Europa endet nicht ...

  • Tobias und Cityhunter,


    ... nicht an der Oder-Neiße-Grenze und Straßen gibt es in Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn und im ehemaligen Yugoslawien reichlich, Touristen und Geschäftsleute, die dort hinfahren auch.
    Seit 2003 ist aber die Entwicklung zu beobachten, dass die Kartendaten fast aller osteuropäischen Länder aus dem Routingmaterial verschwunden sind (zuletzt bei MS Autoroute Express).


    Navigationsprogramme auf der Basis von Mitbewerbern gibt es für Ungarn (mit TomTom für ca. 140,- EUR und Polen (mit einem eigenen Basisprogramm, entweder für ganz Polen oder für 5 ausgewählte Städte).


    Leider halten sich die Kartenanbieter im übrigen ziemlich bedeckt, wenn es um Perspektiven für die Einbindung dieser Regionen geht ... überwiegend nur unverbindliche Absichtserklärungen für die entfernte Zukunft mit Begründung, dass kein validiertes Rohdatenmaterial zur Verfügung stehe - was aber definitiv falsch ist - s.o.!


    Wie sieht es mittelfristig mit Navigon bzw. in der Zusammenarbeit zwischen Navigon und NavTeq für die Bereitstellung osteuropäischen Navigationskartenmaterials aus?

  • Zitat

    Original von medicus237
    Seit 2003 ist aber die Entwicklung zu beobachten, dass die Kartendaten fast aller osteuropäischen Länder aus dem Routingmaterial verschwunden sind


    Auch wenn das natülich nicht in den MN4 Bereich gehört, so ist mir das bei Routenplaner mit Navteq Kartenmaterial auch unangenehm aufgefallen...


    Ulli

  • Hallo medicus237!



    Mir ist es auch sehr unangenehm aufgefallen, dass die Anbieter der Navigationsprogramme offenbar kein vordringliches Interesse an der Erweiterung der Kartenwerke um Osteuropa haben.
    An TomTom schickte ich in den letzten 1 1/2 Jahren 3 Anfragen (2 davon wurden beantwortet) mit der entsprechenden Frage. Die Antwort war eine klare Absage an die Erweiterung, was für mich der letzte Anlass war, zum Destinator zu wechseln. Dort machte man mir die Zusage, innerhalb eines halben Jahres die Polenkrte zu integrieren, was eine glatte Lüge war.
    Jetzt warte ich darauf, dass Navigon meinen dringenden Wunsch erfüllt. Ich warte bis zum nächsten Sommer. Dann kaufe ich notfalls AutoMapa. Das gibt es aber auch nur für Polen.


    Viele Grüße
    Werner

  • Hallo medicus237,


    die Frage hatte ich hier in der Vergangenheit schon mehrfach an Navigon gerichtet, eine Antwort ist man mir bis heute schuldig geblieben. Auch das Verwerten des sehr wohl vorhandenen Kartenmaterials der ausländischen Anbieter (Polen, Ukraine, Ungarn) scheint für unseren "Marktführer" ein unlösbares Problem zu sein. Hier gilt wohl die Devise "Navteq only, alles andere existiert nicht", weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Das Wort Flexibilität im Sinne des zahlenden Kunden, scheint für Navigon ein Fremdwort zu sein. Mit etwas gutem Willen gäbe es dieses "Problem" garnicht, aber scheinbar traut sich keiner, den ersten Schritt ohne Navteq zu machen. Da werden wir wohl noch viele Jahre mit Automapa und Co. navigieren müssen, was jetzt aber nicht negativ im Sinne der auländischen Anbieter gemeint ist.


    Navigon aufwachen , kann hier nur die Devise lauten.


    Mfg


    Belongo

  • Hallo,


    die Frage ist eigentlich nicht an Navigon oder TomTom sondern an die Kartenlieferanten Teleatlas und Navteq zu richten. Bei dem Vortrag in München wurde gezeigt, dass sich Richtung Osten die nächsten Jahre etwas tun wird, allerdings brauchen die Kartenhersteller erst mal "Grunddaten".


    Es gibt einige kleinere Kartenhersteller, welche Teile des Ostens (oder auch Griechenland, ein weiterer Problemfall) digitalisiert haben, allerdings müssen dabei auch die notwendigen Attribute vorhanden sein.


    Destinator will für den 3.1 prof. von diesen Kartenherstellern wohl Datenmaterial verwenden, TomTom und Navigon verlassen sich da wohl mehr auf Ihre Haus- und Hoflieferanten.


    Aber je wichtiger der Osten wird, um so grösser wird auch der Druck auf die Navigations- und damit letztendlich die Kartenhersteller.


    Gruss, Snoopy

  • @Ulli_T ...


    ... das gehört sehr wohl hierher, denn meine Frage ist ausdrücklich mit an Cityhunter und damit an Navigon gerichtet ... oder wer kauft die Rohdaten von NavTeq ein? und wer macht sie im Programm für die Kunden nutzbar?


    Da ich zu 95% meiner freien Zeit in Osteuropa unterwegs bin und z.Zt. noch MN|4-Nutzer bin, steht meine weitere Produkt-Orientierung natürlich mit der Aussage des akutellen Anbieters (Navigon).


    Da es Kartenmaterial für das Flottenrouting auch für Osteuropa gibt, kann es also weniger eine Frage der Rohdatenbeschaffung sein, sondern vor allem eine Frage der Produktentwicklung, ob und wann wir auch für die größeren Osteuropa-Staaten navigationsfähiges Kartenmaterial bekommen.


    Möglicherweise habe ich dich aber auch missverstanden.


    By the way: Automapa für Polen und die Ungarn-Karte in TomTom haben eine ausgezeichnete Qualität - nur: drei Navigationsprogramme auf einem PDA sind mir - ohne Not - denn doch etwas heftig.

  • Kann dahinter nicht eine einfache Kosten-Nutzen-Rechnung sein?
    Private Nutzer werden die Karten von osteuropäischen Ländern kaum vermissen! Sprich nur geringes Potenzial die teuren Karten unters Volk zu bringen!
    Geschäftkunden haben zu einem beträchtigen Teil wohl Festeinbauten, somit kann seitens von Navigon wohl keinerlei Druck o. ä. auf Navteq ausüben!


    Die Integration von weiteren Ländern in zukünftige Softwareversionen scheint auch marktwirtschaftlich nicht lohnenswert. Denke mit Westeuropa ist obere Grenze erreicht. Ein günstiger Einstig in MN4 ist durch die Westeuropakarten nicht möglich geswesen. Nicht falsch verstehen, ich bin froh um die umfangreichen Karten, aber TomTom hats da sich teilweise leichter gemacht mit nur D oder mit D-A-CH!
    Sollten nun weitere Länder integriert werden, dann wirds einfach zu teuer für uns und Navigon! Und für den Teil der die Karten gerne hätte, lohnt es sich schlicht und einfach nicht!


    Ich kenn sowas schon, hätte ja auch gerne DSL, doch hier in der Provinz wo ich wohne, gibts das nicht und wird es trotz mehreren Bürgerinitativen auch nicht geben, da die Deutsche Telekom ganz klar sagt: "Unwirtschaftlich"!!!

  • Hi pitt_99,


    wie ich schon sagte, dass Rohdatenmaterial scheint in weit größerem Umfang vorhanden zu sein, als es derzeit in die Naviprogramme eingearbeitet wird.
    Ich stimme dir völlig zu, dass die Einbindung erweiterten Kartenmaterials nicht zu Lasten des Grundpreises eines Navipgrogrammes gehen sollte, dass für 75% der Benutzer mit D-A-CH völlig ausreicht.
    Selbstverständlich wäre ich - zumindest anfangs - bereit, für kartografisches Erweiterungsmaterial im Modulsystem auch extra zu bezahlen.


    Ich teile allerdings nicht die Auffassung, dass Osteuropa nahezu ausschließlich nur für Geschäftsleute von Interesse ist - denn für Polen und Ungarn gibt es bereits ausgezeichnetes Kartenmaterial für den Konsumerbereich - nur eben nicht auf der Basis des MN|4.


    Der Beitritt der östlichen EU-Partner liegt gerade mal knapp 4 Monate zurück und Routing wird nicht nur von West nach Ost, sondern auch von Ost nach West einen Bedarf haben (bekommen).
    Die Anbieter von Navigationssystemen würden m.E. einen Fehler machen, wenn sie sich die Bedienung dieser Märkte nicht frühzeitig sichern würden.


    Bei dieser Gelegenheit noch eine Korrektur - die Ungarnkarte wird mit Destinator3 für ca. 140,- EUR in Ungarn angeboten und nicht mit TT3, wie ich ursprünglich geschrieben hatte ... sorry für den Irrtum. Weitere Infos dazu hier auf dieser Plattform im GPS-Software-Bereich


    Von der guten Qualität der Ungarn-Karte konnte ich mich bereits überzeugen, was noch zu klären wäre ist, ob auf dieser Destinator-Version nur die Ungarn-Karte läuft, oder ob das gesamte Kartenmaterial darüber gefahren werden kann.


    Das Rohdatenmaterial von Polen via Automapa arbeitet auf einer eigenen Softwarelösung - hier die Info


    Gegenwärtig würde man als Navigonkunde also für die unmittelbaren östlichen Beitrittsstaaten (Tschechien ist ja lobenswerter Weise schon teilweise in MN|4 integriert) als noch zwei weitere Naviprogramme auf dem PDA vorhalten müssen, wenn man viel in diesen Ländern unterwegs ist.


    Ich glaube nicht, dass gerade Navigon sich langfristig dieses Geschäft und das damit verbundene westliche und östliche Kundenpotenzial entgehen lässt.


    Deshalb hätte es mich vor allem interessiert, wass von halboffizieller Seite von den hier aktiven Navigonmitarbeitern dazu mitgeteilt wird ... vielleicht kommt da ja in den nächsten Tagen noch etwas.


    Eines ist allerdings vorhersehbar ... wenn die Mitbewerber mit TMC nachziehen und ein modulares System zur Ergänzung der D-A-CH-Navigation anbieten, dann werden viele Kunden sehr viel intensiver über einen Programmwechsel nachdenken - auch vor dem Hintergrund der vielen Probleme, die derzeit noch mit dem MN|4 verbunden sind.


    Und ... um den Fuß erst mal in die Tür zu bekommen, würde es ja ausreichen, wenn Navigon zunächst mal, in bewährter Weise die "Major Streets" und die jeweils 5 größten Städte des jeweiligen Landes anbietet bzw. mittelfristig in Aussicht stellt (siehe Großraum Skandinavien und Tschechien).


    Hier noch ein Link zu Automapa in Polen, denn die Kartendarstellung hat eine ganz andere Qualität, als wir das von der Umsetzung des Navteq-Materials gewohnt sind ... ein sehr interessanter Ansatz, Satellitenbilder und Rohdaten miteinander zu kombinieren.


    Zum Thema DSL: schon mal über DSL via Schüssel (Satellit) nachgedacht?

    Einmal editiert, zuletzt von medicus237 ()

  • ...an den nicht mehr vorhandenen Staatsgerenzen...


    Es ist schon erstaunlich, dass die Karten nur Zentraleuropa (D-A-CH-NL) wirklich abdecken und den Rest, Süd- und Nordeuropa in "Fragmenten", bzw. nur größere Straßen, Osteuropa überhaupt nicht.
    Wieso kaufe ich eine Europaversion, wenn kein Europa drinnen ist!!!
    Nach dem Kartenmaterial zu urteilen ist Europa noch tiefste Provinz ohne Infrastruktur - natürlich Blödsinn.


    Die Kartenhersteller sind anscheinend nicht in der Lage Karten zu produzieren, die dem Markt gerecht werden. Allerdings gibt es die Karten ja schon - nur auf Papier.
    Damit schießt sich jeder Kartenhersteller ein Eigentor, wenn er behauptet er hat noch keine "Rohdaten" !!!! - Die bekommt er in jeder Buchhandlung!!!!!!!!!


    Wenn Hersteller wie Navteq behaupten sie fahren xx Mio Km pro Jahr, dann frage ich mich: wohin???
    Ich muß nicht jeden Pizzastand als POI integriert haben!!! Bessere Karten, im Sinne von GANZ Europa wäre viel wichtiger!!!
    Und wenn dann Zusatzkarten für einzelne Länder z.B. 30-50 Euro kosten, dann geht das ja auch in Ordnung, aber so nicht!!!!


    Igendwie ist das ja glatt einen Lüge, denn die Karten für die Festeinbauten kommen von den gleichen Kartenlieferanten, und die verkaufen ihre Festnavis ja auch in Italien, Frankreich, Spanien, etc...
    Wie geht das ??? Fahren die Kunden dort nur auf Hauptstraßen und Autobahnen??? Dafür brauche ich i.d.R. kein Navi - Dafür reicht die Europakarte 1:1Mio (naja nicht ganz) ;D ...


    So das wars erst mal...


    lg
    michael

  • Zitat

    Original von medicus237


    Zum Thema DSL: schon mal über DSL via Schüssel (Satellit) nachgedacht?


    Soll nun echt nicht unverschämt klingen, aber was dieses Thema angeht bin ich ziemlich genervt. Genau den gleichen Tipp habe ich von der Telekom zu genügt gehört. Doch was will ich mit DSL über Satellit? Dafür bracuhe eine Rückkopplung über ISDN die mich pro Minute ne Menge kostet (dafür gibts keine Flat) und zusätzlich soll ich noch horrende Preise für DSL-Satellit bezahlen! Durch die ISDN-Rückleitung bin ich oft nicht schneller im Netz unterwegs, höchstens bei größeren Downloads! Und zudem habe immernoch keine Flatrate!


    So ist es nun mal in der Marktwirtschaft!!!

    Einmal editiert, zuletzt von pitt-99 ()

  • Zitat

    Original von MasterMike
    Und wenn dann Zusatzkarten für einzelne Länder z.B. 30-50 Euro kosten, dann geht das ja auch in Ordnung, aber so nicht!!!!


    Das wäre schwer in Ordnung ist aber ziemlich unwahrscheinlich das die KArte vorallem anfangs so günstig zu haben sein sollten!

  • @pitt_99,


    sorry, ich wollte dich nicht ärgern - dann mangels Notwendigkeit (nochmals sorry) - habe ich das natürlich bisher noch nicht durchgerechnet

  • Es wird kaum ein Navi-Hersteller mehrere Kartenanbieter gleichzeitig zu einer Karte zusammenführen. (Geht auch gar nicht)
    Sondern dies "könnten" nur die großen Kartenhersteller machen.
    Also wann dann kann Navteq die "fremden" Karten einkaufen und in ihr vorhandenes Kartenmaterial einarbeiten. Dies ist aber auch nicht so leicht, da das "zusammenschweißen" von zwei Ländern mit unterschiedlichen Kartenformaten sehr aufwendig ist.


    Also noch einmal:
    Die Navi-Hersteller kaufen von "einem" Kartenhersteller das Material ein und arbeiten das auch ihr jeweiliges "Format" um.
    Leider ist derzeit weder von Navteq, noch von Teleatlas der osteuropäische Raum vollständig erhalten.


    Ausnahme dabei macht Destinator, die die Karten direkt aus Ungarn eingekauft haben und diese auch für teueres Geld verkaufen. Ich kann mir aber nicht vorstellen. dass das wirtschaftlich war/ist. Leider ist mit dieser Karte kein grenzübergreifendes navigieren nach Österreich möglich. Das wird nur gehen, wenn die ganzen Daten von einem Karten-Hersteller kommen!


    LG
    Roland


    PS.: Sorry, aber dieser Thread wird zu nichts führen.

  • Zitat

    Original von KalliR
    PS.: Sorry, aber dieser Thread wird zu nichts führen.


    ja, leider...


    lg
    michael

  • Ich habe hier im Forum schon einmal einen detaillierten Digitalisierungsplan für Osteuropa von Navteq gepostet. Einfach mal die Suche verwenden.