Testbericht Destinator II im PPC-Magazin 11-12/02

  • Haben wir hier im Forum niemanden, der an der Grenze D zu BeNeLux wohnt und dem der ständige Kartenwechsel auf die Nerven geht? Das müssen nicht unbedingt Fernfahrer sein.


    Mißversteht mich bitte nicht. Mir geht es nicht darum ob jetzt MN oder Desti besser ist. Glaubenskriege sind für Fanatiker! Was ich erreichen will, ist dass die Funktionalität der Navi-Systeme weiter verbessert wird. Und zwar von allen Systemen! Klar könnte ich mir einen Fixeinbau mit DVD-Karten zulegen, aber für mich ist auch die Portabilität des PPC wichtig, zB Nutzung in mehreren Autos oder die sonstige Funktionalität des PPC.
    Es muss doch möglich sein, mehrere Karten, die irgendwo (RAM, SD, CF, HD) am PPC gespeichert sind, auch für das durchgehende Routing zu nutzen. Ob ich mir die benötigte Map mit einem Maptool über Karten am PC hinweg selbst zusammenstellen kann oder das Navi von einer lokalen Karte über Hauptstrassenkarte zur Zielkarte wechselt ist mir doch ziemlich egal. Nur das Durchrouten soll möglich sein! Und die Karten werden durch verbesserte Komprimierung in Zukunft sicher noch kleiner.
    Und ich bin mir sicher, dass die Mitbewerber bereits an Lösungen arbeiten. für mich kann nur so die Zukunft der PPC-Navis gesichert werden. Wir Freaks kennen den dahinterstehenden Aufwand, aber der zukünftige Plug-and-Play-User wird ein System, das ihn nicht bis zu seinem Urlaubsort am Mittelmeer oder zu seinem Arbeitsplatz in Belgien routet, wahrscheinlich gar nicht erst kaufen.


    Nochmals, die Funktionalität (derzeit konzeptbedingt bei MN sicher besser!, das stimmt) soll im Vordergrund stehen, nicht welches System!


    mfG Karl

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    LG Karl

  • Wenn Du an der Grenze der Landeskarten wohnst hast Du natürlich recht!


    Ich denke aber, dass Navigon das jetzige Prinzip grundsätzlich auch für ganz Europa anwenden könnte - Sie bräuchten 'nur' eine gesamt-Europa-Karte... Solche Karten gibt es (siehe z.B. AutoRoute2002).


    Das Export-Tool von Navigon könnte dann einen beliebigen Ausschnitt aus Europa exportieren... Die anderen Navi-System könnten diese Funktion prinzipbedingt (noch) nicht anbieten. Navigon hat die Lösung im Prinzip schon - nur noch keine Europakarten - und die einzelnen Länderkarten gibt es zwar, lassen sich aber nicht zu einer großen verschmelzen um dann ein übergreifendes Stückchen zu exportieren.... Ich hoffe ja noch, dass sie das geregelt bekommen....


    Ich träume noch von einer Software wie AutoRoute2002, dann einen Bereich (Freiform) oder Route definieren, exportieren, und mit MN routen lassen...


    nSonic

  • Jetzt auch noch mein Senf in diesem Thread:


    @kkoeniger:Ich denke, so trivial wie du es darstellst, kann dieses 'Segmentübergreifende Routing' nicht sein - sonst hätte es wohl schon irgendeiner der Kanditaten hier angeboten. Wäre wirklich ein schlagendes
    Wettbewerbsargument. Europakarten für Festeinbauten bekommst du für gute Kohle zusammen mit dem teuren DVD Navi - es sei denn du nimmst
    das wirklich excellente Becker (leider ohne Karte).


    Wenn ich so dieses Forum durchstreife, kommt es mir immer wieder so vor, wie wenn viele hier vergessen, was Ihnen von den Herstellern der PDA Navis
    eigentlich geboten wird.


    @ghw: Man(n), ihr stellt euch auch noch als Spieler dar...Von 'erwachsenen Systemen' zu sprechen, diskreditiert m.E. doch die ganze PDA Navigation.


    Festeinbauten haben den gigantischen Vorteil, dass sie
    a) ein definiertes Betriebssystem (meist auch noch eine Eigenentwicklung des Herstellers) haben, in dem niemand irgendwelche lausigen Treiber oder andere
    Software aufspielen kann
    b) neben GPS auch noch diverse andere Sensorik nutzen können. Wer sich die Schwankungsbreite eines GPS Signales mal genauer angeschaut hat, kann
    sich vorstellen was die PDA Navis eigentlich leisten
    Nicht zu vergessen, dass die Karten der PDA Navis auch noch aktueller sind als die der allermeisten Festeinbauten.


    Ender

  • Dass das 'kartenübergreifende' Routing nicht trivial ist, ist mir schon klar. Aber wenn die Hersteller keinen Bedarf spüren, werden deren Programmierer auch nicht gefordert. Navi am PPC steht sicher erst 'am Beginn' seiner Enticklung, vom Konzept des Ganzen - Portabilität, Usability des PPC für Termine, Adressen, Gesprächsnotizen, etc - steht der Wert des Systems für mich jedoch weit über Festeinbauten.


    Die jetzige Diskussion erinnert mich ein Wenig an Aussagen, dass im ehemaligen Ostblock kein Bedarf für Navis besteht. Klar, wenn es keine Maps gibt, kann ich am Markt überhaupt nicht auftreten! Glaubt mir, mit den entsprechenden Funktionen und Maps ausgestatte Systeme, ein flächendeckendes und aussagekräftiges Werbekonzept und schon rollt der Rubel! Der Markt weckt den Bedarf! Und das Geld einer immer breiter werdenden Schicht liegt dort auf der Strasse - die lechzen nach neuer Techologie.


    Zurück zum Thema. Warum sollten PPC-Navis nicht den gleichen Funktionsumfang bieten wie Festeinbauten? Solange dem nicht so ist, wird deren Durchbruch verhindert. Warum soll ich mir 2 Systeme anschaffen? Nur mit dem PPC kann ich redundante Datenhaltung verhindern und meine Adressdatenbank zum Navigieren nutzen. Und wenn ich in Ungarn/Belgien/Spanien oder sonstwo einen Termin wahrnehme, dann will ich ohne weitere Eingaben - auf anderen Geräten schon gar nicht - dorthin geroutet werden. Schließlich nutze ich die Adressdatenbank auch zum telefonieren am Handy, oder soll ich dort meine Daten auch warten?


    mfG Karl

    -------
    LG Karl

  • @ender



    Hi,


    ich gebe da kkoeniger recht.
    Vergleiche die Situation doch einmal mit zwei bewährten
    Betriebssystemen : Win*** und Linux.
    Warum ist Windows so stark geworden, obwohl das schlechtere System ?


    1.) Raubkopierer haben es bekannt gemacht und für Verbreitung gesorgt, als Linux gerade mal am Anfang stand
    2.) Firmen mußten auf diesen Zug aufspringen.


    Heute gibt es keinen vernünftigen Grund mehr Windows
    zu verwenden, wenn Du sonst (fast) alles kostenlos erhälst.


    Also, wenn damals die Linux-User aufgegeben und die
    Weiterentwicklung gestoppt hätten, wäre Linux nicht da wo es jetzt ist.
    Das Festeinbauten gut sind und aufgrund DVD etc. gute und
    teilweise bessere Möglichkeiten bieten ist doch klar.
    Wenn wir uns - und das kann man hier im Forum ja deutlich
    sehen - weiterhin engagieren, kann die Entwicklung nur schneller und benutzerorientierter voran schreiten,


    Gruss
    Imsadi

  • Also ich finde überhaupt nicht, daß Festeinbauten _so_ super sind...


    Ich würd da auch nicht von "zusätzlichen" Sensoren sprechen, denn die arbeiten ja mit diesen und gleichen die Position alle paar Min mal per GPS ab.


    Ich finde die PPC-Lösungen eigentlich besser, wenn ich mir den Mist an Festeinbauten (die ich bisher gesehen habe) ansehe.


    Die sind "dem Stand der Technik" einiges hinten nach. Ich will kein Navi mit schnöder Pfeildarstellung. Daher würd ich z.B. für ein Blaupunkt auch nie diese irren Summen ausgeben.


    PPC ist hier klar im Vorteil, deswegen auch meine Überlegungen, dies zu einem Fixen Bestandteil meines Autos zu machen.


    Zum kartenübergreifenden Routing:


    Ich hab in Österreich das Problem, daß mir das deutsche Eck in den meisten Kartten fehlt (positive Ausnahme: MN). Dadurch kann man praktisch nicht brauchbar nach Westösterreich navigieren (gut ich kenn mich aus, und weiß, wie ich hinkomme).


    Ich vermisse wirklich Karten für Ungarn, Tschechien, Slowakei, Slowenien und Kroatien.


    Grad dort würds wirklich Sinn machen (ich erinner mich an mein letzten Brünn-Abenteuer: nach 45 Minuten hab ich einen Taxifahrer bezahlt, damit er voraus fährt).


    Und ich kann mir ad hoc 3 Konzepte vorstellen, wie man kartenübergreifendes Routing realisieren könnte (programmieren kann man ja alles).


    ~ghw

  • Hi,


    na dann laß mal Deine Konzepte hören.


    Vielleicht kann Dir der ein oder andere bei der
    Umsetzung helfen ? !!



    Gruss
    Imsadi

  • Also, so langsam gefällt mir die Diskussion!


    Ich denke schon, dass es auch in diesem Forum mal nötig ist, eine etwas tiefergehende Diskussion zu entfachen.


    @ghw: OK, ich erkenne das du "erwachsenes System" in Anführungszeichen gesetzt hast und eigentlich die PDAs favorisierst. Zum kartenübergreifenden Routing: Wenn ich mir das neueste TeleAtlas Prospekt anschaue, kannst du ab Oktober/November 2002 für den Navi-Festeinbau (Blaupunkt) nun eine Deutschlandkarte mit ein paar Teilen Österreich bekommen. Es ist auch möglich, Deutschland auf 3 CDs zu bekommen... :P Du bekommst weder von NavTech noch von TeleAtlas irgendwas Brauchbares im Osten, was über ein paar roudimentäre Strassen hinausgeht. Da hilft nur eines:
    Selber digitalisieren :D


    Was die zusätzlichen Sensoren angeht: Ich glaube hier gibt es wirklich ein Missverständnis: Es macht einen gigantischen Unterschied, ob du dich auf das schwankende GPS Signal verlassen musst, oder ob du auf die zusätzliche, genaue Sensorik bauen kannst (Tunnel, Häuserschluchten, enge Strassen). Da haben Festeinbauten einfach einen gigantischen Vorteil... Genau das war mein Punkt: Es ist erstaunlich, was die PDAs nur mit GPS leisten können.


    @Imsade und kkoeniger: Warum Windows so marktberherrschend geworden ist, darüber kann man genug in Büchern und Newsgroups finden. Und ehrlich gesagt haben mich manche Diskussionen in diesem Forum (MN ist besser als TomTom und umgekehrt) oft an diese Glaubenskämpfe erinnert. Man schaue sich mal an, was im Heise Forum so abgeht wenn irgendwo das Wort Windows oder Linux auftaucht.
    Anyway, Stichwort Innovation: Was auf dem PDA Navi Markt abgeht - vor allem mit welcher Geschwindigkeit- ist höchst innovativ (wenn ich mir die Kommentare in einem anderen Thread so anschaue, sind sogar einige davon überfordert...):
    Beispiel Navigon: Soweit ich weiss, haben die mit P1 überhaupt erst den Navigationsmarkt für PDAs bereitet. Jetzt sind sie die ersten (wenns denn stimmt - ich habe noch nichts gesehen) die TMC in ein mobiles Gerät
    bringen. Nicht zu vergessen die vergleichsweise (zu Festeinbau) billigen grossen Karten.
    Beispiel Destinator: 3D Ansicht gabs bisher erst bei ein paar japanischen Navis - auch nicht schlecht.
    Beispiel TomTom: POI Overlays gibts in keinem Festeinbau.
    Was ich damit sagen will: Alle diese Innovationen, mit denen ihr hier ständig überschwemmt werdet, kosten Zeit und Resourcen. Und ich glaube nicht, dass eine von diesen drei genannten Firmen wirklich groß ist (vgl. IBM, Microsoft) - die müssen sich also ganz genau überlegen was zu schaffen ist.
    Die "Ostblocksituation": Fakt ist, dass es auf dem Kartenmarkt zwei Bewerber gibt, die sich zuallererst auf die lukrativen Kartenmärkte konzentrieren müssen (man schaue sich z.B. die aktuellen Börsenzahlen von TeleAtlas an). Und da zählt nun mal "Kerneuropa" mehr als der Osten. Und es zählt was der Wettbewerber macht - wenn der 99% Deutschland anbietet, dann muss 'ich' das auch. Noch nicht mal Spanien oder Italien sind von beiden Herstellern komplett erfasst....


    Ender