Automotive Connectivity der nächsten Generation

  • Ich habe mal vor einiger Zeit was in ein paar Foren über Car-PCs gelesen. Mir scheint, das die Automobilbranche einfach denkt, das sowas einfach nicht wirklich gefragt ist bzw. der Kunde nicht bezahlen will. Denn möglich ist das alles schon seit Jahren.


    Franz

  • da hast Du sicher recht. Allerdings war die Stabilität solcher System vor Jahren doch eher sehr fragwürdig. Ebenso ist der größere Datentransfer ja auch erst seit "kurzer" Zeit einigermaßen akzeptabel bezahlbar geworden.

  • Hm, sollte ein Auto einen nicht als Erstes von A nach B bringen ?(



    das macht es ja eigentlich schon seit über 100 Jahren..... und da wird es Zeit mal ein bisschen mehr zu können ;-) und sich mit einigen Funktionen auch mal den mobilen Geräten anzunähern...

  • OK, dann aber sollten die Autos bitte erst mal lernen selber zu fahren. Nur dann kann ich die Multimedia Spielereien auch richtig nutzen. :)

    ...
    Mögen hätt' ich schon wollen, aber dürfen hab ich mich nicht getraut.
    Quelle: Karl Valentin

  • Mir scheint, das die Automobilbranche einfach denkt, das sowas einfach nicht wirklich gefragt ist.

    Bis auf einige Nerds will das die große Masse an Kunden wirklich nicht haben. Denen würde es schon reichen, wenn die normale Fahrzeugelektronik nicht andauernd versagt und wenn sich die Multimedia-Elektronik endlich wirklich intuitiv bedienen ließe...


    Solche Konzeptstudien wie der QNX zeigen meiner Ansicht nach nur, was heute möglich ist, aber nicht, was in näherer Zukunft tägliche Praxis wird. Eher wahrscheinlich scheint mir die Integration unserer Mobilen Spielzeuge mit iOS oder Android. Mit Apps kann sich dann jeder selbst aussuchen, welche Funktionen er als Apps installieren möchte. Aber auch das braucht sicher noch 15 bis 20 Jahre - auf jeden Fall ist es bei der kommenden Generation von Fahrzeugen noch nicht zu erwarten.

    Schönen Tag noch, BlackMagic


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  • Bis auf einige Nerds will das die große Masse an Kunden wirklich nicht haben. Denen würde es schon reichen, wenn die normale Fahrzeugelektronik nicht andauernd versagt und wenn sich die Multimedia-Elektronik endlich wirklich intuitiv bedienen ließe...


    :thumbup:

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    Mögen hätt' ich schon wollen, aber dürfen hab ich mich nicht getraut.
    Quelle: Karl Valentin

  • Ich kann mich noch gut erinnern, wie hier die Glaubenskriege zwischen angestammten PDA- und neuzeitlichen PNA-usern köchelten; gleiches gilt für Smartphone versus Handy versus PDA.
    Und das IPhone mit all seinen unnötigen Features (...ich brauch nur ein Telefon) war unnütz und der Markt würde es schon "richten". Im doppeldeutigen Sinn.
    HDTV braucht ja auch keiner. Und in den letzten Jahren explodierten die seit Jahrzehnten zurückgehenden Umsätze mit Fernsehern.


    Fakt ist, dass sich in der Elektronik spätestens alle 5 Jahre völlig neue Trends ergeben; und eine Prognose, was kommt und was nicht ist schwer.


    Ich sehe den Bedarf an integrierten Online- Zusatz- und Sync-Funktionen zwischen Auto und dem Rest der Welt als Megatrend der nächsten 5 Jahre.


    Kleiner Seitenschwenk zu ähnlicher Thematik: Ein bekannter Motorradhersteller ließ aufwändig erforschen, warum der Nachwuchs (auch wenn er finanziell in der Lage wäre) immer weniger Mopetten kauft. Ergebnis: Moppedfahren ist sehr offline-lastig und das halten die jungen Leute einfach nicht so lange aus, wie eine schöne Moppedtour dauert. Nun denkt man über sicherheitstechnisch machbare Integration von Online-Funktionen in Motorradcockpits nach.


    Und das Auto eignet sich aus mehrfachen Gründen noch viel besser dazu als ein Mopped. Es fehlt nur die Basis einer Standardisierung auf Seite der Automobilindustrie; und zwar inklusiv Integration in die eigentlichen Fahrzeugsysteme. Und nicht nur Lenkradtasten, Freisprechen und Mucke hören.
    Warum schleppe ich noch USB-Sticks in´s Auto, wenn mein heimischer NAS-Server per UMTS auch direkt mit dem Auto verbunden sein könnte? Oder gleich statt Radio direkt eine Playlist vom Amazon-Server hören?


    Allein schon die Nutzung eines fahrzeugtauglichen User-Frontends (zB IPhone-Bedienung über den Touchscreen im Fahrzeug) bringt viel; und neben der IPhone-Bedienung und vielleicht noch Blue&Me (Microsoft) gibt es noch nicht viel praktisch umgesetzte Lösungen.


    Das Feld der Funktionen (und der Geschäftsmodelle) die sich da auftun, ist jedenfalls riesengroß. Und die Marktdurchdringung kommt über steigende Software-Ergonomie, sinkende Preise und nachwachsende, affine Kunden sowieso.

  • Es gibt bei jeder technischen Neuerung (auch Fortschritt genannt) Skeptiker, die den Sinn und Nutzen bestreiten, ja gar Gefahren sehen, die den angeblichen Nutzen weit übersteigen.


    Bei der Eisenbahn hatte man Angst vor Geisteskrankheiten, wegen der ungeheuerlichen Geschwindigkeit (40km/h :D ), im Auto saß ein knatternder Teufel, kein Mensch braucht ein mobiles Telefon und der weltweite Bedarf an Computern wird in etwa 5 Stück sein :D.


    Der Fortschritt ist weder vorhersehbar noch großartig beeinflussbar. Gemacht wird, was technisch möglich und bezahlbar ist. Es fehlt meist nur ein Visionär, der das technisch machbare umsetzt.


    Also meine Meinung: Es wird kommen, weil es möglich ist. Es ist nur ne Frage der Zeit und es fehlt (noch) der visionäre Hersteller, der das mal in Angriff nimmt und in Serie herstellt. So ein grosser Schritt ist es ja nicht mehr. Ein besserer PDA oder Smartphone (integriert) mit vernünftigen Bildschirm, Schnittstelle zum Steuergerät und ein wenig Software. Das war es doch schon. Einzig der Wille fehlt noch.


    Franz

  • Der Fortschritt ist weder vorhersehbar noch großartig beeinflussbar. Gemacht wird, was technisch möglich und bezahlbar ist. Es fehlt meist nur ein Visionär, der das technisch machbare umsetzt.


    Na ja, einen Käufer oder sprich Markt wird der Visionär auch brauchen. Voraus gesetzt, er möchte damit Geld verdienen. :D

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    Mögen hätt' ich schon wollen, aber dürfen hab ich mich nicht getraut.
    Quelle: Karl Valentin