Kompass

  • Hallo rene41,


    da hast Du wahrscheinlich recht.


    Ich habe mich auch schon immer gefragt, weshalb in dem NMEA Unterprotokoll VTG ein Wert für magnetic course und in RMC einer für magnetic variation enthalten ist. Meine SoC+ unterstützt diese natürlich nicht.


    bis denn
    Hamba

  • Zitat

    Original von hamba


    die Geschwindigkeit, die über die OBD2-Schnittstelle ausgegeben wird, ist aus meiner Sicht sehr exakt. Aus meiner Sicht ist das die gleiche Information, die auch von den internen Steuergeräten verwendet wird. Bei bekannter Bereifung (Durchmesser und so) sollte sich daraus der Weg exakt berechnen lassen.


    Wenn die Geschwindigkeit konstant ist, ist der ausgegeben Wert exakt(eventuell noch korrekturwert der Reifen etc. berücksichtigen), das ist richtig.


    Zitat


    Das ist ja genau das Problem. Auch in diesem Bereich wurschtelt jeder Hersteller nach seinen eigenen Vorstellungen herum, anstelle - zumindest für die nicht zur Fahrzeugsteuerung erforderlichen Informationen einen allgemeingültigen Standard zu benützen.


    Bedenke, wie lange so eine KFZ-Entwicklung dauert und wie lange es dauert irgendwelche Normen zu verabschieden... Da hätte man schon vor mindestens 5 Jahren daran denken müssen dass heute jemand einfach seinen PDA ans Auto anklemmen möchte. Dann hätte man heute irgendwelche Schnittstellen die viel Geld verschlungen haben, abe schon längst nicht mehr den Ansprüchen von heute genügen. BT steckte damals wohl noch niocht mal in den Kinderschuhen, IRDA ist nichtunbedingt die geeignete Verbindung im KFZ und kein KFZ-Hersteller möchte wohl gerne etwas ab Werk anbieten, bei dem sichtbare Kabelverbindungen notwendig sind.


    Zitat

    Das gleiche gilt ja auch für einen Teil der Schnittstellen zwischen allen möglichen Systemen (Handy, PDA, Notebook, usw.) und deren Peripherie (Netzteile, COM Schnittstelle, Audi-Ausgabe, usw). Die Hersteller haben es aus meiner Sicht noch nicht kapiert, dass sie damit die Nutzbarkeit ihrer Systeme einschränken und damit wahrscheinlich mehr Umsatz verlieren als wenn ein paar Benutzer die Peripherie von einem anderen Hersteller kauft wie das System selbst.


    Das kann ich schon nachvollziehen dass das so gehandhabt wird. KFZ-Elektronik ist nicht ganz ohne und wenn man solche Schnittstellen anbietet muss man auch gewährleisten dass die Fahrzeugsicherheit(und letztenendes Meschenleben) nicht gefährdet wird.
    Wie soll man dass aber mit vertretbaren(!) Aufwand machen wenn man nicht weiss was da mal alles angeschlossen wird?

    Zitat


    Beispiel Freisprecheinrichtung im Fahrzeug : ich jedenfalls habe keine fest eingebaut, weil mir das Risiko zu hoch ist, dass mein nächstes Handy nicht mehr damit funktioniert und ich das Geld in den Sand gesetzt habe. Beispiele in diese Richtung hätte ich noch Sackweise zu bieten.


    Hier zeichnet sich ja jetzt wenigstens BT als eine universelle markenunabhängige Lösung ab....

    Zitat


    Das mit dem Tempomat verstehe ich überhaupt nicht. Was meinst Du mit Mehraufwand den Einbau ?


    Ich meine damit den Mehraufwand, das zusätzliche Kabel bei Werksmontage zu verlegen.
    Und dann die Preisgestaltung, dass ein Nachrüstenlassen mit Originalteilen unter Umständen günstiger ist als die identische Werksaustattung.


    Garry

  • Ich gehe mittlerweise fest davon aus, daß alle neu produzierten Autos ein Geschwindikeitssignal elektrisch irgendwo im Bordnetz rumsausen haben, denn die allermeisten Tacho heben nicht mehr die klassische Tachowelle. Das Signal wird per Impulsgeber irgndwo am Getriebeausgang erzeugt und der Tacho zeigt damit die Geschwindigkeit und den Weg (Kilometerzähler) an. D.h. auch die Umrechnungsfaktoren sind also im System schon bekannt. Im Zeitalter der "Busse" im Auto wird das Signal an der Busleitung abzugreifen sein, und per 5 Baustein ein digitaler Wegimpuls so ala 1 Impuls/meter erzeugbar sein. Darauf würde ich fast wetten. Wenn wir nun intelligentere Mäuse hätten, dann könnten die das doch ohne weiteres mit an den PDA melden, was die Autosensoren liefern. (Evtl wäre eine Protokollerweiterung nötig, aber bei Navigon z.B. übertragt die Maus die TMC Meldungen ja auch mit den GPS-Daten). Der PDA würde dann die Geschwindigkeitsdaten benutzen, wenn keine GPS Daten mehr kommen, und voila...im Tunnel bewegt sich der Zeiger erstmal weiter.....

  • Habe gerade mal ein bisle nach dem Tachsignal- Thema gegurgelt ;) und finde meine Vermutungen bestätigt....Einige Autos (z.B. VW haben scheinbar ein Tachosignal für die geschwindigkeitsabhängige Lautststärke des Radios (GALA) am Stecker des Radios anliegen) andere haben es auf dem CAN-Bus liegen. Geben tuts das also schon...und ich habe sogar den Eindruck gewonnen, daß z.B. Blaupunkt für seine Radionavis genau das Signal heranzieht.
    Erstaunlich, daß die Hersteller von PDA- Navis sich das nicht zu nutze machen....

  • Das ist ganz einfach:
    Die Hersteller der PDA-Navis sind Softwareschmieden, mit Hardware haben die nichts am Hut, die lassen die sich fertig liefern.
    Jetzt schau mal in den Automarktzubehör und frag nach, was z.B. ein aktiver Adapter(kein einfacher Stecker) für ein Fremd-CD-Wechsler an ein Autoradio kostet - in der Region würde sich auch ein Speedimpuls-Adapter bewegen. Die Technik ist nicht das Problem, die habe ich hier fertig in der Schublade liegen mit der nötigen Zulassung. Aber man braucht praktisch für jeden Fahrzeugtyp, zum Teil auch Modelljahrabhängig einen passenden Kabelsatz und ein darauf konfiguriertes Modul - abgesehen davon dass es die Navisoftware unterstützen muss.


    Garry

  • Hallo Garry,


    das ist ja auch der Ansatzpunkt für die Kritik.


    Wieso müssen die Systemschnittstellen in diesem Falle des Fahrzeugs nach AUSSEN sich von Hersteller zu Hersteller und sogar von Model zu Model und bei manchem Hersteller auch von Baujahr zu Baujahr unterscheiden ?????


    Systemintern also für die Vernetzung der einzelnen Steuergeräte - können die von mir aus machen was die wollen. Obwohl auch das natürlich nicht gerade effiziente Produktion garantiert und sich damit kostenmäßig auswirkt.


    Aber die Schnittstellen nach AUSSEN sollten doch standardisierbar sein. So dass bestimmte Peripherie ohne Probleme und kostengünstig anschließbar ist. Das einzige was sich hier ändern sollte aber nach Möglichkeit Abwärtskompatibel -, wären die Informationen selbst. Schließlich entwickelt sich ja auch das System Auto noch weiter.


    Man kann ja vom PC sagen was man will, aber in diese Richtung hat er von div. chaotischen Ausnahmen mal abgesehen ja gezeigt, dass das schon geht. Nur dadurch hat der PC aus meiner Sicht innerhalb kürzester Zeit derartige Verbreitung gefunden. Man muss da auch nicht unbedingt immer auch ein Standardisierungsgremium warten, sondern kann das innerhalb der Industrie abstimmen. Wenn man nur will.


    Wenn ich mir beim Auto aber z.B. die OBD2-Schnittstelle ansehe, frage ich mich schon, warum es einen physikalischen Stecker gibt, auf dem zwei Herstellerkonzerne ein eigenes Protokoll fahren. Dadurch sind inkl. des ISO-Standards dann drei unterschiedliche Logiken erforderlich, um das ganze einem PC zuzuführen.


    Diese Schnittstellen nach AUSSEN sollte man auch so ausführen können, dass die sicher sind und keine Menschenleben gefährdet werden. Die max. Speed der OBD2-Schnittstelle z.B. beträgt so um die 10kb/s. Da hält sich der Aufwand in Grenzen. Diese Schnittstelle ist auch schon alt wie der Wald. War schon im letzten Jahrtausend in Ami-Land Pflicht.


    Also gehen würde da einiges. Aber bisher wollten die Hersteller halt nur nicht. Aber jetzt wo auch der Golf in der 5. Version endlich gerade aus fährt, wird vielleicht künftig alles besser.


    Bis denn
    Hamba




    P.s. mit der Anmerkung zum Golf V will ich Dich natürlich nicht persönlich treffen. Ich finde nur diese Werbung irgendwie kontraproduktiv und es passte halt hier.

  • Garry, genau da liegt wirklich der Hund begraben, alle Superspezialisten sehen nur noch Ihren Zusändigkeitsbereich, und wagen nicht den Blick (geschweige denn den Sprung) über den Tellerrand..und so werden Marktchancen und mögliche Produktverbesserungen oder auch Kosteneinsparungen einfach verschenkt....dafür gibt es ja genug Beispiele .....

  • Zitat

    Original von webberle
    Garry, genau da liegt wirklich der Hund begraben, alle Superspezialisten sehen nur noch Ihren Zusändigkeitsbereich, und wagen nicht den Blick (geschweige denn den Sprung) über den Tellerrand..und so werden Marktchancen und mögliche Produktverbesserungen oder auch Kosteneinsparungen einfach verschenkt....dafür gibt es ja genug Beispiele .....


    Das ganze muss halt auch wirtschaftlich bleiben - so eine Entwicklung ist nicht ganz billig und es gibt unzhälige Harwarevarianten für die Support geleistet werden muss.
    Wenn das ganze dann so teuer und aufwendig einzubauen geht wie ein Festeinbaugerät dann bleiben nicht mehr viele Interessenten übrig - aber grundsätzlich bin ich schon für diese Richtung.


    Garry

  • Zitat

    Original von hamba
    Man kann ja vom PC sagen was man will, aber in diese Richtung hat er von div. chaotischen Ausnahmen mal abgesehen ja gezeigt, dass das schon geht. Nur dadurch hat der PC aus meiner Sicht innerhalb kürzester Zeit derartige Verbreitung gefunden. Man muss da auch nicht unbedingt immer auch ein Standardisierungsgremium warten, sondern kann das innerhalb der Industrie abstimmen. Wenn man nur will.


    Ein Auto sollte auch etwa 10 Jahre halten, dass dürfte bei den wenigsten PCs der Fall , wo manche Teile bzw. Kombinationen schon ab Werk unbrauchbar sind, das lässt sich nicht aufs Auto übertragen.

    Zitat


    Wenn ich mir beim Auto aber z.B. die OBD2-Schnittstelle ansehe, frage ich mich schon, warum es einen physikalischen Stecker gibt, auf dem zwei Herstellerkonzerne ein eigenes Protokoll fahren. Dadurch sind inkl. des ISO-Standards dann drei unterschiedliche Logiken erforderlich, um das ganze einem PC zuzuführen.


    Vielleicht weil es sinnvoller/billiger ist wenn die KFZ-Hersteller ihr System behalten können und nicht millionenfach einen Schnittstellenumewandler einbauen muss, der nur alle zwei Jahre beim Tüv benötigt wird - andernfalls muss der Tüv die Dinger selber kaufen, und davon nicht all zu viele Exemplare. Langfristig kann man sich natürlich schon auf einen Standard einigen, aber das dauert eben seine Zeit.

    Zitat

    Diese Schnittstellen nach AUSSEN sollte man auch so ausführen können, dass die sicher sind und keine Menschenleben gefährdet werden. Die max. Speed der OBD2-Schnittstelle z.B. beträgt so um die 10kb/s. Da hält sich der Aufwand in Grenzen. Diese Schnittstelle ist auch schon alt wie der Wald. War schon im letzten Jahrtausend in Ami-Land Pflicht.


    Das Problem sehe ich hier weniger in der elektrotechnischen Natur als mehr in der Datentechnischen - "Autoviren" scheinen auch nicht mehr so ganz abwegig...


    Zitat


    P.s. mit der Anmerkung zum Golf V will ich Dich natürlich nicht persönlich treffen. Ich finde nur diese Werbung irgendwie kontraproduktiv und es passte halt hier.


    Habe eine Golf IV, trifft mich also nicht :D
    Soll auch keine Werbung sein sonder ein Hinweis für Einbauhilfesuchende, oder was meinst Du?

  • Hallo Garry,


    jo ich habe gesehen, dass Du einen Golf IV fährst. Aber laut Werbung fährt halt erst der Golf V geradeaus und auch wieder aus der Kurve raus und was weis ich was die noch für Sprüche drauf hatten.


    Ansonsten haben wir zu dem Thema halt unterschiedliche Standpunkte. Wäre aber auch langweilig, wenn alle den gleichen Standpunkt hätten.


    Nur soviel noch: welche und wie viele unterschiedliche Adapter sich der TÜV hinlegen muss ist mir egal. Ich bin da eher egoistisch und denke mehr an mich selbst. Ich habe selbst das Bedürfnis mein Auto über eine Schnittstelle anzuzapfen und div. Daten AUSZULESEN und in diesem Zusammenhang würde ich halt die dafür erforderliche Anschaffung lieber nur einmal machen. Damit scheine ich aber auch nicht ganz alleine dazustehen.


    Bis denn
    Hamba

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  • Hallo Hamba,


    so unterschiedlich sind unsere Standpunkte eigentlich gar nicht, ich versuche nur ein bischen die Probleme zu vermitteln die bestehen. Ich setze mich schon länger mit dem Thema auseinander, habe auch mal einen kompletten Bordcomputer vor längerer Zeit entwickelt und veröffentlicht ("Reste" sollten auf meiner Homepage zu finden sein) - inzwischen verdiene ich mein Brot mit solchen Dingen...


    Garry