seit einer Woche habe ich das Update auf Destinator 2.0. Aus den zwei Wochen die es nach Destinatorangabe dauern sollte wurden über vier. Mein Händler schiebt es auf Probleme bei Destinator - über die Qualität und Zuverlässigkeit meines Händlers bin ich mir aber mittlerweile nicht mehr so sicher. Aber die Händlerauswahl ist ja auch eine Destinatorverantwortung.
Aber einen Kommentar zu der neuen Version wollte ich loswerden. Über die grundlegenden (nicht) Möglichkeiten wie das Routing über die Kartensegmente hinweg wird ja permanent geklagt. Dies muß auch mittelfristig gelöst werden, ich halte das aber für einen mittleren programmiertechnischen Aufwand - da möchte ich den Entwicklern nochmal ein halbes Jahr zugestehen.
Kein Verständnis habe ich aber für die vielen kleinen (nicht vorhandenen) Funktionen und Verschlimmbesserungen gegenüber den vorherigen Versionen die eines äußerst geringen Programmieraufwandes bedürfen, aber die Akzeptanz eines solchen Systems beträchtlich vergrößern würden. Vielleicht habe ich in der einen Woche auch noch nicht alle Tricks des Systems erkannt, dann bitte ich um kurze Unterstützung (für Doofe). Unverständnis habe ich z.B. für:
Lautstärkepegel: in der Version 1.7 wurde die Lautstärke beim Start auf max gestellt und beim Verlassen wieder auf die ursprüngliche Einstellung geändert - Version 2.0 kann dies scheinbar nicht. Im Auto muß man die kleinen Geräte schon auf max stellen (von Hand), mehrfach bin ich in Besprechungen negativ aufgefallen weil mein PDA losbrüllt nächster Termin. Es kann kein Problem sein unter Einstellungen den Lautstärkepegel für das Navisystem vorzuwählen, und der PDA verstellt jeweils beim Start und Stopp den Pegel.
Adressbuch: die Entwickler waren wohl der Meinung daß man auf das Adressbuch nicht so oft zugreifen muß um dies über einen Button direkt erreichbar zu machen. Wenn ein realistischer Test gefahren worden wäre, wäre bestimmt aufgefallen das man sehr oft auf den Heimatort zugreifen muß (obwohl man gerade den doch kennen sollte) - in Praxis brauche ich dies aber permanent um aus fremden Gebieten / Städten herauszufinden, danach kann ich den Navi abschalten. Im neuen Sytem kommt man an das Adressbuch nach drei Untermenüs. Die Zoomknöpfe (+-) werden im Hauptbildschirm doch nicht gebraucht - jeder Pocket PC hat die Cursortasten über die viel präziser (auch bei wackeliger Autofahrt) der Bereich einzustellen ist. Also hier ist Platz für den Knopf.
Positionanzeiger: Ein eigenartiges Wagenrad zeigt da die Position an, die zu allem Überfluß auch noch deutlicher (rot) ist wenn kein Signal anliegt. Beim Layout scheiden sich bekanntlich die Geister, ich gehöre halt zu denen die unter WindowsXP als erstes den Knopf suchen um die herkömmliche Oberfläche einzustellen. Ich benötige eindeutige, präzise und keinesfalls verspielte Informationen. Genau dies war der Vorteil des alten Dreieck / Kreis Systems. Auch hier dürfte es kein Aufwand sein in einem Einstellungsmenü verschiedene Symbole anzubieten.
Ansage: schon in der Version 1.7 habe ich mir die Ansagen, die als wav Datei vorliegen editiert und die Laustärke angehoben. Es ist geradezu beschämend mit wie wenig Aufwand die Ansagen zu verbessern sind ohne das sie übersteuert werden (wie bei TTN - nach einem krächzen weiß man nur daß man aufs Display schauen muß weil eine Aktion ansteht). Desweiteren brauche ich keine Ansagen mit bitte..., an der... und wenn möglich..., derartige Freundlichkeiten bin ich von meinem bisherigen Navigationssystem auf dem Beifahrersitz auch nicht gewohnt. Diese Ansagen kosten nur Leistung - und ich sagte bereits das ich präzise, knackige Kommandos brauche - die Förmlichkeiten habe ich also gelöscht und die Kommandos verkürzt. Die neue Version hat vielleicht eine Stimme die mehr zutraulicher klinkt, aber schlechter zu verstehen ist weil schlecht aufgenommen (scheinbar mit Hintergrundgeräuchen) und schlecht ausgesteuert ist. Also mittlerweile habe ich mehrere Sprachversionen die ich umschalte durch das Ändern des Verzeichnisses (PowerLOC\Destinator\Common\WAV). Verschiedene Sprachversionen könnten eleganter in einem Einstellungsmenü ausgewählt werden. Außerdem kommen bei mehreren Sprachversionen ein paar MB zusammen - der PocketPC versteht auch mp3, hierauf sollte doch die Wahl bei den Ansagen fallen.
Streckenprofile: auch das Variieren der Streckengeschwindigkeiten halte ich programmiertechnisch für kein Problem. Hierdurch kann man etwas die Streckenführung beeinflussen. Es muß leicht möglich sein in einem Einstellungsmenü die möglichen Geschwindigkeiten Autobahnen, Haupt- und Nebenstraßen einzugeben.
Viele andere Kleinigkeiten die einen geringen Programmieraufwand benötigen habe ich auch an anderer Stelle gelesen: dauernde Anzeige von Ankunftszeit und Restkilometern etc.
Das ist so ausführlich geworden in der Hoffnung das dies von Destinator gelesen, umgesetzt und in ein vielleicht in Kürze zu erwartendes Update eingebaut wird. Mittelfristig dürfen die großen Änderungen jedoch nicht verloren gehen:
- Routing über die Segmente hinweg (die Segmente sollten nicht größer werden, weil ich mir meinen Aktionsradius selbst zusammenstellen möchte. Was nützt es mir Frankfurt an der Oder im PDA zu haben wenn ich in Köln wohne und regelmäßig nach Venlo und Belgien zum Einkaufen fahre. Ich brauche kein Land komplett, sondern stelle mir den Umkreis von 300 bis 400 km selbst zusammen).
- Markieren von Gebieten die beim Navigieren umschifft werden
- Outlookkontakte nach Nachnamen sortieren und Hausnummern scannen
- Die Kartendetaillierung anderer Systeme ist feiner - auch wenn die nicht nach Hausnummern navigieren (die Straßen in dem Werk in dem ich arbeite sind beim TTN alle drin, Desti zeigt eine einfarbige Fläche)
- Verschieben des Karteninhaltes auf dem Display mit dem Stift.