Karten einbinden

  • Sorry für die Frage, aber kann mir jemand einen Link nennen, wo ich lerne, Karten in Glopus einzubinden?

    Einmal editiert, zuletzt von thomixx ()

  • Zitat

    Original von thomixx
    Sorry für die Frage, aber kann mir jemand einen Link nennen, wo ich lerne, Karten in Glopus einzubinden?


    Eine direkte allumfassende Anleitung gibt es nicht.
    Dafür ist das Gebiet viel zu komplex und die Wege eine kalibrierte Karte zu erstellen zu unterschiedlich. Bei vielen Quellen gibt es auch Automatiseirungsmöglichkeiten - denn wer will schon 1000sende Karten von Hand kalibrieren ?


    Wo liegt denn das Problem ?


    Welche Datenquelle willst du verwenden ?
    Eingescannte Karten, Karten von MagicMaps,Top50 und Co oder Online Karten wie Google oder GoogleEarth... ????



    Prinzipell sind die kalibrierten Rasterkarten für Glopus alle gleich aufgebaut.


    1. Eine BMP/PNG...-Karte mit den Gebiet das du in Glopus anzeigen willst


    und


    2. eine dazugehörige Kalibrierungsdatei mit dem gleichen Namen wie die BMP/PNG-Karte nur Endung kal


    Von der BMP/PNG...-Karte müssen dir 2-4 Koordinaten (möglichst in den Ecken) bekannt sein (bzw referenzierbar mit GoogleEarth...)


    Als Hilfsmittel bietet sich zum kalibrieren der Karte der GlopusMapManager (GMM) an.


    Link für den GMM und Anleitung desselben Hier bzw. die Anleitung ist auch hier im Forum unter FAQ zu Glopus - GMM.. zu finden.


    Gruß
    Silver

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  • Ich habe da ein Problem. Nach meinem Wissen hat jede Rasterkarte (Scan einer Papierkarte) ein spezielles MapDatum bzw. Projektion. Wie werden diese Besonderheiten bei Glopus berücksichtigt?


    Zur Erläuterung empfehle ich z.B. folgende Seite:Explorermagazin

  • hallo,


    AFAIK verwendet der GMM nur geografische Projektion und (transverse?) Merkator-Projektion mit WGS84. Bei Karten im grösseren Masstab sind die Abweichungen der Kartenschnipsel zu vernachlässigen.
    Bei grösseren Übersichtskarten stösst diese Methode an Grenzen. Da müsste man zuvor die abweichende Karte rektifizieren.


    Grüsse - Anton

    Einmal editiert, zuletzt von macnetz ()

  • Dann frage ich mich, warum Programme wie TTQV, Fugawi und OZI soviel Wert auf diese Themen legen, wenn denn das alles nicht notwendig sein sollte.

  • Hi macnetz,


    hatten wir das nicht schon mal?


    @fermollneu:
    Glopus unterstützt einige Projektionen (World Geodetic System 1984, Gauß-Krüger, Mercator und UTM (Universal Transverse Mercator). Dazu muss die Karte im GMM kalibriert werden, denn nur dort kann man die Projektion einstellen und abspeichern. Für die automatischen Kalibrierungen macht das der GMM teilweise selber. Solche Karten dürfen dann aber nicht als gmf gepackt werden (Projektion noch nicht im GMF Format), können aber zusammen mit anderen Karten gezippt auf den PDA kopiert werden (Glopus liest auch aus zips). Glopus schaltet bei solchen Kacheln bei allen Berechnungen in deren Koordinatensystem - kleiner Zeitverlust aber pixelgenau bei jeder Auflösung. Sehr viele Projektionen habe ich aber nicht eingebaut, weil die Nachfrage sehr gering ist.


    Für Top50 oder genauere Karten lohnt sich der Aufwand aber nicht, da bei den Kachelgrößen die Glopus benutzt bei diesen Auflösungen Pixelfehler nur im Komma Bereich auftreten, also nicht gesehen werden können. Hier rechnet Glopus im GPS Koordinatensystem (World Geodetic System 1984).

  • Zitat

    Original von fermollneu
    Dann frage ich mich, warum Programme wie TTQV, Fugawi und OZI soviel Wert auf diese Themen legen, wenn denn das alles nicht notwendig sein sollte.


    Ich glaube, dass diese Programme im Gegensatz zu Glopus sehr große Kartenquellen unterstützen. Bei Glopus ist bei ca. 2000*2000 Pixel Schluß, empfohlen eher 1000*1000. Da jede dieser Kacheln eigene Kalibrierungspunkte braucht, kann die Abweichung selbst bei großem Maßstab nur begrenzt ausfallen.
    Ist eine Quelle aber viel größer in der Auflösung, ist der Abstand zum nächsten Kalibrierungspunkt viel größer und man muss auch bei kleinem Maßstab genauer rechnen.

  • Hallo Peter


    Darauf zielt mein Einwand.
    Wenn ich bemerke, dass beim Gebrauch von NoniMapview für Südamerika zwischen dem Earth und der Map ein deutlich sichtbarer Unterschied besteht, kann das doch nur an der Projektion liegen. Das macht sich bei TOP50 Karten natürlich weniger bemerkbar. (Das sollte man mal genauer überprüfen).
    Ganz allgemein:
    Alle Karten sind in einer bestimmten Projektion ( oft länderspezifisch) erstellt worden. Sollen sie digital verwendet werden, muss diese Projektion bei der Kalibrierung berücksichtigt werden. Inwieweit der Fehler bei Nichtberücksichtung zu vernachlässigen ist, kann ich nicht beurteilen.


    Mir fällt da noch etwas ein:
    Bei einer 1:25000 Karte (MM z.B.) ist ein Fehler von 5 m nicht besser als bei einer Karte 1:1000000 von 2 km.

    Einmal editiert, zuletzt von fermollneu ()

  • Hallo,


    der Unterschied zwischen Earth und Maps ist nicht die Kartenprojektion sondern die Reprojektion auf eine virtuelle Erdkugel-Oberfläche bei Earth.


    Grüsse - Anton

  • Wo liegt da der Unterschied? Das kann doch höchstens sein, dass die Macher der Map mathematisch nicht ordentlich gearbeitet haben.

  • Zitat

    Original von fermollneu
    Dann frage ich mich, warum Programme wie TTQV, Fugawi und OZI soviel Wert auf diese Themen legen, wenn denn das alles nicht notwendig sein sollte.


    Die Philosophie dort ist eine andere. Diese Programme gehen von Riesenbitmaps aus, wo die Projektionstreue höchst relevant ist. Bei Glopus wird hingegen die Karte schon im Vorfeld in ca. 1 Megapixel-Kacheln zerstückelt. Da spielt die Projektion dann meist keine Rolle mehr. Alles hat Vor- und Nachteile. Mit Gigabyte-großen Kartenbitmaps zu hantieren ist nicht gerade einfach. Ausserdem lassen sich die kleinen Kachelecken besser kombinieren, Mischung und Einblendung verschiedener Kartentypen, Korridor aus Karten-Kacheln statt einfach nur rechteckförmiger Bitmaps ...


    Hat Ozi nicht ein Limit der Kartengröße? Bei Glopus passt ein ganzes Bundesland nahtlos und ohne Umschalterei in ein einziges GMF-File.

  • Zitat

    Original von fermollneu
    Wo liegt da der Unterschied? Das kann doch höchstens sein, dass die Macher der Map mathematisch nicht ordentlich gearbeitet haben.

    hallo,


    dieses Problem hat AFAIK mit Glopus nichts zu tun.
    Bevor wir es vertiefen wäre ein Beispiel hilfreich.
    Auch damit wir nicht aneinander vorbeireden.


    Grüsse - Anton

  • Zitat

    Original von fermollneu
    Wo liegt da der Unterschied? Das kann doch höchstens sein, dass die Macher der Map mathematisch nicht ordentlich gearbeitet haben.


    Die Macher haben schon gute Arbeit geleistet. Google ist keine Applikation des Landesvermessungsamtes, aber für den Privatgebrauch genau genug.


    Das Prinzip ist ähnlich wie bei Glopus. Die Karte wird aus einzelnen Kachelstücken zusammengesetzt. Dabei können wie in Glopus verschiedene Zoomlevels kombiniert werden. Ebenfalls wie in Glopus können Vektordaten mit dem Straßennetz darüber eingeblendet werden. Bei Google die kommerziellen Vektordaten. Bei Glopus die OpenStreetMap-Daten. Beides ist eigentlich sehr gut gelöst. Der Vorteil von Glopus ist, dass man es auf dem PDA/PNA mitnehmen kann und dass beliebige Kartentypen kombinierbar sind. In GoogleEarth können auch eigene Karten eingeblendet werden (z.B. mit dem Superoverlay-Programm oder mit meinem Script aus Glopus-Kacheln).

  • Zitat

    Original von fermollneu
    Ganz allgemein:
    Alle Karten sind in einer bestimmten Projektion ( oft länderspezifisch) erstellt worden. Sollen sie digital verwendet werden, muss diese Projektion bei der Kalibrierung berücksichtigt werden. Inwieweit der Fehler bei Nichtberücksichtung zu vernachlässigen ist, kann ich nicht beurteilen.


    Gezwungenermaßen musste ich mich damit beschäftigen, wie groß solche Fehler werden können. Wenn man einmal ein Berechnungsmodel hat, kann man das ganz einfach nachrechnen. Man setzt 2-4 Kalibrierungspunkte in die Ecken einer Kachel von 1000*1000 Pixeln und berechne mit und ohne Projektion die Pixelkoordinate des arithmetischen Mittelwertes dieser Punkte. Der Pixelkoordinatenunterschied ist dann genau der maximale Fehler der bei diesem Maßstab in der getesteten Region auftreten kann.


    Im GMM habe ich ein ähnliches Verfahren als Projektionstest bei Kompass und MagicMaps eingebaut. Bei "Suchen" holt Glopus automatisch die Koordinaten der 4 Eckpunkte und des Mittelpunktes. Dann rechnet GMM mit allen verfügbaren Projektionenen ausgehend von den Eckpunkten selber den Mittelpunkt und wählt die Projektion mit dem kleinsten Fehler. (Sollte immer 0 sein.)
    Bei "Test" holt Glopus auch die 5 Koordinaten und zeigt dann den Fehler an, der bei der eingestellten Projektion entstehen kann.


    Wie schon gesagt, bei Kacheln mit ganz Deutschland können schon mächtige Fehler auch bei solchen kleinen Kacheln entstehen, wenn man die Projektion nicht richig einstellt. Anders bei größeren Auflösungen. Wer das nicht glaubt, kann selber mal nachrechnen oder (vorrausgesetzt die Projektion kennt GMM) prinzipiell die richtige Kalibrierung im GMM einstellen und dann mit einem besseren Gefühl mit Glopus navigieren.


    So wie macnetz wäre mir ein Beispiel auch ganz recht.


    Und der Hinweis von frank334 ist auch sehr zu empfehlen: Lege eine OSM IMG über Deine Pixelkarte und wenn die Projektion nicht stimmt, wirst Du sofort den Fehler sehen. Die OSM Vektorkarten werden in Glopus logischerweise genauso berechnet wie Deine aktuelle Position, POIS, Routen usw.