Vielleicht ist folgender Vergleich für einige von Interesse:
Ich habe die anhand von amtlichen Flurkarten und einem Meßstein im Gelände (mit Höhenangabe) folgende Meßgenauigkeiten verglichen:
- Garmin Etrex Venture: 1x Messung
- Holux GPSlim 236 mit Acer N30 und GPS Tuner 4.0: 10x Messung
- Holux s.o. und Palm Tungsten T3 und Cetus GPS 1.2b7: 10x Messung
Standort: Singen am Hohentwiel (westl. Bodensee, durchschnittliche Empfangsbedingungen).
Resultat:
Alle Messungen waren gut bis sehr gut, in Gebüschnähe fiel das Garmin ab, mit einer Mehrfachmessung würde man aber vermutlich ähnlich gute Ergebnisse erzielen. Vom Holux profitiert man v.a. beim schlechten Empfangsbedingungen. Die Kombination Tungsten T3 und Cetus GPS schnitt am besten ab. Ich habe diese auch in anderen Gebieten schon verglichen. Es gibt nie Ausreißer über 2,5 m, meistens liegt die absolute Genauigkeit zwischen 0,5 und 1,5 m. Die Höhengenauigkeit ist besonders beeindruckend, diese liegt bei +/- 1 m!
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Was genau meinst Du mit "absoluter Genauigkeit" bei GPS-Messungen?
War das eine Messung mit Mittelwertbildung (position averaging)
Könntest Du etwas genauer beschreiben, was Du gemacht hast?ciao - Hans
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@ Alfilein
Lass dir von einem Diplom-Vermessungs-Ingenieur sagen, dass das, was du beschreibst, reine Glücksache ist.

In der Vermessung werden immer mehrere Stationen verwendet (Referenzstation, Rover), von denen die Referenzstation bekannte Koordinaten hat (wie sie die erhält, sei jetzt erstmal dahingestellt...).
Zwischen Referenz und Rover werden dann "Basislinien", das sind räumliche Vektoren, in mm-Genauigkeit berechnet.Da die Koordinaten der Referenz bekannt sind, kannst du nunmehr auch die Koordinaten des/der Rover genau bestimmen.
Mit einer einzigen Station ist eine exakte Positionsbestimmung mit den derzeitigen Satelliten nicht möglich.
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Die bekannten Koordinaten erfolgen durch aufstellen der Station auf einem Terrestrisch eingemessenen Polygonpunkt des jeweiligen Landesvermessungsamtes
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Zitat
Original von ManEater
Die bekannten Koordinaten erfolgen durch aufstellen der Station auf einem Terrestrisch eingemessenen Polygonpunkt des jeweiligen LandesvermessungsamtesIm Prinzip ja

In der Praxis hängt man seine Referenz heutzutage an mindestens drei SAPOS-Stationen http://www.sapos.de/ oder nutzt gleich die als Referenzen.
Früher hat man einige Trigonometrische Punkte der Landesvermessungsämter zum Transformieren mit gemessen, das braucht man heute nicht mehr.

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Vielen Dank für die bisherigen Kommentare,
mir ist natürlich klar, dass derartige Einmessungen vermessungstechnisch völlig unbrauchbar sind. Wir haben gut 900 Zufallsflächen in ganz Baden-Württemberg eingemessen. Die Einmessung eignet sich aber hervorragend um im Nachhinein anhand digitaler Flurkarten das richtige Flurstück zu bestimmen. Z.T. haben in BaWü die Flurstücke ja nur eine Breite von 4 der 8 m (Realteilung).
Die im oben gezeigten Beispiel doch etwas überraschende Genauigkeit ist kein Zufall. Es ist tatsächlich so, dass bei freier Sicht die absolute Lage auf 1-2 m genau bestimmt werden kann, selbst die Höhenangaben weichen selten über 3 m ab. Es handelt sich um average (10x)-Messungen. Bei CetusGPS wird diskutiert, warum der dort verwandte Algorythmus etwas genauer ist, als theoretisch anzunehmen wäre. -
Man sollte vielleicht mal noch anmerken, dass "vermessungstechnische" GPS-Empfänger (z.B. von Trimble, Leica usw.) pro Stück ab 15.000 EUR über den Tisch gehen... Im Gegensatz zu unseren "GPS-Mäusen", die gerade mal einen Hunderter kosten.
Bspw. können alle besseren, in der Vermessung verwendeten GPS-Empfänger, zwei statt nuer einer Frequenz verwenden, rchtig gute Empfänger können sogar die russischen GLOPNASS-Satelliten mit auswerten.
Aber auch solche Highend-Empfänger erreichen bei einer Einzel-Punkt-Positionierung ohne jede Hilfe nur Meter- statt mm-Genuigkeit.
@ alfilein
Schön, dass du deine Erfahrungen auch anderen zur Verfügung stellst.

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Zitat
Original von Alfilein
Die Einmessung eignet sich aber hervorragend um im Nachhinein anhand digitaler Flurkarten das richtige Flurstück zu bestimmen. Z.T. haben in BaWü die Flurstücke ja nur eine Breite von 4 der 8 m (Realteilung).
Das kann ich nachvollziehen - zur Re-Identifikation von Flustücken sehr praktisch und offenbar ausreichend.Zitat
Die im oben gezeigten Beispiel doch etwas überraschende Genauigkeit ist kein Zufall. Es ist tatsächlich so, dass bei freier Sicht die absolute Lage auf 1-2 m genau bestimmt werden kann, selbst die Höhenangaben weichen selten über 3 m ab. Es handelt sich um average (10x)-Messungen. Bei CetusGPS wird diskutiert, warum der dort verwandte Algorythmus etwas genauer ist, als theoretisch anzunehmen wäre.
Das ist mir völlig unklar
10 Einzelmessungen -> Mittelwert-> woher soll diese diese Genauigkeit kommen? In [m] ?
Kein Algorythmus - im Empfänger - kann mE eine Variable verbessern, die in einer Einzelmessung vom Gesamtsystem GPS physikalisch nicht geliefert werden kann. Welche Codes habt ihr dabei verwendet? Bei Consumer-GPS doch wohl nur denC/A-Code und keine P-Code?
Darum habe ich auch die Frage gestellt, ob Du zu dieser Messung nicht mehr sagen könntest?Das Thema - Verfahren zur Erhöhung der GPS Genauigkeit - ist ja sehr interessant. Aussagen dazu werden meist in Wahrscheinlicheiten innerhalb eines oder 2 Sigma-Kreisen angegeben.
Kannst Du uns einen Link schicken, was da bei CetusGPS dikutiert wird?
ciao - Hans -
Hi,
also hier noch zwei Links zur Mittelung:
http://users.erols.com/dlwilson/gpsavg.htm
und bei CetusGPS (momentan wird dort doch noch einfach gemittelt):
http://book.cetusgps.dk/v12b/content/averaging.html
Eigentlich müsste ich eine Genauigkeit von max. 2-3 m erzielen, ich habe es nochmals ausprobiert, ich lag bei zwei weiteren Flächen einmal 0,8 und einmal 2,1 m daneben. Wie dem auch sei, wenn ich viel Zeit habe, mache teste ich das ganze noch ausführlicher. -
ZitatAlles anzeigen
Original von Alfilein
Hi,
also hier noch zwei Links zur Mittelung:
http://users.erols.com/dlwilson/gpsavg.htm
und bei CetusGPS (momentan wird dort doch noch einfach gemittelt):
http://book.cetusgps.dk/v12b/content/averaging.html
Eigentlich müsste ich eine Genauigkeit von max. 2-3 m erzielen, ich habe es nochmals ausprobiert, ich lag bei zwei weiteren Flächen einmal 0,8 und einmal 2,1 m daneben. Wie dem auch sei, wenn ich viel Zeit habe, mache teste ich das ganze noch ausführlicher.Mit Langzeit-Messungen position averaging kann man die Genauigkeit verbessern - keine Frage.
Vielleicht interessiert Dich in diesem Zusammenhang auch:
Genaue Position auf ca 1m geht das ?Kannst ja mit Deinen Mäusen auch mal durchführen.
ciao - Hans
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Zitat
Original von Alfilein
Es gibt nie Ausreißer über 2,5 m, meistens liegt die absolute Genauigkeit zwischen 0,5 und 1,5 m. Die Höhengenauigkeit ist besonders beeindruckend, diese liegt bei +/- 1 m!An den Geräten wird das sicherlich nicht liegen, die Satelliten liefern für Heimzwecke verfälschte Werte und die USA können das jederzeit noch weiter verbiegen. Eine PPS Genauigkeit wäre schick

Gruss
EumelHH -
Zitat
Original von EumelHH
An den Geräten wird das sicherlich nicht liegen, die Satelliten liefern für Heimzwecke verfälschte Werte und die USA können das jederzeit noch weiter verbiegen. Eine PPS Genauigkeit wäre schick

Gruss
EumelHHHallo EumelHH,
SA wurde im Jahr 200 deaktiviert. Es kann zwar jederzeit wieder in Betrieb genommen werden, derzeit bleibt SA aber ausgeschaltet. Sonst wär übrigens jedes Navi völlig unbrauchbar.. ;D
Im Übrigen wurde SA auch schon zu Zeiten des Golfkrieges im Rahmen von Desert Storm deaktiviert. Grund dafür waren zu wenige militärische Empfänger bei den Truppen.Gruß
Anderl
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Zitat
Original von Anderl
SA wurde im Jahr 200 deaktiviert.
Anderl
Kleiner typo ...
Clinton hat 2000 SA abschalten lassen.
Um 200 wäre das Kaiser Septimus Severus gewesen :gap
ciao - Hans -
Zitat
Original von Brusi
Kleiner typo ...
Clinton hat 2000 SA abschalten lassen.
Um 200 wäre das Kaiser Septimus Severus gewesen :gap
ciao - HansHans,
bist sicher ? Was, wenn er 200 v.Chr. gemeint hat ?
Da könnte es dann auch Hannibal gewesen sein ;DToslink
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ZitatAlles anzeigen
Original von Toslink
Hans,
bist sicher ? Was, wenn er 200 v.Chr. gemeint hat ?
Da könnte es dann auch Hannibal gewesen sein ;DToslink
Toslink,
...... Ist natürlich auch denkbar.
Folgendes spricht dagegen:
1. Das Kartagische GPS-System hatte noch kein funktionierendes SA.
und / oder
2. 2 Jahre nach der Niederlage bei der Schlacht von Zama hatte Hannibal noch schlechte Laune und sicher keine Lust SA abzuschalten. Die Römer hätten doch glatt diesen Vorteil für sich selbst benutzt.
Ich tendiere zu Variante 2 - und beende für mich damit den public offtopic Ausflug in historische GPS-Zeiten :gapciao - Hans