Konvertieren von .GMF (.KAL + .PNG) zu OruxMaps (Sqlite) ?

  • Eben weil ich das Rad nicht neuerfinden will und meine etwa 500 historischen Karten für Glopus schon kalibriert sind (weil das mit dem GMM so leicht geht), suche ich ja ein Tool das die kal-files verarbeiten kann. Nur eine 500$ Software wollte ich dafür nicht gleich kaufen..

  • Eben weil ich das Rad nicht neuerfinden will und meine etwa 500 historischen Karten für Glopus schon kalibriert sind (weil das mit dem GMM so leicht geht), suche ich ja ein Tool das die kal-files verarbeiten kann. Nur eine 500$ Software wollte ich dafür nicht gleich kaufen..


    Web-Tiles kann man m.W. auch mit der freien Demo-Version von GlobalMapper erstellen...
    Grüße
    Helge

  • Hallo,


    Update und gute Nachricht: Seit neuestem (Vers. 549+) kann das preisgünstige MAPC2MAPC die Kalibrierung von Glopus KAL-files die Umwandlung in Google/ OSM taugliche Tiles. Die gewünschten tilesizes lassen sich einstellen, und unerwünschte Kacheln ähnlich wie beim GMM unterdrücken. Die Verarbeitung erfolgt Karte für Karte. Bei Verarbeitung mehrblättriger Kartenwerke muss man wie bekannt die weißen Ränder an den Originalkarten abschneiden. Das Programm erstellt transparente Kachelränder die sich dann mit dem Nachbarblatt überschreiben lassen.


    Anschließend lassen sich die Tiles mit MOBAC ins gewünschte sqlite-Format bringen.


    MAPC2MAPC verarbeitet auch KAL-files mit nur 2 Kalibrierungspunkten (zumindest bei Gradabteilungskarten). Bei zur Lageberichtigung/Rectifizierung "verzerrten" Karten (was man mit Karten vor etwa 1850 gern macht) kommt es im Ggs. zu GLOPUS zu überlappende Ecken. Da experimentiere ich noch etwas mit den Einstellungen rum.


    Die Verarbeitung erfolgt wesentlich schneller, von den Vorbereitungen her müheloser (einfaches Windowsprogramm), und die resultierenden Files sind um ein vielfaches kompakter als bei Verwendung von gdal2tiles. Nicht ganz so klein wie gmf-files.


    VG, Taunide

  • Hallo taunide,


    danke für die Info!


    Gleich ausprobiert.


    Hab eine eingescannte Karte (ca. mit 2m/Pixel gesannt) die ich leider nur noch als GMF habe für den MOBAC lesbar gemacht.


    Dazu habe ich meine 390 Glopus-PNG-Tiles (1024*1024) mit dem GlopusMapManager in 30 Tiles (4000*4000 Pixel Tiles) konvertiert.


    Diese 30 Tiles hab ich dann mittels MergeMaps in den MAPC2MAPC64 gemergt, rausgekommen ist eine etwa 24000*20000 Pixel große Datei (610 MB) - das hat ca. 20 Minuten gedauert.


    Daraus hat dann MAPC2MAPC64 innerhalb von 35 Minuten ca. 19000 Tiles erzeugt (Zoom 8 - 16). Sinnvoll nutzbar dürfte nur 13 - 16 sein, da der Rest nicht mehr wirklich lesbar ist.


    Nun kann ich mit dem MOBAC die Karte in alle meine gewünschten Formate konvertieren!!! :D:P:D


    Einschränkent ist zu vermerken das 24000 * 20000 von der Arbeitsgeschwindigkeit schon Richtung langsam geht (benötigt da bis zu 3 GB Hauptspeicher).
    MAPC2MAPC64 gibt bei Zoomstufen mit mehr als 5000 zu erstellenden Tiles eine Meldung aus - erzeugt aber trotzdem die Tiles.
    Das Programm eigentlich schon wieder zu komplex ist.


    Klar die unregistrierte Version erzeugt ein wahres Gausches Rauschen von Roten Kreuzen auf der Karte.


    Alles in allem ist da schon zu überlegen ob es einem da 18 € wert ist !!


    Gruß
    Silver

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  • Hallo Silver,


    schön dass Du auch noch da bist.


    Bei mir ist Glopus immer noch Nr. 1 bei den historischen Karten, auch der GMM.
    Ausgangsbasis sind bei mir immer die (rechteckig gemachten, geschnittenen und farbkorrigierten) Originalkarten (z.B. 1 Meßtischblatt o KDR mit 1 KAL-file).
    Diese füge ich zu größeren Gruppen zu 20-40 zusammen, früher GMF, jetzt sqlite.


    Gestern habe ich mir die Karten des Topographischen Atlas von Bayern (~1905) 1:25.000, zu finden bei Geogreif vorgenommen (16 Karten der Rhön).
    Diese Karten sind noch nicht im Standardblattschnitt (keine Gradabteilungskarten) benötigen also als "schräge" Karten zwingend 4 Kalibrierungspunkte.
    Weil das hier "krumme" Werte sind, die mal nur aus den mitgedruckten Skalen interpolieren kann, war die initiale Kalibrierungsarbeit schon etwas aufwendig. Bei der Gelegenheit habe ich dann auch 2 Fehler in den Skalen (bei 16 Blättern) festgestellt.
    Insgesamt waren die kalibrierten Karten aber nicht feststellbar ungenauer, als die mit fester Gradabteilung, die wenn man das Datum berücksichtigt im GMM zügig kalibriert sind.
    Das hier sind aber genau die Sachen, wo man sich eigentlich die ganze Arbeit nicht noch mal von vorn machen möchte....


    Beim Öffnen mit MAPC2MAPC64 bin ich jetzt den (bisher ignorierten) "Korrekturempfehlungen" gefolgt, und sie da, das Ergebnis sind sehr saubere Übergänge.
    Es funktioniert also auch bei "schrägen" Karten zufriedenstellend.
    Es ging immer jeweils nur 1-2 Punkte rechts/links, oder oben/unten, die ich manuell in den KAL-files korrigiert habe. Dann wieder neu berechnen, und ggf. wieder korrigiert (bis zu 3x Durchläufe pro Blatt)
    Dabei habe ich die "empfohlene" Tilesize von 11-14 (78%) auf 12-15 hochgeregelt - eine TK25 ist in tilesize 15 bei 100% für mich auf der untersten Stufe der Lesbarkeit im Gelände. Besser ist 16, frisst aber leider auch viel Speicher und bringt nur was wenn die Vorlage entsprechendes hergibt (da sind die Geogreif-Karten leider etwas mau).


    Bei der unteren Stufe der Tilesize ist es aber sinnvoll die möglichst klein zu machen, damit man die Umgrenzungen in MOBAC besser sieht, und einstellen kann. Man muss sie ja nicht mit verarbeiten.


    Mir war es das Geld auf jeden Fall wert, nachdem der Entwickler mir versprach das Teil Glopus-kompatibel zu machen :-)

  • Update: Das MAPC2MAPC kann jetzt auch die Massenverarbeitung von Glopus *.kal files und jpgs/png in einem Verzeichnis und zu Google Tiles in den gewünschten Zoom Levels konvertieren (ab v556). Das ganze läuft schön komfortabel, performant und speicherschonend im Hintergrund (kein Vergleich mit gdal2tiles) und in einem einzigen Bearbeitungsschritt. Er kann auch gleich sqlite schreiben, aber ich schau mir die Kacheln lieber im MOBAC noch mal an und lasse den das machen.