Grundsatzfrage zu "Qualität statt Quantität"

  • Hallo,


    als "POI Melder Neuling", der gerade seine erste Meldung hinter sich hat, diese gerade auf ihre Qualität geprüft wird und der beim Stöbern in den FAQLs auf so manch Interessantes gestoßen ist, hätt ich mal eine grundsätzliche Frage.


    In einem anderen Thread kann man lesen:

    Zitat

    Original von wdm
    [...]Priorität hat die richtige Position[...]
    Qualität ist wichtiger als Quantität


    Ich würde gerne mehr über diesen selbstauferlegten Qualitätsanspruch erfahren, der zwar in der FAQL nachzulesen, aber nicht wirklich erklärt ist:
    "Wichtig ist, dass die dezimalen Geodaten genau ermittelt werden, damit die POIs nachher in der Karte auch am richtigen Ort sitzen und nicht mitten auf der Straße."


    Konstruktive Gegenfrage: Warum?
    Warum ist es unerwünscht Geodaten z.B. anhand von Kartenmaterial zu ermitteln? Warum sollte ich selbst am POI stehen, um ihn zu melden?


    Beispiel:
    Wenn ich in einer fremden Stadt eine Bank oder einen Geldautomaten suche, wäre ich mit der Anschrift bereits zufrieden, auch wenn mein Navi das POI-Icon mitten auf der Straße platziert. Ich als Mensch bin durchaus in der Lage den Rest zu finden. Allemal besser, als gar keine Ahnung, wo die nächste Bank XYZ ist.


    Wem ist also mit dieser Genauigkeit wirklich gedient? Sollen dann bei Banken mit außenliegenden Geldautomaten zwei POIs gemeldet werden, einmal der Eingang zur Bank und einmal der evtl. 10-15 m weiter entfernte (oder ums Eck liegende) Geldautomat? Wem wäre damit gedient?


    Ich bleibe dabei, besser "nur" eine Adresse und ein "etwas deplatziertes Icon", als gar keine Infos (wie dies z.B. konkret für VR Banken im PLZ-Bereich 67xxx der Fall ist... Oder steh ich mit dieser Meinung alleine da?


    Würde mich über eine konstruktive Diskussion freuen!

    Einmal editiert, zuletzt von chk ()

  • Moin, moin Christian!


    Mit der Genauigkeit ist jedem gedient. Zum einen kenne ich genug Ecken, wo die geokodierten Standorte völlig daneben liegen. Da hast Du garkeine Chance den POI zu sehen, wenn Du an der Ecke stehst, wo dein Navi meint, daß da die richtige Stelle sei. Daher ist es schon gut zu wissen, daß hier die POI's von Leuten mit Ortskenntnissen aufgenommen wurden und die POI's auch wirklich da sind, wo sie hingehören und nicht da wo das Navi meint, auf Grund von irgendwelchen Inter- oder gar Extrapolationen, das sie da hingehören.


    Ich hatte am Anfang auch meine Schwierigkeiten mit dem Verständnis dessen. Aber glaube mir, wenn Du wirklich mal was suchst, wirst Du froh sein, daß die Sachen da sind wo sie sind und nicht nur in einer gewissen Umgebung dessen.


    Ich hatte es jetzt z.B. bei einem A.T.U. in Dessau, der war so knapp 200m daneben mit den geokodierten Koordinaten. Sehen konntest Du ihn von da nicht, da eine Eisenbahnbrücke dazwischen lag.


    Gruß, Karsten

  • Hallo Karsten,


    bin absolut Deiner Meinung! Abweichungen von über 100 m sind inakzeptabel. Was ich noch nicht so ganz verstehe, würde ein POI, z.B. ein Geldautomat oder ein Fastfood-Restaurant auch dann abgelehnt, wenn er zwar am richtigen Ort, also z.B. an der richtigen Hausnummer liegt, allerdings nicht auf dem Gehweg sondern auf der oftzitierten "Straßenmitte"? Das meinte ich eigentlich mit meiner Frage, ob man hier nicht päpstlicher als der Past ist?


    Was ist denn eine ausreichende Genauigkeit, +/- 10 m? Oder grundsätzlich immer dann, wenn das eigentliche Ziel von dort aus leicht einsehbar ist (s.a. mein Beispiel mit Geldautomat und Bankeneingang)?

  • Ich finde es auf jeden Fall besser lieber korrekte aber weniger, als unkorrekte aber viele POI zu haben.
    Bestes Beispiel sind die mitgelieferten geokodierten POI bei manchen Navi.
    Was nutzt mir ein POI den ich nicht finde, weil er zig Meter daneben liegt und nicht einsehbar ist..
    Und wer einmal dringlich einen POI gesucht hat, der auf einer Strasse mit Mittelstreifen auf der falschen Seite platziert war, weiß qualitativ gute POI zu schätzen.
    Und da eine Grenze zu setzen, wie weit daneben darf ein POI gemeldet werden, ist schwierig.
    Darum plädiere ich auch für weniger, aber genaue POI.
    Gerade deswegen wurde und werden die navigating-POI ja geschätzt und es gab ein Riesentheater, als im MN|7 auf die mitgelieferten POI zurück gegriffen werden mußte.

  • Zitat

    Original von dxv_udo


    Gerade deswegen wurde und werden die navigating-POI ja geschätzt



    :applaus


    Für Adressangaben gibt es Adressdatenbanken und Telefonbücher auch inzwischen für PDAs und PNAs die müssen wir nicht in die POI-Datenbanken reinhauen.


    @ chk


    eine kostruktive Diskussion ist bei dem Thema überflüssig, weil der Qualitätsanspruch festgelegt ist.


    Zum Thema Geodaten schau dir mal z.B. die POIs im Audi Overlay an. Da sind aus Urzeiten noch massenweise geokodierte Daten drin. Ich ärgere mich fast jeden Tag über die Qualität der POIs und würde sie am liebsten alle löschen. Aber inzwischen sind zum Glück auch sehr viele POIs darin korrigiert und von fleissigen usern nachgepflegt worden.

  • Zitat

    Original von wdm
    eine kostruktive Diskussion ist bei dem Thema überflüssig, weil der Qualitätsanspruch festgelegt ist.


    An selbigem habe ich auch nie beabsichtigt zu rütteln. Ich stelle fest, dass mir der Überblick über die Abgründe der Navigation schlichtweg fehlt. Ich bin erstaunt, dass es selbst in jüngster Zeit noch extreme Schlampereien zu geben scheint, was POI-Navigation angeht. Ich dachte, dass sich die Dinge in den letzten 5-6 Jahren sehr verbessert hätten und Hausnummern die hunderte von Metern falsch "gegeodatet" sind (wie bei meinem alten PDA-Navi) der Vergangenheit angehören würden.


    Am Argument, "Adressdaten kann man sich separat aufs Navi laden" ist was dran, aber meiner Meinung nach nur zur Hälfte. Ich kann alle Argumente bzgl. POI-Genauigkeit nachvollziehen, behaupte aber dennoch, dass es im Zweifelsfall besser ist, wenigstens eine Adresse mit halbwegs passgenauem POI-Icon im Navi zu haben, als gar keine Info darüber, wo der nächste POI meines Anliegens denn nun sein könnte.


    Daher tu ich mir im Moment noch immer etwas schwer mit der Einschätzung, wie genau ich in Zukunft POIs melden soll. Es muss doch einen Akzeptanz-Radius o.ä. geben, zumal ab der fünften Nachkommastelle ohnehin abgeschnitten und somit eine max. Genauigkeit von "nur" 1 m erreicht wird. Was mich wieder zu meinem (zugegeben amüsanten) Beispiel vom Geldautomaten ums Eck vom Bankeingang bringt. Welchen POI meldet man dann?

  • Hi


    Es gibt aber auch genügend Spaßvögel die POIs ohne Sinn und Verstand ins System hauen.
    Die überprüungen nehmen schon genug Zeit ein, daher haben wir eben einen hohen Standard festgelegt.


    Was kostet es denn für eine Zeit den POI auf die richtige Seite zu setzen und eben eine Beschriftung einzugeben?
    Nicht viel, oder?
    Aber die User haben von diesem geringen Zeitaufwand eine Menge und die Paten weniger Arbeit.


    Nix für Ungut. :)

  • Entscheidend und ausreichend für die genauigkeit finde ich, wenn ich an der Sparkasse/Bank oder sonstwas stehe und dann meine koordinaten erfasse


    @dc7os 
    in Köthen ist das gleiche Spielchen mit dem ATU-Laden.
    laut POI-finder ist er genau auf der Ecke. In Wirklichkeit aber mehr als 300mtr. entfernt.


    und nun kommt die Mehrarbeit gegenüber gleich richtig aufgenommen POIs auf uns zu.
    Dem User der den POI neu erfassen, nachbearbeiten und hier posten "muß",
    und den Verantwortlichen hier die dann die Datenbank abgleichen müssen.
    Mit POI Warner 3 ist das über den Sync etwas einfacher, aber immerhin noch Mehrarbeit.


    Ich häng mal als Beispiel screenshots von dem ATU in Köthen an, der Rote CursorPunkt ist dabei die Richtige Stelle
    Gruß Marcel

  • Hi,


    den ATU POI habe ich gelöscht.