Weil hier nahezu jeder meckert, wenn irgendjemand zugibt, eine Raubkopie zu besitzen, möchte ich mal dazu ein paar Takte loswerden!
Ich behaupte : nahezu jeder (ok, sagen wir 75%) von Euch hat irgendwelche gebrannte oder selbstgesaugte Software, Musik oder Filme zu Hause, da wird auch kein Theater drum gemacht. Ich habe einige Jahre in einer Videothek gearbeitet (Festanstellung) und wurde im vergangenen Jahr gekündigt, weil Umsätze - nicht nur auf Grund der allgemeinen Lage - zurückgingen. Alle Neufilme wurden reduziert, kannte ja fast jeder mittlerweile. Von seinerzeit 8.400 Videotheken in Deutschland gibt es noch knapp 4.900, wovon viele zu Ketten wie "MovieVision", "Deutscher Video Ring", "World of Video / WoV" oder "Alfa Video" gehören - kleine Einzelvideothekare sterben aus. Wie sollen die denn auch leben? Die großen Ketten wie "MovieVision" nehmen pro Verleihtag 0,50 , damit die Leute eher zum Original greifen statt zur Kopie. Die Ketten fangen damit ihre Unkosten auf - kleine Händler leider nicht!
Wenn jemand meint, solch gebrannten oder illegalen Müll zu kaufen, ist er es genauso schuld, wie einen aktuellen Kinofilm gebrannt auf DVD zu kaufen / leihen!
Den Verkäufern wird man allerdings nie komplett das Handwerk legen.
Früher hatten Kollegen eine Schallplatte, welche auf Kassette überspielt wurde, dann hatte Kollege eine CD, welche überspielt wurde - das war rechtlich gesehen auch nichts anderes als eine Raubkopie!
Will hiermit allerdings keinen in Schutz nehmen und das ganze auch nicht loben! Ich kaufe Software und leihe in der Videothek meine Filme, dann weiß ich was ich habe und bin zudem auf der sicheren Seite!
Den Herstellern der Filme wurden auch genügend Infos zugesand - man konnte detailliert sagen, wer welche Filme brennt und wer welche Sammlung hat. Diese Leute brennen trotz fleißig weiter und erhöhen damit ihre monatlichen Einnahmen! Alle Informationen gingen an die GVU (Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e. V.), gehandelt wurde jedoch nie!