Höhenmesser


  • Ja aber.....



    Der Mensch ist leider geneigt, einer Zahlenangabe eine absolute Genauigkeit zuzuordnen. Und das ist nicht nir seit Einführung digitaler Messgeräte so, die - viele wissen dies nicht - immer auch einen Fehler haben: viele +- xx%, +- xx Digit, die "Superklasse" evtl. nur noch +- xxDigit, das sind meist die Klasse 1 oder Klasse 0,5 Instumente. Aber der "hörige" Mensch sieht eine Zahl und die ist für ihn das Mass aller Dinge. Selbiges ist übertragbar auf einen Höhenanzeige bei Navisystemen.


    Sonst siehe Vorpostings...

  • bei der MP software,hat man auch ne höhenangabe,finds auch ne nette


    spielerei

  • Ich gehe doch mal davon aus das der Amsterdammer Meeresspiegel sich nicht um hunderte Meter unterscheidet sondern nur um einige cm. ????

  • Hi,


    eine Höhenangabe bei TT würde ich auch nett finden (wenn auch zur Navigation natürlich nicht unbedingt notwendig)...


    Zur Genauigkeit:
    Meiner Erfahrung nach ist die Höhenangabe (zumindest bei unseren zivilen Empfängern) deutlich ungenauer als die Lage, und das völlig unabhängig vom Projektions- bez Höhensystem:


    Versucht mal, die Wiederholungsgenauigkeit zu ermitteln, einfach ein paar Tage hintereinander die Maus auf demselben Punkt polazieren, und (bei möglichst gutem Empfang) die Koordinaten zu messen, am besten jeweils ein paar Minuten lang.
    Normalerweise komme ich dabei in der Lage auf ca. +/- 5 bis max 25m, in der Höhe sind es jedoch immer 25 bis 50m Differenzen.


    Ich war immer der Meinung, dass die Höhe von der USA absichtlich "verungenauigt" wird (die Lage ist ja schon ganz schön so, aber ohne eine ähnlich exakte Höhe kann halt kein anderer einen Marschflugkörper vollautomatisch über ein DGM steuern lassen)
    Ist natürlich nur eine Vermutung, und muss nicht stimmen... vieleicht weiss jemand genaueres dazu?


    lg,
    Martin

  • @ mfs,
    solche Höhendifferenzen von 25 m habe ich bei gutem Empfang noch nicht Festgestellt, die Differenz an jetzt mittlerweile 7-8 Monaten betrug hier in Hamburg maximal 2-5m (Mein Weg zum Dienst).
    MfG
    Olaf

    Einmal editiert, zuletzt von Oma97 ()

  • Zitat

    Original von peko
    Ist das Bezugssystem in der Praxis nicht relativ gleichgültig?


    Naja, nicht unbedingt :)
    Ich erinner mich da an eine Story meines Vermessungs-Prof.. Da haben angebich zwei Länder (AFAIR Frankreich und Italien) eine grenzübergreifende Brücke gebaut.
    Jeder mit den Höhenangaben seines Bezugsystems...
    Als sie sich dann in der Mitte getroffen haben, hatten sie einen schönen Höhenversatz in der Brücke :P


    Wie gesagt, habs erzählt bekommen aber hinhauen könnte es schon und verdeutlich IMHO sehr schön den Unterschied der Bezugsysteme.


    cya, Boris

  • Hier sieht man gerade wieder sehr schön die Unterschiede in den Ansprüchen.
    Mir genügt die Ungenauigkeit in der Höhenangabe der Naviprogramme, einem Brückenbauer woh eher nicht. ;D
    MfG
    Olaf


  • Möchte ich widersprechen. Schau Dir die Auswertung in kowoma an. Es ist einfach so, dass für die Höhe 4 sats notwendig sind. Ich habe nun noch nicht näher darüber nachgedacht, aber in der Ebene ist es ja schon so, dass bei einer Satkonstellation bei der diese mehr in einer Linie stehen, die Standortgenauigkeit rapide abnimmt. Sie wird allgmein wieder besser, wenn mehr Sats zur Auswerung zur Verfügung stehen, da die Wahrscheinlichkeit dass diese dann wieder in einer Linie stehen doch sehr abnimmt.


    Nun ist aber gerade bei älteren Mäusen mehr als 4 sat in use schon fast Zufall, also ist - was die Erfahrung bestätigt - die Höhe einfach ungenauer. Sorgt man für 6 oder mehr Sat in use werden auch die Höhenangaben besser. Wenn man sich die Auswerte-Physik/Mathematik einmal genauer ansieht wird man merken, dass man die Höhe alleine nicht "verschlechtern" kann. Tut man so was, geht es in die allgemeine Ungenauigkeit, also auch in die Ebene mit ein.


    Das mit der Brücke kann ich bestätigen: da kursierte auch ein Bild. Der Versatz wart im m-Bereich.

  • Hallo Charly, Hallo Martin,


    Die Brückenpeinlichkeit ging in die Geschichte ein. :-D) :-D) :-D)


    Lassen wir jetzt mal das Vermessungswesen außen vor, dann versteh ich ehrlich gesagt den Wirbel um die Unschärfe bei der Höhe nicht.
    Von der praktischen Sicht ist doch die Höhe mit GPS etwas einfacher in der Handhabung als z.B. mittels eines barometrischen Höhenmessers.
    Beim GPS muss ich mir nur einmal Gedanken über die Korrektur machen, z. B. vor dem Aufbruch in die Bergwelt. Mit einem barometrischen Höhenmesser muss ich mir laufend Gedanken machen was sich an der Wetterlage verändert hat, ich muss fortlaufend meine Höhe mit Fixpunkten korrigieren und den Höhenmesser nachjustieren. Und genauer sind sie in der breiten Masse auch nicht. Aber das sind doch im Wesentlichen die einzigen zwei Möglichkeiten für den Otto-Normal-Verbraucher die Höhe zu ermitteln.
    Vor allem an die anderen hier im Thread, welcher Höhenangabe glaubt ihr denn nun? Der von GPS oder der von eurer Armbanduhr??
    Was ich aber eigentlich damit sagen wollte. GPS ist für den Laien einfacher zu bedienen. Nur eine Korrektur. Barometrische Höhenmesser erfordern da etwas mehr Geschick. Die digitalen Dinger in der Armbanduhr gaukeln doch nur eine Genauigkeit vor.
    Für die Luftfahrt siehts natürlich anders aus. Da zieht berechtigter Weise GPS den Kürzeren. Aber das ist ein anderes Thema und betrifft die Landnavigatoren nicht.



    Gruß


    Anderl


    BTW: Martin, ich treib mich desöfteren im Seewinkel rum.

    **** ob Desti SP, TTN5 oder MN4.....angekommen bin ich fast immer ****
    !!!! Karte, Kompaß & Höhenmesser haben mich I M M E R ans Ziel gebracht !!!!


    www.eNavTools.de.vu
    Geodätische Koordinatentransformationen am Pocket PC
    Helmertparameter u. m.

  • Dem schließe ich mich natürlich an. Gerade oberhalb der Baumgrenze dürften immer genügend Sats vorhanden sein, die Geoidkorr. - wird sie von der Maus geliefert, im Navi verrechnet - kann man einmal zu Hause in Ruhe untersuchen. Und dann ist GPS fast Größenordnungen besser als barometrisch. Und zur Standortbestimmung in Karten anhand von Höhenlinien - kann oder will man nicht Koordinaten kontrollieren! - ist es wohl ziemlich wurscht, ob die Höhe +-50 m schwankt. Selbst wenn man mit topografischen Karten herumläuft.


    Und meist ist es doch so, dass solche Wanderer auch ein Rasterkartenprog auf dem PDA haben, dann gibt es ja überhaupt keine Schwierigkeiten mehr.


    Wie schon gesagt, wir sind allgemein leider "digitalhörig" und denken fast nie daran, dass eine Digitalanzeige auch fehlerbehaftet ist.