@ Peter:
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wom, interessanter Thread, den du da gestartet hast, ich werd versuchen, auch was beizusteuern. Muss mal meine bisherigen Stellungnahmen zu Xtrack zusammenkramen ...
Fein, dass Du mitmachst, dann habe ich mit Charly und Dir keine Sorge, dass wir das nicht in den Griff bekommen 
@ Charly:
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Wenn es derzeit nicht so kalt wäre und Weihnachten nicht vor der Tür - bißchen Zeitmangel - würde ich wirklich mal ein wenig Geocacher spielen. Der logs wegen.
Indianer kennen keinen Schmerz
Vielleicht schaffts Du es ja und misst zusätzlich auch mal bei ruhender Maus (siehe unten)?
Inzwischen habe ich ein wenig weiter gemacht. Aus dem o.a. Thread des englischsprachigen Forums folgt ja mit großer Wahrscheinlichkeit, dass Xtrack2 nur oberhalb einer gewissen Mindestgeschwindigkeit ordentlich funktioniert. Dazu passen die von mir geposteten Ergebnisse zur Holux GR-231 (s.o.), wo sich bei ruhendem Empfänger sowie bei langsamer Bewegung (Geocaching) "Hänger" ergaben.
Daraus würde folgen, dass die üblicherweise beim Testen von GPS-Empfängern bewährten Methoden alleine hier nicht unbedingt greifen, da sie durchweg dem "Niedergeschwindigkeitsbereich" keine besondere Aufmerksamkeit widmen. Hier muss man daher angepasst vorgehen, z.B. kann man als eine Art "Eingangstest" bei ruhender Maus ein Log unter freiem Himmel über etwa 5-10 min aufnehmen. Dann sind unkontrollierbare sonstige Einflüsse wie sie etwa bei einer Autofahrt infolge ständig wechselnder Empfangsverhältnisse auftreten, zunächst einmal eliminiert. Bei Aufnahme eines Logs mit einem üblichen GPS-Empfänger (Non-Xtrack) streuen dann die im Sekundentakt anfallenden Koordinatenwerte irgendwie um die tatsächliche Position herum.
Wie das aussieht, habe ich im Posting zur Holux GR-231 bereits beschrieben. Als Beispiel ist das im angehängten Bild nochmal in der oberen Reihe für eine Royaltek RBT-3000 zu sehen (Log-Auswertung der GGA-Zeilen mittels Excel). Für die Koordinatenpaare ergibt sich eine Punktewolke (links), und wenn man nur die Koordinaten separat über der Zeit aufträgt, sieht man deren "Gezappel" (rechts).
Parallel zur Royaltek lief damals unter identischen Bedingungen die Holux GR-231 (Xtrack2), und das Ergebnis ist in der mittleren Reihe aufgetragen: da dem Empfänger die zum Funktionieren von Xtrack2 offensichtlich erforderliche Bewegung fehlte, "klemmt" die Position und springt nur ab und zu ein Stück weiter, um dort wieder festzuhängen.
Betrachten wir nun Charlys dankenswerterweise zur Haicom 303S gepostetes Log einer Schauinsland-Wanderung, so scheint aufgrund der üblichen Log-Auswertungen alles in Ordnung zu sein und kein Xtrack2-Effekt aufzutreten (siehe dazu auch Charlys ausführlichen Test-Bericht!). Ein solcher Einfluss ist aber sehr wohl feststellbar, wenn man nämlich einmal die Pausen bei dieser Wanderung näher betrachtet.
Nehmen wir als typisches Beispiel einmal die Zeitspanne von 131243.935 - 131715.918 heraus (Nomenklatur wie im Original-Log). Das sind etwa 5 min, in denen die Geschwindigkeit den Wert "0" hatte, also Wanderpause. Das sind dann praktisch dieselben Verhältnisse wie oben bei dem "ruhende-Maus-Test". Die Auswertung der von der Haicom in dieser Zeit gelieferten Positionswerte ist in der unteren Reihe der Abbildungen zu sehen. Das sieht ganz ähnlich aus wie bei der Holux: es wurden in der fraglichen Zeit insgesamt nur 3 unterschiedliche Positionwerte geliefert, und der Empfänger "hing" ansonsten. Also ein typisches Xtrack2-Verhalten, welches unterhalb einer Mindestgeschwindigkeit auftritt. Wo dieser Grenzwert liegt, und ob er auch vom Empfänger abhängt, ist noch unklar.
Wie diese Beispiele zeigen, müssen zum Erfassen der besonderen Eigenheiten von Xtrack2-Empfängern zusätzlich zu den bisherigen Tests auch weitere herangezogen werden, z.B. Loggen bei ruhender GPS-Maus. Jedenfalls ist Xtrack2 den geposteten Erfahrungen zu Folge zwar eine Verbesserung beim Autofahren, da das "Nachhinken" und "aus der Kurve fliegen" damit wohl gelöst ist. Aber man erkauft sich dies offensichtlich durch entsprechende Nachteile bei langsamen Bewegungen. Als ich mich beim Geocaching der gesuchten Position näherte, blieb die Holux GR-231 bei 31 m Entfernungsanzeige hängen, um bei weiterer Annäherung dann auf 45 m zu springen. Es kommt bei der Auswahl eines derartigen GPS-Empfängers wohl sehr darauf an, für welche eigenen Anwendungen man diesen überwiegend einsetzen will.
Viele Grüße,
WOM