Uschi, unsere Navigöse
aus der Serie Made in Germany
oder frei übersetzt
Da ist der Wurm drin.
Am 10.01.2005 habe ich mir ein Navigationssystem gekauft.
Ein PDA Thypoon MyGuide 3500 mit dem installierten Falk-Navigator 2004 bei der Firma Berlet zum Preis von 379 Euro für mein Wohnmobil.
Nachdem ich mich in diesem Forum informiert hatte war ich durchaus auf einige kleine Probleme gefaßt.
Da keine Wohnmobilfahrt anstand habe ich das Gerät am Kauftag aufgeladen und versuchsweise meine Adresse xxxxxxweg xxx in xxxxx Dortmund eingegeben.
Unsere Adresse besteht seit 29 Jahren.
Nach der Anzeige des Gerätes wohnte ich nun viele viele Kilometer entfernt in freiem Feld am anderen Ende des xxxxxxxwegs.
Sei's drum dachte ich, mache einen Karteneintrag.
Das ging, nur ließ sich dieser leider nicht mit meiner Adresse beschriften.
Es blieb sinnigerweise bei: "Bei xxxxxxxweg"
Ein kleiner Wermutstropfen.
Neugierig versuchte ich im Fußgängermodus nach Schwerte zu gelangen.
Liebe Falker der xxxxxxxweg geht übrigens direkt in den Klusenweg nach Schwerte durch man muß also keinen Umweg von 1 km machen.
Er geht allerdings ein Stück durch den Wald, da gibt es ja eh Probleme mit dem GPS, also habt Ihr das nur zu meinem Schutz so programmiert.
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Da die Anzeige extrem spiegelte habe ich nach Stöbern in diesem Forum eine Entspiegelungsfolie im Internet für 10 Euro gekauft, die in diversen Fachgeschäften merkwürdigerweise nicht bekannt war.
Die Folie ist Klasse............ob das ein deutsches Produkt ist ?
Dann ging es im März endlich los das Gerät wurde benutzt.
Wegen der klaren Stimme und der bestimmten Ansprache nannten wir es "Uschi"
+ Sie fand Bad Sassendorf.
- Auf dem Weg nach Bedburg Hau schickte uns Uschi am Autobahndreieck Kamp Lintfort nach links in die falsche Richtung. Sie bemerkte ihren Irrtum und bat um "Abfahren und Wenden" leider standen wir aber da schon im Stau.
Auf der Rückfahrt haben wir Ihre Anweisung nicht beachtet und standen nicht im Stau.
+ Von Bedburg Hau nach Goch hat es geklappt.
+ Kaltenkirchen wurde gefunden.
o Das Nolde Museum in Seebüll wurde fast gefunden aber es war ja auch gut ausgeschildert.
o Noch auf der Fähre von Glückstadt nach Wischhafen verlangte sie den Umweg über Hamburg zu nehmen. Ich gebe zu das wir später feststellten das Uschi unter streckenoptimierter Weg die Fähre in Glücksstadt kannte.
+ Cuxhaven wurde gefunden
+ Jever wurde gefunden
- Nach der Autobahnabfahrt Greven Richtung Fuestrup faßten wir uns ein Herz und haben uns Uschi trotz ihrer stetigen beharrlichen Anweisungen das zweite Mal widersetzt, wir sind nicht geradeaus durch die Leitplanke den Abhang heruntergefahren, sondern linksabgebogen. In Fuestrup beharrte Uschi darauf daß die Zieladresse Fuestruper Straße 37 sich genau auf der Kanalbrücke des Dortmund Ems Kanal befand.
Aber wir sind einfach den anderen Wohnmobilen nachgefahren und haben sie überlistet in dem wir ihr den Ton abdrehten. Gar nicht so einfach bei einem Navigationsgerät was den Aufnahmeknopf für Sprachaufzeichnungen exakt da hat wo die Beifahrerin ziehen muß um es aus der Halterung zu befreien. Aber exakt darüber ist ja auch der Ein/Ausschaltknopf.
- In Halter hat uns Uschi 10 km in die Irre geführt. Sie behauptete das wir unser Ziel das Westfälische Römermuseum Weselerstraße 100 mitten auf der Landstraße nach Wesel erreicht hätten.
Weitere Probleme auf diversen Fahrten haben wir leider nicht nachvollziehbar festgehalten.
Alle Adressen waren Hausnummerngenau eingegeben.
5 gefundene Ziel
1 fast gefundenes Ziel
5 glatte Nieten. (einschließlich unserer Hausnummer)
Der GPS Empfang war jeweils grün, wir fahren ein teilintegriertes Wohnmobil.
Immerhin haben wir nun herausgefunden daß wenn im Button der Zielstation keine eingegebene Hausnummer auftaucht diese Hausnummer nicht bekannt ist und die Mitte der Straße (gilt für beide Ebenen) angenommen wird.
Und das scheint fast immer der Fall zu sein, das keine Hausnummern bekannt.....und wenn eine Straße durch den Wald geht kann schon mal ein Stück Straße fehlen.
Das man sich an die von Uschi verwendeten Formulierungen erst gewöhnen muß ist unbestritten, nur steht erst einmal nirgendwo wie diese gemeint (definiert) sind.
Lernen während der Fahrt ?
Zumal nicht immer die gleichen Formulierungen in der gleichen Situation benutzt werden.
Man kann in einer Autobahnabfahrt wie zum Beispiel AK Herne nicht 40 Kmh fahren um auf die Ansage zu warten, das ist lebensgefährlich.
Einige Mal hat mich nur gerettet, das ich die Streckendaten kannte.
Kurz nach dem ersten Benutzen teilte uns das Gerät mit das unserer Kartenmaterial veraltet ist und wir auf die Falk Webseite gehen sollte. Ich nehme an zwecks Update aber zuordbares Neues habe ich dort nicht gefunden.
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Diese Gerät wurde gekauft um endlich die stundenlangen Vorbereitungen mit Kartenausdruck am PC für den Beifahrer zu sparen und die Probleme mit Beifahrern die Karten nicht lesen können.
Es soll mich, den Fahrer, entlasten.
Vor allen Dingen direkt am Ziel spät Nachts wohlmöglich bei Regen und Nebel.
Tut es aber nicht. Ich muß auf das Gerät aufpassen, wer hat nun recht Uschi oder die Karte, also ständig auf der Hut sein und mich doch vorher über Fahrtstrecke und Ziel informieren.
Wohlgemerkt ich beklage mich nicht über andere Streckenführungen, als wenn ich planen würde, denn das liegt in der Natur der Sache.
Für mich sind 379 (389) Euro oder 760 DM viel Geld, zuviel für eine Trefferquote von knapp 50%. Ich weiß das in dem Preis das PDA enthalten ist nur dessen andere Funktionen sind für mich völlig uninteressant.
Liebe Leser:
Ein einfacher Besuch in einem Wohnmobilhafen, wenn Sie ihn denn finden falls Sie auf Uschi vertrauen, zum Erfahrungsaustausch oder wie ich jetzt gesehen habe auf diversen Internetseiten würde zeigen das es ein "Grundsätzliches Problem" gibt.
Nämlich Kartenmaterial was unvollständig ist und zwar deshalb weil uralte Straßen bzw. Hausnummern fehlen oder die Uschis falsche Richtungen angeben.
Es gibt 1 Million Wohnmobile in Deutschland fast jeder hat inzwischen einen Navigator und da
kommen auch ein zwei Falknavigatoren zusammen.
Es findet ein reger Erfahrungsaustausch statt dessen Inhalte ein größeres "humoristisches" Buch
durchaus rechtfertigen würde.
Unter oben beschriebenen Adresse "Weseler Straße 100" die nicht gefunden wurde befindet sich z.B. eines der berühmtesten Museen Deutschlands.
Es steht nicht 10km entfernt auf freier Landstraße.
Es geht doch nicht an das meine Frau parallel zu Ihrem Navigator "Uschi" auch noch den
Schell-Atlas durchwühlt bzw. am Ziel eine Befragung der Passanten durchführt, was des späten Abends meist ein größeres Problem wegen Passantenmangels ist.
Und ich mir, wie schon 1971, vorsichtshalber die wichtigsten Autobahnknotenpunkte merke.
Noch einmal, neben den Programmierfehlern des Systems, das Kartenmaterial kennt Adressen nicht die nachweislich seit 25 Jahren existieren.
Inzwischen bekam ich nach dem dritten e-mail den Rat des Falk-Teams mir den Falknavigator 2,5 kostenlos aus dem Internet herunterzuladen und zu installieren.
Nach anfänglichem Widerstreben tat ich das, Ergebnis :
+ Adressentexte können jetzt geändert werden.
Sie können also die Ziele die nicht gefunden wurden, z.B. wegen nicht bekannter Hausnummern, die Sie aber gefunden haben....richtig benennen.
Falls Sie noch mal dahin fahren.
Machen Sie aber eine Sicherheitskopie...... falls Sie die Adressen der Sicherungsdateien kennen.
+ Es können jetzt Profile eingestellt werden: Fußgänger, Fahrrad, Motorrad, Auto, Fähren vermeiden, Autobahnen vermeiden (also Selbstverständlichkeiten sind jetzt möglich).
+ Es gibt eine Fahrtsimulation im Routenplaner (fast in Originalfahrtzeit J , na ja etwas schneller J)
- Die falschen Ansagen, die wir erlebt haben, sind immer noch da. .... Es gibt ja jetzt die Fahrsimulation.
- Das 3D ist Mäusekino
- Wenn eine Hausnummer nicht erkannt wird, fehlt diese in der angezeigten Adresse, die Mitte der Straße wird angenommen. Es gibt keinen Hinweis auf dieses Verfahren.
- Nun Eingabe der Adressen über eine Micky-Maus Handytastatur im unteren Bildbereich, allerdings kann man auf die normale Tastatur umschalten.
Wie ich Eingangs schrieb:
Made in Germany oder frei übersetzt: Da ist der Wurm drin.
Mit Grüßen
an die Uschis
Osüjah
P.S. I
Empfehlungen und Veröffentlichungen in Fachzeitschriften, Rundfunk und Fernsehen oder Testberichte können merkwürdigerweise die Sachlage ganz anders darstellen.
Wir reden hier jetzt nicht von Werbung ![]()
Über die Warteschleifen, schriftliche Anworten oder gar keine Reaktion der Vertreiber habe ich kein Wurm äh Wort verloren.
Jedenfalls habe ich Falk nach wochenlangem Hin- und Her nicht meine Speicherkarte zwecks Überprüfung geschickt.
Nicht an eine Firma die noch nicht einmal eine Eingangsbestätigung kennt und das bei Reaktionszeiten die jede Warteschleife als kleines lustiges Intermezzo erscheinen läßt.
P.S. II
Inzwischen habe ich von Gronau tatsächlich zurück nach Dortmund gefunden.
Obwohl ich grübele: Was Uschi nur in Holland wollte?
Ollala la Ola, Kaffee soll dort wohl billiger sein.