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Newskommentare: Neuer GPS-Satellit im Orbit!
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was in dem Artikel nicht ganz klar herauskommt:
wird dieser Satellit dann auch für ziviles GPS verwendet?
Ich denke schon, oder? -
Hallo peterpu,
in dem von mir geposteten Artikel (war etws früher als Tobis News) stand:
"Rakete von Boeing in seine über 20.000 Kilometer hohe Umlaufbahn gebracht. Der Satellit ist Bestandteil des 27 Flugkörper umfassenden Systems und kostete 90 Millionen Dollar. Durch den Navstar soll ein Gerät ersetzt werden, dass sich bereits seit 1989 im Einsatz befindet. Die US-Luftwaffe setzt GPS für die Navigation der Flugzeuge, aber auch für die Ansteuerung von Zielen durch Lenkwaffen ein. (ck)"
Ich nehme also an, dass der neue normal in dei Gesamtheit aufgenommen wird.
Gruß Charly
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Charly,
es gibt keine zwei GPS-Systeme fuer militaerische und zivile Nutzung. Das System ist das Gleiche nur die Nutzung/Genauigkeit ueber die Empfaenger ist unterschiedlich. Ich habe mal gelesen, dass sich Bundeswehrpiloten privat normale Garmin-Emfaenger in ihre Flugzeuge mitnehmen - klingt wie ein Witz aber bei der Finanzknappheit vorstellbar. D.h. private Empfaenger - militaerische Nutzung.
Gruss aus Prag
Raimund -
soweit ich weiss, gibt es militärische und zivile Frequenzen - von den gleichen Satelliten, das ist schon klar 0)
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Hi,
jetzt möchte ich als Laie doch auch was dazu sagen. Bitte schlagt mich nicht, wenn alles falsch ist.So ein Sat sendet auf 2 Frequenzbändern. Auf dem einen einen nicht verschlüsselten I/C Code (oder sind das schon 2 unterschiedliche Frequenz (I und C)?), welchen die normalen GPS Empfänger auswerten. Diese Frequenz wird aber sehr stark durch die Atmosphäre beeindrächtigt, wodurch die uns bekannte Genauigkeit zustande kommt. Auf den anderen (höheren???) Band wird der P Code gesendet. Durch die andere Frequenz ist die Beeindrächtigung durch die Atmosphäre und durch Reflektionen geringer. Dieser Code wird aber verschlüsselt gesendet und hauptsächlich von den Militärs genutzt. Der Schlüssel soll sich auch regelmäßig ändern. Also könnte es schon sein, das erst die Frequenz (oder besser das Frequenzband) für den P Code in Betrieb genommen wird und wir doch unsere 60 Tage auf die Nutzung dieses Sat's warten müssen.
So ich hoffe, es war nicht zu viel Blödsinn in dem Text.
Gruß,
Rellik -
Aus Spiegel.de:
http://www.spiegel.de/netzwelt…gie/0,1518,242843,00.htmlGPS-JAMMER GEGEN LENKWAFFEN
Davids Schleuder
Von Ulrich Jaeger
Mit Störsendern versucht der Irak, amerikanische Präzisionswaffen abzulenken. Doch was können die Geräte wirklich?
National Air Intelligence Center
Russischer GPS-Jammer: mit billigen Sende-Kästchen gegen Hightech-Waffen, die Millionen kosten?
Der Kasten ist kaum größer als ein Handy, kostet ein paar hundert Dollar und vermag offenbar Bemerkenswertes zu leisten: Er soll in der Lage sein, US-Präzisionswaffen in Irrläufer zu verwandeln.
"GPS-Jammer" werden diese Störsender genannt, von denen die Amerikaner bislang sechs aufgespürt und zerstört haben. Sie blockieren die Signale des "Global Positioning System" (GPS), eines Netzes von derzeit 27 Satelliten mit deren Hilfe die Alliierten nicht nur Lenkwaffen, sondern auch Truppen und Flugzeuge metergenau steuern. Gelänge es, GPS-Signale nachhaltig zu stören, wäre der gesamte Logistikapparat betroffen.Schon vor dem Krieg warnte etwa der US-Militärexperte James Zumwalt davor, GPS-Störsender könnten Lenkwaffen ausknocken wie einst David seinen Gegner Goliat. Alles Quatsch, hält der Leiter des GPS-Systemprogramms, Luftwaffenoberst Douglas Loverro, dagegen. Es gebe keinen Störsender "im Laden zu kaufen", der eine "GPS-Lenkwaffe komplett blenden" könne.
Empfindliches System - in jeder Hinsicht
DER SPIEGEL
Funktionsweise von Störsendern gegen GPS
Theoretisch genügt ein GPS-Jammer, wie ihn die russische Firma Awiakonwersija anbietet, um Satellitensignale im Umkreis von rund 200 Kilometern zu stören. Das liegt vor allem daran, dass die Signale der US-Navigationssatelliten äußerst schwach sind. Sie erreichen die Antennen von GPS-Empfängern auf der Erde als ein elektronisches Wispern, das nur einem Milliardstel der Signalstärke entspricht, mit der Fernsehantennen TV-Programme empfangen.Navigationssysteme, wie sie Autofahrer, Segler und Wanderer benutzen, sind daher sehr anfällig für Blendaktionen von GPS-Jammern. Als weit robuster gilt dagegen militärisches Navigationsgerät. Denn von GPS-Satelliten gehen unterschiedliche Signale aus.
Der "C/A"-Code bedient zivile Nutzer. Mit seiner Hilfe lassen sich Positionen bis auf fünf Meter genau orten. Der "P"- oder Präzisionscode steht allein Militärs zur Verfügung und hat den Vorteil, Standorte sogar auf einen Meter exakt zu lokalisieren.
Knapp daneben
AFIWC
Air Force-Tests mit GPS-Jammern: Effektivität bewiesen
Der militärische Code ist nicht nur präziser, er ist zudem verschlüsselt und lässt sich nicht so leicht blocken. Er sei, weiß Loverro aus militärischen Jammer-Tests, "gut tausendfach störresistenter" als der zivile Code. GPS-Jammer wären allenfalls im Umkreis weniger Kilometer wirksam. Zumindest dort wäre die Genauigkeit von GPS-Waffen beeinträchtigt. Wirklich irreleiten aber ließen sie sich nicht.Denn US-Präzisionswaffen verfügen neben der Satellitenortung noch über ein parallel geschaltetes Trägheitsnavigationssystem (TNS). TNS-Geräte sind gegen Störungen von außen immun.
Zur Ortsbestimmung nutzen sie die Trägheit rasend rotierender Kreiselsysteme. Dabei wird, etwa beim Start der Waffe, dem TNS eine Referenzposition eingegeben. Klinkt ein Kampfjet nun die Lenkbombe aus, so erfasst der rotierende Kobold im Herzen des TNS jede Veränderung der Ausgangslage als eine Art Ruhestörung und erlaubt es so, die neue Position zu bestimmen.
Boeing
Militärisches Ziel oder Wohnblock: Quo vadis, Bombe?
Bei GPS-Waffen übermittelt das präzise Satellitensystem seine Navigationsdaten regelmäßig an die weniger genaue Trägheitsnavigation - bis zum Einschlag. Lähmt nun ein Störsender das GPS-Signal, so bleibt das TNS intakt und lenkt die Waffe, ausgehend von der letzten präzisen Ortsbestimmung, unbeirrt ins Ziel.GPS-gesteuert treffen Lenkwaffen ihr Ziel mit einer Positionsabweichung von nicht mehr als rund 3,5 Meter. Übernimmt die Trägheitssteuerung, steigt die Zielabweichung auf Werte von bis zu 20 Meter. Bei Angriffen auf militärische Einrichtungen ist der Verlust an Präzision kaum von Bedeutung. Beim Beschuss von innerstädtischen Zielen aber können das die entscheidenen Meter sein, ob ein Raketenwerfer getroffen wird oder das Wohnhaus daneben.
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OK,
C/A Code und nicht I/C. Aber sonst war ich ja garnicht so schlecht.
Gruß,
Rellik