Xtrack2-Verhalten, welches unterhalb einer Mindestgeschwindigkeit auftritt. Wo dieser Grenzwert liegt, und ob er auch vom Empfänger abhängt, ist noch unklar.


    Wie diese Beispiele zeigen, müssen zum Erfassen der besonderen Eigenheiten von Xtrack2-Empfängern zusätzlich zu den bisherigen Tests auch weitere herangezogen werden, z.B. Loggen bei ruhender GPS-Maus. Jedenfalls ist Xtrack2 den geposteten Erfahrungen zu Folge zwar eine Verbesserung beim Autofahren, da das "Nachhinken" und "aus der Kurve fliegen" damit wohl gelöst ist. Aber man erkauft sich dies offensichtlich durch entsprechende Nachteile bei langsamen Bewegungen. Als ich mich beim Geocaching der gesuchten Position näherte, blieb die Holux GR-231 bei 31 m Entfernungsanzeige hängen, um bei weiterer Annäherung dann auf 45 m zu springen. Es kommt bei der Auswahl eines derartigen GPS-Empfängers wohl sehr darauf an, für welche eigenen Anwendungen man diesen überwiegend einsetzen will.


    Viele Grüße,
    WOM

    @ bianchifan

    Zitat

    Eine Ortung in Gebäuden ist ausschließlich über Reflexionen möglich. Infinion entwickelt z.Zt. mi Riesenaufwand einen GPS-Chipsatz für Handies, der soll ca. 1000 mal empfindlicher sein als Sirf II.
    Mit Xtrac ist die erste Software auf den Markt gekommen, die versucht, solche Anforderungen zu erfüllen....
    Trotz aller Defizite finde ich persönlich die Leistung der Version 2.0.2 einfach nur Phänomenal.


    Diese Steigerung der Empfindlichkeit ist sicher unbestritten, und mag für spezielle Zwecke der von Dir geschilderten Art auch notwendig sein. Aber diese Steigerung ist mir zu teuer erkauft, wenn dafür bei meinen Anwendungen anderes auf der Strecke bleibt. Dein Posting mit der Warnung "Laufe mit Deinem GPS nie am Wasser, es könnte Dich sonst verschlingen..." gibt genau dieses Problem wieder.


    Ich lese des öfteren, dass diese oder jene Maus noch im Handschuhfach, unter dem Sitz usw. funktioniert. Das brauche ich aber gar nicht. Beim Autofahren hat mir eine "normale" GPS-Maus (Holux 210 oder Holux 230) von der Performance her immer gereicht. Allerdings bin ich dabei auch der Überzeugung, dass der Maus der zum Empfang best mögliche Platz gebührt, um unnötigen Problemen vorzubeugen.


    Nur beim Wandern oder Geocaching in Waldgebieten würde ich mir mehr Empfangsreserve wünschen. Aber da scheint mir nun nach allem Gelesenen für meine Zwecke Xtrack als reine Softwarelösung nicht die große Verbesserung, sondern eher das Gegenteil zu bringen. Dann lieber auf wirklich neues warten, nämlich verbesserte Hardware (SirfIII?)


    Viele Grüße,
    WOM.

    Hallo Charly,

    Zitat

    Wie schon gesagt: die zu findenden Informationen sind doch äußerst spärlich. Obwohl man eigentlich annehmen sollte, dass die Maushersteller ein Interesse an zur Verfügungstellung interner Verarbeitung haben sollten...


    Da bin ich mir inzwischen gar nicht mehr so sicher, denn es wird allzusehr mit brauchbaren Infos gemauert. Wir haben doch hier im Forum auch Leute, die gerne hinter die technischen Grundlagen sehen würden und dies aber weitgehend vergeblich versucht haben. Wenn ich sehe, dass bei Xtrack2 im Vergleich zu Xtrack1 offensichtlich Teufel mit Beelzebub ausgetrieben wurde und man eigentlich nur wählen kann, welcher der beiden Xtrack-Nachteile einem lieber ist, so frage ich ganz vorsichtig: könnte es sein, das Xtrack ein Marketing-Gag ist, und dass man uns herstellerseits möglichst "dumm" halten will, um das erfolgreich an den Mann zu bringen??? Dabei mag vielleicht auch eine Rolle spielen, dass praktisch alles auf SIRF basiert und dieser Hersteller damit ein Quasimonopol hat, welches er natürlich hüten will.


    Viele Grüße vom nachdenklichen
    WOM.

    @ Charly:

    Zitat

    Und Unterstützung vom Userkreis hier können wir - Ausnahmen wie immer ausgenommen - vergessen, die Aufrufe logs zu posten wurden bislang so gut wie ignoriert.


    Deine Enttäuschung verstehe ich gut, zumal Du ja mit den auf Deiner Homepage bereitgestellten Zusatztools und "First Step" wirklich aktiv versuchst, Leuten zu helfen. Aber da darf man vielleicht auch nicht zu viel erwarten, ist wohl ein Zeichen der Zeit. Deinen geposteten Track der Wanderung habe ich mir gerade mit nSonics "GPSTrack" angesehen. Wenn man im oberen Fenster als Anzeige die Geschwindigkeit wählt, fällt auf, dass diese häufig auf "Null" fällt. Falls ich Dich als drahtigen Sportler einschätzen darf ;), hast Du sicher nicht so oft angehalten. Könnten dies dann nicht auch die beschriebenen Xtrack2-Effekte sein?


    Es würde mich wirklich mal sehr interessiern, ob diese Haicom 303S in Ruhelage eine normale Punktewolke liefert, oder nur einige wenige Positionen wie von mir bei der Holux GR-231 beobachtet.


    @ Sydney:

    Zitat

    Meine Clip-On mit Xtrack2 hat zwar im Wald mehr Sats aber die Positionsbestimmung ist fürs Geocaching nicht zu gebrauchen.


    Aha, das bestätigt ja voll die Postings im englischsprachigen Forum.

    Zitat

    Da ich meinen PDA deshalb nicht mehr für's Cachen verwende, kann ich Euch nicht mit Logs dienen


    Gerade die wären von Interesse, denn beim Autofahren sollte ja alles OK sein. Übrigens: die Clip-On ist doch auf "normal" umschaltbar, benutzt Du das also nicht beim Geocaching, sondern nimmst einen anderen Empfänger?


    Viele Grüße,
    Wolfgang.