Melde mich nach längerer Zeit mal wieder zurück, um mir den TomTom-Frust von der Seele zu schreiben. Hab auf die Schnelle keinen passenden Thread gefunden, daher neues Thema. Kann gerne woanders hin verschoben bzw. irgendwo angehängt werden.
Heute wollte ich mein mit Live- und Karten-Abo auf dem neuesten Stand befindliches 740 mal einem "echten" Einsatz unterziehen (d. h. nicht bloß den Weg zur Arbeit überwachen lassen).
Es ging vom Westerwald zurück ins Ruhrgebiet über die A45 (Sauerlandlinie). Dort hatte sich zwischen Lüdenscheid-Nord und Hagen-Süd ein schwerer LKW-Unfall ereignet. Die beiden Fahrspuren wurden gesperrt, der Verkehr über den Standstreifen geführt. (Auch ein Fahrstreifen der Gegenfahrbahn war betroffen.)
Im Radio war zunächst von 3 km Stau nach Unfall die Rede. Auch wenn "Unfall" immer riskant ist, bei 3 km bleibt man vielleicht doch eher auf der Autobahn. Das 740 bescheinigte zu diesem Zeitpunkt sogar freie Fahrt.
Erst als ich am Stauende zum Stillstand kam, wachte das TomTom auf. Es servierte mir satte 20 Minuten Verzögerung, ließ interessanterweise die Ankunftszeit unverändert. Erst nach einigen Minuten wurde diese angepasst. Die Verzögerung schwankte danach munter zwischen 20, 25, 30, 38 Minuten, es ging runter und wieder rauf, komplett willkürlich, wie es schien. Sogar die Position des Unfalls schien sich in der 2D-Ansicht nach Norden zu verlagern (= mehr Stau). So ein verwirrtes Navi habe ich schon lange nicht mehr erlebt. (Zugegeben schienen die Bergungsarbeiten recht aufwendig zu sein.)
Ich habe ca. eine Stunde im Stau verbracht, der schließlich auch im Radio korrekt vermeldet wurde. Zuhause angekommen, ließ ich mir die Route noch einmal von der TomTom-Website berechnen, um mir den Weg abseits der Autobahn anzeigen zu lassen.
Jetzt die große Überraschung (s. Anhang): TomTom kennt den Stau, routet aber direkt durch und gibt 0 Minuten Verzögerung an! Wie ist das möglich?