Kartengenauigkeit - wer bietet mehr?

  • Hallo zusammen!


    Als Schreiber bin ich neu hier - das Forum (gesamt) verfolge ich schon seit 2 Wochen (ich denke, ich habe die richtigen Suchbegriffe eingegeben...).
    ALs Motorradfahrer möchte ich auch auf kleinsten Strassen "Enduro-Wandern", deshalb meine Frage:
    Ich habe noch immer nicht die Gewissheit, ob Route 66 die richtige Software für mich sein wird: offensichtlich stabiler als MN4, weniger Gimmicks als MN4, ohne (für mich unnütze) 3-D-Darstellung, aber kleinere Anzeige. Also im Prinzip genau das Richtige.
    Aber:
    Was ich noch nicht herausgefunden habe: das Kartenmaterial basiert bei beiden Progs auf Navteq; wird beim Export die Karte von R66 stärker komprimiert, d.h. mir würden die entscheidenden klein(st)en Straßen fehlen? Oder ist die Qualität des Kartenmaterials beider Progs im Endeffekt auf dem PDA gleich?
    Die Sprachausgabe werde ich evtl. erst später benutzen - anfangs wird es nur eine optische Unterstützung sein...


    Ach ja: als GPS-BT-Maus dachte ich an eine Fortuna ClipOn, die scheint nicht so schlecht zu sein...
    PDA wird in Kürze (so [d]Gott[/d] Dell will) ein Axim X30 PAN / LAN sein - der sollte wohl für beide Progs genügen.


    Sorry für das lange Posting - aber andere haben schon genug Lehrgeld bezahlt...
    Vielen Dank schon einmal! 8)

    4 Mal editiert, zuletzt von die-se ()

  • moin,


    ich kenne zwar route66 nicht, kann aber aus erfahrung mit dem MN|4, TCM Navigator und TT3 nur zum MN|4 (allerdings für mich als biker nur mit den absolut genialen - danke nochmal dafür - anpassungen von hirni :tup und suppengrün :tup ) raten.


    die darstellung ist auch unter der folie eines tankrucksacks noch grade lesbar (ja auch mit direktem sonneneinfall und wenn es denn mal wie aus eimern schüttet). das wichtigste für mich war neben der tatsache auch kleinere strassen ausserhalb von deutschland auf der karte zu finden, die bedienbarkeit des programms auch mit handschuhen. wenn ich die erst ausziehen muß, kann ich gleich wieder die papierkarte nehmen.


    die planung über kleinststrassen bedarf vermutlich einer papierbasis karte, auf der du bestimmte waypoints (pässe etc) besser lokalisieren kannst. allerdings dürfte für dich als endurista wohl interessanter sein, wieder nach "hause" zurückzufinden. ich habe gute erfahrungen mit der planung ("welche runde soll`s denn heute sein ?") von rundtouren gemacht.


    viel spaß bei der weiteren recherche
    martin

  • Zitat

    Original von die-se
    Hallo zusammen!


    Als Schreiber bin ich neu hier - das Forum (gesamt) verfolge ich schon seit 2 Wochen


    Die Sprachausgabe werde ich evtl. erst später benutzen - anfangs wird es nur eine optische Unterstützung sein...


    Also, erst mal herzlich willkommen.


    Wenn die Karten auf Navtech basieren, dann sind die öffentlich befahrbaren Strasse auch enthalten. Beim Medion MN3.1 sind also nur Strassen drin, die frei befahrbar sind, also keine Feldwege und so.


    Bezüglich der Sprachausgabe: Ich fahre mittlerweile nur noch danach. Damit hab ich den Blick da habe wo er hingehört, also auf der Strasse. Wenn ich auf das Display schauen will, kann ich ja auch eine Papierkarte nehmen ;)


    Also, viel Spaß mit Deinem Navi noch.



    Volkmar

  • Hallo Volkmar, hallo Martin!


    Erst einmal vielen Dank für Eure Antworten - ich dachte schon, keiner versteht, warum ich diese Anfrage in genau diesem Forum gepostet habe ;)


    Ich habe mir mittlerweile MN4 bestellt - mal sehen ob ich damit glücklich werde oder irgendwann zu R66 wechsle - wie so viele...


    @ Martin: der Nachteil bei der Tankrucksack-Lösung ist doch wahrscheinlich, dass Du den Blick für zumindest einige Sekunden von der Fahrbahn nimmst - in der Zeit bist Du ja schon einige Meter weiter. Wie ist das in der Praxis? Ist die Darstellung so klar und gut und trotzdem detailliert, dass ein kurzer Blick genügt? Ich habe ja im Moment noch weder meinen bestellten PDA noch meine bestellte Software, kann also nur Vermutungen anstellen...


    @ Volkmar: "Sprachausgabe": Wie hast Du das bei Dir gelöst? Ist Dein PDA auch im Tankrucksack (d.h. kurzer Weg des Ohrhörer-Kabels), oder am Lenker fest angebaut? Was für einen Ohrhörer nimmst Du?
    Bevor ich mir eine Festeinbau-Lösung leiste, wüsste ich natürlich ganz gerne, ob es die Tankrucksack-Lösung auch tut...


    Mille Grazie!
    Gruß,
    Dieter

  • moin,


    @ Dieter: du vermutest schon richtig. natürlich muss mann den blick von der strasse nehmen und auf die karte schauen. das ist bei der elektronischen karte nicht anders, als bei der papiervariante (karte / roadbook). allerdings braucht mann nicht nach jedem anschnitt die karte neu zusammenzulegen um den aktuellen rotenabschnitt darzustellen, und nach jeder längeren tour ne neue karte, die vom diversen zusammenfalten sehr leidet.


    die lesbarkeit ist für mich ausreichend, da ich anders als bei der papiervariante immer meine position im kartenzentrum / blickfeld liegen habe. die wesentlichen details (wann muss ich wo in welche richtung abbiegen) werden mir ja auf dem display angezeigt.


    alltagsbeispiel: ich befahre ein strasse und sehe das ich dieser 10km folgen soll. dann brauche ich auch die folgenden minuten nicht auf die karte schauen. dann einen (kurzen) blick nach unten und ich weiss, in welche richtung ich an der nächsten kreuzung abiegen muss. wie genau diese darstellung ist sieht mann, wenn mann mit strassenbedingt geringer geschwindigkeit von ca 50 km/h über serpentinen fährt. die karte verrät einem sehr oft, ob die nächste kurve eine kehre ist, oder "nur" ein enfacher richtungswechsel.


    mit dieser art bin ich sehr komfortabel vor drei wochen durch die dolomiten (mit vielen rechts lnks wechseln) sowohl bei sehr starkler sonneneintrahlung, als auch berggewittern gefahren. als referenz hatte mein freund mit seiner BMW GS seine übliche 1:200.000 karte im tankrucksack. wir haben getrennt navigiert, und -naja, sagen wir es mal so- die pda lösung war nicht langsamer :D


    fazit für mich: natürlich ist die darstellung ohne direkte sonneneinstrahlung besser ablesbar, aber mit den anpassungen von hirni kann mann das gut wettmachen.


    @ Volkmar: mich würde auch interessieren, wie du die sprachanweisungen hörst. ich wollte möglichst wenig kabel verwenden, um möglichst flexibel zu bleiben.


    have fun
    martin

  • Zum Thema Sprachausgabe...


    Minimallösung: 'Knopf im Ohr'-Kopfhörer
    Vorteile: kostet nur ein paar Teuros
    Nachteil: je nach Helm, drücken auch die mit der Zeit


    Mittlerweile bei mir :
    Helmsprechset HS100
    Funktionsprüfung nächste Woche auf der Tour
    (Gardasee, Dolomiten, Kärten, Slowenien --freu--)


    Vorher die Lautstärke im Stand einstellen!
    Bei meiner ersten Fahrt mit voller Lautstärke wär ich vor Schreck fast vom Mopped gesprungen als auf einmal die Tussi losbrüllte.... :gap



  • Mein PDA ist am Lenker montiert, siehst Du auf meiner Homepage: www.volkmarheinz.de


    Ich hab Lautsprecher von Conrad in meinem Helm (Schuberth Concept) die passen mit der Impedanz 32Ohm genau an den PDA.
    Am Helm hab ich einen Klinkenstecker 3,5mm, am Moped einen Diodenstecker 5pol. Dazwischen ein Spiralkabel. Funzt prima und stört nicht, kein Ohrhöhrer drückt.



    Volkmar

  • Hi,


    Eines möchte ich dringend loswerden. Es ist rechtlich definitv verboten einen "Knopf" im Ohr zu haben. Wer sich ein wenig mit dem Kommentar der StVO/StVZO beschäftigt wird schnelle feststellen, daß lediglich Lautsprecherpads im Helm erlaubt sind.


    Natürlich gilt wie immer die Regel: Wo kein Kläger, da kein Richter, .........., aber im Falle eines Falles kann das böse Nachwirkungen haben. Und denkt immer daran, es soll Sachverständige geben, die sich auch mit Navi's am Moped auskennen.


    Gruß


    Anderl

    **** ob Desti SP, TTN5 oder MN4.....angekommen bin ich fast immer ****
    !!!! Karte, Kompaß & Höhenmesser haben mich I M M E R ans Ziel gebracht !!!!


    www.eNavTools.de.vu
    Geodätische Koordinatentransformationen am Pocket PC
    Helmertparameter u. m.

  • Zitat

    Original von Anderl
    Eines möchte ich dringend loswerden. Es ist rechtlich definitv verboten einen "Knopf" im Ohr zu haben. Wer sich ein wenig mit dem Kommentar der StVO/StVZO beschäftigt wird schnelle feststellen, daß lediglich Lautsprecherpads im Helm erlaubt sind.


    Wo genau steht das? Wortlaut?


    Ich fahre derzeit mit Akkustik-Knöpfen im Ohr, die nix anderes als 30dB Dämpfung machen. Ansonsten ist mir der Wind zu laut. Bevor Du mir jetzt mit Sirenen kommst: Die hört man trotzdem gut genug.

  • Hallo Holger,


    Ich komme Dir nicht mit der Sirenenargumentation. Ich möchte hier nochmals klarstellen, daß mir persönlich diese Problematik am Hinterteil vorbeigleitet.


    Grundlage, auf die sich die "Freunde und Helfer" beziehen ist §23 StVO Abs.1 . Hier wird keine Aussage getroffen was nun erlaubt ist und was nicht. Da es auf diesen Gebiet immer mal wieder zu Problemen kommt, wurde ein internes Rundschreiben veröffentlicht. Hierbei wurde, ich nenne es mal "empfohlen", daß Kopfhörer bzw. Lautsprecher, die das Ohr vollständig umschließen bzw. den Gehörgang verschließen als nicht zulässig zu betrachten sind. Gleiches ist auch auf die allseitsbeliebten Gehörschutzstopfen anzuwenden.
    Ich darf und kann hier momentan nur "zitieren". Das Interna hier zu veröffentlichen würde mich Kopf und Kragen kosten.


    An alle, die mit den großen Lautsprechern auf dem Bike unterwegs sind. Rundfunk- und Tonwiedergabegeräte sind auf Krädern genemigungspflichtig.


    Hierzu StVZO: §35 (12), Erl 19 zu §49, §30 (1) u. §30c, Erl. 8 zu §30c.


    Als viel Spaß beim Muckehören oder Gehörschützen. Mir ist das schnuppe, solange ich nicht etwas damit zu tun hab.


    Gruß


    Anderl

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  • moin biker,


    @ holger: halte den ball mal flach. ist doch nett, wenn jemand (offenbar aus gut unterrichteter quelle ?) mal was zu der rechtlichen situation aussagt. ein nett gemeinter hinweis darauf, daß deine versicherung villeicht rumzickt, wenn dir der sani nach einem unfall den knopf aus dem ohr zieht, ist doch für alle brauchbar.


    @ Anderl: ist ein guter tip. ich habe leider viel zu oft die erfahrung machen müssen, das es i.d.R. nicht die biker sind, die das horn nicht hören, sondern die magewatt aufgebrezelten autos. gibt es da vielleicht auch eine rechtliche grundlage, auf der mann denen die aufmerksamkeit per ticket beibringen könnte ? :gap


    um nicht in den off-topic flame zu geraten nochmal zurück zum ausgangsthema: navi auf dem bike mit/ohne oder ausschliesllich durch akustische anweisungen ist sicher eine geschmackfrage.
    ich stehe halt mehr auf schauen, und finde es ganz angenehme nicht für handys und navis (oder beifahrerInnen) ansprechbar zu sein. das mag anderen ja durchaus andes gehen 8)


    have fun
    martin

  • @starbase


    Für die fahrende "Discotheken" gilt im Grunde das selbe. Also wieder §23 StVO. Darüberhinaus gibt es einige Urteile über soetwas.
    Achja, so wars. Grundlage bildet §23 StVO und zustätzlich kann eine Ordnungswidrigkeit wegen Lärmbelästigung begangen werden. Da kenn ich jetzt die §§ nicht aus dem ff., sorry. Das ganze Ding nennt sich Lärmverordnung.

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  • @ Anderl:


    Hallo,


    es ist nett von Dir, daß Du auf die Problematik des § 23 I StVO hinweist. Diese dürfte vielen nicht bekannt sein (wohl auch nicht die des § 23 I b StvO).
    In § 23 I StVO ist die Benutzung eines Kopfhörers nicht grundsätzlich verboten. Es wird nur dem Verkehrsteilnehmer geboten, dafür Sorge zu tragen, daß u.a. durch das Benutzen von Geräten das Gehör nicht beeinträchtigt wird. Dies ist nicht allein schon dadurch gegeben, daß ein Kopfhörer benutzt wird. Voraussetzung ist vielmehr, daß dies in einer solchen Lautstärke erfolgt, daß dadurch eine Beeinträchtigung gegeben ist (so z.B. OLG Köln VRS 73, 148).
    Wenn die Polizei für ihre Beamten ein Papier in den Umlauf bringt, daß die Benutzung von Kopfhörern, die das Ohr umschließen oder den Gehörgang verschließen, für rechtswidrig erklärt, so verwundert mich dies schon.
    Eine etwas differenziertere Betrachtungsweise hätte ich schon erwartet. Na ja...
    Es wundert mich aber auch, daß eine Veröffentlichung dieses Papiers Ärger bedeuten könnte. Warum? Generellen Dienstanweisungen dürften keine Geheimsache sein oder?


    Wie dem auch sei. Auf der sicheren Seite ist man natürlich, wenn man keinen Kopfhörer benutzt.
    Wenn es mal Ärger mit der Polizei oder der Bußgeldbehörde diesbezüglich gibt, sollte man immer bedenken, daß Dienstanweisungen der Executive kein deutsches Gericht binden.


    Gruß Stephan.

  • Hallo Stephan,


    das ganze ist an sich schon eine recht "schwammige" Angelegenheit.
    Mit gesundem Menschenverstand würde ich so argumentieren, daß die Lautstärke natürlich im Rahmen bleiben muss. Gehörschutzstopfen und "Knöpfe" im Ohr stellen für mich, ganz objektiv betrachtet auf alle Fälle eine Beeinträchtigung dar. Fakt ist halt dabei, daß der Gehörgang verschlossen ist, so oder so.


    Gruß


    Anderl

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  • Hi Anderl,


    logisch beeinträchtigen die Stopfen das Gehör, ist ja Sinn der Sache. Nach Arbeitsschutz darfst Du 8 Minuten am Tag schneller als 100 Mopped fahren, wegen dem Lärm. Drum erhalte ich mein Gehör durch diese Stöpsel. Die sind übrigens vom Akustiker und lassen alles klar durch (vor allem Sprache und Sirenen). Nur eben VIEL leiser. Ich lass es gern auf eine Konfrontation ankommen im Zweifel, das ist mir mein Gehör wert... Aber danke für den Tip.